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<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="http://faz-community.faz.net/utility/FeedStylesheets/rss.xsl" media="screen"?><rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"><channel><title>F.A.Z.-Community</title><link>http://faz-community.faz.net/blogs/</link><description>F.A.Z.-Community - Blogs der Frankfurter Allgemeine Zeitung.</description><dc:language>en-US</dc:language><generator>CommunityServer 2008 SP2 (Debug Build: 31106.96)</generator><item><title>Reden wir also über Auschwitz</title><link>http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/2012/02/09/reden-wir-also-ueber-auschwitz.aspx</link><pubDate>Thu, 09 Feb 2012 18:32:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:145430</guid><dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator><slash:comments>0</slash:comments><description>&lt;p style="padding-left:210px;"&gt;&lt;i&gt;Opfer fein&lt;br /&gt;Opfer Opfer Opfer sein&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style="padding-left:210px;"&gt;&lt;i&gt;von nichts gewuszt&lt;br /&gt;ne schlechte tarnung&lt;br /&gt;ob du dir das selber glaubst?&lt;br /&gt;Hier kommt die Warnung!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style="padding-left:210px;"&gt;(Egotronic: Von nichts gewuszt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unbequeme Wahrheiten sind unbequem. Der erste richtig gro&amp;szlig;e Applaus in der Jauch-Sendung vom vergangenen Sonntag brandete auf, als Anita Lasker-Wallfisch sagte: &amp;quot;man muss auch vorsichtig sein mit der Jugend, die nicht zu &amp;uuml;berf&amp;uuml;ttern mit dem Holocaust. Diese Generation hat keine Schuld&amp;quot;. Die Auschwitz&amp;uuml;berlebende hatte gerade von ihren Zeitzeugengespr&amp;auml;chen in Schulen erz&amp;auml;hlt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch in der Jauch-Sendung wurde, wie so h&amp;auml;ufig, beklagt, dass das Dritte Reich und der Holocaust in Schulen &amp;uuml;ber Geb&amp;uuml;hr behandelt w&amp;uuml;rde. Jedoch wird das Thema keinesfalls zu h&amp;auml;ufig behandelt - sondern falsch. Wenn Marina Weisband sagt, es seien zu viele Zahlen, dann deckt sich das mit Forderungen von P&amp;auml;dagogen. Der Unterricht muss sich &amp;auml;ndern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allein die Zahlen - mit denen bei diesem Thema &amp;uuml;brigens viel gelogen wird - sind es aber wohl nicht. Ich erinnere mich auch noch gut daran, wie wir st&amp;ouml;hnten, als mal wieder 1933 dran war - doch an Unterricht zum Holocaust selbst erinnere ich mich ehrlich gesagt &amp;uuml;berhaupt nicht. Einmal waren wir in einer Gedenkst&amp;auml;tte, in Neuengamme. Dunkel erinnere ich mich an Gem&amp;auml;uer und Verliese.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verdr&amp;auml;ngt? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allerdings erinnere mich noch sehr gut an das allererste Mal, als in der Schule das Gespr&amp;auml;ch auf die NS-Zeit kam. Sechste Klasse. Der Lehrer sagte: &amp;quot;Nationalsozialismus, das setzt sich zusammen aus &lt;i&gt;national&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;Sozialismus&lt;/i&gt;&amp;quot;.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob das bei meinem Lehrer Propaganda war oder Dummheit, wei&amp;szlig; ich nicht. Bei der CDU-Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach wei&amp;szlig; man auch nicht so genau, was sie dazu trieb, auf Twitter zu schreiben, die NSdAP sei eine linke Partei gewesen, denn sie sei ja f&amp;uuml;r den Sozialismus gewesen. Das provozierte Kritik, unter anderem Form von Anzeigen f&amp;uuml;r Geschichts-Nachhilfeunterricht, die sich pl&amp;ouml;tzlich &amp;uuml;berall im Bundestag fanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="Erika Steinbach Bundestag Opfer Juden Deutsche" src="http://faz-community.faz.net/cfs-filesystemfile.ashx/__key/CommunityServer.Blogs.Components.WeblogFiles/allerseelen.img/steinbach.jpg" height="344" width="600" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Nachhilfe-Anzeige wird auch angesprochen, dass Steinbach die Deutschen f&amp;uuml;r die &amp;quot;zweite gro&amp;szlig;e Opfergruppe des Zweiten Weltkriegs neben den Juden&amp;quot; halte. Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann bezeichnete mal die Juden als &amp;quot;T&amp;auml;tervolk&amp;quot; - eine typische T&amp;auml;ter-Opfer-Umkehr. Und auch in &amp;Ouml;sterreich betr&amp;uuml;gt man sich selbst gern mit der &lt;a target="_blank" title="Wikipedia: Opferthese" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Opferthese"&gt;Argumentation&lt;/a&gt;, man sei das &amp;quot;erste Opfer&amp;quot; Hitlerdeutschlands gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, wer h&amp;ouml;rt schon gern unangenehme Wahrheiten. Auch in Familien wird das meist totgeschwiegen. Eine nationale Psychose.