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Freitag, 10. Februar 2012
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Ding und Dinglichkeit

Jingleterror und das Arte-Alibi: Der Fernseher

25. Januar 2010, 01:50 Uhr

Seit einigen Jahren schon habe ich keinen Fernseher mehr. Ich kann mich erinnern, daß es Zeiten gab, in denen man deshalb noch sehr schräg angeschaut und für einen irgendwie radikalen Menschen gehalten wurde, aber mittlerweile ist das längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Letztens beim Billardabend standen wir zu fünft um den Tisch herum, und nur einer von uns hatte einen Fernseher. Und es wird immer normaler. Ich bin auch schon lange nicht mehr gefragt worden, wie ich mich informiere oder ob ich nicht glaube, etwas zu verpassen. Es gibt ja Internet, damit verpaßt man nichts.

Nur ab und an kommt noch ein zarter Einwand, der ein wenig klingt wie eine Rechtfertigung, daß man sich mit Fernsehprogramm überhaupt noch aufhält: Die Tatorte schaue man ja doch noch, heißt es. Ja, sag ich dann, mag sein. Aber ich kann diese deutsche Fernsehspielsprache nicht hören, es tut mir leid, es gibt nämlich diese spezifische hölzerne Fernsehspielsprache, die so seltsam verknappt ist, was vermutlich lebensnah wirken soll, aber dabei irgendwie überartikuliert, so spricht doch keiner. Ich habe Angst, mir mit diesen schlechten Fernsehdialogen mein Sprachgehör zu verderben. Ich höre gern echte, gesprochene Sprache mit Dialekten und Sprachwendungen und Verzögerungslauten, dieses ganze elliptische Gestammel, wie es einem ungefiltert auskommt, und wie man es Schauspielern nie in den Mund legen würde. Aber es ist ja auch nicht so, daß diese Fernsehspielsprache besonders ausgefeilt wäre, schlagfertig oder irgendwie poetisch. Sie ist einfach gar nichts außer liebloses Handlungsvehikel. Und ich kann das nicht mitanhören oder -sehen.

Überhaupt ist das ganze Fernsehen eine von vorn bis hinten sprachfeindliche Angelegenheit, steigere ich mich dann gern in eine Aufregung hinein, und in diesen sogenannten Kultursendungen erst recht. Vor nichts hat der Fernsehkulturredakteur mehr Angst als vor drei zusammenhängenden Sätzen gesprochener Sprache, deshalb muß er Musik drunterpampen und Bilder dazulegen und die ganze Angelegenheit am besten satzweise zerschnippeln, weil es keinem zuzumuten ist, einmal einem Menschen, der möglicherweise auch noch ruhig im Bildrahmen zu sehen ist, eventuell sogar sitzend und ohne hundertfünftzig wabernde oder blinkende Einblendungen, mal ein bißchen zuzuhören. Das muß gleich irgendwie aufbereitet werden, womöglich nennt man das am Ende dann sendegerecht, das mag ja sein, aber gehirngerecht ist das nicht mehr. Und bei den Sendungen, bei denen angeblich geredet wird, oder getalkt, da kann ja auch kein Mensch mal ausreden, und wenn er dann ausredet, dann kommt nur vorgestanzte Aufbackware aus der PR-Förmchenabteilung heraus. Und keiner tut was dagegen.

Ich bin eigentlich zutiefst beleidigt. Ich bin dem Fernsehen eigentlich persönlich böse, daß es mir einmal eine Heimat geboten hat, als ich noch ein Kind war und mich dann einfach so verstößt. Ich habe die Maus geguckt und die Augsburger Puppenkiste (ich habe eine stille Vorliebe für die völlig unterschätzte Hausbesetzerserie "Katze mit Hut"), ich habe mir vom Löwenzahn sagen lassen, jetzt aber mal die Kiste auszuschalten und war ein Fan von Luzie, dem Schrecken der Straße. Irgendwann gab es dann noch Twin Peaks, Harald Schmidts Glanzzeit, die Simpsons natürlich, und, ja, hm. Dann wird es auch schon verdammt dünn, denn der Rest sind amerikanische Serien, bei denen ich irgendwann dazu übergegangen bin, sie mir lieber in unsynchronisierter Fassung anzuschauen, ohne Werbeunterbrechungen und vor allem ohne das Diktat der festen Anfangszeit. Denn Fernsehen ist vor allem eine Billiglösung und verhält sich zur DVD wie Ryanair zur Lufthansa. Wenn man sich nichts besseres leisten kann, dann schaut man sich die Angelegenheit eben schlecht übersetzt, mit Einblendungen, Werbegezappel und verstümmeltem Abspann an.

Die meisten Wohnungen sind dann irgendwie um den Bildschirm herum aufgebaut. Alles nah am zentralen Wohnzimmer, und dort alles mit zentraler Sichtachse auf die Glotze. Die meisten, die Fernsehen schauen, sagen, sie schauen ein wenig zur Entspannung. Aber was soll dabei entspannend sein? Fünf Minuten, und ich rege mich schon wieder auf. Habe ich eigentlich schon einmal meine Verachtung für Jingles aller Art zum Ausdruck gebracht? Diese kastrierten Aufmerksamkeitserreger, die einem dauernd dazwischenbrüllen, wenn man es gerade am wenigsten gebrauchen kann? Warum muß dauernd etwas zappeln oder wuschen oder klimpern? Was war eigentlich falsch an der guten alten Ansagerin, die einen, sitzend und lächelnd und ohne Musik, begrüßt hat und verabschiedet und informiert? War die auch nicht sendegerecht? Oder nicht mehr zeitgerecht? Brach mit den Privatsendern eine ungute Ära an, die die Öffentlich-Rechtlichen unter den Druck setzte, modern sein zu müssen und mithalten zu müssen und überhaupt irgendetwas sein zu müssen, um in der Zuschauergunst nicht abzufallen, so, als gebe es nur einen Zuschauer und nicht viele, mit völlig unterschiedlichen Vorlieben und Vorstellungen?

Und so wurden die Fernseher immer größer und flacher und die Fernbedienungen immer größer und flacher, bekamen mehr Knöpfe und vor allem diese Zapp-Knöpfe, mit denen man bequem 60 Kanäle einfach hoch und runter schalten kann, die Videorekorder wurden immer kleiner, es gab Chips in immer mehr Geschmacksrichtungen, Fernsehsessel für die perfekte Duldungsstarre und bei Ikea Deckenfluter für Leute, die ihr Licht nicht zum Lesen brauchen sondern schön indirekt. Das ist die Geschichte im Schnelldurchlauf.

Dann gibt es die vielen Millionen, die angeblich am allerliebsten Arte-Themenabende schauen. Wenn alle, die behaupten, Arte-Themenabende zu schauen, auch wirklich Arte-Themenabende schauen würden, hätte Arte nicht die Einschaltquoten, die es nun einmal hat, sondern ungefähr zehnmal so hohe. Arte ist auch eine gute Ausrede, noch immer einen Fernseher zu haben, so ähnlich wie Tatort, vor allem für die, denen das schlechte Gewissen aus jeder Silbe trieft. Wenn man eine Glotze hat, dann kann man ja wenigstens dazu stehen. Dann kann man ja sagen: Ich find Trash gut und meinetwegen anthropologisch interessant. Man kann sagen: Fernsehen regt mich produktiv auf, oder lullt mich ein, wenn ich nicht schlafen kann. Kann man alles sagen, und soll nicht rumlügen von wegen Arte-Themenabend.

Ich schaue übrigens nur noch eine Sendung im Jahr, das ist das dreitägige Bachmann-Wettlesen in Klagenfurt. Das schaue ich am Computer, nicht mit einem dieser hochauflösenden Monstermöbel, die halbe Wände einnehmen. Wozu auch? Schriftstellerin sitzt und liest, Jury sitzt und denkt, dann gibt es ein paar Wort- und Einstellungswechsel. Egal, wie weit die Technik fortschreitet, irgendwann gibt es in Klagenfurt ein Sommergewitter und die Leitungen sind unterbrochen. Jedes Jahr. Und jedes Jahr wird überzogen, und der Sender bricht gnadenlos ab. Jedes Jahr sitzen auch ein paar grenzblöde Hanseln im Garten vor der Veranstaltung herum und tun so, als gestalten sie ein anspruchsvolles Rahmenprogramm. Aber das geht vorüber, dann kommt der nächste Autor und dann endlich wieder: Text, Sprache, Statik. Ab und zu ein gemächlicher Kameraschwenk durchs Studio. Nichts blinkt, nirgendwo spielt Pausenfüllerjazz, kein betrunkener Praktikant kommt auf die Idee, mir irgendeine Bildsymbolik aufdrängen zu müssen. Für wenige Stunden bietet mir das Fernsehen wieder eine Heimat. Ich lehne mich zurück und bins zufrieden.

Veröffentlicht 25. Januar 2010, 01:50 von Andrea Diener
Kommentare

Dani

25. Januar 2010, 02:56

Wie meinen? Sie haben keine Fernseher und sind dennoch ein Fan amerikanischer Serien auf DVD? Doch woran wird ihr DVD-Player - von Blu-Ray fange ich erst gar nicht an zu erzählen - angeschlossen? Sie wollen uns doch nicht sagen, Sie schauen sich die Serien auf den winzigen, leuchtschwachen Panel Ihres Laptops an? Dann kann man aber freilich nicht von Lufthansa, sondern eher von einem südafrikanischen Buschflug mit Graslandebahn sprechen. Ich habe so einen neuen Fernseher und er ist ein gutes Hilfswerkzeug. Dank CNN bin ich immer auf der höhe und weiß, wie es an der Börse steht und kann mich an tollen Magazinen wie "Amanpour" erfreuen. Und wenn ich mit Freunden zusammenkomme und eine gute Auswahl an Filmen und Serien auf dem Fernseher genieße, dann hat sich der Anschaffungspreis doch schnell amortisiert. Natürlich komme ich nicht herum, Ihnen in einigen Punkten zuzustimmen. Die gekünstelte Aussprache fällt mir jedoch nicht so negativ bei Schauspielern wie etwa bei Fernsehmoderatoren auf. Die Stimme lezterer lässt mich regelmäßig erschaudern. Das deutsche Fernsehen ist leider durchsetzt von Floskeln und einer "scripted reality", wodurch es zu einem Schatten seiner selbst geworden ist...

Filou

25. Januar 2010, 04:52

Ist draussen Vollmond? Nee? Wieso kann ich nicht schlafen?

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Mein Gott, da ist aber eine sauer. Ich bin bekenennder TV-Junkie, kein Zimmer ohne Antennenloch, sogar das Bad hat eines (ich seh' noch das unglaeubige Gesicht des Bauleiters, haha).

Jo mei, sagt man in Kofferschinderkreisen, jo mei! Das haben wir eben. Da sind wir nicht stolz drauf, das hat man halt. Das ist eben die kuenstliche Gegenwelt. Die muss man irgendwie kennen, sonst kennt man die Welt, den Gesichtskreis, die Aufregungsebene der anderen nicht. Also man kennt sie dann ansatzweise, weil ganz, wirklich ganz bis zu ende sieht man nichts. Halt, stimmt nicht: die Nachrichten, inklusive Lokales, werden doch geguckt. Meine letzte Tatortsichtung faellt allerdings ins spaete Cambrium.

