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Ding und Dinglichkeit

Kahlschlag am Körper: Der Rasierer

19. August 2009, 13:06 Uhr

Wer sich heute die alten James-Bond-Filme mit Sean Connery anschaut, kann sich auf einen veritablen Kulturschock vorbereiten. Bond bekommt alle Frauen ins Bett, obwohl er sich – schockschwerenot! – den Rücken nicht enthaart hat. Auf den Schultern sprießt es auch. Und vorne erst. Den Frauen mit den undefinierten Oberarmmusken und dem Hüftspeck, die sich mit ihm ins Laken rollen, scheint das überhaupt nichts auszumachen. So ändern sich die Körperbilder, denn inzwischen ist das undenkbar: Daniel Craig ist als Bond selbstverständlich komplettenthaart, wie anscheinend jeder heutzutage, der etwas auf sich hält. Und die Damen, die man damit ins Bett bekommt, sind natürlich auch haarlos, durchtrainiert und speckfrei.

Der Rasierer an sich ist ein eher männlich konnotiertes Objekt, obwohl bei den Frauen die zu rasierenden Flächen meist viel größer sind. Äußerlich unterscheiden sich Rasierer und Damenrasierer schon deutlich: Die Herrenvariante sieht aus, als könne man ein Raumschiff damit starten und trägt einen Namen, als könne man Außerirdische damit erschießen: Fusion Power Stealth, Titanium Precision Freestyle, Mach 3 Turbo. Das können die Produktvermarkter eigentlich nur aus Science-Fiction-Heftromanen abgeschrieben haben. Die Damenrasierervermarkter hingegen haben sich offenbar eher mit dem Genre des Softporno beschäftigt: Intuition Hydra Soft, Venus Vibrance, Venus Passion (mit pflegenden Feuchtigkeits-Gleitstreifen). In ihrer organischen Milcheisoptik gemahnen sie an eine Welt der Hygiene, der Intimzonen und der hellblauen Ersatzflüssigkeiten.

Was ist denn da jetzt der Unterschied? Haare machen sie alle weg. Aber bei den Herren sachlich und mit technischer Präzision, während die Damen sanft und gefühlvoll rasiert werden. Bei den Herren geht das auch ohne Pflanzenextrakte ab, bei den Damen dagegen geht gar nichts ohne Aloe Vera oder zumindest Melone. Diese ganze Frauenkosmetik ist ja ein einziger Obstsalat.

Ziel der Übung ist die völlige Haarlosigkeit des Körpers bis auf das Kopfhaar. Was sprießt, gilt als ungepflegt, gar als unsauber, Körperhaaren wird oft sogar mit Ekel begegnet. Aber Ekel ist kein angeborenes, sondern ein anerzogenes Gefühl, und wer sich vor Haaren ekelt, hat ein Problem. Man will das ja nicht weiter psychologisieren wollen, was es bedeutet, ausschließlich Körper in vorpubertärer Haarlosigkeit als erstrebenswert zu empfinden, man kommt sofort auf unschöne Abwege. Am besten, man denkt an Barbies und an Plastik und fragt sich, warum ausgerechnet sowas als anziehend gilt.

Anblicke, wie sie sich Gustave Courbet 1866 boten, müssen wohl mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt werden. Man will das Wilde nicht mehr, das Ungezähmte, den Urzustand. Glatt muß es sein, abwischbar, durchschaubar. Ein von Haaren bedeckter Körperteil gilt als obszöner als ein unbehaarter, nackter. Denn das Bedeckte ist geheimnisvoll, ist unberechenbar. Aber finstere Winkel sind verpönt, da räumt der Rasierer auf wie ein Wischmop, alles soll hell sein und offen wie ein Loft voller Designermöbel. Nicht einmal ein Schatten darf da sein, das muß aussehen, als seien da nie Haare gewesen, nur dann ist es richtig. Und entsprechend arbeitet man an der Hinrichtung des Körpers, an jedem Detail feilt und pflegt man herum, jeder Muskel wird trainiert, bis das Gesamtergebnis einer gewissen Norm entspricht, von der man auch nicht wissen will, wo die nun wieder herkommt. Es wird gearbeitet, bis alles vorzeigbar ist, denn man scheut sich nicht, alles zu zeigen.

Irgendwann einmal haben Menschen das Talent besessen, sich so anzuziehen, daß die Kleidung ihnen zum Vorteil gereicht. Inzwischen scheint es die Tendenz zu geben, den Körper der Kleidung anzupassen – weil es möglich ist. Es wird nicht mehr bedeckt, was hängt, es darf einfach nichts mehr hängen. Und auch sonst sollte sich so wenig Individualität wie möglich zeigen, und so viel silikonglatte, pralle, gleichmäßige Fläche wie möglich. Der Rasierer und der ewige Kampf gegen die Behaarung ist nur ein Teil davon, den Körper wegzubringen von allem, was entfernt ans Tierische erinnern könnte, was Haut sein könnte und nicht Gummi, was nach Mensch riechen könnte und nicht nach synthetischen Melonenduftstoffen, was den Gesetzen der Schwerkraft folgen könnte und nicht denen der Chirurgie. Und wenn der Körper glatt ist und nach Deutscher Industrienorm geformt, dann hängen wir ein paar Ringlein hinein und malen ein paar Muster drauf, damit man ihn nicht so leicht verwechselt.

Bleibt zu hoffen, daß der Normkörper mit BNP, Landestreifen und Arschgeweih irgendwann einmal den Weg aller Trends geht. Und daß sich ein wenig mehr Lässigkeit einstellt im Umgang mit den natürlichen Gegebenheiten. Es muß ja nicht gleich alles zuwuchern, aber der Zwang zur täglichen Ganzkörperrasur ist ebenso krampfig wie die Abscheu jeglichen Fettgewebes gegenüber, das sich trotz stundenlangen Trainings und Ayurveda-Diät noch irgendwo zwischen den durchgestylten Gliedmaßen eingenistet hat. Dann kann man auch mal aus dem Bad kommen oder aus dem Studio und kann anfangen, den Körper beispielsweise durch eine schöne Landschaft zu tragen oder ihn mit gutem Essen zu füttern. Der ist ja da, um darin zu leben. Und das geht auch, wenn er nicht aussieht wie aus Alabaster gemeißelt.

Veröffentlicht 19. August 2009, 13:06 von Andrea Diener
Kommentare

frr

19. August 2009, 13:24

"Diese ganze Frauenkosmetik ist ja ein einziger Obstsalat."

grosser Satz. danke!

P.Seudonym

19. August 2009, 13:37

"Bei den Herren geht das auch ohne Pflanzenextrakte ab, bei den Damen dagegen geht gar nichts ohne Aloe Vera oder zumindest Melone. Diese ganze Frauenkosmetik ist ja ein einziger Obstsalat."

Dafür ist auf den Verpackungen "unserer" Produkte stets ein Phallussymbol oder ein Wasserschwall abgebildet.

BTW: Was versteht man denn in diesem Kontext unter BNP ?  Das Bruttonationaleinkommen wohl definitiv nicht.  Auch andere gängige Abkürzungen (British National Party) weisen in keine (auf)klärende Richtung.

Werde nun Ihrem Rat folgen und meine Verdauungsorgane mit gutem Essen füllen, damit das leckere Obst & Gemüse davor bewahrt wird womöglich noch in der Frauenkosmetik zu landen.

Andrea Diener

19. August 2009, 13:47

frr, wobei: Auch grüner Tee wird ja immer gern genommen.

.

p.Seudeonym, ich kläre gern auf: BNP steht unter jugendlichen Simserinnen für Bauchnabelpiercing.

Ich habe aber schon allen Ernstes überlegt, mir einen halbwegs stilvollen Herrenrasierer zu kaufen, um das pinkfarbene Elend (mit Aloe Vera) zu umgehen.

Don Ferrando

19. August 2009, 13:54

@P.seudonym : als ich den beitrag las, dachte ich bei BNP auch erst an Banque National de Paris, nach etwas Nachdenken über den Kontext kam ich dann auf Bauchnabelpiercing.

@Andrea Diener: Als Herren sich nur den Bart rasierten, hießen die Rasierapparate auch nur Schlicht z.B. 3310B, der übrigens immer noch zu kaufen ist!

Was das Obst betrifft: klassische Herren-Rasierseife hat z.B. häufig Mandelextrakt ( so von meinem italinischen Barbier und mir verwandt)

Not quite like Beethoven

19. August 2009, 13:56

http://notquitelikebeethoven.wordpress.com

Sehr schöner Text!

In punkto mehr Lässigkeit im Umgang mit den natürlichen Gegebenheiten, kann ich Sie sagen: Es besteht Hoffnung.

abf

19. August 2009, 13:57

ich erinnere mich an saunabesuche in deutschland, an denen ich mich wie beim casting fuer pornofilme fuehlte. alles, was sich dort auf baenken und stufen aufreite, war minutioes geputzt und mundgerecht enthaart.

Besucher

19. August 2009, 13:59

Wunderbar beobachtet, herzlichen Dank!

Ist dieser Körperkult nicht eine auch eine lebende ästhetische Verrohung zurück auf Arno-Breker-Niveau?

Andrea Diener

19. August 2009, 14:07

Don Ferrando: Olivenöl, Mandel, Kokos: Kein Problem. Aber gibt es eigentlich noch Flüssigseife ohne Pfirsischextrakt? Muß Körperlotion unbedingt nach Mango riechen? Und, bitte: Rasierklingen mit Melone? (Ich muß mal dieses 3310B recherchieren.)