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist kalt, winterkalt. Bitterkalt. Das Lager Auschwitz 1 sieht aus wie ein gem&amp;uuml;tliches Backsteindorf. Hinein, hindurch unter dem zynischen &amp;quot;Arbeit macht frei&amp;quot;. Wir sind mit einer Gruppe deutscher, &amp;ouml;sterreichischer und polnischer junger Erwachsener da. Eine Baracke nach der anderen. Haare, Brillen, Prothesen - alles haben die Nazis weiterverwendet. Und die Arbeitskraft der Gefangenen. Kapitalistische Verwertung als Abfallprodukt der Menschenvernichtung. Einer Menschenvernichtung, die auf der Nazi-Ideologie der Ungleichwertigkeit fu&amp;szlig;te.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das sollten wir alles wissen. Wissen wir aber nicht. Wollen wir nicht h&amp;ouml;ren. Relativieren. Das &amp;quot;private Auschwitz&amp;quot; verdr&amp;auml;ngen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach jeder Baracke wird es schlimmer. Die ersten fangen an zu weinen. Kellerverliese. Menschenversuche. Drau&amp;szlig;en beginnt es zu schneien. Schwer vorstellbar, wie Menschen hier auch nur drei Tage &amp;uuml;berlebt haben. Jeden Tag harte Arbeit. In Str&amp;auml;flingskleidung. Barfu&amp;szlig;. Im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wird wieder gelacht. Buffer Overflow. Grauen an Grauen. Schriftz&amp;uuml;ge &amp;quot;Verhalte dich ruhig&amp;quot; an den W&amp;auml;nden der Baracken. Und die Gaskammern. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deutsche Gaskammern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas mehr als 67 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wird nun bei G&amp;uuml;nther Jauch dar&amp;uuml;ber diskutiert, wie mit dieser Schuld umzugehen ist. Am Ende der Sendung soll Jauch selbst zerknirscht &amp;uuml;ber den Verlauf der Sendung ge&amp;auml;u&amp;szlig;ert haben, schreibt Marina Weisband &lt;a target="_blank" href="http://www.marinaslied.de/?p=699"&gt;in ihrem Blog&lt;/a&gt;. Weisband berichtet dort noch von ihrem Verstummen angesichts der beeindruckenden Biografie Anita Lasker-Wallfischs und twitterte das wunderbare Wallfisch-Zitat: &lt;i&gt;&amp;quot;Ich darf hier rauchen, ich habe Auschwitz &amp;uuml;berlebt.&amp;quot; &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einig war man sich in der Sendung, dass es keinen &amp;quot;Schlussstrich&amp;quot; unter die deutsche Geschichte geben solle. Lasker-Wallfisch sagte: &amp;quot;Schuld habt ihr nicht. Aber ihr habt eine Verpflichtung, daran zu denken und euch wie anst&amp;auml;ndige Menschen zu benehmen&amp;quot;. Richtig ist: eine individuelle Schuld am Holocaust kann jemand, der 1991 geboren ist, nicht haben. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schlussstrichdebatten sind nichts neues, es hat sie in der Geschichte der Bundesrepublik immer gegeben. Die letzte gro&amp;szlig;e war 2006 bei der Fu&amp;szlig;ball-WM im eigenen Land. Im neuen scheinbar so positiven Schwarz-rot-gold-Patriotismus schwingt wohl auch immer ein St&amp;uuml;ck Schlussstrich-Sehnsucht mit.&lt;/p&gt;
&lt;p style="padding-left:180px;"&gt;&lt;i&gt;Ich f&amp;uuml;hle, wie sich alles wandelt&lt;br /&gt;Und wie ich selber &amp;auml;ndern kann,&lt;br /&gt;was mich beengt in meinem Leben&lt;br /&gt;Denn mit &amp;Auml;ndern f&amp;auml;ngt Geschichte an.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style="padding-left:180px;"&gt;&lt;i&gt;Wohin es geht, das woll&amp;#39;n wir wissen&lt;br /&gt;Und betreten neues, deutsches Land.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p style="padding-left:180px;"&gt;&lt;i&gt;Ich freu&amp;#39; mich auf mein Leben&lt;br /&gt;Mache frische Spur&amp;#39;n in den wei&amp;szlig;en Strand.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Lied &amp;quot;Was ist ist&amp;quot; von MIA. wurde auch in Neonazikreisen gern mal geh&amp;ouml;rt. Man kann es f&amp;uuml;r Antifa-Paranoia halten, was &lt;a target="_blank" title="M.I.A. Was es ist Analyse" href="http://www.projektwerkstatt.de/mia-auuuh/mia.htm"&gt;hier&lt;/a&gt; zu dem Song analysiert wurde. Die zitierten S&amp;auml;tze k&amp;ouml;nnten aber auch den Nerv des deutschen Opferkults getroffen haben - frische Spuren im wei&amp;szlig;en Sand, mit &amp;Auml;ndern f&amp;auml;ngt Geschichte an. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dummheit und Propaganda k&amp;ouml;nnen dazu f&amp;uuml;hren, dass wir vergessen. Vergessen ist bequem. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie die Verbrechen der Nazis im Ged&amp;auml;chtnis bleiben k&amp;ouml;nnen, wenn alle Zeitzeugen tot sind - dieses Problem ist nicht trivial l&amp;ouml;sbar. Im Internet bl&amp;uuml;hen die Meinungen. In Leserkommentaren wird Propaganda gemacht und mit falschen Zahlen operiert. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch das ist noch lange nicht so weit. Es gibt noch &lt;a target="_blank" href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/12288"&gt;mehr als 20.000&lt;/a&gt; Holocaust-&amp;Uuml;berlebende. H&amp;auml;tten Sie&amp;#39;s gewusst?