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Eine Ausnahme gibt es allerdings. Dafuer schaeme ich mich richtig, echt mit roten Ohren: Freitags sitze ich mit Ginevra, meiner Gespielin in der Wanne. Dann wollen wir anhand des treibenden Badeschaums die Wegnersche Theorie der Kontinentaldrift diskutieren, kommen aber nie dazu-weil, wir gucken Jauch. Jau, Jauch. Schuld daran hat aber das deutsche Verlagswesen. Ja das wird gerne unterm Deckel gehalten, denn wenn es wasserfeste Buecher gaebe, wuerden wir uns ganz, ganz sicher Gehaltvollerem hingeben. Sind wir sicher? Na, dann fragen wir mal das Publikum...

Daniela

25. Januar 2010, 06:10

Na, das nenn ich mal 'ne hohe Deckungsgleichheit. Mir geht es in fast allen Punkten genauso. Die Fernsehlosen haben keinen Seltenheitswert mehr. Und: Arte-Sendungen guck ich trotzdem ab und zu, dann aber eben online. Der Player ist zwar winzig, aber das stört mich nicht. Das Argument meiner Vorrednerin von wegen leuchtschwacher Laptop kann ich überhaupt nicht teilen. Ich hab noch einen 24'' Monitor, wenn Leute dabei sind, nehm ich den zum Filme gucken, ansonsten reicht mir der Laptop. Ich gucke schon sehr gerne Serien und Spielfilme und bin mittlerweile durch DVDs echt verdorben, was die Sprache angeht. Ich mag amerikanischen Kram absolut nicht mehr in der übersetzten Version. Und: ich will gucken, wann ich will, nicht wann etwas im Programm ist.

zonebattler

25. Januar 2010, 07:15

http://www.zonebattler.net

Gerade Fernsehspiele sind ein Argument für das Behalten des Bildschirmes, vor allem dann, wenn sie aus den 1960ern bis 70ern stammen und mit der weiland ersten Garde der deutschen Schauspielerschaft besetzt sind (Klaus Schwarzkopf, Karl-Michael Vogler, Wolfgang Kieling, Horst Frank u.v.a.). Die habe ich mir von meinen Betamax-Bändern ins Digitalzeitalter hinüberretten können (ebenso wie die surrealistisch Bluebox-effektbeladenen Märchen-Verfilmungen vom "Feuerroten Spielmobil") und wollte sie nicht missen.

 

Nämliches gilt für den Fundus der Kirch'schen UNITEL-Opernfilme, allen voran die wunderbaren Jean-Pierre-Ponnelle-Inszenierungen. Auch die Joseph Roth-Verfilmungen ("Die Rebellion" mit Josef Meinrad, "Das falsche Gewicht" mit Helmut Qualtinger) wollte ich nicht auf einem PC-Monitor goutieren.

 

Der TV-Besitz ist für mich daher auch ohne eine Leidenschaft für Trash hier oder arte da zu rechtfertigen, und der verantwortungsvolle Umgang damit (Stichwort "Medien-Kompetenz") läßt sich lernen. Der Suchtgefahr begegnet man bei latenter Disposition durch die Anschaffung eines reinen Monitors bzw. der Abschaffung der vorhandenen Settop-Box(en) mit TV-Tunern drin: Wenn man nur Konserven gucken kann, stopft man auch keinen unerwünscht servierten Müll in sich hinein...

Rosinante

25. Januar 2010, 08:22

Andrea Diener, vielen Dank für diese sympathische "Kriegserklärung". Das "Arte"-Argument ist ja nicht nur ritualisiertes Geplauder, sondern ein konstruierter Gedankenbrei, der in Suchtabteilungen psychiatrischer Kliniken zum Alltag gehört. Dass dies in medizinisch  nicht-pathologischer Dosis inzwischen zum festen Bestandteil im geisteswissenschaftlichen Bereich deutschsprachiger Hochschulen geworden ist, kann allerdings erschrecken. Aber dies berührt auch das Ampel-Porsche-Problem. Und bitte nicht Böse werden, ich habe nicht einmal einen Fiat.

Don Ferrando

25. Januar 2010, 09:00

Also ich schaue hauptsächlich Rosamunde Pilcher, Inga Lindström und oft die ZDF-Telenovelas. Etwas 3sat, arte und Einsfestival, Raiuno und BBC, also ÖR.

Aber kaum private und davon nie RTL!

Trichloranisol

25. Januar 2010, 09:02

Danke, Frau Diener.

Ich würde ja gerne behaupten, meinen eigenen TV-Verzicht aus intellektuell-ästhetischen Gründen entschieden zu haben. Seinerzeit gab aber ganz schnöde das technischen Verenden der Flimmerkiste den Ausschlag. Vermisst habe ich den Bildkasten seither nicht.

Und auch die Arte-Themenabende sind kein zugkräftiges Argument mehr für den Fernsehkauf: Neulich einen auf Reise im Hotel zu sehen versucht, angesichts der lauwarm aufgegossenen Mischung alter Dokumentationen doch lieber mein Buch weitergelesen.

@ Dani: iMac, 24 oder 27 Zoll: Leise, brillant, schick, voll DVD-tauglich und bisher noch von der öffentlich-rechtlichen Zwangsabgabe in voller Höhe verschont. Warum er als Radio bezahlt werden muss, hat sich mir bis heute noch nicht erschlossen.

Marc

25. Januar 2010, 09:11

http://verwickeltes.wordpress.com

Ich habe einen 22-Zoll-Computer-Monitor mit S-Video-Eingang, da könnte ein Signal vom DVD-Player rein. Große Bilder ohne Empfangsgerät sind kein Problem.

Nur wie bekomme ich mit, welche Serien so gut sind, dass man sich die DVD holen sollte?

(Bei mir steht ein Fernseher, 2005 war er mal für ein halbes Jahr kaputt, in der Zeit viel mir auf, dass die Fernsehnachrichten - auch ARD und ZDF - sehr reißerisch wirkten.)

Sammy

25. Januar 2010, 09:12

http://www.webdirekt-online.de/

Ich besitze nun seit drei Jahre keinen eigenen Fernseher mehr. Das deutsche Fernsehen besteht nur noch aus überzogen langer Werbung, SMS-Abos, Klingelton-Charts und noch viel schlimmer: die nachmittaglichen "Reality"-Shows, die real wirken sollen, aber völlig gestellt, übertrieben und absolut unnötig sind. Es ist wirklich kein bloßes Gerede mehr, wenn Leute sagen, dass Fernsehen verblödet. Wer sich sowas täglich anschaut, steigert seinen IQ gewiss nicht. Ich bin jedenfalls froh, davon nichts mehr mitbekommen zu müssen. Einzig um die Fußball Bundesliga tut es mir leid.

Barocke Hörerin

25. Januar 2010, 09:15

Selbst die Arte-Themenabende fangen inzwischen meistens erst am späten Abend an. Vorher muss offenbar unbedingt noch irgendein ein alter Hollywood-Schinken gezeigt werden - auch Arte schielt jetzt auf die Quote. Ich habe mich zunehmend aufs Radio verlegt, notfalls auch übers Internet ("notfalls" wegen der schlechteren Klangqualität). Der Schweizer Sender DRS 2 sendet zum Beispiel ein hervorragendes und unterhaltsamesKulturprogramm. Der Fernseher bleibt aber trotzdem: Wenn es mir nicht gut geht, kann ich dort Sendungen wie "Eisenbahnromantik", "Kunst und Krempel" oder "Zu Tisch in..." anschauen, die ich auf Vorrat aus dem Programm pflücke und für schlechte Zeiten auf meinem Rekorder bunkere. Da blinkt und dröhnt garantiert nichts. Was den Tatort angeht: Aus Nostalgiegründen schalte ich den immer mal wieder ein, komme aber über 15 bis 20 Minuten nicht mehr hinaus, so sehr langweilt mich das. Unterm Strich würde ich die Glotze als leichte Droge einstufen, die mir manchmal über eine bestimmte Art der Erschöpfung hinweg hilft - nicht mehr und nicht weniger.

P.Seudonym

25. Januar 2010, 09:21

Na ja, man könnte Ihren Beitrag auch auf einen Satz verdichten: Mit den Bildschirmen wurde auch das Programm immer flacher, woraus Sie die Konsequenz zogen.

Holzi

25. Januar 2010, 09:30

http://PhantaNews.de

Ich habe zwar den Fernseher ab- aber dafür einen Beamer angeschafft. Der unschätzbare Vorteil: Hat kein Empfangsteil und ich kann mir meine Flimmerinhalte nach eigenem Gusto zusammenstellen, ohne dafür auf briefmarkengroße Computerbildschirme starren zu müssen. Mal ganz davon abgesehen, dass die nicht so recht sofakompatibel sind. Ansonsten stelle ich viele Kongruenzen fest. amerikanische TV-Serien nur noch im Original, weil ich mich im Deutschen über die Verstümmelung und inhaltliche Verfälschung fast totärgere (das gilt sehr ähnlich übrigens auch für Bücher), außerdem finden viele wirklich coole Dinge gar nicht den Weg auf deutsche Sender. Und wenn, dann von Werbepausen durchtränkt. Deutsche Filme, Serien und Fernsehspiele gehen auch (fast immer) nicht, ich konnte es oft nicht so recht festmachen, woran das liegt, aber oben fand ich dann wohl die Erklärung.

Reiterjunge

25. Januar 2010, 09:45

Ja, ich habe noch einen (Röhren-) Fernseher.

Einmal im Monat zappe ich dann auch mal sinnfrei die Senderliste rauf und runter.

Dann ist es auch mal ganz nett bei einem guten Spielfilm hängenzubleiben.

Immer öfter bleibt der Fernseher aber aus.

Mit den ganzen Serien einschließlich Tatort kann man mich jagen.

Nachdem ich ARTE in der Liste des Satellitenreceivers auf Platz dreihundertdingenskirchen wieder gefunden habe, sehe ich mir auch tatsächlich manchmal die Themenabende an.

.

Fazit: Ich brauche ihn nicht, es ist jedoch schön das er da ist.

Das Internet verdrängt bei mir immer mehr den Fernseher und auch die Printmedien.

BlackJack66

25. Januar 2010, 09:48

http://walkinginboots.blog.de/

Sehr weise Entscheidung, sich dem Terror des TV's zu entziehen. Ich bin der festen Überzeugung, dass das TV nur noch der Verblödung der Massen dient. Fernsehen ersetzt zu 99% das Denken, leichte Kost fürs Hirn, das sich dadurch ans Hirn Junkfood (Fast Food) gewöhnt und schwere Kost nicht mehr mag. Seit Dezember habe ich auch kein TV mehr. Ich gebe zu, zu Anfang hat man sich Tantalus gemäß noch selbst gequält und in TV Programme geschaut, ob es nicht doch etwas gutes gibt. Doch es geht auch ohn und ja es ist ein Zeitgewinn und ein Sozialgewinn. Den Tatort - zumindest den aus Münster und München - schaue ich inzwischen bei Freunden. Danach quatschen wir noch über den Film und ich gehe wieder heim. Der letzte Tatort aus Frankfurt war ebenfalls sehr gelungen, da freut man sich dann mal auf fernsehen. Ansonsten geniesse ich die Ruhe und die Stille, eine mächtige Emotion und Situation. Schade, dass so wenige das noch zu schätzen wissen.