.

Beethoven: Aha, die Krise! Demnächst wieder mehr Rubens. Hoffentlich reagiert die Textilindustrie.

.

abf, ich habs befürchtet. Mein letzter Saunabesuch ist lang her, das war auch nur so ein kleines Stadtteilschwimmbad, da ging es. Ist das denn außerhalb von Deutschland anders?

Konfuzius sagt

19. August 2009, 14:08

"Obstsalat" ist wirklich klasse. Ich habe mich schon immer gewundert, wenn Duschgel nach Essen riecht.

Aber behaarte Herrenschädel finde ich z.B. nicht obszön.

abf

19. August 2009, 14:22

naja, andrea diener, fast ueberall sonst auf der welt ist nacktsaunieren in 'gymns' eher unueblich. intimbereich und -frisur bleiben in der regel uneinsichtlich und dem urteil dritter entzogen.

atomfried

19. August 2009, 14:23

Einfach nur wunderbar. Meine Kollegen schauen schon blöd, weil ich weinend vor meinem Monitor sitze. Herrlich!

abf, "mundgerecht enthaart"... ich breche zusammen!

nico

19. August 2009, 14:47

Welcher Mann rasiert sich denn mit so einer Maschine, Frau Diener? Mann rasiert sich nass!

@abf, nur diesem genanntem Zweck dienst es - der störungsfreien Verkostung. Heutzutage wird Mann ja nicht nur nach berufl. Position beurteilt, sondern nach Slipmarke und kahl oder nicht. Passt es nicht, können die Werbewochen schnell zu Ende sein.

laperla

19. August 2009, 14:58

es macht tierisch spaß solche beiträge zu lesen.

im ersten augenblick mußte ich an die "feuchtgebiete" von roche denken und schmunzeln. & wer weiß vielleicht hat auch hans-dieter bahr in seinen ausatzausführungen recht, daß wir in dem tierischen das ungeistige und ungöttliche erblicken, wohingegen das sittliche, geistige, zivilisierte uns der unsterblichkeit & dem gott näher bringt? ich befürchte aber eher, daß diese art der philosophie der kosmetikindustrie zum opfer fiel...

Andrea Diener

19. August 2009, 15:01

Besucher, ich will ja nicht gleich den Breker bemühen. Aber diese kalte, unsinnliche und entindividualisierte Art der Schönheit geht schon in eine ähnliche Richtung.

.

Konfuzius: Das Übelste, was ich jemals hatte, war eine Lotion, die roch nach diesem Chemo-Zitronentee, den man aus kleinen braunen Klümpchen anrührt.

.

abf, danke für die Aufklärung. Wenn man sich normal hinsetzt, dann bleibt das meiste ja auch dem Blick entzogen, sollte man meinen. Auch ohne Tüchlein drüberzudrapieren.

Andrea Diener

19. August 2009, 15:03

nico, bei den oben genannten "Maschinen" handelt es sich ausschießlich um Naßrasurmodelle. Daß Mann das so macht, davon gehe ich aus.

.

atomfried, schön. Wenn schon bei dem Wetter arbeiten, dann wenigstens weinend :)

JMense

19. August 2009, 15:08

...'mundgerechter Obstsalat'... wäre mein Extrakt aus Text und Kommentar! Sehr komisch und sehr treffend geschrieben, das alles.

.

Übrigens: Nun nicht gerade als Haarfetischist auftretend, finde ich es dennoch immer höchst bemerkenswert, wieviele vor Erstaunen hoch- und gleichzeitig vor Ekel heruntergezogene Mundwinkel man doch 'erntet', wenn man sagt, dass einem unrasierte Achseln nicht wirklich stören. Die quiekenden Reaktionen vor allem der weiblichen Gegenüber vermitteln einem das Gefühl, man hätte von Wannenbädern in Spinnenbeinextrakt oder vier Tage Harzurlaub gesprochen... Und zu Harald Schmidts seligen LateNight-Zeiten hat er mit ähnlicher Aussage einmal die Hälfte des Studiopublikums in die Flucht geschlagen.

Don Ferrando

19. August 2009, 15:17

Frau Diener,

hoffentlich liest der Reisebegleiter nichts von Ihrer Vergangen mit Krümelgetränk, daß Sie Tee nennen!

abf

19. August 2009, 15:17

'normales nackthinsetzen', na, das koennte der aufhaenger einer endlosdiskussion sein... -

sicher, manch einer ist von physiognomie so gesegnet oder pflegt eine schickliche wampe, dass sittlichkeit in allen lebenslagen und unter allen umstaenden garantiert bleibt.

Andrea Diener

19. August 2009, 15:54

laperla, ich fürchte fast. so einfach ist es nicht. Es gab ja immer wieder Zeiten, in denen man sich dem ungeistigen und ungöttlichen zuneigte. Kein viktorianischer Gentleman ohne Schnurrbart. Und was soll dieser seltsame Hang zum Vollbart, der in letzter Zeit bei vielen Männern zu beobachten war? Und die untenrum bewachsene Dame Courbets – impliziert das, daß die feineren, sittlichen Damen alle intimfrisiert waren? Wohl kaum. Es ist fürchterlich komplex, und derzeit mit Sittlichkeit eher nicht zu erklären.

.

Herr Mense, das bedeutet ja, die weiblichen Gegenüber ekeln sich vor ihrem eigenen Achselhaar? Erstaunlich. Was machen die alle, wenn die mal älter werden? Wissen die noch vor Selbstekel wohin mit sich?

.

Don Ferrando, das war in den Siebzigern! Das entschuldigt wohl vieles.

.

abf, ähem, so genau wollte ich das jetzt nicht diskutieren. Aber normal ist wohl eher: nicht mit gespreizten Beinen.

Quisquilia

19. August 2009, 16:15

http://www.quisquilia.net

Ein sehr schöner Artikel. Der apotheotische Trend zur körperlichen Haarlosigkeit fand sich aber schon früh; ich erinnere mich einer Evolutionstafel des Menschen, die in den (späten?) 1980ern einen PM-Titel zierte und als notwendig nächste Stufe des Homo sapiens lichte, geradezu ätherische Wesen visualisierte - jeder Erdverbundenheit und Tierhaftigkeit entevolviert. Ich muß eingestehen, daß diese (esoterisch verbrämte) Darstellung für meine Wahrnehmung meiner Mitmenschen doch einigermaßen prägend war und ich auch heute noch unwillkürlich menschliche Wollknäuel assoziiere mit Atavismen und Rückständigkeit.

JMense

19. August 2009, 16:21

Frau Diener, ja - das ist höchst merkwürdig und im Zweifel auch anstrengend. Nicht immer sind ja zwei Bücher zur Hand, die man im 'Notfall' unter die Achseln klemmen kann. Aber besser sie/er verbringt die Zeit mit rasieren, als mit piercen und tattooten. Denn all das erinnert dann doch allzu arg an's schnöde Tuning bei den Auto-'Narren': Da geben sich Heerscharen von Designer Mühe, ein prima ausgereiftes Modell auf den Markt zu bringen - und schwupps stakt dort ein Spoiler und prankt da eine extrabreite Felge am tiefergelegten Exemplar aus München. So, wie sich also jene Designer fühlen müssen, die dann ihr verschlimmbessertes Ex-Original auf der Straße sehen, so muss sich auch unser postulierter Schöpfer fühlen, welcher sich einst ja auch viel Mühe gab, uns Krone der Schöpfung zu seinem Ebenbilde zu formen...

abf

19. August 2009, 16:23

wohl wahr. - ich darf dem pladoyer fuer eine zivilisierte freikoerperkultur zustimmen. - hinsetzen mit gespreizten beinen sollte - unabhaenging von frisurentscheidung - einzig dem arztbesuch vorbehalten bleiben.

kleinerberg

19. August 2009, 16:26

Ganz ihrer Meinung beim Thema Obstsalat.

Bei den Produkten darf man heute nicht mehr wählen,man muß entscheiden-

hat man eins für sich gefunden, muß man sich es merken. Schleppt der Partner

wieder anderes an,hat man Pech.