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;--&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bildnachweis Steinbach: &lt;a target="_blank" href="http://www.publikative.org/2012/02/02/steinbach-linke-nazis-und-der-nachhilfeunterricht/"&gt;publikative.org&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="clear:both;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://faz-community.faz.net/aggbug.aspx?PostID=145430" width="1" height="1"&gt;</description><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/tags/Nazis/default.aspx">Nazis</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/tags/Auschwitz/default.aspx">Auschwitz</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/tags/Erinnerungskultur/default.aspx">Erinnerungskultur</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/tags/Schlussstrich/default.aspx">Schlussstrich</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/tags/Jauch/default.aspx">Jauch</category></item><item><title>Von Kraken und Ratten</title><link>http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/2012/02/09/my-personal-krakengate.aspx</link><pubDate>Thu, 09 Feb 2012 15:27:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:145415</guid><dc:creator>Julia Seeliger</dc:creator><slash:comments>8</slash:comments><description>&lt;p&gt;Manchmal passieren Dinge von selbst, einfach, weil sie passieren m&amp;uuml;ssen. So wars dann auch mit Krakengate. Dienstag fr&amp;uuml;h bekam ich eine Nachricht von &lt;a target="_blank" href="https://twitter.com/#!/stopp_acta"&gt;@Stopp_Acta&lt;/a&gt;. Ich solle doch nochmal Werbung machen f&amp;uuml;r die Proteste gegen das Abkommen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich blickte auf deren Twitter-Avatar und auf das Wiki. Immer noch &amp;quot;die Krake&amp;quot;, fragte ich mich. Seltsam. Das Motiv war doch von so vielen kritisiert worden - und schon so lange. Warum nur setzte man denn immer noch auf dieses Motiv? Ich antwortete ungehalten. Dann entspann sich eine Diskussion. Viele nahmen teil, einige beschimpften mich. Andere erfanden das Hashtag &lt;a target="_blank" href="https://twitter.com/#!/search/%23krakengate"&gt;#krakengate&lt;/a&gt;. Und so nahm die Geschichte ihren Lauf - am Ende des Tages war das Thema so richtig hochgejazzt, &amp;uuml;ber den Acta-Kraken wurde hei&amp;szlig; diskutiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Grunde finde ich die Proteste gegen Acta ja richtig. Es gibt ja auch so viele Argumente gegen das Abkommen, und nicht nur des Urheberrechts wegen. Deswegen ziert meinen Computer auch schon seit fast zwei Jahren ein Anti-Acta-Aufkleber. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="Acta Aufkleber Bild Motiv" src="http://faz-community.faz.net/cfs-filesystemfile.ashx/__key/CommunityServer.Blogs.Components.WeblogFiles/allerseelen.img/acta.jpg" height="418" width="400" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der klebt da ungef&amp;auml;hr schon so lange, wie die Diskussion um das andere Acta-Motiv l&amp;auml;uft: n&amp;auml;mlich um &amp;quot;die Krake&amp;quot; - einem Octopus, der die Welt umschlingt, ja beherrscht. Im Artikel &lt;a target="_blank" href="http://www.politikon.at/2012/01/27/hetzen-fur-die-gute-sache/"&gt;&amp;quot;Hetzen f&amp;uuml;r die gute Sache?&amp;quot;&lt;/a&gt; (Januar 2012) kann man etwas &amp;uuml;ber Geschichte lernen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Das linke Bild zeigt eine antisemitische Karikatur von Josef Plank (ca. 1938), die in der Nazi-Propaganda zum Einsatz kam. Das Motiv der Krake, die ihre Tentakel um die Erde schlingt, wird auch heute noch von Antisemiten und Neonazis verwendet, um die Bedrohung einer j&amp;uuml;dischen Weltverschw&amp;ouml;rung zu suggerieren. &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="Acta Weltjudentum" src="http://faz-community.faz.net/cfs-filesystemfile.ashx/__key/CommunityServer.Blogs.Components.WeblogFiles/allerseelen.img/beispiel_5F00_01.jpg" height="355" width="641" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das hatten einige im Jahr 2010 bereits genauso angemerkt. Schon im M&amp;auml;rz 2010 erschien bei &lt;a target="_blank" title="Isis Welt" href="http://isis-welt.blog.de/2010/03/13/piratenkrake-8170527/"&gt;Isis Welt&lt;/a&gt; ein Artikel, umfassend und mit interessanter Diskussion. Sogar der Urheber des Bildes ist bekannt, ein convex von der Piratenpartei Schweiz. Die Blogautorin fragte hierzu:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Und? Hat man convex schon einmal &amp;uuml;ber die Herkunft des Symbols oder zu seiner politischen Vergangenheit befragt? Ich meine, Schweizer zu sein, macht ja nun nicht immun gegen simple Erkl&amp;auml;rungsmuster oder gegen die Weiterverwendung bereits einschl&amp;auml;gig benutzter Schaubilder. &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu gab es dann keine Antwort mehr. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und auch bei bei publikative.org (fr&amp;uuml;her NPD-Blog.info) erschien bereits im Juli 2010 der Artikel &lt;a target="_blank" title="publikative Krake" href="http://www.publikative.org/2010/07/22/krake-200"&gt;&amp;quot;Die Fallh&amp;ouml;he der Krake&amp;quot;&lt;/a&gt;, geschrieben vom Diplom-Designer Robert Hampicke. Hampicke widmete sich dabei der Bildsprache und zieht auch Grenzen zu anderen Kraken-Darstellungen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Die Krake der Piratenpartei ist extrem erkl&amp;auml;rungsbed&amp;uuml;rftig, denn sie ist - ohne den entsprechenden Kontext -  nicht als Daten-Krake erkennbar. Dieses gestalterische Problem h&amp;auml;tte einfach gel&amp;ouml;st werden k&amp;ouml;nnen, indem zum Beispiel die Tentakeln der Krake als Computerkabel dargestellt werden. Fr&amp;uuml;here Kraken-Karikaturen differenzieren so weit, das sogar jedem einzelnen Fangarm eine spezielle Funktion zugeteilt wird, das ist bei dem Kraken-Zeichen der Piratenparteien nicht der Fall. Es beschreibt nur den Sachverhalt einer dunklen Bedrohung der Welt, worin diese Bedrohung besteht, dar&amp;uuml;ber gibt die Darstellung keine weitere Auskunft. Das macht sie der Krake aus dem &amp;quot;St&amp;uuml;rmer&amp;quot; von 1938 so &amp;auml;hnlich und legt die Vermutung nahe, dass sich hinter ihr ebenfalls ein geschlossenes Weltbild verbergen k&amp;ouml;nnte.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den Kommentaren finden sich, wenig &amp;uuml;berraschend, w&amp;uuml;tende Piraten, die sich beklagen, &amp;quot;in die braune Ecke gestellt zu werden&amp;quot;. Und immer wieder wird, offensichtlich ohne den oben zitierten Absatz zur Kenntnis genommen zu haben, &lt;a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_%28Krake%29"&gt;Krake Paul&lt;/a&gt; als Argument angef&amp;uuml;hrt - wolle man den guten Fu&amp;szlig;ballspiel-Vorhersage-Kraken nun auch in die N&amp;auml;he der Nazis stellen? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interessante Bei&amp;szlig;reflexe. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Bei&amp;szlig;reflexe f&amp;uuml;hrten dann wohl auch dazu, dass Krakengate &amp;quot;Trending Topic&amp;quot; bei Twitter wurde. Weltweit. In die Timeline wurde hineingefragt: &amp;quot;What is Krakengate?&amp;quot;. Sich-lustig-machende Piraten und Verschw&amp;ouml;rungstheoretiker. Gr&amp;uuml;ne, die Oberwasser gegen die ihnen scheinbar Konkurrenz machende Piratenpartei witterten. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Der eigentliche Skandal an Krakengate ist, dass das alle angeblich erst jetzt mitkriegen, obwohl es seit 2 Jahren kritisiert wird &lt;/i&gt;twittete benni_b und fasel schrieb: &lt;i&gt;das einzig interessante am Krakengate ist der unsouver&amp;auml;ne Umgang mit der Kritik. &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Andere kritisierten: &lt;i&gt;Wehret den Anf&amp;auml;ngen! Selbst, wenn es sich hier nur um Leute handelt, die in Geschichte eine 6 hatten&lt;/i&gt; (Telegehirn) oder &lt;i&gt;Kritik unerw&amp;uuml;nscht &lt;/i&gt;(NicolasAllie).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spannender sind aber die relativierend-verlachenden Tweets. Eine kleine Auswahl: &lt;i&gt;Day of the Tentacle &amp;lt;3 :))&lt;/i&gt; (NetReaper), &lt;i&gt;Tentacleporn statt Krakengate &lt;/i&gt;(CaeVye)&lt;i&gt;, Ich empfinde die ACTA-Krake als verdammenswert, weil sie Cthulhu in str&amp;auml;flicher Weise verharmlost!&lt;/i&gt; (Felicea), &lt;i&gt;Bildsprache Krake = Vielarmiges Monster. Ich verstehe darunter was anderes, als die Nazis darunter verstanden haben. Und Ihr so?&lt;/i&gt; (Netzgaertnerin), &lt;i&gt;&amp;uuml;ber Autobahnen sollte man auch nicht mehr fahren...&lt;/i&gt; (Dragonrose) und &lt;i&gt;Hat die Welt keine Probleme mehr? HALLO? Wulff ist noch Pr&amp;auml;si, ACTA am Start und die USA spielen bald wieder Demokratie! &lt;/i&gt;(LieselWeppen&lt;i&gt;). &lt;/i&gt;Sogar Verschw&amp;ouml;rungstheorien waren dabei:&lt;i&gt; Antisemitisches Krakengate (...) Die Urheberrechtsmafia muss ja schon sehr verzweifelt sein&lt;/i&gt; (R34lB0rg). &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interessant auch dieser Dialog &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Viel Gl&amp;uuml;ck bei der Suche nach Ersatz-Metaphern zur politischen D&amp;auml;monisierung, die nicht schonmal problematisch gebraucht wurden&lt;/i&gt;. (plomlompom)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;genau deshalb sind solche platten Bilder aus dem Wahlkampf der gro&amp;szlig;en Parteien verschwunden: Propaganda, keine Politik&lt;/i&gt; (@benno)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu schrieb Patrick Gensing im Rahmen der Krakengate-Diskussion auf publikative.org den Artikel &lt;a target="_blank" href="http://www.publikative.org/2012/02/08/hetzen-mit-tieren/"&gt;&amp;quot;Hetzen mit Tieren&amp;quot;&lt;/a&gt;, in dem er erkl&amp;auml;rt, wie Tiere als Bilder f&amp;uuml;r&amp;nbsp; politische Propaganda genutzt werden &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;F&amp;uuml;r die NS-Propaganda spielte das Bild der Ratte eine wichtige Rolle bei der D&amp;auml;monisierung von Juden, um so die ideologischen Voraussetzungen f&amp;uuml;r die folgende Verfolgung und Vernichtung von Juden zu schaffen.