Till

25. Januar 2010, 10:15

'Deckenfluter für Leute, die ihr Licht nicht zum Lesen brauchen'

Liebe Frau Diener, das sehe ich ganz andes. Meine Wohnung ist 'halogen palace' und ich des Stromversorgers bester Kunde, weil allenthalben Deckenfluter für Licht sorgen, gerade um in jeder beliebigen Ecke gut ausgelechtet lesen zu können. Meine Eltern hatten für sowas noch Neonröhren indirekt an allen Wänden. Deren Licht war etwas kälter, aber der Anspruch derselbe. Nichts ist schlimmer als die aufs Papier gerichtete Funzel über die Schulter mit Schlagschatten und blendenden Reflexen auf dem Papier. Ansonsten völlige Zustimmung. In der Hölle werden Textbeiträge mit 'Musik' unterlegt. Weswegen auch die meisten neueren Hörbücher unerträglich sind.

Andrea Diener

25. Januar 2010, 10:16

Dani und andere, der DVD-Player ist ein älterer Henkelmac, der seine Aufgabe ganz wunderbar erfüllt. Außerdem hält er von allen angeschafften DVD-Playern des Haushaltes bislang am längsten. Er ist an die Stereoanlage und einen nicht ganz kleinen Monitor angeschlossen, auf dem man wunderbar mit Vollbild gucken kann. Das ist wie ein Fernseher, man braucht dafür kein Empfangsgerät.

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Filou, mit bekennenden Junkies kann man wenigstens reden, das ist schon mal besser als diese Arte-Ausweichler. Ich habe keine Wanne, nur eine Dusche, daher komme ich im Bad nie in Verlegenheit, wasserdichte Unterhaltung zu suchen. Überhaupt fehlt mir die Zeit und die Gelegenheit. Zeit, die so tot ist, daß ich sogar Fernsehen in Kauf nehmen würde, um sie noch töter zu schlagen, die hab ich nur unterwegs. Dafür wurden dann aber iPod und Autoradio erfunden. Und zu Hause habe ich eigentlich immer besseres zu tun.

Andrea Diener

25. Januar 2010, 10:40

zonebattler, jedes Mal, wenn ich Fernsehdokumentationen aus den 60ern oder 70ern begegne, gibt es dieses Aha-Erlebnis: Haben die sich eine Mühe gegeben! Haben die sich eine Zeit genommen! Was einmal einstündige Sendungen wert war, wird heute im Fünfminutentakt durchgewunken. Es verschnipselt. Und ich finde Schipsel unterträglich, weil ohne jeglichen Nährwert. Wenn ich was sehen will, dann eine Stunde, zwei Stunden am Stück. EWG-Format mit halbstündiger Überziehung. Und das gibt es nur noch zu Hause, wenn ich mein eigener Programmdirektor bin.

.

Rosinante, bis vor zwei Jahren hatte ich nicht einmal einen Führerschein – ich bin Ihnen daher alles andere als böse. Aber so ganz ohne Geschwindigkeit im Leben existiert es sich doch arg archaisch. Daher entscheid ich mich für die räumliche Geschwindigkeit und ließ die Flimmerei weiter außen vor.

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Marc, zum Serien mal angucken gibt es böse, dunkle Kanäle in diesem Piratensumpf namens Internet. Wenn es gefällt, geht es auf DVD weiter. (So zumindest, nachdem die Videothek hier dicht gemacht hat, vorher war auch leihen noch eine Option.)

rupsk0

25. Januar 2010, 10:40

Einen Computer, ein hochwertiges LCD Panel (ohne Empfangseinheit) und eine HiFi Anlage sind doch alles, was man braucht, um sich mal einen gepflegten Film anzusehen. Fernsehen ist für die Unterschicht und für Voyeure.

Auch ein Besuch im Kino ist eine brauchbare Alternative. Oder gar ein Buch!?

Andrea Diener

25. Januar 2010, 11:00

Till, dann werde ich aus Ihrer Wohnung vermutlich rückwärts wieder rausfallen, falls ich jemals in Verlegenheit komme, sie zu betreten. Halogen macht mich fertig. Ich habe eine alte Bibliothekslampe, die der Reisebegleiter auf dem Dachboden fand und irgendwie nicht mehr brauchte, da gibt es keinen Schlagschatten und nichts blendet. Bibliothekslampen sind wirklich ziemlich ideal, man könnte sagen: Zum Lesen wie extra dafür erfunden. (Ansonsten natürlich auch Zustimmung. Musik ist Musik und keine Soße zum Spracheertränken.)

.

Barocke Hörerin, ein kluger Umgang, den Sie da pflegen. So erschließt sich mir das auch.

Till

25. Januar 2010, 11:23

Als bekennender Lichtfanatiker ist mir das Problem bekannt. Immer wieder klagt Besuch über die Lichtfülle in meinen Räumen und obs nicht auch weniger grell,  ergo gemütlicher ginge. Dann wird abgeschaltet, bis es genehm ist. Gemütlich kann ich aber nicht so recht. Bei der Arbeit leuchtet mir eine Fortuny in den Nacken (www.fashionstylebeauty.de/fortuny-stehlampe.html), die gibt viel schönes weiches Licht und ist gut gegen die Winterdepression. Bibliothekslampen sind toll für die Arbeit am Schreibtisch, aber in meiner Freizeit wandere ich von einem Sesel zum nächsten in lesender Peregrinatio.

Frau Waldwuff

25. Januar 2010, 12:11

Unser Fernseher ist 20 Jahre alt.

Wenn er hoffentlich demnächst "die Hufe hochmacht" wird er nicht mehr ersetzt werden.

Warum wir ihn nicht auf den Müll werfer? Weil er noch nicht kaputt ist.

Und damit dieser Zustand schneller herbeigeführt wird, sehen wir jeden Tag auf diesem Teil 15 Minuten Tagesschau (die man natürlich auch als Stream am PC sehen könnte) und legen in unseren DVD-Player zur Freude unseres zweijährigen narßistisch veranlagten Sohnes regelmäßig die DVD über sein erstes Lebensjahr ein (die von seinem 2. Lebensjahr ist noch nicht fertig.)

Vermutlich wird so dieses häßliche Teil (der Fernseher, nicht unser Sohn) hundert Jahr alt, was ich mir aber natürlich auch für unseren Sohn wünsche.

Göttinger

25. Januar 2010, 12:28

Ich besitze einen Fernseher, einen Flachbildschirm, der allerdings so klein ist, dass immer wieder Gäste, die zum ersten Mal in mein Wohnzimmer kommen, fragen, warum ich denn meinen Computer (-Monitor) im Wohnzimmer stehen hätte.

Auf diesem Fernseher schaue ich immer weniger. Früher habe ich eigentlich sehr häufig in der Woche um 20 Uhr den Fernseher eingeschaltet, Tagesschau gesehen und mir dann den erträglichsten (möglichst europäischen) Spielfilm auf einem Sender ohne Werbeunterbrechungen ausgesucht. Mittlerweile nerven mich Spielfilme aller Art, das ganze Medium Fernsehen geht mir zunehmend auf den Geist, ich kann mich darauf nicht mehr konzentrieren, es macht mich nervös und langweilt mich zugleich.

Arte fand ich schon immer blöd, zu gewollt irgendwie.

Stattdessen mag ich die typischen Phoenix-Reportagen (wenn sie sich nicht gerade mit dem Klimawandel beschäftigen wie im Moment jede zweite...).

Früher habe ich nun also viele (primär deutsche) Spielfilme gesehen und gerne Reportagen auf Phoenix (niemals n-tv oder n24 o.ä.).

Mittlerweile schaue ich eigentlich gar kein Fernsehen mehr und bin endlich wieder glücklicher Abendleser. Nach einem Tag am Schreibtisch ertrage ich es endlich wieder, auch in der Freizeit exzessiv zu lesen (wenn auch fast nur Belletristik).

.

In der letzten Woche habe ich nun aber gemerkt, dass das Fernsehen doch für eine Sondersituation nicht verzichtbar ist: wenn ich krank bin. Ich lag mit schwerer MagenDarmInfektion darnieder und war zu schwach und matschig im Kopf, um irgendetwas zu lesen. Ich konnte nicht mal Zeitschriften durchblättern. Ich war aber auch zu fertig, um schlafen zu können. Und ich muss sagen: Fernsehen war ein perfekter Zeitvertreib!

Irgendjemand

25. Januar 2010, 12:36

Mir erschließt sich das Dilemma einfach nicht, wenn man  von den Problemen bei der Wohnzimmergestaltung absieht. Da steht eine Kiste rum, die man gut für DVD nutzen kann. Einmal im halben Jahr bringt VoxSatEinsProSiebenKabel dann doch einen guten Spielfilm, und GEZ-Gebühr ist wegen des PCs ohnehin fällig. Also.... was ist am Fernseher per se schlecht?

Die Arte-Themenabend ist natürlich inhärent verlogen, da brauchen wir nicht zu diskutieren - aber kognitive Dissonanz tritt doch in vielen Ausprägungen auf.

miner

25. Januar 2010, 12:58

Till, ein prima Konzept :-) Halogenbeleuchtung hält erfolgreich Mitmenschen fern & Deckenfluter eignen sich vorzüglich zum Sammeln von Insekten aller Art ( manchmal knackt & raucht es sogar, wenn so eine gemeine Hausfliege wegbruzzelt )

Barocke Hörerin

25. Januar 2010, 13:02

Was ich allgemein schwierig finde, ist von der Fixierung aufs Sehen, auf Bildschirme und Monitore wegzukommen. Manchmal, wenn ich mir ein Hörspieloder Hörbuch zu Gemüte führe, ertappe ich mich dabei, wie meine Augen suchend umherirren - wohin schaut man bloß, wenn man "nur" hört?

Ingolstaedter Geisterfahrer

25. Januar 2010, 13:02

http://www.logstoff.com

Liebe Andrea Diener,

2010 hat just begonnen, Ihr Artikel gehört bereits zu den Favoriten des Jahres. Chapeau!

Vermisst habe ich jedoch Ihre Einstellung zum Thema 'Gebühreneinzugzentrale'. Der Zuschauer ist heute ein von Süßem übersättigtes Kind, früher gab es hin und wieder ein Zuckerl. Heute frißt der Zuseher das ganze Packerl, und wenn das leer ist, dann den restlichen Inhalt des Presentkorbes. Kann man der GEZ einen Vorwurf machen?

Booooster

25. Januar 2010, 13:25

Endlich! Danke!

Ich bin doch nicht allein. Um mich herum Leute, die Fernsehen "entspannend" finden. Kann ich nicht. Ich finde: es ist grenzdebiles für Grenzdebile, und es beleidigt mich als Zuschauer.

Und was mich schockiert: Selbst angeblich gebildete Eltern parken ihren Nachwuchs schon frühmorgens vor der Scheibe (Kultupessimismus, ich weiß).

Filou

25. Januar 2010, 13:30

Barocke Hörerin, das ist ganz einfach: man beschafft sich ein paar drahtlose Kopfhoerer (iPod geht auch), begibt sich in den Garten und schneidet Rosen, oder zupft hier und da ein Unkraeutlein.