Und alle  potentiell behaarten Körperzonen über einen Rasierer zu scheren,

bleibt individuelle Geschmacksache- ich z.b. küsse überhaupt nicht gerne auf

Vollbärte, da kommt keine rechte Wollust auf.

elbsegler

19. August 2009, 16:37

Von wegen es gäbe Hoffnung!  Kaum ist das letzte Körperhärchen rasiert, epiliert oder mithilfe von Wachs ausgerissen, geht das Bodystyling munter weiter. Nach der Totalenthaarung treten nun Körperteile ins Blickfeld, die auch noch dringend normiert werden müssen, bislang aber eingehender Betrachtung wohl entzogen waren. Man traut sich kaum, es zu beschreiben. Googeln Sie mal unter "Schönheitsoperation im Intimbereich" und jedes Lachen wird Ihnen vergehen. Der Schwachsinn kennt kein Ende! Vom Körperkult zum Ekel vor sich selbst - eine stolze Entwicklung.

hildennet

19. August 2009, 16:56

http://www.hildennet.de

Vor einigen Jahren wurde in meinem Heimatstädtchen eine Karnevalsprinzessin geteert und gefedert:  Sie hatte das ruchlose Verbrechen begangen, beim Helau-Rufen ihre Achselhöhlen-Behaarung sichtbar werden zu lassen. Völlig normale Menschen taten plötzlich so, als hätte die Dame eine extreme Schamlosigkeit begangen. Dann hatte ich eine Freundin, die sich immer meiner Achselhöhlen bemächtigen wollte. Ich der Macho habe erfolgreich widerstanden. Eine Unbegreiflichkeit unserer Zeit. Nur zu erklären durch geschickte Verkäufer, die es nicht einsehen konnten, dass im Rasurgeschäft nur die eine Hälfte der Menschheit Kunden waren. Das erfolgreichste Marketing aller Zeiten: Ein neuer Standart, von der Industrie erfunden, wird ein gigantisches Geschäft! Gut für die Arbeitzsplätze. Dinge die wirklich gebraucht werden gibt es schließlich auch im Überfluss

synecstasy

19. August 2009, 17:10

http://www.synecstasy.com

Kleine Ergänzung: Der Enthaarungs-Trend ist unaufhaltsam und macht sich über die letzten verbliebenen Haarbüschel her. Nach Beinen, Rücken und den anderen Körperzonen ist nun das Gesicht dran. Nicht nur zupfen, gleich weg mit den Augenbrauen.

www.synecstasy.com/.../haarlos-glucklich

Das wiederum würde James Bond vielleicht gefallen.

Konfuzius sagt

19. August 2009, 17:14

Frau Diener, das Getränk kenne ich! Das durfte ich als Kind zuhause sogar trinken, ganz im Gegensatz zu Cola, und es war wunderbar!

kleinerberg, a g'scheiter Partner macht sowas nur einmal.

Andrea Diener

19. August 2009, 17:27

Quisquilia, wie sich solche ätherischen Wesen wohl fortpflanzen? Durch Zellteilung?

.

kleinerberg, mit Vollbärten hab ichs auch nicht so. Drei- bis Sechstagebart ist ideal. Aber solche Schatten gehen nur im Gesicht, woanders ist sich die Menschheit ja wieder einig in ihrem Ekel.

.

elbsegler, ich weiß, ich weiß. Da kommen seltsame Trends auf uns zu. Ich frag mich immer: Wie kommen Leute auf solche Ideen? Ist denen langweilig? Was geht in jemandem vor, der jede seiner Körperregionen daraufhin untersucht, ob sie verschönerungsfähig ist?

Andrea Diener

19. August 2009, 17:36

Hildennet, ich kann mir grob vorstellen, was da los war. Vor ein paar Jahren erschien Julia Roberts mal irgendwo mit Dreitagebart unterm Arm, das ging tagelang durch die Klatschgazetten. Unglaublich. Ich kenne eigentlich nur wenige öffentliche Frauen mit Achselhaaren, die sind alle entweder Punk- oder Rocksängerinnen. Da geht das immer noch als Tabubruch durch.

.

Synecstasy, das paßt ja prima: Gesichtmuskeln totgebotoxt, und das Hauptausdrucktmittel im Gesicht weggeschoren. Am besten, man zeigt gar keine emotionale Zuckung mehr und verharrt ewig in leichtem Erstaunen. Das hat schon etwas extrem roboterhaftes. Aber gut, nach den überbetonten Brauen der letzten Zeit vermutlich der notwendige Gegenausschlag.

Paulchen

19. August 2009, 17:45

Geehrte Frau Diener,

es ist schön über dieses Thema zu lesen

doch haben Sie sich mal gefragt wann und

wo Rasierer zu Massenware wurden?

Ich bin ganz ehrlich, einen Coiffeur welcher

noch mit dem Messer rasiert und wo auch die Hände

nicht vergessen werden, ist für mich Kultur.

Schauen Sie "DEN" rasierten auf die Hände und die Schuhe

und es ist zu erkennen wo wir heute stehen.

Einen angenehmen Abend P.

Andi

19. August 2009, 18:16

Zitronentee-Trinkanleitung:

1. Ein grosses Glas nehmen (halber Liter mindestens)

2. Zu ca. 2/3 mit kaltem Wasser füllen

3. Das Getränk mit etwa der doppelten Dosis der Packungsanweisung anrühren

4. Eine ca. zweistellige Zahl Eiswürfel einfüllen

5. Kurz warten

6. Mittels eines Teelöffels Schluck um Schluck des Getränks jeweils knapp unter der Oberfläche entnehmen und aufschlürfen

(Optional: 7. Umgehend einen Zahnarzt aufsuchen)

Quisquilia

19. August 2009, 19:14

http://www.quisquilia.net

Frau Diener, Sie sind ja noch dem haarigen Datum körperlicher Existenz verpflichtet, wenn Sie nach Fortpflanzung gleichwohl auf Basis von Zellteilung fragen. Biologische Immortalisierung (samt Enhancement), im Sinne einer Evolution des Alterns, ist ja nur der erste Schritt des Menschen zur Transzendenz hin ins (ätherische) Reich der Ideen, welche, platonisch gesprochen, unvergänglich sind und unveränderlich. Womit wir wieder beim Haar sind: Das sprießt und wächst und manifestiert damit unsere Wandelbarkeit und Zeitlichkeit - muß also überwunden und abgelegt, abgeschert werden auf unserem evolutionären Pfad. So stellt sich ein kosmetischer Trend in den Dienst der Evolution... Ich hör schon auf.

nico

19. August 2009, 19:17

Ok, Frau Diener, diese den Wellnessbedarf befördernde Terminologie verband ich mit diesen surrenden Maschinen, die keine Frau zu ertragen gewillt ist - und mann auch nicht, steht er sonst nicht am Rasenmäher. Wir Stilisten kaufen solcherlei Körperpflege-Equipment im Barbers-Shop fern dieser kraftstrotzenden Werbetexte, handgedengelt aus puren Materialien, geradezu grazil anmutend. Wie aber geht damit eine hier beschriebene schadenfreie Ganzkörperenthaarung?

miner

19. August 2009, 19:36

...nur kurz zwischen Tür & Angel , seit mind. 2-3 Jahren lassen modebewusste Männer ihrer Brustbehaarung (also Brust!) wieder freien Lauf. In Anspielung an Roger M. & Konsorten, sowie als Gegenbewegung zum androgynen Einheitsbrei.

Genauso finden meiner Einschätzung (eben nur meine Beobachtung ) nach aktuell Frauen mit natürlichen Rundungen wieder viele Bewunderer im gehobenen Bereich. Das ist wichtig, denn wer sucht schon nach Fans im unteren sozialen Bereich.  

Jede Bewegung braucht ein wenig Zeit, um zu Fussballern, in die Büroetagen und in ländlichen Saunas durchzudringen...

Alter Bolschewik

19. August 2009, 19:45

Ich weiß nicht, aber mir scheint es so, als ob diese "Trends" mehr Medienhype als Realität seien. Ich gehe dreimal die Woche schwimmen - und wenn's hoch kommt, kann ich einmal im Jahr ein Menschenmännchen unter der Dusche beobachten, das sich derart glattrasiert hat (dann hat es allerdings unter Garantie auch bunte Bilder in die Haut gestochen und Blech an Körperteilen hängen, wo's garantiert wehtut). Und bei den Menschenweibchen, so berichtet mir zumindest meine Geliebte, ist die Quote zwar etwas höher, aber nur unwesentlich. Neu (im Gegensatz zu vor zwanzig Jahren) und inzwischen allgemein verbreitet scheint mir nur die Achselhaarrasur zu sein, die wohl aus den Vereinigten Staaten importiert wurde. Und bei denen scheint mir das auf deren tiefsitzenden Puritanismus zurückführbar zu sein.

.

Aber vielleicht sind meine Eindrücke allein der etwas verschnarchten südbadischen Provinz geschuldet und in den Metropolen wird rasiert, bis die Klingen rot glühen...

.

PS: Mein Kompliment, sehr schöne Bilder zum Thema.

Don Ferrando

19. August 2009, 20:30

Werte Frau Diener.

Es gibt da noch eine Ausnahme bei den Herrenrasierern:

"Wilkinson  Protector 3D DIAMOND Rasierer mit Aloe Vera und Feuchtigkeitsspendern"

Also auch hier kein marzialischer Name und sogar mit Aloe-Vera!

Vielleicht  für eine besondere Zielgruppe unter den Herren ?!

Not quite like Beethoven

19. August 2009, 21:02

http://notquitelikebeethoven.wordpress.com

Ich finde die Bilder wie der alte Bolschewik auch sehr schön. Das unerquickliche Körperhaar mit schönem, (fast) rein pflanzlichem Sprießen kontrastiert. Auch ein Statement zum Thema...

Andrea Diener

19. August 2009, 21:02

Paulchen, ich schaue Männern immer auf die Schuhe. (Leider sage ich dann manchmal auch, was ich denke, und spätestens ab da wird es unschön.)

.

nico, das wäre auch meine Frage: Wie geeignet ist ein stilvoller Herrenrasierer für Damenbeine? Experten vor!

.

miner, das ist beruhigend zu hören. Der Gegentrend ist also nicht mehr weit.

Andrea Diener

19. August 2009, 21:12

Alter Bolschewik, da sieht es in Südbaden wohl wirklich etwas anders aus. Ich habe hier im Sommer leider häßlich viel Gelegenheit, männliche Oberkörper zu studieren – meistens eben wirklich leider. Gerade eben saß in der Strandbar wieder so ein vollenthaartes, ungesund gerötetes Etwas neben mir, natürlich in Radlerhose, damit der geneigten Beobachterin auch nichts entgeht. Ich war nicht so geneigt und schaute krampfhaft in mein Buch.