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gensing geht in dem Artikel auch auf andere Beispiele ein, zum Beispiel regressive Kapitalismuskritik. Stichwort Heuschrecke. Von Franz M&amp;uuml;ntefering und Globalisierungskritikern verwendet, um Marktversagen bei den Finanzm&amp;auml;rkten anzuprangern. Und die Berliner WASG kam von den Heuschrecken gar zu glasklarem Nazi-Vokabular, ist beim Recherche-Projekt redok in dem Artikel &lt;a target="_blank" href="http://www.redok.de/content/view/652/38/"&gt;&amp;quot;Wieder linke Heuschreckenopfer zu beklagen&amp;quot;&lt;/a&gt; nachzulesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wichtiges Element solcher regressiver Kapitalismuskritik ist zudem das Bild vom &amp;quot;raffenden&amp;quot; und vom &amp;quot;schaffenden&amp;quot; Kapital. Das es leider auch in die konventionelle Presse schafft, zuletzt in den Freitag zur Finanztransaktionssteuer: &lt;a target="_blank" href="http://www.freitag.de/politik/1204-gastkommentar-steuer"&gt;&amp;quot;Ein Strich im Sand&amp;quot;&lt;/a&gt;. Bei der regressiven - bzw. Nazi-Kapitalismuskritik wird &amp;quot;den Juden&amp;quot; oder &amp;quot;der Ostk&amp;uuml;ste&amp;quot; unterstellt, &amp;quot;das Finanzkapital&amp;quot; zu lenken, ja zu beherrschen. Und hier schlie&amp;szlig;t sich der Verbl&amp;ouml;dungskreis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Regression, Verbl&amp;ouml;dung und Hetze sind &amp;uuml;berall. Das Internet macht diese Forderungen nach &amp;quot;einfachen L&amp;ouml;sungen&amp;quot; sichtbar. Verschw&amp;ouml;rungstheorien. Dummheit. Geschichtsvergessenheit. Und solches wird von unkritischen Piraten sichtbar gemacht und auch bef&amp;ouml;rdert. Damit hat sich die Partei auseinanderzusetzen. &lt;a target="_blank" href="http://www.faz.net/aktuell/heidenheim-pirat-wegen-judenfeindlicher-aeusserung-zurueckgetreten-11642100.html"&gt;Kevin&lt;/a&gt; ist nur ein Symptom.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;20 Prozent der Deutschen gelten als antisemitisch. Die anderen 80 Prozent werden bald getestet,&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;twitterte &lt;a target="_blank" href="https://twitter.com/#!/zeitrafferin/statuses/166460278148575232"&gt;der_Gilles&lt;/a&gt;. Beweisen wir das Gegenteil. Mit Kritikf&amp;auml;higkeit und politischer Diskussion. Und Geschichtskenntnis.&lt;/p&gt;&lt;div style="clear:both;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://faz-community.faz.net/aggbug.aspx?PostID=145415" width="1" height="1"&gt;</description><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/tags/Antisemitismus/default.aspx">Antisemitismus</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/tags/Krakengate/default.aspx">Krakengate</category></item><item><title>Wasser marsch in China! Zu Besuch beim größten Bauprojekt der Welt und den Bauern, die ihm weichen müssen</title><link>http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/2012/02/09/wasser-marsch-in-china-zu-besuch-beim-groessten-bauprojekt-der-welt-und-den-bauern-die-ihm-weichen-muessen.aspx</link><pubDate>Thu, 09 Feb 2012 09:38:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:145344</guid><dc:creator>Christian Geinitz</dc:creator><slash:comments>0</slash:comments><description>Drei Kanäle von der Länge Europas sollen verhindern, dass Peking vertrocknet. Doch das Süd-Nord-Wasserprojekt ist wirtschaftlich, ökologisch und sozial umstritten. Die vertriebenen Bauern fühlen sich entwurzelt, daran ändert auch die erhöhte Entschädigung nichts....(&lt;a href="http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/2012/02/09/wasser-marsch-in-china-zu-besuch-beim-groessten-bauprojekt-der-welt-und-den-bauern-die-ihm-weichen-muessen.aspx"&gt;read more&lt;/a&gt;)&lt;img src="http://faz-community.faz.net/aggbug.aspx?PostID=145344" width="1" height="1"&gt;</description><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/tags/China/default.aspx">China</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/tags/Staudamm/default.aspx">Staudamm</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/tags/Bauern/default.aspx">Bauern</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/tags/Landwirtschaft/default.aspx">Landwirtschaft</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/tags/Wasser/default.aspx">Wasser</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/tags/S_26002300_252_3B00_d-Nord-Wasserprojekt/default.aspx">S&amp;#252;d-Nord-Wasserprojekt</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/tags/Vertreibung/default.aspx">Vertreibung</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/tags/Umsiedlung/default.aspx">Umsiedlung</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/tags/Danjiangkou/default.aspx">Danjiangkou</category></item><item><title>Hoflieferanten für den Bundespräsidenten</title><link>http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2012/02/09/hoflieferanten-fuer-den-bundespraesidenten.aspx</link><pubDate>Thu, 09 Feb 2012 08:22:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:145311</guid><dc:creator>Don Alphonso</dc:creator><slash:comments>115</slash:comments><description>Keine Schande ist so gros, dass man sie in mit einem historischen Rückgriff nicht zu einer rechtschaffenen Tugend umwidmen könnte. Mit dem Titel des Hofliederanten wird aus jedem schmierigen Geschäft sogleich wieder ein Akt von elitärem Geschäftssinn....