In Ermangelung von Garten: Schoene, dicke Coffetable-Books mit tollen Bildern. Wenns geht, passend zum Vorgelesenen.

nurmalsozwischendurch

25. Januar 2010, 13:43

Wie überall im Medienbereich muss man sich die wirklich guten Rosinen herauspicken, und das ist halt etwas mühsam. Ansonsten, Andrea, dürfte ich ja - Deiner Logik folgend - auch keine FAZ mehr lesen - weil es die Superillu, Frau im Spiegel etc. gibt. Ich dürfte keine guten Bücher mehr lesen - weil es auch Schundromane gibt usw. usw.

Wie lustig: Man stelle sich vor, jemand würde mal sagen: Ne, ich habe aufgehört Bücher zu lesen, die sind doch heutzutage nur noch blöder Mist....

Till

25. Januar 2010, 13:57

miner -

mein Besuch ist hartnäckig und sieht mir sogar das Flutlicht nach. Als alter Goethe-Schüler weiß ich eben, daß 'Mehr Licht' nie verkehrt sein kann. Und an die knisternde Fleischeinlage hat sich mittlerweile selbst die feine Nase meiner Hunde gewöhnt - Sie ahnen ja gar nicht, was da manchmal für Brummer ins Netz gehen.

Jetzt scheint draußen  leider die Sonne  und durchflutet die Zimmer, aber der Abend naht und mit ihm die Entfachung des elektrischen Feuers: Ich kann es kaum erwarten!

Andrea Diener

25. Januar 2010, 13:58

Göttinger: die Schlußfolgerung, Fernsehen ist was für Kranke, ist ja nun auch nicht gerade etwas, was für diese Angelegenheit spricht.

.

Iregendjemand, das ist kein Dilemma, in dem ich Entscheidungshilfe bräuchte, das ist ein Text aus der Gattung "Rant".

.

Barocke Hörerin, deshalb sind Hörbücher wohl so beliebt bei Autofahrern. Zum Einschlafen übrigens auch prima, wenn es keins dieser stressigen Hörbücher ist. Besonders empfehlenswert bei nächtlicher Unruhe: Thomas Mann liest Thomas Mann.

Leserin

25. Januar 2010, 14:12

Danke nurmalsozwischendurch!

Ich füge das Internet dazu !

Was man da so manchmal liest, auweiha !!!

Das übertrifft das Fernsehen an Trivialität

und Schund manchmal (nicht bei den FAZ blogs) bei weitem.

Andrea Diener

25. Januar 2010, 14:12

nurmalsozwischendurch, man darf ja alles. Und es ist ja auch keine Logik, die hier im Spiel ist. Es ist die tiefe Abneigung gegen ein Medium, das mich bitterlich enttäuscht. Eine gescheiterte Beziehung, wenn Sie so wollen.

.

Geisterfahrer, die GEZ belästigt mich nicht mehr mit monatlichen Nachfragen, seit ich es aufgegeben habe, schriftlich mit denen zu verkehren. Ich habe einmal dort angerufen und telefonisch meine Meinung zu Protokoll gegeben, seitdem ist Ruhe.

Ariadne

25. Januar 2010, 14:21

@ A.D. Schöner Beitrag und so wahr. Ich habe auch keinen Fernseher mehr, sondern eine stetig wachsende DVD-Sammlung bestehend aus amerik. + brit. Serien, Klassikern des film noir und alten Western. Auf deutsches Produktionen reagiere ich mittlerweile mit Hautausschlag. Immer dieselbe Laienschauspieltruppe, wahlweise in irgendwelchen Schmonzetten bzw. dem, was deutsche Fernsehmacher für Komödien halten oder diesen nervigen "das ist das wahre, harte Leben"-Betroffenheitsfilmen, bei denen die Moralsoße förmlich aus dem Fernseher läuft. Meist sind die Darsteller auch noch missgelaunt und sehen ungepflegt aus. So was muss ich nicht sehen.

Was die Hörbücher betrifft - zum Einschlafen hervorragend geeignet ist Pu der Bär - beruhigend, witzig und Herr Rowohlt liest so schön. Das wird nur noch getoppt durch das Silmarillion auf Englisch, da bin ich regelmäßig nach 10 min weg (bei Herr der Ringe (BBC) dauert es länger, aber auch ein tolles Hörspiel). Zum Einschlafen nicht zu empfehlen: Grangé-Reißer, gelesen von J. Kerzel, da höre ich auch schon mal bis 3.00 Uhr durch.

Irgendjemand

25. Januar 2010, 14:23

"Es ist die tiefe Abneigung gegen ein Medium, das mich bitterlich enttäuscht."

Da liegt wahrscheinlich der Hase im Pfeffer begraben: Ich bin vermutlich zu jung, um die Wörter "Qualität" und "Fernsehen" gleichzeitig nennen zu können. ;-)

Fernsehen ist: Gute Filme suchen, meistens nichts finden, Tagesschau kucken um die eine Seite zu kennen und The Simpsons. Wenn man nicht mehr erwartet, kann man nicht enttäuscht werden.

Barocke Hörerin

25. Januar 2010, 14:38

Nee, wenn ich ein Hörbuch höre, will ich ein Hörbuch hören. Keine Rosen schneiden nebenbei, kein Auto fahren und auch nicht einschlafen. Solgane es draußen hell ist, geht es, dann schaue ich durch das Fenster auf - im Moment - schneebestäubte Bäume. Aber was mache ich am Abend? Stumpf auf die Gardinen starren? Auf den schwarzen Fernsehbildschirm? In eine Kerze?  

@ Filou: Was ist ein Coffetable-Book?

@ Frau Diener: Was Sie bloß immer gegen Thomas Mann haben! Zugegeben: Vorlesen konnte er nicht so gut, dafür um so besser schreiben. Seine Sprache ist so nah an der Musik, wie Sprache nur sein kann - gibt es ein größeres Kompliment?

muscat

25. Januar 2010, 14:51

Also, ich gucke immer nur Kaminfeuer im Fernsehen.

B.A.H.

25. Januar 2010, 15:08

Noch nie hat mir jemand so einleuchtend erklärt, weshalb ich "Tatort" hasse und seit x Jahren nicht mehr gesehen habe. Der letzte und schlimmste aller Hauptdarsteller, an den ich mich noch erinnere - deshalb das x -, war Götz George. (Hieß der so? Der immer so geprustet hat vor Eifer, darzustellen?) Aber warum beim Tatort aufhören? Die Nachrichtensprecher, bei denen man immer Angst hat, sie versprechen sich! Dito die Innen! Dieser ewige gewinnende Ernst! Und, und...

Nur zwei Sachen: So ein Blog ist, unter uns, auch nichts anderes als eine Talkshow; und es gibt nichts Angenehmeres als ein, zwei Stunden CNBC an Tagen, an denen die Wall Street wieder mal ärschlings ur Hölle fährt.

Vor allem aber: achten Sie nicht den Einsamkeitsfaktor zu gering! Als "praktischen Scherz" hat einer (er hieß Michael Schwarze) gegen Mitte Dezember einmal eine Nachricht lanciert mit der Überschrift: "Weihnachten ohne Fernsehen", wonach die Anstalten diese paar Tage Sendepause halten wollten, damit (und nun kommt alles, was dann immer als Predigt kommt und mit "endlich einmal" beginnt): "mit den alten Menschen sprechen", "mit den Kindern zusammensitzen", "ein gutes Buch lesen", "ein bisschen innehalten", "so richtig in der frischen Luft wandern" und endlos weiter. Was meinen Sie, was da los war...  

In GB haben die Scheidungsanwälte nach Weihnachten Urlaubssperre, weil dort zu viele Leute das Fernsehen ausschalten.        

Ansonsten traue ich, in der Tat, keinem, der sagt, er fernsehe nur Arte, und selbst das nur ab und zu.  

Besucher

25. Januar 2010, 15:41

Aber Frau Diener, eine Sendung von früher haben Sie sicher vergessen: Kalk im Turm mit dem unvergesslichen Brillendreher Erich Böhme sel. Dort galt bei gemächlichem Tempo Bourdieus Satz aus "Über das Fernsehen": Es gibt eine Beziehung zwischen der Zeit und der Qualität der Gedanken. Sie ist indirekt proportional.

Arteverächter

25. Januar 2010, 16:14

Ich weiß nicht, was man an Arte gut findet.

Allein diese besch.... Trailer am laufenden Band.

Zwischendurch die Sendung ebefalls durch Filmen von Blättern im Wind unterbrochen, nein, geradezu ersetzt.

In 45 min. kommen 5 min. echte Information rüber.

Ich finde das quälend. Wenn man schon den Intellektuellen markieren will, dann vielleicht schwedische Filme im Originalton.

Andrea Diener

25. Januar 2010, 16:42

Ariadne, Pu der Bär ist in der Tat wunderbar zum Einschlafen. Vieles anderes, was Harry Rowohlt liest, artet ja mitunter in schlimmes Gekicher und nächtliche Hysterie aus. Und alle diese Hörbücher funktionieren auch ohne Klangteppich.

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Übrigens auch Thomas Mann. Ich finde den gar nicht so schlimm, ich kriege nur nie sonderlich viel davon mit, weil ich immer wegdämmere.

Filou

25. Januar 2010, 17:06

Barocke Hörerin, Coffetable-Book= Praechtiger Bildband, meistens beommt man die geschenkt. Haben Sie ganz sicher auch. Mein letzter ist "Die Welt von oben",

von Yann Arthus-Bertrand. Wirklich eine passende optische Begleitung, selbst wenn harry Rowohlt liest.

Filou

25. Januar 2010, 17:10

Bei Grippe und 38.7 Grad Fieber sind zum Wegdaemmern auch die Flugzeugtraeger-Dokumentationen von N-24 geeignet. Manchmal besuchen sie auch eine Wurstfabrik, das ist dann mehr 'was fuer Darmgrippe.

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Genug gescherzt.

fridericus

25. Januar 2010, 17:13

Ist Arte für rechtfertigungsbedürftige TV-Besitzer so etwas Ähnliches wie der Notfall für "Handy"-Eigner?

Andrea Diener

25. Januar 2010, 17:55

Filou, die N-24-Dokumentation über den Rekordversuch zur längsten Wurst der Welt ereilte mich in einer Autobahnraststätte. Ich war praktisch wehrlos. (Habe mir dann aber vorgenommen, einmal einen Beitrag über die Zumutung Autobahnraststätte zu schreiben. Bislang, wie Sie wissen, nicht verwirklicht.)

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Besucher, noch mehr Männer beim Denken: Internationaler Frühschoppen.

Filou

25. Januar 2010, 18:02

Frau Diener, die Raststaette kann warten. Viel mehr Ding und Dinglichkeit waere die Nasszelle (Calvinistischer Hygieneraum oder Refugium fuer Lustmolche).

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Garantiert 20 Kommentare von  mir.

Ariadne

25. Januar 2010, 18:04

Das ist alles nichts gegen die Dokumentation über die Essgewohnheiten in Thailand und Laos. Die frittitierten Wasserkäfer, Heuschrecken und Raupen hat mein armer Freund (er hat einen Fernseher) noch ertragen. Als aber jemand in eine riesige, frisch geröstete Spinne biss, verließ er fluchtartig den Raum... Seitdem darf ich kein N24 mehr einschalten.