.

Don Ferrando, das ist dann wohl die Herrenvariante meines pinkfarbenen Ungetüms. Ob es den auch mit Glitzersteinchen gibt?

kleinerberg

19. August 2009, 22:50

Zu den Beinhaaren: die Einmalrasierer tuns .( plus Rasierschaum für Männer)

Zu Nena und den Medien: die Achselhaare haben sie rausgebracht.

Zu Nina: die ist zum Christentum konvertiert.

Zu " die Präsidentinnen"...ein aufrichtiges Theaterstück zum Thema Heuchelei-

und die Achselhaare der Putzfrau waren als Dreieck aufgeklebt...........

es war so irritierend,dass meine Schwester danach fragen ließ.

Das Thema bleibt haarig.

Und  an Konfuzius sagt: auch g`scheite Leit hams ihr Schwäch.....

sabineffm

19. August 2009, 23:21

Hallo Andrea Diener,

ein sehr gelungener Artikel! Leider komme ich erst jetzt dazu, mich dazu zu äußern.  Das Bild "L´origine du monde" kannte ich noch nicht, aber sicherlich war damals  Cellulite noch ein Fremdwort.

Ich stimme Ihnen vollkommen zu, was die "Lässigkeit im Umgang mit den natürlichen Gegebenheiten" betrifft.  

Zwischenzeitlich gibt es auch Handseifen, Duschgels und Körpelrlotions ohne "Obstsalat", sind aber rar gesät, da ich auf diese Stoffe allergisch reagiere, bin ich immer auf der Suche nach "allergiegetestet" und "ohne Duftstoffe".

nico

20. August 2009, 08:33

Bei den beinen sehe ich da kein Problem, aber es gibt da ja wohl weit sensiblere Bereiche?! Und das was Frauen dort zu enthaaren trachten, trägt manch ein Mann im Gesicht. Weg damit! Aber das Thema sollte nun auch nicht zu weit....Die Tatoomanie schein mir indes ein adäquater Ersatz für viele Enthaarungsfetischisten, oder irre ich?

unellen

20. August 2009, 09:25

Vielen Dank für diesen gelungenen Beitrag, ich kann mich den anderen lobenden Kommentaren nur anschließen :-)

Ein Tipp für diejenigen, die Kosmetik für Frauen suchen, die zwar duftet aber nicht unbedingt nach Obstsalat: Bei Alverde (Hausmarke von DM) findet man günstige Naturkosmetik, die nicht nur den Vorteil hat, dass man sich keine Erdölprodukte auf die Haut schmiert sondern die auch noch nach Blumen und nicht nach Obstsalat riecht. Mir ist jedenfalls in meiner Körpercreme ein kräftiger Teerosenduft, der aus einem echten Teerosenhydrolat stammt (verfliegt sowieso recht schnell nach dem Auftragen) viel lieber als synthetischer Pfirsisch- oder Mangogeruch.

Dem Enthaarungstrend würde ich mich auch gerne entziehen, aber dafür bin ich denke ich schon zu stark darauf geprägt worden. Das einzige, wozu ich mich durchringen kann ist im Winter auf die Enthaarung meiner Beine zu verzichten.

Michaela

20. August 2009, 09:38

Die längste Erfahrung mit Körperenthaarung stammt aus der islamischen Tradition, wo das Entfernen der Körperhaare als religiöse Pflicht angesehen wird. Und dort wurde eine Epilation mit einer Zuckerlösung entwickelt: de.wikipedia.org/.../Halawa

Wenn du lieber zum Rasierer greifen willst, Männerrasierer tun es natürlich auch.

Tim

20. August 2009, 10:01

Das ist doch ein internationaler Trend, der mindestens seit Anfang der 90er Jahre sich bei den Frauen durchgesetzt hat. Bemerkenswert ist, dass sich deutsche Frauen dem so lange entzogen haben. Deutschland war lange Zeit eine haarige Insel im Baby-Haut-Ozean der Schönheitsideale. Es gab Gerüchte, dass man deutsche Frauen am Strand an den behaaten Beinen und Achseln erkennne könne. Vorbei. Bei den Frauen wird sich das auch nicht so schnell ändern. Als "Mode" würde ich das bei den Männern bezeichnen, die auch wieder ins behaarte wechseln kann.

Gepiercter Obstsalat

20. August 2009, 10:22

Nachtrag: BNP wird nicht nur mit Bauchnabelpiercing übersetzt, sondern auch als Brustnippelpiercing. brrrrrr

Maci

20. August 2009, 10:27

Werte Frau Diener, Ihre Texte versüßen zumeist den Bürotag. Hier und heute auch insbesondere der Obstsalat. Herzlichen Dank.

Intimität gehört in vielen Kulturen nicht in die Öffentlichkeit. Eingeladen von guten Freunden planten wir - sie Polin, er Italiener - einen Besuch der Therme in einer bekannten Karlstadt. Wir mussten absagen und sie waren im Nachhinein äußerst glücklich, da zu ihrem seelischen Schock, alle Mitmenschen nackt die Sauna aufsuchten.

P.S.: Vielleicht schreiben Sie mal etwas zu den Schuhen, die Ihren Augen angetan werden. :-)

Ladyjane

20. August 2009, 10:55

Andrea Diener, Herrenrasierer für Damenbeine sind perfekt. Noch wichtiger als stilvoll sind aber viele Klingen.

Ladyjane

20. August 2009, 11:00

Kleinerberg, wolllen Sie, dass sich Frau Diener ihre Beine verletzt? Einmalrasierer sind eine Katastrophe + zudem potthässlich.

malaparte

20. August 2009, 11:00

Ich bin regelmässiger Kieser-, Sauna- und FKK-Besucher. In der Tat sind hier gut 70% der Frauen und ca. 30% der Männer im Intimbereich (fast) vollständig  rasiert, was ich je nach Restkörper als sexy, garnicht oder abstoßend bemerke. Es gilt eben auch hier: nicht jede(r) kann alles Tragen/Tun. Gestern war bspw. die schönste Nacktbaderin am See vollkommen unrasiert.

Aus Gewohnheits- und Sparsamkeitsgründen benutze ich nach wie vor einen unauffälligen Hobel, den mein Vater zu DDR-Zeiten benutzte(er hat seit Jahren so ein Mehrfachklingenwerkzeug). Die klassischen Rasierklingen kosten im 10er Pack noch immer wenig, allerdings: an anderen Körperstellen möchte ich das Gerät nicht einsetzen. Welch Glück, daß ich das sowieso als unmännlich empfinde.

Andrea Diener

20. August 2009, 11:06

Nico, ich fürchte, die Tätowiererei ist kein Ersatz, eher eine Ergänzung zum Enthaarungstrend. Man kann die schönen Bildchen ja nicht zuwuchern lassen.

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Michaela, das stimmt, die islamischen Länder haben eine lange Enthaarungstradition. Sie haben eben auch eine längere Badetradition als unsereins Mitteleuropäer, wo vor dreihundert Jahren häufiges Baden noch als schädlich galt. Aber, wenn meine Recherchen stimmen, enthaart man sich dort üblicherweise einmal im Monat. Das ist ja praktisch nichts.

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Tim, danke für die Aufklärung. Ich bin ja nicht so der Strandurlauber, daher fehlen mir da die internationalen Vergleichswerte. Und am Hotelpool wurde enthaart, bevor man sich gezeigt hat. Zumindest Achseln und das, was früher die Bikinizone war. (Also Bikinizone, nicht Tangazone.)

Doctor Snuggles

20. August 2009, 11:12

Nico, Tattoo und Enthaarung haben nicht unbedingt etwas miteinander zu tun. Sie kommen zwar gerne bei gewissen Leuten im Doppelpack, aber nicht notwendigerweise. Man sieht genügend komplett enthaarte Jünglinge in Fitness-Studios, die keinerlei Tattoos haben. Oder genau das Gegenteil.

mike husten

20. August 2009, 11:22

Da doch gleich mal die Frage in die Runde: Ist bei Männern jetzt auch die Schamhaarrasur völlig normal?

Ich bin Mitte 30 und nicht mehr auf der Balz, daher bin ich daher mit Sicherheit nicht mehr im Kontakt mit der körperorientierten "Szene". Vor kurzem kam das Thema Rasur (wegen irgendeiner Werbung für ein Körperrasierer) in einer Vereinsfeier auf, in der vorzugsweise Jungs unter 25 Jahren teilnahmen. Ich wagte die These, dass ja wohl für Männer Beine- und Intimrasur nur etwas für Tunten und Triatlethen sei(ja, politisch unkorrekt) - danach betroffenes Schweigen. Die rasierten sich wohl alle "unten rum".

JanFroehlich

20. August 2009, 11:28

http://outsider

das wird man ja zum outsider - ich finde unrasierte Frauen sehr selbstbewußt und es gibt nichts schöneres als auf leicht gebräunten Beinen von der Sonne und dem Sand ausgeblichene feine Häärchen zu sehen. Es ist eher eine Frage der Hygiene und man auch rasiert sehr ungepflegt sein.