(&lt;a href="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2012/02/09/hoflieferanten-fuer-den-bundespraesidenten.aspx"&gt;read more&lt;/a&gt;)&lt;img src="http://faz-community.faz.net/aggbug.aspx?PostID=145311" width="1" height="1"&gt;</description><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/tags/Klassenkampf+von+oben/default.aspx">Klassenkampf von oben</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/tags/Tegernsee/default.aspx">Tegernsee</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/tags/Reichtum/default.aspx">Reichtum</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/tags/Investoren/default.aspx">Investoren</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/tags/Neureiche/default.aspx">Neureiche</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/tags/Personal/default.aspx">Personal</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/tags/Elite/default.aspx">Elite</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/tags/Zumutungen+der+Moderne/default.aspx">Zumutungen der Moderne</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/tags/Altes+Europa/default.aspx">Altes Europa</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/tags/Alltag/default.aspx">Alltag</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/tags/Anstand/default.aspx">Anstand</category></item><item><title>Netzwerktechnik: Aktionäre von Cisco und Juniper brauchen starke Nerven </title><link>http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/2012/02/09/netzwerktechnik-aktionaere-von-cisco-und-juniper-brauchen-starke-nerven.aspx</link><pubDate>Thu, 09 Feb 2012 08:12:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:145322</guid><dc:creator>Carsten Knop</dc:creator><slash:comments>1</slash:comments><description>Im Geschäft mit Netzwerkausrüstung braucht man starke Nerven - und die Aktionäre von Cisco und seinem Wettbewerber Juniper Networks erleben diesen Nervenkitzel aus nächster Nähe. Jetzt ist mal wieder eine gute Nachricht dran: Die Nachfrage nach Netzwerk-Technik vom weltgrößten Ausrüster Cisco ist so stark wie noch nie. Im zweiten Geschäftsquartal (von November bis Januar) stieg der Umsatz um 11 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar (oder umgerechnet 8,7 Milliarden Euro). Der Gewinn verbesserte sich dank eingedämmter Kosten sogar um 44 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar....(&lt;a href="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/2012/02/09/netzwerktechnik-aktionaere-von-cisco-und-juniper-brauchen-starke-nerven.aspx"&gt;read more&lt;/a&gt;)&lt;img src="http://faz-community.faz.net/aggbug.aspx?PostID=145322" width="1" height="1"&gt;</description><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/tags/Informationstechnologie/default.aspx">Informationstechnologie</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/tags/Cisco/default.aspx">Cisco</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/tags/John+Chambers/default.aspx">John Chambers</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/tags/Juniper/default.aspx">Juniper</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/tags/Stefan+Dyckerhoff/default.aspx">Stefan Dyckerhoff</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/tags/Netzwerktechnik/default.aspx">Netzwerktechnik</category></item><item><title>Rettet den Sachverständigenrat!</title><link>http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/2012/02/08/rettet-den-sachverstaendigenrat.aspx</link><pubDate>Wed, 08 Feb 2012 15:40:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:145258</guid><dc:creator>Heike Göbel</dc:creator><slash:comments>8</slash:comments><description>Der Mythos des einst renommiertesten deutschen Ökonomengremiums ist fast aufgezehrt. Von Heike Göbel....(&lt;a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/2012/02/08/rettet-den-sachverstaendigenrat.aspx"&gt;read more&lt;/a&gt;)&lt;img src="http://faz-community.faz.net/aggbug.aspx?PostID=145258" width="1" height="1"&gt;</description><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/tags/_26002300_214_3B00_konomik/default.aspx">&amp;#214;konomik</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/tags/Politik/default.aspx">Politik</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/tags/Wolfgang+Franz/default.aspx">Wolfgang Franz</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/tags/Sachverst_26002300_228_3B00_ndigenrat/default.aspx">Sachverst&amp;#228;ndigenrat</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/tags/Peter+Bofinger/default.aspx">Peter Bofinger</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/tags/Beatrice+Weder+di+Mauro/default.aspx">Beatrice Weder di Mauro</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/tags/Politikberatung/default.aspx">Politikberatung</category></item><item><title>Der Februar – Ein Monat tanzt den Klammerblues</title><link>http://faz-community.faz.net/blogs/pop/archive/2012/02/08/der-februar-ein-monat-hat-den-blues.aspx</link><pubDate>Wed, 08 Feb 2012 13:02:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:145248</guid><dc:creator>Eric Pfeil</dc:creator><slash:comments>1</slash:comments><description>Neue Alben im Monat Februar....