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BASF wartet auf Wind
06. Juli 2009, 20:00
Uhr
Dass die Integration des krisenbedingt schlingernden
Geschäfts des Schweizer Spezialchemieanbieters Ciba in den BASF-Konzern nicht
ohne Blessuren abgehen würde, war schon länger klar. Jetzt ist die Katze aus
dem Sack - und die Überraschung hält sich in Grenzen, jedenfalls an der Börse.
Dort reagierte die Aktie der BASF, die in den vergangenen zwölf Monaten rund
ein Drittel ihres Wertes verloren hat, mit einem beinahe unveränderten Kurs auf
die Ankündigung des konkreten Ciba-Restrukturierungsprogramms samt
Fabrikschließungen. Das Programm muss der BASF-Vorstandsvorsitzende Jürgen
Hambrecht nun zwar in einem konjunkturellen Umfeld umsetzen, das viel
schlechter ist, als er es sich zum Zeitpunkt der Ciba-Übernahme ausgemalt haben
dürfte. Am Abbau von 3700 Arbeitsplätzen hätte für eine gelungene Integration
aber vermutlich ohnehin kein Weg vorbeigeführt. Für die Zukunft wichtiger ist
es deshalb, wie schnell es der BASF gelingt, sich zum Beispiel mit ihren durch die
Ciba-Übernahme abermals gestärkten Lack-Angeboten an eine irgendwann wieder
steigende Autoproduktion und sich verbessernde Binnenkonjunktur in den
Vereinigten Staaten anzukoppeln. Das könnte die zuletzt schlechtere Entwicklung
der BASF-Aktie gegenüber der europäischen Chemiebranche beenden helfen. Hinzu
kommt die noch immer ordentliche Dividendenrendite - und vielleicht bald ein
abgehaktes Übernahmekapitel rund um Ciba. Möglicherweise ist die BASF-Aktie vor
diesem Hintergrund attraktiv bewertet, aber erst mit Rückenwind aus Amerika.
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