Andrea Diener

20. August 2009, 11:51

maci, erstaunlich. Am Strand kann ich verstehen, daß es da unterschiedliche Auffassungen und Schamgrenzen gibt. Aber in der Sauna, so dachte ich, ist man sich doch einig, daß alle nichts anhaben? (Schuhe: Trekkingsandalen! Mit Socken!)

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Ladyjane: Viele Klingen, aha. Danke für den Tip. Ich halte mal Ausschau.

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Malaparte: Vielleicht sind es ja eher die Damen, die gegenseitig Druck ausüben? Die in der Dusche die Nase rümpfen und übereinander lästern? Denen trau ich das zu. Ich traue Frauen prinzipiell alle Gemeinheiten zu.

Ephemeride

20. August 2009, 12:02

@Andrea Diener: Erlauben Sie mir eine kleine Richtigstellung. Es gab sie sehr wohl schon einmal, die Badekultur in unseren Breitengraden und gerade in Zeiten, die man heute fälschlich-gemeinhin als düster und dunkel bezeichnet. Im Mittelalter nämlich existierte in jeder Stadt mindestens ein öffentliches Bad, zu dem man sich zur Pflege und Entspannung, aber auch zum Essen und Spielen und - ja! - auch zu exklusiveren Wannenbädern pour le deux traf. Dieses 'Treiben' fand erst mit der Entdeckung Amerikas ein Ende, als dorthin nicht nur die Pocken exportiert, sondern von dort eine besonders infektiöse Syphilis-Form nach Europa importiert wurde. In der Folge und mit zusätzlicher Ausbreitung des Reformations-'Virus' setzte sich in Deutschland ein körperfeindlicher Trend durch, der im Rokoko seinen Höhepunkt fand.

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Übrigens, auch das gab es im Mittelalter schon einmal: Frau rasierten sich komplett ihre Augenbrauen und entfernten die Kopfhaare etwa zwei Fingerbreit oberhalb des Haaransatzes - weil eine hohe Stirn als besonders schön empfunden wurde.

Doctor Snuggles

20. August 2009, 12:05

Mike Husten, Beine rasieren für Triatlethen? Für reine Schwimmer, wo es auf Sekunden ankommt, okay. Aber beim Triathlon? Helfen Häärchen da nicht sogar eher noch der Schweißabfuhr und somit auch einer gewissen Kühlung des Körpers? Habe gerade mal die Suchmaschine angeworfen und fand das hier: www.myroadtokona.at/5-gruende-warum-triathleten-die-beine-rasieren-sollten

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Echte Gründe im Sinne einer Zeitenverbesserung sehe ich da nicht. Es sind eher alles Gründe in Richtung "ich sehe rassiert besser aus, weil man meine Muskeln besser sieht". Daher nehme ich mal an, dass das ganz ursprünglich aus dem Bodybuilding-Bereich kommt, wo es ja wirklich auf Wettbewerben um die beste Sicht auf die Muskeln ankommt. Bei Triatlethen hat das wohl eher mit Narzissmus zu tun.

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Die Intimrasur für Männer gibt es bereits seit Jahren, wobei es nur Teilrasuren gibt und Komplettrasur. Also z.B. nur der Hodensack als Teilrasur, die Haare am Rumpf und Beinen aber bleiben. Das entspricht dann vielleicht dem "Landing Strip" bei Frauen. Anderen reicht das nicht und da muss eben alles ab.

nico

20. August 2009, 12:34

@Frau Diener, Dr. Snuggles - natürlich haben Sie Recht. Wichtig erscheint diesen Personen offensichtlich, irgendeinem Trend hinterherzulaufen zu können. Nun ja, die Haare wachsen nach, aber diese Hirschgeweihe o. ä. Dibujos sind besonders schön im gesetzten Alter, sagen wir so um die 60, wenn frau nach Bayreuth im Abendkleid............

lustiger

20. August 2009, 13:17

wichtig ist doch eigentlich nur der liebevolle Umgang mit dem eigenen Körper, ein Gefühl was zu einem passt und ein blick auf menschen, deren austrahlung neben Rasur, bnp´s und tatoos noch ganz andere dinge ausmachen. manische rasur ersetzt keine liebevolle pflege.

Maci

20. August 2009, 13:22

Andrea Diener, zum Thema Socken sind mir gestern, leider ohne knipsbereiten Fotoapparat, Slipper mit dunkelblauen Kniestrümpfen vorweg gelaufen.

Interessant wäre die Art des Schuhwerks anderer Kulturen in der Sauna. Aber im Ernst, die Sauna betritt man ausserdeutsch gewöhnlich eher in Badekleidung. Soviel zur Einigkeit. :-)

Nico, Frau mit Hirschgeweih um die sechzig in Bayreuth. Sehr schönes Bild.

leeloo

20. August 2009, 13:27

Die Enthaarung an sich ist ja nichts neues - im antiken Rom und Griechenlandz.B. haben sich bereits Enthaart - in Ermangelung von Rasierschaum damals mit Ölen und entsprechendem Badezubehör einer sog. Strigilis (auf der einen Seite rasiermesserscharf). Auch "Kaltwachs" in Form von harzbeschmierten Pflastern oder Haarentfernung mit Pinzetten kannten sie schon. Im 1. Jh. n. Chr. war es im römischen Reiches Mode, den Körper restlos zu enthaaren.

Andrea Diener

20. August 2009, 14:00

Jan Froehlich, das ist es ja. Wenn einer sagt, Haare machen ihm nichts aus, er findet die sogar schön, dann rutscht das gleich in die Nähe einer Perversität.

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Ephemeride, ja, danke. Das hatte ich ganz verdrängt. – Die Stirn wurde rasiert, der Nacken und alles, was unter der Haube hervorzipfelte. Die hohe Stirn war aber auch schon länger nicht mehr in Mode.

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Nico: Tätowierte, gepiercte Sechzigjährige. Ach je. Ich bin wirklich gespannt, wie unsere Generation aussieht, wenn sie altert. Ich hoffe, daß sie wenigstens nicht zum beigegrauen Rentneranorak greift.

Carola

20. August 2009, 14:22

Ich gehöre der Generation an, in der die nackten Mädels in der Bravo "nur" Achseln und Beine rasierten. Heutzutage sei das anders, sagte man mir. Wer nicht ganz rasiert ist (Frau darf lediglich Arme und Kopf im Naturzustand belassen) gilt heute anscheinend als höchst ungepflegt und asozial. Ich muss zugeben, dass ich unter ästhetischen Gesichtspunkten bei arm- und beinfreien Kleidungsstücken auch rasierte Beine und Achseln bevorzuge, allerdings würde ich eine Frau, die sich dem Schönheitsdiktat widersetzt, nicht als ungepflegt beurteilen, sondern als individualistisch und sehr selbstbewusst. Denn gelästert wird über sie ganz sicher, so sind wir Frauen anscheinend :(.

Wie weit das Ekelempfinden bei den Teenies anscheinend schon verbreitet ist (ja, es ist nur eine Ein-Personen-Stichprobe, daher nicht repräsentativ), zeigte mir diesen Sommer das Zusammentreffen mit einer 19-jährigen, die zuerst sagte, sie wolle unbedingt Kinder. Bei genauerem Überlegen, was eine Schwangerschaft so alles nach sich zöge, aber auf den Gedanken kam, dass sie sich dann ja irgendwann aufgrund des Bauchumfangs wohl nicht mehr überall rasieren könne und dann beschloss, dass Adoption vielleicht doch die bessere Variante sei. Denn es sei ja absolut unmöglich, sich unrasiert und nackt im Kreissaal zu präsentieren, was denn der Frauenarzt/die Frauenärztin dann wohl von ihr denken werde...

Dass von Männern jetzt zunehmend auch Ganzkörperrasur gefordert wird, finde ich nicht schlecht: gleicher Zwang für alle :D Besser wäre es zugegebenermaßen, wenn für keines der Geschlechter dieser Zwang bestünde.

Agent Cooper

20. August 2009, 14:55

@ Doc Snuggles: Ich erinnere mich noch, wie vor Jahren bei der Tour de France Radsportlegende (und Co-Kommentator) Rudi Altig vom Kommentator gefragt wurde, warum sich die Radfahrer eigentlich alle die Beine rasieren, ob das wegen der besseren Heilung bei Verletzungen sei? Rudi Altig: "Nein, nein - das fühlt sich einfach geiler an!"

nico

20. August 2009, 15:19

Es ist wirklich die Abwägung zwischen Pest und Cholera, ob nun BNP, Hirschgeweih etc. oder das Trauma des beigen Anoraks mit Aldi Nr.5 als begleitendes Duft-Fluidum der brutalen Art, die uns ins Alter führen oder eher nicht. Man bewahre vor diesem Verfall.

Doctor Snuggles

20. August 2009, 17:21

Frau Diener, es gab schon die tollsten Sachen als Mode oder Schönheitsideal, machen wir uns doch nichts vor. Ich meine, was ist eine Brustvergrößerung gegen das hier: de.wikipedia.org/.../Lotosfu%C3%9F

Oder jenes: de.wikipedia.org/.../Sch%C3%A4deldeformation

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Agent Cooper, die Sache mit dem besseren Gefühl bei rasierten Beinen kam ja bei den Triatlethen auch irgendwann. Nun gut, wenn ich irgendwann mal mit dem Triathlon anfange, dann rasiere ich mir vielleicht auch die Beine ;-)  Bis dahin sind "geile Gefühle" anderen Handlungen vorbehalten.

anderl

20. August 2009, 18:14

Schöne Lösung der Fotoproblematik!