Göttinger

25. Januar 2010, 18:13

Ich kann ja mal versuchen, meine GEZ-Gebühren bei der Krankenkasse einzureichen.

@Filou: stimmt, bei Krankheit geht sogar N24!

Rosinante

25. Januar 2010, 18:43

Andrea Diener, Archaik: Gott behüte. Ich benutze eine elektrische Zahnbürste, maile wie ein Weltmeister und blogge in der FAZ. Und kein Wort gegen die Faszination der Geschwindigkeit. Mit einem Lancia (aber klein) habe ich gegen einen starken Japaner schon ein Rennen (Werktags) über den Julier-Pass hinter mir und kam als hervorragender Zweiter in Silvaplana an. Und das Wohlgefühl beim Start einer Maschine, die den Boden verliert und das Fahrwerk einfährt, teilen wir freudig.

Filou, wie Frau Diener richtig bemerkte, sind Sie als TV-Junkie von fast jeder Kritik amnestiert. Aber die Idee mit der Nasszelle (mit Günther Jauch) ist nicht ohne Risiko. Bitte bedenken Sie den toten Marat in der Badewanne, die Blutspur bei Hitchcock oder die Ente bei Loriot. Ich bitte diesbezüglich um Ihre geneigte Überprüfung.  (PS. danke für Lully)

zonebattler

25. Januar 2010, 18:59

http://www.zonebattler.net

 

@nurmalsozwischendurch:

 

Ich breche hiermit eine Lanze für die von Ihnen geächtete SUPERillu: Die schräge Ostgazette hat in sehr verdienstvoller Art und Weise in den letzten Jahren so gut wie alle DEFA-Filmklassiker als Heftbeilage äußerst preiswert unters Volk gebracht!

 

EUR 2,99 mögen viel erscheinen für ein Bündel Buntpapier zum Schuhe ausstopfen, aber der enthaltene Silberling war jeweils ein Mehrfaches wert! Die Ausgaben mit "Die Abenteuer des Werner Holt", "Der Untertan", "Ich war Neunzehn" habe ich gleich im halben Dutzend erworben, um die DVDs extrahieren und verschenken zu können. Ferner stehen dank der SUPERillu "Die Spur der Steine", "Die Legende von Paul und Paula" und noch diverse andere Feinkost-Spezialitäten Babelsberger Provenienz bei mir im Regal, von einem Dutzend Märchenfilme nicht zu reden.

 

Auch hier gilt also wie überall: Alles hat seine zwei Seiten und auch im Seichten findet sich zuweilen das Tiefe...

Filou

25. Januar 2010, 19:14

Rosinante, ueber die Sache mit Marat dachte ich gerade nach, waehrend ich kommentiere, Essen zubereite, Nachrichten in der Glotze glotze.

Die Ueberlegung war mal tatsaechlich, das Bad in der Art des Hospital von Charenton zu gestalten. Es fehlte mir leider die Expertise. Ausserdem: A bissel frivol muss es schon sein, also nichts Nachrevolutionaeres.

Filou

25. Januar 2010, 19:22

Rosinante, was glauben Sie, wie meine frischerworbene Ginevra schauen wuerde, wenn ich ihr sagte: Mach mich zum Marat?

Hiwwelhubber

25. Januar 2010, 19:42

... also die "Katze mit Hut" ist tatsächlich vollkommen unterbewertet, vielleicht sollten wir mal einen Fanblog gründen? Alleine schon wegen der göttlichen Puddingbrumse, erinnern Sie sich noch?

Herzl. Gruß Ihr begeisterter HH.

colorcraze

25. Januar 2010, 20:05

@Barocke Hörerin: ich finde, Sie haben es richtig erkannt, wenn Sie sagen, Fernsehen sei ein leichte Droge. Und zwar meist ein Schlafmittel. -

Ansonsten finde ich an Frau Dieners Rant sehr interessant die Bemerkung, daß kein Fernseher haben inzwischen doch etwas verbreiteter ist.

Trouvaille

25. Januar 2010, 20:25

Ich habe mein letztes Fernsehgerät auch nicht mehr ersetzt. Ich habe vielleicht drei Anläufe unternommen, aber jedesmal präsentierte der Saturn die Geräte, indem er auf ihnen Öffentliche-rechtliche und private Sender laufen ließ, und mir fiel auf, dass ich das alles ja sowieso nicht gucke. und für den einen Zapp-abend alle sechs bis acht Wochen lohnt es sich auch nicht.

Außerdem passen die Geräte nicht zu meinen Möbeln, wirklich nicht eines!

Im Kollegen-und Bekanntenkreis geht die Zahl der Fernseher auch zurück, bei Jüngeren Menschen hat das fernsehen so einen Status wie die Bravo - man weiß, es ist dummer trash, aber ist eine zeitlang fasziniert. Ein Sohn traf sich eine Zeitlang mit anderen Philosophiestudenten, um Sportschau und Frauentausch zu gucken.

Vielen Dank für Ihre Anmerkungen zur Tatortsprache! Jetzt weiß ich endlich genauer, warum ich diese Sendungen schon seit langem nicht mehr mag.

Und zum einschlafen oder allgemein zur spätabendlichen Entspannung sind Gartenbücher einfach wunderbar! Ich blättere sehr gerne im Staudenbuch der Royal Horticultural Society - die Taschenbuchausgabe passt auch aufs Kopfkissen. Dummerweise hält man mich jetzt für eine Expertin in Botanik, weil sich mir manche lateinischen Pflanzennamen inzwischen fest eingeprägt haben..

offtopic

25. Januar 2010, 20:54

Wenn wir in unseren Schulaufsätzen von einem 'Fernseher' schrieben, wurde uns das von unserer Deutschlehrerin gnadenlos um die Ohren gehauen. Schlechtes Deutsch, es heisse 'Fernsehgerät'. Bin aber auch nicht in Hessen zur Schule gegangen;-)

Rosinante

25. Januar 2010, 21:38

Filou, im anderen Blog hat HansMeier555 gerade das Bonmot "Der Kavalier erwürgt und vergisst" platziert. Bei frischer Zweisamkeit ist das verfrüht, zudem müsste G. das Geschlecht wechseln, aber dazu gäb's ja Masken. Mit Marat, dem Bad, dem Hospital de Charenton (spielt da nicht das Drama von Peter Weiss) und der vorrevolutionären Frivolität füllen Sie mir den Korb reichlich. Interessant fände ich zu wissen, ab wann man das Bad wirklich mit einem Wasserhahnen einlassen konnte. Für ein Vollbad Napoleons (Premier) mussten -m.W,- noch Kupferkessel auf den Herd gestellt werden. Aber zu diesen wahren Fortschritt (in der Badewanne ist jeder Kapitän/  in jeder Wohnung mit Dusche wohnt heute ein potentieller Napoleon) schweigt ja das TV, welches ich ohnehin nicht habe.

HansMeier555

25. Januar 2010, 21:45

Wenn ich daran denke, wie ernst die Leute das Fernsehen vor 30 Jahren noch genommen haben.

Die Nachrichte, daß es in den USA angeblich 13, dazu noch kostenlose TV-Kanäle gab, wunderte einen sehr. Aber was sich man sich beim besten Willen nicht hätte vorstellen können, ist daß man das Fernsehen schlappe 30 Jahre später als "Rentnermedium" bezeichnen würde.

HansMeier555

25. Januar 2010, 22:07

Zum Einschlafen empfehle ich den Nachrichtenkanal von BBC Radio. Es schläfert schön ein, wenn man alle 15 Minuten die gleichen EReignisse, Interviews und Werbefetzen hört. Und das Englisch wird so auch nicht besser. Am nächsten Morgen schlägt man sein Frühstücksei auf, und weiß nicht, ob man den Unfalltod von Lady Di nun wirklich erlebt oder nur geträumt hat.

Rainer

25. Januar 2010, 22:29

Olympische Spiele stehen ja vor der Tür, die schaue ich mir schon gern im Fernsehen an. Die Eröffnungs- bzw. Schlussfeier der Olympischen Sommerspiele in Peking habe ich zum Teil angeschaut und fand es schon beeindruckend.  Das Feuerwerk, dass die in den Pekinger Himmel geschossen haben, war mit Abstand das beste, dass ich bisher gesehen habe. Ansonsten schaue ich wenig, gerne mal eine Doku auf Phoenix oder einen netten Spielfilm. Tatort als Argument für einen Fernseher kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, ich finde die sowas von sterbenslangweilig. Was ich überhaupt nicht vertrage sind diese Ticker, die z.B. bei N24 oder NTV die ganze Zeit unten am Bildschirmrand laufen, macht mich wahnsinnig.

Filou

25. Januar 2010, 22:48

So ist es nun mal: Gerne nehme ich eine Position contraire zur Mehrheit ein. Schon auf der Schulbuehne spielte ich lieber den Boesewicht, dann den Helden.

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Zu welchem Geschlecht, bitte, meinen Sie sollte G. wechseln?

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Seit ich in Westdeutschland bin begegnen mir Leute, die das Fernsehen verdammen, die Nase ruempfen, das beruehmte Gute Buch vorziehen, das Fernsehen als Zeitverschwendung betrachten und was der Meinungen mehr sind. Lustig: Jeder hat recht!

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Dass Fersehen Bespassung fuer eine grosse Menge Hilfloser ist, mag stimmen. Allerdings sehe ich Fernsehen als eins von vielen Angeboten. Vorhin, waehrend meiner muehevollen und meist maessig erfolgreichen Kochbemuehungen, sah ich einen kurzen Bericht ueber die Katastrophe in Haiti-mit besonderem Augenmerk auf die Situation der elternlosen Kinder. Ich muss sagen, so deutlich und Eindruecklich zu berichten ist nur mit Hilfe dieses Mediums (TV) moeglich. Wer gelernt hat, Medien zu misstrauen, muss wie ein hungriges aber verwoehntes Voegelechen ueber den Muellhaufen der Informationen fliegen, um die paar Koernchen moeglicher Wahrheit zu finden. Ich glaube nicht, das wir hier ueber die inhaltliche Qualitaet der prominenten Printmedien diskutieren muessen. Darueber gaebe es einiges zu sagen. Ich wuerde das gerne. Aber dafuer muesste ich meine Hausaufgaben machen.

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Die heutige Ausgangssituation war die Heuchelei der Fernsehgeraetebesitzer, die (haha) mit ARTE argumentieren, aber diskret, die Hand im Hobbykeller, Top-Model oder aehnliches schluerfen. Bildlich belegt wurde das Ganze mit Fotos der audio-visuellen Vollhoelle eines Fachmarktes.  Recht so! So geht es dort zu. Auch so geht es zu. Aber nicht nur so.

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Man soll mit seinen Fernsehgewohnheiten so umgehen wie man moechte. Garnicht, oder dosiert, oder totalaffirmativ. Man sehe kulturelles, wenn es gegeben wird-und es wird gegeben, man sehe Trash-wer's mag, man benutze es, wie ich, als entspannenden Irgendetwas im Bade...

...eigentlich ist es voellig wurscht.

Dass man davon bloed wird, wenn man nicht das Virus der menschlichen Dummheit bereits in sich traegt, bezweifel ich.

