Stromanbieter schneller wechseln: Aber alte Hürden bleiben
15. Februar 2012, 21:04
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Dass Verbraucher in Deutschland künftig
noch schneller zu einem billigeren Strom- und Gasanbieter wechseln können, ist
fein. Die Schwierigkeit ist nur: Der Wechsel als solcher hat auch bisher zügig
und problemlos funktioniert. Bald kann der Wechsel zwar zu jedem beliebigen
Werktag erfolgen und innerhalb von zwei Wochen statt in vier abgewickelt
werden. Aber hat einen die etwas längere Frist bisher vom Wechsel abgehalten
oder war es vielleicht die Unübersichtlichkeit der Tarife alternativer
Anbieter, mit denen man bei einer solchen Entscheidung konfrontiert ist? Genau
hier hätte der Gesetzgeber ansetzen müssen. Da wird mit Wechselboni geworben,
die nach einiger Zeit wieder auslaufen, mit Tarifen ohne Preisbindung und
solchen mit. Hinzu kommt die Frage, ob es sinnvoll ist, sich auf einen Tarif
mit Vorauskasse einzulassen. Mit einem solchen Modell ist der Anbieter Teldafax
jüngst untergegangen. Sinnvoll wären daher einheitliche Kriterien, die es
erleichtern könnten, die wirtschaftliche Solidität eines Anbieters schnell zu
erfassen. So erweckt die neue Regelung den Anschein des Aktionismus, ohne dass
die wahren Hindernisse vor einem Wechsel des Stromanbieters angepackt werden.
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