Grundsätzlich gar keine Haare fände ich schlicht praktisch.

Konfuzius sagt

20. August 2009, 18:16

Doctor Snuggles, bei den Lotosfüßen könnte man unter der Rubrik Erotik ergänzen, dass es an Tierfüße erinnert hat und manche den Gestank der Entzündungen auch "geil" fanden. Je kleiner der Fuß, desto besser konnte die Tochter verheiratet werden. Die spinnen, die Chinesen.

Doctor Snuggles

20. August 2009, 18:52

Konfuzius sagt, solche Dinge kommen ja wieder. Heute gibt es Chirugen, die brechen und verkleinern die Füsse, wenn angeblich zu groß ausgefallen. Oder entfernen bzw. verkleinern Zehen, damit man auch noch die unmöglichsten Schuhe tragen kann. Und das nicht nur in China, sondern auch in anderen Ländern. Dagegen ist die Botox-Party doch Pipifax.

Ritter

20. August 2009, 21:46

http://www.casacaravani.de

Räusper - naja: Doctor Snuggles und Konfuzius... Aber auch alle anderen:

Ich habe jetzt mal ehrlich um die zwei Stunden gebraucht, um über diesen Wikipedia-Artikel hinwegzukommen! Mir war richtiggehend schlecht! Ich wusste zwar um die Theorie dieser Praxis, aber so plastisch habe ich mir das natürlich nie vorgestellt. Aber wenn man ehrlich ist - da haben Sie beide Recht - ist die Korrektur eines Nasenbeins nichts anderes. Abgesehen davon, dass das meist unter Narkose und freiwillig geschieht. Nennen Sie mich ruhig ein Weichei. Mag aber auch daran liegen, dass ich als ehemaliger Zivildienstleistender durchaus weiß, welche Schmerzen Menschen erleiden müssen. (Und auch Sachen erlebt habe, die damals kein "KIT" mit mir besprochen hätte - aber das ist ein ganz anderes Thema).

Zum Thema Haare: Ich stelle mich jetzt doch tatsächlich mal auf die andere Seite: Ich sag's mal drastisch - Haare im Mund sind jetzt nicht soo lecker... Das kann man vermeiden. Ich selbst versuche, das zu vermeiden und es gefällt mir, wenn mein Gegenüber das auch tut. Dagegen stören mich Haare an Armen und Beinen gar nicht. Im Gegenteil: Auf schöner brauner haut ein blonder Flaum - Schön!

Aber hier wird ohnehin sehr viel vermischt in der Diskussion gerade: Geht es um Einmalrasierer, Tattoos, Arschgeweihe, Piercings, Haare an Kopf, Intimbereich, Armen... ? Ich kann es gerade nicht erkennen.

Ich selbst habe mir vor drei Jahren ein Tattoo machen lassen und ich bin wahrlich nicht mehr jugendlich. Wer sagt eigentlich, dass nur junge, "hübsche" Menschen ein Tattoo haben dürfen? Und wer sagt, dass das nach einigen Jahren schlecht aussehen MUSS? Für mich alles ein bisschen typisch deutsche Haltung - ein bisschen elitär.

Und wenig tolerant. Den ewigen Deutschen mit Socken in Schlappen zu beschreiben ist nicht allzu fantasiereich (ja - so schreibt man das jetzt - und DA sträuben sich mir die Haare).

lemming

20. August 2009, 23:07

Ich habe diesen Blog gerade heute erst entdeckt, also Entschuldigung im voraus, falls ich hier die Etikette nicht recht wahren sollte:

Ja, Haare/Behaarung sind ein durchaus interessantes Thema, nicht an sich natürlich, sondern als Indikatoren. Man kann die weibliche Enthaarung übrigens zeitlich gut an Playboy-Covern lokalisieren - das ging so Mitte der 80er los: es wurde immer weniger und verschwand dann ganz Ende der 90er. Ich habe mal gehört, dass diese Enthaarung zunächst als naheliegende Hygiene-Massnahme von professionellen Beischläferinnen eingeführt worden ist, was ja durchaus plausibel scheint. Man sollte daraus aber wohl keine falschen Schlüsse ziehen: Behaarung ist durchaus verräterisch: zunächst verrät sie an den einschlägigen Stellen die Geschlechtsreife und damit den Eintritt in eine neue Sphäre der Ansprüche und Konkurrenzen, später fallen sie (bei Männern) an den falschen Stellen aus und wachsen dafür an noch falscheren (Ohren, Rücken). In gewisser Weise indizieren sie dadurch den körperlichen "Marktwert", den ein Körper hat, idealerweise ist er jung und jungfräulich, unbenutzt, denn gebrauchte Ware bringt weniger ein, vorpubertäre Haarlosigkeit suggeriert also genau das, es hat also weniger mit "Kinderschändung" als mit der "Neuwertigkeit" zu tun.

Der eigentliche Punkt scheint mir aber zu sein, dass die Behaarungsfrage den extrem sozialisierten, der Konkurrenz ausgesetzten, Körperwert als Warenwert indiziert. Der Körper, den man ja nicht "bewohnt", sondern der man IST, wird allgemeinen, also abstrakten, Ansprüchen unterworfen und diesen entsprechend optimiert.

Doctor Snuggles

20. August 2009, 23:38

Ritter, ganz im Vertrauen: ich habe auch ein Tattoo. Ist schon fast 11 Jahre alt und hat für mich auch eine ganz bestimmte Bedeutung, keinerlei Modeschmuck oder ähnlichen Blödsinn. Das ist eben das Problem: wer Tattoo's nicht mag, der wirft alle Tätowierten in einen Topf und hängt ihnen das Schild "Primitiv" und "schwimmt auf einer Modewelle mit" um den Hals. Ist nur zu kurz gegriffen. Ich meine, wir sind ja hier nicht bei den "Stützen der Gesellschaft", aber selbst da gab es schon vor langer Zeit Tätiwierungen: www.etoile.co.uk/.../040503.html

Man ist also in gar nicht so schlechter Gesellschaft. Aber das ist ja immer das Problem bei Verurteilen. Für mich sind z.B. Porsche- und Ferrarifahrer mit einem ganz klaren Klischee behaftet, womit ich bestimmt dem einen oder anderen sehr viel Unrecht tue. Aber so ist das Leben nun mal. Man kann es nicht allen Recht machen.

Alter Bolschewik

21. August 2009, 00:14

Zum Thema Tätowierungen gibt es einen völlig anrührenden Film, Flammend' Herz (http://www.flammend-herz.de/), den ich, nicht nur wegen der großartigen Musik der Dead Brothers (http://www.deadbrothers.com/), wärmstens empfehlen kann. Man erhält dadurch einen völlig anderen Blick auf die Tätowiererei als einem die jungen Menschen mit ihren Arschgeweihen vermitteln. Der Film berichtet von der Zeit, als man sich mit Tätowierungen tatsächlich zum Außenseiter stempelte, im Gegensatz zu heute, wo man sich damit eine "Individualität" zu erschleichen sucht, die einfach nur eine neue Form des Konformismus darstellt.

Andrea Diener

21. August 2009, 00:26

Lemming, Sie wahren nicht nur die Etikette, Sie sagen da auch ein paar sehr kluge Sachen. Auch die vom Elbsegler bereits erwähnte Intimchirugie geht ja in die Richtung, nämlich Angleichung an ein sehr junges Mädchen. Allein die Vorstellung vom "benutzten" und "unbenutzten" Körper ist ja schon einmal eine recht fürchterliche. Bei Männern hieße das wohl eher "erfahren".

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Ritter und Doctor Snuggles, es geht weniger um Tattoos allgemein als vielmehr ihre Mainstream-Ausformung, nämlich das Aftergeweih, um es einmal etwas vornehmer auszudrücken. Das tritt gern in Kombination mit Solariumsbräune und Blondsträhnchen auf und macht auch junge hübsche Personen nicht gerade begehrenswerter. Viele Freunde von mir haben Tätowierungen, aber keiner davon so einen Modeblödsinn, und ich käme auch nicht auf die Idee, sie deswegen zu verurteilen.

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Was die Haarfrage angeht, so hat Carola eine recht gesunde Einstellung dazu, finde ich.

Ritter

21. August 2009, 00:51

http://casacaravani.de

Frau Diener,

da haben wir es doch! Was ich sage: Nicht alles vermischen! Ein Arschgeweih (ich bleibe dabei - das kennt jeder) ist etwas anderes, als ein Tattoo, über das man sich Gedanken gemacht hat. Im Übrigen habe ich auch mit dieser Aussage Probleme: Zitat: Das tritt gern in Kombination mit Solariumsbräune und Blondsträhnchen auf und macht auch junge hübsche Personen nicht gerade begehrenswerter" Zitat ende

naja - worauf fußt das denn?

N.B. ist die Frage erlaubt - aber die erübrigt sich wohl: Sie haben keins?

Und noch was: Ich wünsche mir hier eine Vorschau, in der ich meine eigenen Texte redigieren kann - in dem Minifenster ist das schwierig!

Don Ferrando

21. August 2009, 07:11

Interessant ist auch, wie sich die verniedlichende Bezeichnung "Tattoo" durchgesetzt hat.

Vielleicht klingt "tätowiert" noch zu sehr nach Zuchthäusler etc.

