Urheber und Freiheit
20. Januar 2012, 21:42
Uhr
Auch geistiges Eigentum ist Eigentum. Es muss vor Diebstahl
geschützt werden. Das gehört zur Grundlage des Wohlstands in einer freien
Marktwirtschaft. An dieser Feststellung ändert sich nichts, gleichgültig, wie
schnell sich die digitale Welt verändert. An dieser Stelle könnte man einen
Kommentar zur Schließung des Internetdienstes Megaupload beenden, der einer
Sicherung, aber auch dem illegalen Tausch digitaler Inhalte diente. Wieder ist
ein öffentlichkeitswirksamer Schlag gegen Urheberrechtsverletzer gelungen. Und
der eine oder andere mag im Bekanntenkreis inzwischen auch Fälle kennen, in
denen Verstöße gegen das Urheberrecht geahndet wurden. Beides dient dazu, ein
Unrechtsbewusstsein aufzubauen, das vielen Internetnutzern fehlt. Doch so
einfach ist es nicht. Denn die Behörden dürfen im Rahmen dieser Strafverfolgung
nicht auch die Meinungsfreiheit im Internet gefährden. Internet-Provider oder
soziale Netzwerke können aber gar nicht ständig überwachen, ob Nutzer
Rechtsverstöße begehen. Sollen sie Hilfspolizisten werden? In diesem
Spannungsfeld bewegt sich die Debatte über Urheberrechte. An ihrem Ende müssen
Regelungen stehen, die mehr bringen, als nur Exempel zu statuieren.
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