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So, und jetzt stelle ich die Glotze wieder lauter und spiele Kaept'n Zapp.

Andrea Diener

25. Januar 2010, 22:53

Hiwwelhubber, endlich versteht mich einer.

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Trouvaille, ich bin ja ein großer Freund der Acer palmatum-Varietäten. Richtig interessant wird es erst, wenn Sie die alle mit ihren japanischen Namen benennen können. (Mein Acer p. Sango kaku ist letzten Sommer ganz schön geschossen.) Viel nutzloser als der letzte Frauentausch sind solche Informationen auch nicht. Man wird nur leichter in die Sonderling-Ecke geschoben.

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Rosinante, so auf die Schnelle habe ich das auch nicht finden können, würde die Einführung des Wasserhahns aber mal aus dem Handgelenk so grob in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts datieren.

Ægopodium

25. Januar 2010, 23:03

@Andrea Diener

"Und so wurden die Fernseher immer größer und flacher ..."

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Die Geräte haben sich offenbar dem Inhalt angepasst und sind mittlerweile auch superflat. Dokumentationen sind nur noch belanglose Infotainment-Schnipsel, die Nachrichten eine gleichgeschaltete PR-Soße und Filme werden verstümmelt und zur Werbebeilage degradiert.

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"Arte ist auch eine gute Ausrede, noch immer einen Fernseher zu haben, ..."

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Spätestens seit der unsäglichen 'Crazy Horse'-Doku-Soap geht es auch dort wohl in Richtung RTL2-Niveau. Sturgeon's Law bzw. Revelation, wonach 90 Prozent von allem Schrott ist, gilt für viele Dinge, sei es nun Internet, Fernsehsendungen oder Digitalkameras. Man muss halt filtern [1] und sich die Perlen heraussuchen. Eine der wenigen Fernsehsendungen, die ich noch sehe, sind die 'Unter unserem Himmel'-Sendungen von Meinhard Prill. Ich musste dabei schmunzeln, berichtete er am letzen Sonntag doch vom Bauboom am Tegernsee, Luxus-Neubauten am rutschenden Hang des Seeufers und Tiefgarageneinfahrten direkt neben einem Wildbach. Da wird die Tiefgarage zeitweilig wohl nur mit einem Faltboot befahrbar sein. ;-)

[1] Wau Holland (Gründungsmitlied des CCC) in der Datenschleuder Nr. 75: "Zur Zeit von Martin Luther wurde die Schulpflicht mit drei Grundfertigkeiten eingeführt. Rechnen, Lesen und Schreiben. Im kommenden Informationszeitalter ist als vierte Qualifikation Filtern eine zwingende Notwendigkeit. Filtern. Effizienter Umgang mit den Datenmassen. Sei es im Fernsehen, am Computer oder eben auch in Archiven und Datenbanken, ..."

Beobachter

25. Januar 2010, 23:20

"Nurmalsozwischendurch" trifft den Nagel auf den Kopf. Man muss einfach Inhalte differenzieren und auswählen können. Wer in der untersten Schublade der TV-Unterhaltung hängen bleibt, darf das Medium aber nicht verantwortlich machen. Wer den "Aus-Schalter" nicht findet, ebenso wenig.

Aber ja, sie haben völlig Recht, Frau Diener: Man bekommt immer öfter (i.d.R. ungefragt - zumindest habe ich mich noch nie nach TV-Empfangsgeräten in anderen Haushalten erkundigt) mitgeteilt, dass Menschen keinen TV besitzen.

Ich habe sogar mittlerweile den Eindruck, dass dieses Statement ähnlich abgedroschen ist, wie sich über McDonald's und Co oder "BILD" zu mokieren. Mächtig distinguierend...Nicht-Konsum, der aufwerten soll? Ich weiß manchmal nicht ob ich derart Leute auslachen oder bemitleiden soll, die sich durch Aussagen hervortun, die 100% auf der sozial-erwünschten Stromlinie liegen und dies regelmäßig feierlich bekunden. Das ist doch lächerlich (das regelmäßige Ausrufen der frohen Kunde). So eine Aussage hätte einen Neuigkeitswert, wenn mal jemand bekannt geben würde, er habe seinen TV abgeschafft, weil im Internet ohnehin die besseren Pornos kämen.

"Ich schaue übrigens nur noch eine Sendung im Jahr, das ist das dreitägige Bachmann-Wettlesen in Klagenfurt. " Den Satz merke ich mir für die erstbeste Gelegenheit :-)

Andrea Diener

25. Januar 2010, 23:55

Beobachter, das muß man können, aber man muß nicht müssen. Man muß auch nicht verzichten. Man muß gar nichts, weil einem irgendwer erklärt daß das gerade die Haltung du jour ist. Am besten, man macht was man will, und findet eine möglichst originelle Begründung dafür, mit der man Partygespräche auflockern kann, das ist dann wenigstens nicht ganz so abgedroschen.

Denn eigentlich hat man als moderner Mensch nur die Wahl zwischen zwei Haltungen: Mokieren, was irgendwie verkrampft pc claudiarothmäßig rüberkommt, oder gutfinden, was nur mit so einer unangenehmen Art von popkultureller Ironie geht, die mitsamt den 90ern eigentlich überstanden sein sollte.

ilnonno

26. Januar 2010, 00:06

@ offtopic:

Stimmt, es heißt "das Fernseh". Das konnte einem nichtmal an einem bayerischen Gymnasium um die Ohren gehauen werden, weil man es mit Gernhardt, Henscheid etc. belegen konnte.

Andrea Diener

26. Januar 2010, 00:16

(ilnonno, mit Gernhardt belege ich auch immer gern den Sinn, den etwas macht.)

Filou

26. Januar 2010, 00:17

Eine ganz wunderbare, und verblueffende Partybegruendung ist dies hier. Wer damit argumentiert, wird nur Widersacher finden, die man sich muehelos in die Pfeife stopfen kann.

www.dctp.tv

Vor allem deshalb, weil die meistens Menschen zu dessen (Kluges)  Sendezeiten tief in irgendetwas vergraben sind (Bett, Kneipe).

Filou

26. Januar 2010, 00:18

Am Abend beim Fernseh faellt der Vater den Kartoffel aus die Mund.

O.s. Aehnlich.

Rosinante

26. Januar 2010, 06:30

Filou, Gemach, Gemach, Käptn Zapp produziert vielleicht etwas viel Adrenalin. Ihre Erregung ist schon verständlich, aber die gewählte Position des souveränen Users erfordert in der analogen Diskussion das Gleichgewicht eines Spitzensportlers (etwa dem Tennis oder der Formel 1). Weder unsere Gastgeberin noch der Schreibende (kein Tippfehler) wollen Sie bekehren. Aber dies sollte auch in der anderen Richtung funktionieren. Es geht ja um den bewussten, kritischen und -hier liegt ein turning point- selbstkritischen Umgang mit sich, anderen Menschen und den Dingen. Und wenn Sie am Beispiel der TV-Berichterstattung über die Kinder in Haiti als letztem Glied in der Kette dieses Unglücks dessen Qualität behaupten wollen, rücken Sie gefährlich in die Nähe des Arte-Arguments. Und Haiti ist ein Land der vierten oder gar fünften Welt. In der Wohlstandsoase Mitteleuropa werden solche Kinderschicksale tagtäglich produziert, aber dafür interessiert sich kein TV-Junkie. Der oder Die reisen lieber auf Spesen nach Haiti und geilen sich am Elend auf. Mit G. erlag ich offenbar einem Missverständnis.

Rosinante

26. Januar 2010, 06:52

Andrea Diener, danke für den Wasserhahnen-Check. Möglicherweise kam der mit dem Lift (1852 erstmals über 5 Stockwerke). Wobei dies die Wasserversorgung aus dem öffentlichen Netz betrifft, die ich auch ansprach. Wenn ich mich richtig entsinne, gibt es im Schlosspark von Schwetzingen ein Badehaus mit einer Mega-Badewanne (also eine Art Absolutisten-Pool) und einer Armatur. Aber hier musste das warme Wasser zuvor in einem Nebenraum und von Hand in ein Zuleitungsgefäss gekippt werden.

muscat

26. Januar 2010, 08:40

Korrigiere: Kaminfeuer UND Alexander Kluge. Danke, Filou.

Savall

26. Januar 2010, 09:45

Es freut mich außerordentlich, daß ich bei diesem Thema mal kräftig den advocatus diaboli geben kann. Ich liebe Fernseher. Ich hab mindestens aller drei Jahre einen neuen. Zur Zeit ein 42“-Plasma von Panasonic und für „bigger than life“ auch noch einen Projektor. Die Blechkistensammlung neben dem TV würde zartbesaitete Gemüter in den Wahnsinn treiben und dem geschätzten Reisebegleiter wohl wie der Vorhof zur Hölle vorkommen. Und ich gucke Arte, ja tatsächlich, und außerdem 3sat. Nicht als Ausrede, sondern aus Interesse. Der Spielfilm bei Arte am Montag ist meist hochklassig (naja, gestern „Monpti“ ist sicher nicht das beste Beispiel). In der Regel ist dieser Sendeplatz auch die einzige Möglichkeit, aktuelle französische Produktionen zu sehen. Ich lechze schon nach dem 12. Februar, da läuft die rekonstruierte „Metropolis“-Fassung mit dem argentinischen Material.  Wer vor einem reichlichen Jahr auf Arte „Apokalypse“ gesehen hat  weiß, daß es gutes Fernehen noch gibt.

www.arte.tv/.../2284960.html

Vor allem aber brauche ich den Fernseher für DVD und Blu-Ray. Wie soll man denn sonst an vernünftige Filme kommen? Im Kino laufen nur Deppen- oder Kinderfilme und für das nächste Arthaus-Kino brauche ich eine Stunde Fahrzeit. Und für gute Filme braucht man auch beste Technik zur Wiedergabe. Es ist eine Frage des Respekts vor dem Werk, finde ich. Die quietschbunten Bohlen-Sender haben eine andere Zielgruppe und sind hier nicht von Belang.

Filou

26. Januar 2010, 13:03

Rosinante, Mittagspause, nun darf ich wieder. Das Cholerische ist genetisch vorgegeben. Manchmal rast der Roland.

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Haiti betreffend wollte ich nur nachdruecklich auf die Moeglichkeiten des verachteten Mediums weisen. Bilder sind oft staerker, leider nicht immer wahrer, als Gedrucktes. Angesichts der beschriebenen Tragik musste ich mir die Bemerkung ueber die Koppelung von Nachrichtenaufnahme und Kartoffelschaelen verkneifen, wird aber hiermit grinsend nachgereicht.

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Notorischen Nichtfernsehern muss gesagt werden, das die Welt sich weiterdreht, sogar selbstironsch, sogar richtig witzig. Aber das koennen die ja nicht wissen:

www.youtube.com/watch

Gehoert uebrigens ebenfalls in die Kategorie Wannenkino, wie auch die Snookerwettbewerbe in einem Sportkanal.

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Sie haben mich, Rosinante, auf eine Idee gebracht: Mit neuem Nick und Gennaro als Sidekick...hmmmm!