Aber im Grunde ist es immer noch ein Distinktionsmerkmal. Ab einer gewissen gesellschaftlichen Herkunft ist man einfach nicht tätowiert!

unellen

21. August 2009, 09:04

@Ritter: Ich denke, dass von Ihnen kritisierte Zitat beruht auf Frau Dieners persönlicher Wahrnehmung, insofern kann man schon die Allgemeinheit der Formulierung kritisieren.  Wobei ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann (oder möchte?) wer diese eigentlich jungen hübschen Personen brathähnchengebräunt, Gesäßgeweihverziert und im Streifenhörnchenfrisurlook, womöglich auch noch mit millimeterdicken Kunstnägeln um das Klischee zu vervollständigen in dieser Verkünstlichung attraktiver findet als im natürlichen Zustand.

Den Enthaarungswahn betreffend: Ich muss ja immer ein wenig über die Frauen schmunzeln, die sich über die Arbeit beschweren die die Entfernung ihres zarten blonden Flaums mit sich bringt - da ich mit eher "südländischer" Behaarung auf heller Haut gestraft bin finde ich ja oft, dass man den blonden Flaum auch einfach lassen kann, weils eh keinem auffallen würde.

Ich erinnere mich übrigens grade an eine Stelle in den "Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull", wo er am Ende verzückt den Damenbart der "rassigen" Senhora Maria Pia beschreibt...  in "Casablanca" meine ich auch einen leichten Schatten auf der Oberlippe Ingrid Bergmans entdeckt zu haben. Aber wenn man heute schon über Schambehaarung streiten kann, auch noch so unauffällige Oberlippenbehaarung bei Frauen gilt ja mittlerweile als jenseits von Gut und Böse. Wahrscheinlich gelten heute Männer denen das egal ist oder die es sogar gleich wie Felix Krull erotisch finden als total pervers. Jaja, tempora mutantur, nos et mutamur in illis...

Doctor Snuggles

21. August 2009, 11:31

Don Ferrando, wie Sie auf der Webseite hinter meinem Link oben (www.etoile.co.uk/.../040503.html) nachlesen können, gab es bei diversen Mitgliedern der europäischen Königshäuser Tätowierungen - ja, sogar Kaiser Wilhelm II hatte eines. Die Aussage "Ab einer gewissen gesellschaftlichen Herkunft ist man einfach nicht tätowiert!" mag Ihrer Idealvorstellung entspringen, hat aber nichts mit der Realität zu tun. Also bitte, trennen Sie sich doch mal bitte von der Vorstellung, dass Tätowierungen nur etwas für primitive Völker, Verbrecher, Matrosen und Idioten ist und kommen in der Gegenwart an.

Doctor Snuggles

21. August 2009, 11:48

Unellen, ich ist wahrscheinlich der Wunsch, sich selber von anderen abzuheben und/oder zu bestimmten Gruppen zugehörig zu sein. Ich sah mal einen Beitrag im Fernsehen vor einigen Jahren, da konnten Leute, die den "Look" von Bekannten oder Verwandten nicht mehr ertragen konnten, diese für eine Art "Styling" anmelden. Die langweilige Mutti bekam etwas Flotteres anzuziehen, ein wenig Rouge, etc. So nach dem Motto funktionierte das. Jedenfalls hatte da ein junger Mann eine Bekannte angemeldet, die sich zur Gruppe der Goth zählte und entsprechend kleidete. Also im Prinzip so in der Art: www.bbc.co.uk/.../goths_group449.jpg

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Diese junge Frau wurde nun in ein hellblaues Dirndl gesteckt, die Haare entfärbt, usw. Am Ende kam eine wirklich sehr hübsche junge Frau heraus, was man unter all der dunklen Maskerade gar nicht vermutet hätte. Dabei war es ja noch die gleiche Frau, nur eben ein ganz anderes Outfit. Warum sie sich künstlich so verschlimm-bessert hat, bleibt mir ein Rätsel. Aber ich hatte noch nie das Bedürfnis, mich irgendwelchen Gruppen anzuschließen und entsprechend zu kleiden.

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So, zum Abschluß noch einen Link auf einen Artikel, der gerade erst beim SPON erschienen ist. Da geht es um die ganze Bandbreite der "Human Updates". Empfindliche Personen sollten sich gut überlegen, ob sie sich das durchlesen möchten: www.spiegel.de/.../0,1518,630922,00.html

Don Ferrando

21. August 2009, 12:25

Werter Doc Snug, bitte nennen Sie mir doch ein paar Beispiele aus der Gegenwart!

Doctor Snuggles

21. August 2009, 14:02

Ich könnte jetzt als Beispiele Prinzessin Stéphanie von Monaco oder Prinz Philip von England bringen, die Sie aber beide wahrscheinlich als nicht so tolle Vertreter der "Stützen der Gesellschaft" abqualifizieren würden. Bei anderen Vertretern aus Königshäusern sind mir Tätowierungen nicht bekannt, was aber nichts zu bedeuten hat, da man sie ja nicht unbedingt sehen muss und somit wären sie auch nicht einer breiten Masse bekannt. Meine Tätowierung ist auch außerhalb meiner Familie niemanden bekannt, da ich normalerweise immer ein Hemd oder Shirt trage. Nur weil etwas nicht sichtbar ist, kann es trotzdem vorhanden sein.

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Tätowierungen können ja etwas sehr Intimes und eben nicht für die breite Masse bestimmtes sein, entsprechend ist die Tätowierung nach außen hin unsichtbar. Das ist genau aber das Verständnisproblem derjenigen, für die nur die Gleichung "Tattoo = Proll" akzeptabel ist.

kittykoma

21. August 2009, 17:54

http://kittykoma.twoday.net

was für ein herrlicher artikel!

ein freund sagte mir vor zwei jahren nach besuch des winterlich in die sauna umgewandelten berliner badeschiffs: "ick war älteste und der einzige mit haaren und bauch. mann kam ick mit ländlich vor."

ich glaube, seit die kahlschlagdebatte nun auch die printmedien erreicht hat (die süddeutsche vor zwei wochen, wenn ich mich recht erinnere) und sich demnächst jeder kegelverein über die praktiken der ganzkörperrasur austauscht, sollten die early adopters bald umschwenken.

Röhrender Hirsch

21. August 2009, 21:43

Einerseits empfinde ich es angenehm, dass hier viele Schreiber differenzieren. Andererseits haben dann aber selbst die Differenzierer ihre Vorurteile.

Ritter schrieb: "Ein Arschgeweih (ich bleibe dabei - das kennt jeder) ist etwas anderes, als ein Tattoo, über das man sich Gedanken gemacht hat."

Nun, man kann sich auch über ein Arschgeweih seine Gedanken gemacht haben.

In meinem persönlichen Beispiel ist es so, dass ich mir eine Tätowierung, mit der ich gedanklich schon lange liebäugelte, für einen bestimmten Erfolg gegönnt habe. Aus der Befürchtung heraus, mich irgendwann doch daran satt zu sehen, habe ich eine rückwärtige Position gewählt. Tja, und etwa ein Jahr danach war es in, sich genau diese Stelle tätowieren zu lassen und es kam der Begriff "Arschgeweih" auf.

Da hab ich wohl die Arschkarte gezogen, könnte man jetzt passenderweise sagen.

Don Ferrando schrieb: "Ab einer gewissen gesellschaftlichen Herkunft ist man einfach nicht tätowiert!" Dazu kann ich nichts sagen und falls Sie hier tatsächlich auf Adel anspielen, ist mir dies auch egal. Zumindest aber vor Menschen mit einer höheren Bildung machen Tattoos nicht halt.

Frau Diener, ein schöner Artikel. Auch ich gehöre, wie es eine andere Leserin angesprochen hat, noch zur Generation "nur Achsel und Beine" und war dementsprechend überrascht, als ich in einem Radiosender (Zielgruppe 15-29) zufällig die Beiträge zum Thementag "Körperbehaarung" hörte und erfuhr, dass sich heutzutage anscheinend fast jeder in diesem Alter komplett enthaart. Ich kam mir plötzlich seeehr alt vor, da ich von diesem Trend noch nichts mitbekommen hatte. Dabei bin ich nur wenige Jahre älter als die Zielgruppe.

Doctor Snuggles

21. August 2009, 22:55

Röhrender Hirsch, Don Ferrando meint mit der gesellschaftlichen Herkunft nicht nur unbedingt den echten Adel, sondern auch die Gruppe von Menschen, die in ihrem Umfeld seit Generationen zur oberen Schicht gehören. Also nicht der neureiche Russe, der Filmstar oder andere "irgendwie zu Geld gekommene" Personen, sondern die gutsituierte, alteingesessene Familie. Zu diesem Thema finden Sie bei der FAZ auch einen Blog, die "Stützen der Gesellschaft": faz-community.faz.net/.../umtriebig-unamerikanisch.aspx

Ritter

21. August 2009, 23:48

http://casavivendi.de

Liebe Frau (?) Hirsch - oder haben Se als Mann ein (ja - ich zügele mich jetzt!) A**geweih?

Ich wollte wirklich niemandem zu nahe treten. Selbstverständlich ist es jedem unbelassen, sich sein Tattoo dorthin machen zu lassen, wo es ihm gefällt! Ich wollte hier ja auch nur dafür "kämpfen", dass ein Tattoo an sich etwas schönes ist - wenn Sie zurücklesen wollen.