(&lt;a href="http://faz-community.faz.net/blogs/pop/archive/2012/02/08/der-februar-ein-monat-hat-den-blues.aspx"&gt;read more&lt;/a&gt;)&lt;img src="http://faz-community.faz.net/aggbug.aspx?PostID=145248" width="1" height="1"&gt;</description></item><item><title>Schlaumeier am Montag</title><link>http://faz-community.faz.net/blogs/balance-akt/archive/2012/02/08/schlaumeier-am-montag.aspx</link><pubDate>Wed, 08 Feb 2012 09:03:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:145220</guid><dc:creator>Bettina Weiguny</dc:creator><slash:comments>0</slash:comments><description>&lt;p&gt;Es ist h&amp;ouml;chste Zeit f&amp;uuml;r Solidarit&amp;auml;t mit Managern: Sch&amp;uuml;tzt die M&amp;auml;nner (und Frauen) der Tat vor&amp;nbsp;Beratern, Schlaumeiern und sonstigen Schw&amp;auml;tzern! Ich kann&amp;nbsp;sie nicht mehr h&amp;ouml;ren, diese Typen, die sich im Nachhinein den Lauf der Dinge zusammenreimen: Wie Europa sich demontiert hat (&amp;bdquo;Die Merkel war zu z&amp;ouml;gerlich&amp;quot;), was bei Siemens schiefl&amp;auml;uft (&amp;bdquo;Total overengineered&amp;quot;) und was Joe Ackermann falsch gemacht hat (&amp;bdquo;Erstens h&amp;auml;tte er nie...&amp;quot;).&amp;nbsp;F&amp;uuml;r gew&amp;ouml;hnlich beginnt&amp;nbsp;jeder zweite Satz mit einem selbstbewussten: &amp;bdquo;Das h&amp;auml;tte ich denen vor einem halben Jahr sagen k&amp;ouml;nnen.&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Amerika gibt es f&amp;uuml;r diese Art Mensch den Begriff &amp;bdquo;Monday Morning Quarterback&amp;quot; - notorische Besserwisser, die nach jedem Footballspiel dozieren, was sie als Spielmacher (Quarterback) besser gemacht h&amp;auml;tten. Vom Sofa aus, versteht sich, nach dem Studium aller Zeitlupen-Aufnahmen und Spielanalysen. Gerade so wie die Consultants! Selbst nie etwas zustande gebracht, aber in der Nachlese unfehlbar. Die Deutsche B&amp;ouml;rse h&amp;auml;tte, Helmut Dietl sollte, die FDP k&amp;ouml;nnte, t&amp;ouml;nen die Sesselphilosophen, w&amp;auml;hrend sie Politik, Wirtschaft, Kultur in einem Atemzug erkl&amp;auml;ren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei demonstrieren sie allerdings nur eine F&amp;auml;higkeit, die sogar Affen beherrschen. Neurobiologen der Universit&amp;auml;t Yale haben nun herausgefunden, dass zumindest Rhesus-Affen zum Monday Morning Quarterbacking taugen. Dazu haben die Forscher mit den Tieren Schnick-Schnack-Schnuck gespielt, was auch unsere Kinder praktizieren, um auszuknobeln, wer den Ball beim b&amp;ouml;sen Nachbarn holen muss. Und siehe da: Auch ein &amp;Auml;ffchen wei&amp;szlig; im Nachhinein, dass die Schere die bessere Wahl gewesen w&amp;auml;re als das Papier und dass es damit ein besseres Ergebnis (der Siegeraffe erhielt ein Glas Saft) erzielt h&amp;auml;tte. Nur f&amp;uuml;r die n&amp;auml;chste Spielrunde hilft das leider gar nichts. Im &amp;Uuml;brigen: Bei uns muss immer der kleine Hannes laufen, egal wie Schnick-Schnack-Schnuck ausgeht. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div style="clear:both;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://faz-community.faz.net/aggbug.aspx?PostID=145220" width="1" height="1"&gt;</description></item><item><title>Die UBS - eine Investmentbank?</title><link>http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/2012/02/07/die-ubs-eine-investmentbank.aspx</link><pubDate>Tue, 07 Feb 2012 20:32:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:145198</guid><dc:creator>Carsten Knop</dc:creator><slash:comments>2</slash:comments><description>Im gesamten vergangenen Jahr hat die Schweizer Bank UBS 44 Prozent weniger Geld verdient. Auf den ersten Blick reiht sie sich damit in die Reihe anderer Großbanken ein: Goldman Sachs hatte in derselben Zeitspanne ein Minus von zwei Drittel zu verkraften. Die Deutsche Bank schrieb im letzten Quartal 2011 sogar einen Verlust; die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Doch ist damit der Zustand der UBS unzureichend beschrieben, handelt es sich hier doch um ein Institut auf der Suche nach seiner Identität....(&lt;a href="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/2012/02/07/die-ubs-eine-investmentbank.aspx"&gt;read more&lt;/a&gt;)&lt;img src="http://faz-community.faz.net/aggbug.aspx?PostID=145198" width="1" height="1"&gt;</description><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/tags/Goldman+Sachs/default.aspx">Goldman Sachs</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/tags/Banken/default.aspx">Banken</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/tags/Deutsche+Bank/default.aspx">Deutsche Bank</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/tags/Investmentbanking/default.aspx">Investmentbanking</category><category domain="http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/tags/UBS/default.aspx">UBS</category></item><item><title>O mein Guru, wie gefährlich ist Yoga, ehrlich? </title><link>http://faz-community.faz.net/blogs/tanz/archive/2012/02/07/o-mein-guru-wie-gefaehrlich-ist-yoga-ehrlich.aspx</link><pubDate>Tue, 07 Feb 2012 16:25:00 GMT</pubDate><guid isPermaLink="false">68b01981-ddee-435a-beae-d517aebbb25e:145172</guid><dc:creator>Wiebke Hüster</dc:creator><slash:comments>2</slash:comments><description>&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;i&gt;Yoga is possible for anybody who really