Andrea Diener

26. Januar 2010, 13:15

Savall, Kino ist derzeit ein schwieriges Thema und ein wunder Punkt, weil in Frankfurt das englischsprachige Turm-Kino geschlossen werden soll:

www.faz.net/.../Doc~EA37C887149504B7394DE4DAB1266977B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Wenn das passiert, zieht mich nichts mehr zum öffentlichen Filmegucken, dann warte ich auf die DVD. Die man ja auch nur kaufen kann und nicht leihen, weil die Videothek auch vor kurzem aufgegeben hat. Die aber ohnehin nur Deppen- und Kinderfilme im Angebot hatte. Es ist ein Graus. Im Grunde wundert mich kein Stück, daß sich Menschen lieber auf dunkle Kanäle zur Filmbeschaffung verlegen.

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Was das Fernsehen angeht: Ich schaffe das mit den festen Anfangszeiten nicht mehr. Ich kann nicht mehr alles stehen und liegen lassen, nur weil zu einer bestimmten Zeit irgendwo ein Film gesendet wird. Ich weiß, das läßt sich mit teurer Technik alles irgendwie vermeiden. Aber was für einen Gerätepark muß ich mir dann anschaffen für einen Film pro Woche? Das hat ja alles kein Verhältnis mehr.

Schwarzmaler

26. Januar 2010, 13:34

Der Kritik schließe ich mich mal nicht an. Ich habe einen Fernseher, ich liebe Fernsehen - zur Entspannung und zur Anregung. Und ich mache keinen Unterschied, ob das Bild jetzt per Kabel oder per DVD kommt. Ich glaube, es gab noch nie soviel gutes Fernsehen wie derzeit, schwer fällt da nur die Beschränkung auf das Machbare. Zum ersten Schritt gehört, all das auszublenden, was dem Fernsehen als flach angelastet wird. RTL und co.? Raus aus der Senderliste. ARD und ZDF um 20:15? Ignorieren. Gibt ja die Festplatte, den DVD-Player und die dritten Programme. Einfach mal zurücklehnen und genießen. Zur Zeit läuft endlich wieder Ausgerechnet Alaska, zwei Folgen täglich. Das Leben kann schön sein, auch mit Flimmerkiste.

Ariadne

26. Januar 2010, 13:40

A.D. Ihre Frustration über das Kinoangebot kann ich nur zu gut nachvollziehen. In Dresden haben wir die höchste Dichte an Programmkinos, die zum Großteil auch gut laufen. Ich war daher sehr verwöhnt und landete nach dem Umzug nach Leipzig hart auf dem Boden deutscher Kinorealität - Blockbuster-Schwachsinn, teilweise unsägliches Publikum und das alles zu saftigen Preisen.

Die festen Anfangszeiten waren für mich nur einer der Tropfen, die das Fass zum Überlaufen und mich vom Fernsehen wegbrachten. Unsägliche Synchronisationen, wahllos rausgeschnittene Szenen (besonders gerne von den Öff.-Rechtl. praktiziert) und der plötzliche Abbruch einer Serie mitten in der Staffel sind mindestens ebenso nervig. Außerdem habe ich nie verstanden, warum ich 2 Jahre auf Fortsetzungen warten soll. Da bleibt tatsächlich nur noch die DVD.      

Der Gärtner

26. Januar 2010, 13:45

Noch nie gab es so viele gute deutsche Schauspieler auf einmal und gute Spielfilme. Man muss sich die wenige Zeit nehmen auszusuchen und es ist ein Leichtes, vor allem in den letzten Jahren, hervorragende Spielfilme ohne Werbeunterbrechung zu sehen. Als Beispiel der erwähnten Tatort-Reihe nur den schon von BlackJack genannten letzten Frankfurter Tatort mit einem genialischen und einem herausragenden Schweighöfer. Auch auf Phoenix, Theaterkanal etc fast nur Gutes. Ich habe vor zwei Jahren das Kabelfernsehen abgeschafft (fast nur RTL-Zeugs) und eine Parabol-Antenne auf dem Hausdach installiert. Seither komme ich auch in den Genuss der deutschen Regionalsender und der Spezialkanäle von ARD und ZDF. Die Wissenschafts-Sendungen werden m.E. auch immer besser und ernähren so einen Teil des akademischen Nachwuchses. Geographie-Sendungen machen Lust auf einen Ausflug u.s.w. Wer bei so einer qualitativ zum Teil hochwertigen Auswahl nichts findet, jo mei...

Filou

26. Januar 2010, 14:04

Andrea Diener, wie waer's  mit einem DVBT-Stick (USB)? Gibt's auch fuer Mac-OS. Mit Aufzeichnungsmoeglichkeit.

HansMeier555

26. Januar 2010, 14:39

Komme mir auch dumm vor, immer wieder auf den Nichtbesitz der Kiste hinzuweisen.

Aber was soll ich denn machen?

Die TV-Gucker langweilen mich seit Jahr und Tag durch ihr ewiges Gejammer und Genöle über die angeblich schlechte Qualität der Sendungen.

Statt sich einfach davorzusetzen und die Klappe zu halten.

Rosinante

26. Januar 2010, 15:22

Savall, Ihr Plädoyer liest sich sympathisch und überzeugend, und für den 12. Februar werde ich mir eine Mitschaugelegentheit organisieren. Danke für den Tip. Und wenn Wahl und "Usen" des Mediums so bewusst -und um Qualität bemüht- wie bei Ihnen vonstatten ginge, hätte das Ganze ja eine gesellschaftlich-kulturell  positive Dimension. Und Andrea Diener wohl keinen Grund für diesen Beitrag.

Filou, notorischen Fernsehern muss gesagt werden, dass auch notorische Nichtfernseher nur halbdebil sind, die Drehung der Welt tagtäglich realisieren können, und, nicht unentscheidend, die grosse Zeitersparniss zum Kochen (das verbindet uns), dem Mise en place (auch Alltags), der künstlerischen Bildproduktion uam. verwenden können. Das Gefühl, schlecht informiert zu sein? Ist mir unbekannt. Mit dem (kleinen?) Nick kann ich etwas anfangen. Bei Gennaro tappe ich weiterhin im Dunkeln. Ich empfehle Paste zur Abwechslung. Da verpasst man weniger.

Filou

26. Januar 2010, 16:40

Der Gaertner, so isses! Mein hoellaendischer Kabelprovider wurde gefeuert, weil er ausser der Einspeisung von ARD und ZDF meinte, man muesse mit den Produkten der Kommerziellen sich zufrieden geben. Arte, 3-Sat, Phoenix, die oeffentlich-rechtlichen Spartenkanaele? Fehlanzeige!

.

Auch moechte ich darauf hin weisen, dass Auslandsdeutsche, besonders die Besiedler kultureller Wuesten in der Provinz, etwas andere Gewohnheiten entwickeln. Die Worte "Programmkino" oder "Guter Buchhaendler" rufen hier erstauntes Kopfschuetteln hervor. Der Besitz einer CD-Sammlung ausserhalb der ueblichen Pop-Produkte macht einen zum Sonderling, wie ueberhaupt Kulturverbrauch (ironisch), selbst der gemaessigste, unweigerlich in die gesellschaffltiche Isolation fuehren kann, wenn man nicht noch ein trinkfester Segler waere. Aber damit endet die Gemeinsamkeit auch schon wieder.

Der Gärtner

26. Januar 2010, 17:05

Eine meiner Ideen ist die des filmischen Canons: Filme die man zur Menschwerdung gesehen haben sollte. Um in der Film-Steinzeit anzufangen z.B. Pasolini Mathaeus-Passion, Italo-Western mit Kinsky, alles mit Gene Hackman, alles mit Lino Ventura.  Heute, z.B. alles mit Christoph Waltz. Der ist doch super! Kongenial Inglorious Basterds. Neuerlich kommen aber so viele gute FERNSEHPRODUKTIONEN (jawohl!!) hinzu dass es manchmal sogar schwerfällt eine Auswahl zu treffen. Letzte Woche z.B. seheneswert ,,Gier" von Dieter Wedel, am Sonntag der Saarbrücker Tatort, der mit dem dicken, radfahrenden Kommisar früher ganz unerträglich war, mit einem absolut realistischen und gut gespielten Plot aus dem Schulmilieu. Also Fernseher abschaffen? Nein. Besser Depression behandeln lassen.

Filou

26. Januar 2010, 17:10

Rosinante, streiche Gennaro, setze Tazio.

Filou

26. Januar 2010, 17:32

Der Gaertner, Menschwerdung: Alles von Lanzmann. Unangenehm aber wichtig.

HansMeier555

26. Januar 2010, 18:15

Filou, wo leben Sie? In Den Haag? ;-)

Savall

26. Januar 2010, 19:49

Ja, das ist traurig, Andrea. Ich fühl mich ja in solchen Fällen auch ein bißchen mitschuldig. Wäre man nur öfter hingegangen. In Leipzig gibt es außer den Passage-Kinos nichts nennenswertes, da haben Sie recht, Ariadne. Von einem Programmkino ganz zu schweigen. Ich hab eben die Konsequenz daraus gezogen und mich vornehmlich auf DVD-Ausleihe verlegt. Ich bin bei einer Firma mit dem schlichten Namen Verleihshop schon seit langem Kunde und das funktioniert ganz prima. Kein Abonnement, sondern man bestellt was man will und das Angebot ist riesig. Was dabei schwierig ist, Rosinante, ist die Suche nach Filmen, die man nicht kennt. Irgendwie führt ja alles vom Hölzchen zum Stöckchen, aber ich bin gerade der DVD-Seite der FAZ oder den Arte-Redakteuren immer dankbar, wenn sie mich auf Sachen bringen, von denen ich gar nicht wußte, daß es sie gibt. Es gab da mal einen drolligen und banalen Film namens „School of Rock“, in dem ein depperter Aushilfslehrer mangels Masse seinen Schülern die Genese der Rockmusik beibrachte.  Sowas müßte es auch für den Film geben. Der amerikanische Film der vierziger und fünfziger Jahre ist mir zum Beispiel ein ziemliches Nirwana. Insofern meine Vorschläge zur Menschwerdung:

Kurosawa: Die sieben Samurai, Tarkowski: Andrej Rubljow, Coen-Brüder: Fargo

Zusammen mit Pasolinis Evangelium dürfte damit die conditio humana ziemlich umrissen sein.

Andrea Diener

27. Januar 2010, 00:30

Dann werfe ich noch Brazil in den Raum für den Kanon. Ansonsten hat mir nicht geschadet, bei Filmen von Hitchcock oder Wilder länger aufbleiben zu dürfen, aber das sollte sich von selbst verstehen. (Überhaupt, diese Fernsehausnahmesituation des länger-aufbleiben-dürfens! Das waren ja praktisch geheiligte Momente familiären Kunstgenusses, wenn Familie Diener in vollkommener Eintracht dem Ärger beiwohnte, den man immer mit Harry hatte.)

Filou

27. Januar 2010, 09:21

Noch nicht recht wach, aber Time Bandits gehoert auch dazu (2te Reihe).

Filou

27. Januar 2010, 09:22

Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben.

Filou

27. Januar 2010, 09:25

Alle Sheakespeare-Verfilmungen aus den spaeten 40gern von Laurence Olivier. Besser als Theater.

Filou

27. Januar 2010, 09:32

Les Babouzes, franz. Agentenklamotte (Ventura, Blier et. al.)