Das war nämlich am Anfang der Diskussion hier ganz anders. Aber lässt sich ja alles nachlesen.

Viele Grüße und nix für ungut!

Andrea Diener

22. August 2009, 00:37

Röhrender Hirsch, jetzt wäre natürlich interessant zu erfahren, ob sie aufgrund der Geweihschwemme ihre Entscheidung bereuen, oder ob es Ihnen einfach egal ist.

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Ich muß ja zugeben, in meiner Jugend auch die ein oder andere experimentelle Phase durchlaufen zu haben. Etwa bezüglich Haarfarben: You name it, I had it. Aber das ist alles nichts wirklich permanentes. Gegen eine Tätowierung sprach vor allem zweierlei: Erstens das irgendwie unschöne verwaschene Blau, und ich mag ja Blau jetzt nicht sonderlich. Zweitens die Entscheidung für das eine Motiv, das irgendwie meine Persönlichkeit ausdrücken soll. Ich habe es ja nicht mal geschafft, mich für eine Jugendkultur zu entscheiden, wie soll ich mich dann für ein Motiv entscheiden? Kurz: Während die Menschheit um mich herum eifrig Symbole malte, die irgendwas ausdrücken, vertändelte ich meine Zeit mit irgendwas anderem. Vermutlich lesen oder Blumen gießen.

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kittykoma, ich harre des Umschwenks. Zum Glück ist mein Fitnesstudio auch eher rustikal, insofern alles ganz entspannt.

Ritter

22. August 2009, 00:51

Ich mach's mal kurz und schmerzlos: bei mir ist es ein springender panther unter dem linken schlüsselbein.... kann ich leider nicht posten hier.

Doctor Snuggles

22. August 2009, 01:32

Frau Diener, unschönes verwaschenes Blau? Meine Figur hat schwarze Konturen, braune, grüne und rote Flächen. Bereits 11 Jahre alt und nichts verwaschen.

Die Sache mit dem "ich will meine Persönlichkeit ausdrücken", tja. Dann lassen sich die Leute irgendwelchen chinesischen oder japanischen Zeichen reingravieren und wissen nicht mal genau, was da steht. Wieso eigentlich chinesisch? Haben sie irgendeine Beziehung zu dem Land? Oder ist es der gleiche Grund, weshalb sich manche eine Buddha-Statue ins Wohnzimmer stellen? Wegen des exotischen Flairs und so?

Andrea Diener

22. August 2009, 13:31

Doctor Snuggles, ich denke mal. Exotisch geht ja immer, chinesisch und keltisch und Indianerzeugs. Das sieht geheimnisvoll aus und ist voll tief und weise.

Dennis

23. August 2009, 01:31

http://www.rundumlinux.de

Meine chinesischen Schriftzeichen (an der Wand im Rahmen) gefallen mir sehr gut. und was sie bedeuteten steht darunter (allerdings auf Englisch). Wieso muss eigentlich Zug um Zug auf etwas herumgehackt werden? Im Grunde ist doch der mit chin. Schriftzeichen als Tätowierung der Ästhetik dieser Zeichen verfallen - und ich denke man kann chinesische Schriftzeichen unabhängig von der Bedeutung schön finden (ohne chinesisch zu studieren, seit dem 1. Lebensjahr die Mao-Bibel auswendig zu können und Kartoffeleintopf mit Stäbchen zu essen).

Lasst den Leuten doch IHRE Tatoos, Ihren Sinn für Ästhetik. Wenn die Ästhetik allerdings wie Frau Diener schreibt einem hinterherlaufen eines Trends entspricht (und dieser Trend wird dann für die Ewigkeit verankert, wie es bei einem Tatoo oder jahrelanger Kettenraucherei nunmal geschieht), muss man schon die Frage stellen, ob es nicht sinnvoll wäre den Trend zu reflektieren und evtl. doch etwas mehr Individualität und weniger Gruppenfolge zu zeigen.

Zitat Frau Diener:

Exotisch geht ja immer, chinesisch und keltisch und Indianerzeugs. Das sieht geheimnisvoll aus und ist voll tief und weise.

Sie können ja mal Dinge durchgehen, die Sie schön finden und sich anschließend fragen ob Sie zu den jeweiligen Kulturformen die hinter den Dingen stehen auch tatsächlich einen heißen Draht haben - ohne sie einfach nur als "geheimnisvoll" "tief" oder "weise" zu empfinden.

Doctor Snuggles

23. August 2009, 22:08

Dennis, ich finde es nur peinlich, wenn man eine Schrift mit einer persönlichen Aussage verwendet und nicht einmal genau weiß, ob das da auch wirklich steht. Oder wenn angeblich eine japanische Weise den Körper ziert, das ganze aber chinesisch ist.

icke

24. August 2009, 14:54

komisch dass Männer sich in Arno Breker Gestalten und Frauen sich in Hungerharken verwandeln wollen obwohl meiner Erfahrung nach die meisten Frauen Waschbrettbäuche nicht sooo anziehend finden und Männer gerne "was zum Anfassen" haben.

Ist noch niemandem aufgefallen, dass enthaarte Schambereiche ledrige Haut und, öfter leicht entzündete, Höcker der Haarwurzeln aufweisen? Auch vorpubertär glatte Männer sind doch eher ekelhaft, man ist doch nicht auf kleine Jungs aus!

Chris

24. August 2009, 15:14

Zumindest der M3Power - ich nehme an, andere Rasierer auch - hat einen "Aloe-Vera-Streifen", damit Mann auch in den Genuss des Pflanzenextrakts kommt.

Davon abgesehen finde ich, dass der Haarlos-Trend ein Zeichen für das erfolgreiche Marketing der Rasierer-Hersteller ist.

binary_shitcode001001

19. November 2009, 23:57

Sie wollen sich einen "halbwegs stilvollen Herrenrasierer" zulegen? Ich überlasse ihnen meinen (Rasiermesser).

Aber bitte nicht ihrem Angebeteten damit den Hals durchsebeln.

Im Übrigen empfehle ich ihnen ein gutes Rasierwasser, oder besser: Balsam. Von Aqua Di Parma, etwas teuer, sniffelt aber fein und macht einen schlanken Fuß...

auf wieder schreiben

bs

Danny

13. Januar 2010, 22:23

http://beauty-tech.de

Kleine Ergänzung: Der Enthaarungs-Trend ist unaufhaltsam und macht sich über die letzten verbliebenen Haarbüschel her. Nach Beinen, Rücken und den anderen Körperzonen ist nun das Gesicht dran. Nicht nur zupfen, gleich weg mit den Augenbrauen.

Warum nicht ? jeder muss es selbst entscheiden !

consul

08. März 2010, 11:47

http://www.w.h.kleinrahm@gmx.de

Ich empfinde diesen Enthaarungs-Boom dieser seit ca. 10-15 Jahre herrscht schon

sehr Maistream gesteuert und mehr als übertrieben.Es gab Zeiten in denen bekannte Vampir Jägerinnen und Zauberhexen noch recht gut behaarte Arme hatten.Plötzlich, Mitte der 90er Jahre sind diese Armhaare weg gezaubert und schaut man nach Nord Amerika-wo es auch Dank der Sex und Film Industrie her

kommt, ist es mehr als erschreckend, das es in Foren wie den Beauty junkiees zu fast 90% zum Rasierer, Wachs und Halawa greifen, mit der Begründung, das Sie dunkele Armhaare hätten-worauf hin auch die blonden Armhaare nun entfernt werden. WAS ich im übrigen als reine Werbe Propaganda ansehe, da ich andere Foren kenne, in denen nicht derart millitant enthaart wird.Ist doch wirklich seltsam, oder? Und der zarte Gesichtsflaum muss ja heute schon als Zehnjährige rasiert und entwaxt werden, was man immer  häufiger liesst, worauf die "Damenbart"  Probleme erst einmal richtig los gehen, was jedem klar sein sollte= Wuchs, ohne weiche ,zarte Spitze.Ich män. in den 40ern habe mich ausser Bart niemals Körper enthaart und werde es auch nicht machen, egal wie hipe und hype es auch sein mag und meine Freundin stutzt nur Achseln, Beine und Bikinzone.Ich empfinde dies sogar als entmenschligung, indem die natürliche, "normale" Behaarung Industrie und Mode gerecht immer mehr weichen "muss", wo Dank genügend Werbung und Aufklärung genügend zu angefixt wird und die Schönheits Chirugie dann auch nicht zu kurz kommt, da die Intimzone nun als zu gross und nicht mehr jugendlich empfunden wird.

Ich mochte und mag immer schon die tanzenden, weichen Armhärchen bei Frauen und bei meiner Freundin, auch ist die Berührung von zartem weibl. Gesichtsflaum sehr angenehm, eben nicht nackt und kahl wie eine Maske.

Jedoch forde ich keine Frau zur Enthaarung auf und lasse mir diese auch nicht aufdrängen, nur ist es schade, das es heute so sehr viele wie die lemmigen machen, egal ob Mann oder  Frau, auch wenn es in islamischen Ländern und bei der ollen Cleoprata schon vor tausenden von Jahren gemacht wurde und die Enthaarungs-Industrie Haarscharf gewinn bringend abschneidet. Ich vermisse die warme, weiche Körper Behaarung bei dem weiblichem Geschlecht.

Aber bitte-JEDE/R wie ER/SIE will und muss.Nichts ist wirklicher als die Wirklichkeit.Consul.

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