wants it. Yoga is universal... But don&amp;#39;t approach yoga with a business
mind looking for worldly gain&lt;/i&gt;&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Yoga ist m&amp;ouml;glich f&amp;uuml;r jeden, der es
wirklich will. Yoga ist universell... Aber gehe nicht mit einem
Gesch&amp;auml;ftsverstand an Yoga heran, auf der Suche nach weltlichem
Gewinn.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sri Krishna Pattabhi Jois&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Abteilung &amp;bdquo;Die Wissenschaft
hat festgestellt.....&amp;quot; zitiert ein Artikel der S&amp;uuml;ddeutschen
Zeitung vom vergangenen Wochenende verschiedene Sportwissenschaftler
und Physiotherapeuten, die vor sch&amp;auml;dlichen Folgen und Nebenwirkungen
falscher Yoga-Praxis warnen. Die schlimmsten W&amp;ouml;rter lauten
&amp;bdquo;Lungenembolie&amp;quot;, &amp;bdquo;Schlaganfall&amp;quot;, &amp;bdquo;Schwellungen und
Blutgerinnsel&amp;quot;, &amp;bdquo;Rippenprobleme&amp;quot;. Nach der Aufz&amp;auml;hlung dieser
alarmierenden Krankheitsbilder, die dem naiven Menschen, der meint,
nur &amp;bdquo;sanfte Dehnungen&amp;quot; auszuf&amp;uuml;hren, bei brutalen, hinterlistigen
Yoga-&amp;Uuml;bungen drohen, schlie&amp;szlig;t der Satz milde: &amp;bdquo;...finden sich
vereinzelt in der Fachliteratur&amp;quot;. Ach so. Vereinzelt. Bei
sch&amp;auml;tzungsweise zwanzig Millionen Yoga-Ausf&amp;uuml;hrenden in den
Vereinigten Staaten und etwa f&amp;uuml;nf Millionen in Deutschland. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Geschenkt, dass das neue Schwitzyoga
&amp;bdquo;Bikram&amp;quot; Quatsch ist, bei dem in auf vierzig Grad Raumtemperatur
hochgeheizten Studios trainiert wird, geschenkt, dass auch andere
seltsame Bl&amp;uuml;ten auf der Yoga-Welle treiben, deren Duft man besser
nicht zu tief einatmet. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber in der Summe sagt der Text, der in
der Unterzeile emp&amp;ouml;rt &amp;bdquo;Gerissene B&amp;auml;nder, gereizte Nerven,
&amp;uuml;berdehnte Gelenke&amp;quot; aufz&amp;auml;hlt, nichts anderes als dass man sich
beim Yoga verletzen kann. Tja, wie man das beim Joggen, Skifahren,
Tennisspielen, Drachensteigen und Hundgassif&amp;uuml;hren tun kann. Pech!
Zuviel im B&amp;uuml;ro auf dem Stuhl sitzen f&amp;uuml;hrt zu Verspannungen,
Kopfschmerzen, R&amp;uuml;ckenschmerzen, Bandscheibenvorf&amp;auml;llen, Skifahren zu
Knochenbr&amp;uuml;chen. Man kann vor der eigenen Haust&amp;uuml;r hinfliegen oderim
Zoo auf der Bananenschale ausrutschen oder in der Sauna auf glatten
Fliesen. Leben ist gef&amp;auml;hrlich. Warnen wir deshalb vor B&amp;uuml;ros,
Gehwegen, Schwimmb&amp;auml;dern? Ist es nicht viel gef&amp;auml;hrlicher f&amp;uuml;r die
eigene Gesundheit, gar nichts zu tun? Aber genau so verstehen viele
das Leben. Als eine Angelegenheit, in der eigentlich alles unfallfrei
abgepolstert geh&amp;ouml;rt, versichert, keimfrei versiegelt und mit
garantierter Erfolgsgarantie geliefert. Yoga? Da mu&amp;szlig; man doch
hingehen k&amp;ouml;nnen und ein paar Stunden abrei&amp;szlig;en und das bringts dann
bitte. Hab ich mich doch verletzt dabei! Tut mir doch was weh!
Protest! Schlechter Unterricht! Gefahr! Artikel!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Yoga ist in Wirklichkeit das Gegenteil
davon. Yoga lehrt, den eigenen K&amp;ouml;rper zu sp&amp;uuml;ren, zu erleben,
kennenzulernen, und zu verstehen. Jede Yogastunde beginnt mit einem
Einstimmen auf den Moment, die eigene Situation (stark, schwach,
m&amp;uuml;de, wach, lustig, oder faul), mit angeleiteter Selbstwahrnehmung.
Man m&amp;ouml;chte fast annehmen, kein anderes K&amp;ouml;rpertraining geht so genau
auf die Bedeutung und Respektierung der eigenen Verfassung ein. So
fragt auch jeder Lehrer vor bestimmten &amp;Uuml;bungen, ob Sch&amp;uuml;ler im Saal
seien mit Knieproblemen oder Nackenproblemen, und fordert diese dann
auf, die &amp;Uuml;bungen in spezieller Weise abzu&amp;auml;ndern oder notfalls
wegzulassen. Es ist gegen die Idee des Yoga, sich mit anderen zu
vergleichen, sich zu messen. Das sagt auch jeder Lehrer. Jeder. Also
Ohren auf und die Sinne der Selbstwahrnehmung eingeschaltet, dann
kann beim Yoga weniger passieren als beim Reiskochen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;i&gt;In theory, practice and theory are the
same. In practice, they are not.&lt;/i&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Yogi Berra&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div style="clear:both;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://faz-community.faz.net/aggbug.aspx?PostID=145172" width="1" height="1"&gt;</description></item></channel></rss>