Inge

27. Januar 2010, 09:38

Was regt ihr euch so auf, die Bilder spiegeln doch nur euren Kopfinhalt wider. Sieht

ganz schön düster aus bei einigen. Aber derjenige der das alles versteht der lacht

darüber ja nur. Die wahre Kunst besteht doch darin aus den Bildern des tiefsten

Tales und der höchsten künstlerischen Höhen die richtige Balance zu finden. Aber

dann seid ihr ja auch schon erleuchtet und bis dorthin ist es halt ein verdammt steiniger und harter Weg.

pbienefeld

27. Januar 2010, 11:08

http://pbienefeld

Für mich bedeutet die GEZ eine Forderung nach Bildungsfernsehen,dass nicht an Quoten gebunden ist-was natürlich eine Kontrolle einfordert.ARTE ist eigentlich französisches Fernsehen GEZ-finanziert.Das dort gesprochene Deutsch ist auch nur eine Zumutung. Auch das französichen Fernsehen  TF1 FR 2 FR 3 etc ist noch schlechter als die deutschen Öffentlichen: Deshalb wird ARTE wird dort als abgeberischer Bildungsausflug angesehen,den nur sehr wenige gucken.

Der Gärtner

27. Januar 2010, 13:09

Zum Arte-bashing: welche Alternativen bitte? Gab es in der deutsch-französischen Geschichte bisher einen weiteren Versuch zwei schwierige Völker kulturell über eine Dauerinstitution einander näherzubringen/zu verbinden? Ich höre? Das sollten alle nörgligen Korinthenkacker hier einmal bedenken.

Ausserdem ein Gegenbeweis für das angeblich soooo schlechte Fernsehen mit Auszug aus dem Fernseh-Programm des heutigen Abends ARD ,,Zivilcourage" mit Goetz George; Arte: Shoah von Lanzmann; 3Sat:,,Das Mordschloss"; Sat1: ,,City by the Sea", mit Robert de Niro, Bayern: ,,Ein Geheimnis" franz. dt Drama....da fällt die Auswahl richtig schwer und solche Abende sind bei weitem nicht eine zufällige Ausnahme.

Dave-Kay

27. Januar 2010, 14:34

http://infol.antville.org

Gewont wunderbarer Text, danke dafür.

Ich muss gestehen, hier gibt es 2 Fernseher. Einer stammt aus der Prä-internet-Ära und ist, wie beschrieben das Zentrum des Wohnzimmers. Mit allem drum und dran darauf ausgelegt, imposantes Kinofeeling zu produzieren. Sein Pech ist, er wird eigentlich nur noch eingeschaltet um den MP3-Streaming-Client zu bedienen.

Der andere hängt, oh graus, im Schlafzimmer, so einer dieser "tollen flachen TFT-Screens" Seine Funktion liegt in der Darstellung von DVDs, denn auf DVD gibt es nach wie vor tolle Sachen. Die sind aber fast immer gar nicht geeignet, das Entertainement-System im Wohnzimmer zu befeuern, keine Special Effects, wackelige Kameraführung und so Zeug halt. Die besuchten Kinos wurden ja in den letzten Jahren auch immer kleiner...

Das Empfangsteil liefert mir aber auch ARTE (harhar), nein ernthaft, ARTE-Tracks ist toll und ich liebe Zimmer-Frei. Und dann gibt es da noch die Möglichkeit, sich vom Fernsehen in den Schlaf lullen zu lassen, immer dann, wenn das Material auf dem MP3-Player sich dem Ende zuneigt :)

Trash ist aber stimmungsabhängig, denn Trash ist ja zu 99% alles, was da übers Kabel versendet wird, zumindest irgendwie und der Tatort gehört ganz sicher dazu.

Karen

27. Januar 2010, 14:54

Ich guck nur im Hotel, etwa ein zweimal pro Jahr. Dann blicke ich mit großen Augen auf eine mir unbekannte Welt, die so gar nichts mit dem Fernsehen in meiner Kindheit (70er) zu tun hat. Alles so schön bunt hier. Das ist faszinierend, aber nichts, was ich regelmäßig konsumieren wollte.

Dabei würde ich mir sofort (!) ein Empfangsgerät anschaffen, wenn es langsamer zuginge, gut recherchierte Dokumentationen zu erwarten wären, liebevoll gemachte Was-auch-immers, aber da ist keine Liebe mehr im Spiel, keine Passion fürs Bild, kein Sinn für Sprache. Wie im Einstiegsrant richtig gesagt: Es sind Schnipsel. Und egal, wie man sie zusammensetzt, es kommt kein schönes Bild dabei raus.

Filou

27. Januar 2010, 15:23

Einschalten und zappen hilft nicht.

Einmal taeglich 5 Minuten (max.):

www.tvmovie.de/TV_Programm.10.0.html

Der Gärtner

27. Januar 2010, 15:50

Was war denn am Fernsehen der 70iger Jahre so viel schöner als heute, ausser dass wir damals jünger und hübscher waren? Die trögen, verlogenen Lassi-, Bonanza-, Zorro-Fuzzi-, Flipperserien? Heinz Rühman/Ehrhardt zum zigsten-Mal. Als Antwort auf diesen unerträglichen Schrott wurde der Italowestern erfunden, der die ganze falsche Moral bildlich mal sogleich über den Haufen geschossen hat. Der durfte aber wegen Schmutz-und Verderbfaktor nicht ins Heidi-Fernsehen. Von da ab hat's aber noch viele Jahre gedauert, dass gesellschaftliche Probleme im Fernsehspiel REALISTISCH thematisiert werden durften. Da hat aber die heutige Fernsehfilm-Produktion eine rasante Anpassung an die Wirklichkeit gemacht, die atemberaubend ist. Meine These: das deutsche Fernsehen war noch nie so gut wie heute. Jetzt brauchts einen Statistiker der das mit Stichproben untermauerte.

Filou

27. Januar 2010, 16:16

Naja, der Jerusalemer Eichmann-Prozess, taegliche Berichterstattung (1960).

Der Lysitrata-Skandal (1961).

Leichtes Genre: Cobra uebernehmen sie, mit Eartha Kitt, Musik Xavier Cugat.

Da gab es eine Menge guter Sachen.

Filou

27. Januar 2010, 16:31

Dann die raren Musiksendungen:

Beat-Club, Radio Bremen. Die wildesten Rockgruppen der damaligen Zeit.

Die lang Rock-Nacht, WDR, mit Stereo (Hi-Fi)-Ubertragung im Radio.

.

Und, gaehn (peinlich, peinlich) Der blaue Bock mit Heinz Schenck, aus Hessen. Woher sonst?

Na, das stimmt nicht. Da gab es noch die verehrenswuerdige Familie Hesselbach, die inzwischen einen gewissen Kultstatus haben soll.

Filou

27. Januar 2010, 16:34

Man kennt "Diner for One"?

Erster Auftritt von Freddy Frinton, bei Peter Frankenfeld. Seitdem zu Sylvester ein guter alter Bekannter. Immer wieder schoen.

Filou

27. Januar 2010, 16:48

Der nicht immer verdienstvolle A. Biolek brachte die Pythons nach Deutschland. Das war dann doch sehr lobenswert.

Der Gärtner

27. Januar 2010, 16:58

Filou: na gut, es gab sicher Ausnahmen und meine Erinnerungen von damals sind gefiltert. Meine Eltern lehnten bis 1973 (da war ich fast volljährig) die Anschaffung eines Fernsehers kategorisch ab: Menschheitsverderbnis! Ich durfte nur bei Oma Sonntags gucken. Alle meine Schulfreunde fassten sich an den Kopf. Aber die stockige Atmosphäre von damals kann ich noch ganz gut empfinden. Da will ich niemals mehr hin zurück.

Rosinante

27. Januar 2010, 21:17

Der Gärtner, Ihr Empfinden in Ehren. Wir sind in etwa gleichalt. 1957 oder 1958 hatten "wir" in unserer Innerstadtwohnung den ersten Fernseher stehen. Lange durfte ich eine Stunde nachmittags und pro Tag schauen (Vorschulzeit). Es gab meist Bayrischen Rundfunk mit Luis Trenker und die Augsburger Puppenkiste. Zuhause war es nicht unproblematisch, und ich ging ab dem Gymnasium höchst ungern zur Schule. Was ich gerne, naja, gerne, in Ermangelung von Lebenssinn gerne tat, war fernsehen. Dies in zunehmender Quantität und insbesondere nachdem 1965 das ZDF und wenig später die dritten Programme kamen (da gab's dann schon Farbe). Mit dem Auszug nach dem Abitur (in meine erste Studentenbude nahm ich noch ein älteres Gerät aus dem Keller mit) reduzierte sich meine Konsumation von kleinformatig laufenden Bildern auf die Spotschau am Samstag (Bundesliga) und die Grand Slam Tennisturniere. Dafür wurde ich während Jahren ein begeisterter Kinogänger, insbesondere der Studioprogramme, wo man für wenig Geld den aktuellen und historischen Fundus kultivieren konnte (Truffaut, Buñuel, Chaplin, Hitchcock, Marx Brothers, Kubrick, Lubitsch, Wilder, von Sternhein und, und, und...). Bald hatte ich nicht einmal mehr ein eigenes Gerät und die Sportfernsehstunden (Fussball-WM und Grand Slam Finals will ich bis heute nicht missen) organisiere ich seither extern. Dafür kaufte ich mir 1987 einen ersten Atari, mit dem man gute und saubere Briefe, längere (auch wissenschaftliche) Texte schneller schreiben und vervielfältigen konnte. Und meine Arbeit und Kommunikation wäre ohne Elektronik längst undenkbar. Aber den kleinformatigen "Bildermief" (trotz heutigem Grossbildschirm) meiner pseudofortschrittlichen Kindheit und Jugend, den Sie aufgrund Ihrer fernsehfeindlichen Eltern offenbar idolatrisieren, überlasse ich liebend gerne Ihnen und auch Filou.

Filou

27. Januar 2010, 22:11

Der Gaertner: kapiert, was Sie meinen. Kenne das aus meiner Erfahrung in den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten.

Am sympathischsten ist mir noch der Altertumswissenschaftler (Prof.Dr.), der sonntags im Bett "Enterprise" guckte- und sich auch sonst durch drastische Lebensbejahung auszeichnete.

.

Am komischsten: Er- Grafiker, Antroposoph, Protestant (praktizierend)-sie Kunsterzieherin (wollte eigentlich Malerin werden), katholisch.

Kein Fernseher. Als die Ehe ohne Trennung bruechig wurde, setzte sie sich durch und kaufte nicht nur eine Glotze, sondern gebrauchte sie auch ausgiebig.

Das Geraet, versteht sich von selbst, musste natuerlich von B & O sein.

Seitdem raetsele ich ueber die Verbindung von praller Lebensnaehe und Katholizismus versus Antroposophie und Kulturbremsung.

Ich raetsele spasseshalber. Ist ja auch nicht meine Welt.

Filou

27. Januar 2010, 23:29

Zum x-ten mal sehe ich jetzt Shoa von Claude Lanzman. Hic et nunc. Wie bitte anders waere ein breites Publikum zu erreichen ohne dieses Medium? Eins ist naemlicher: DAFUER geht keiner ins Kino!

Filou

28. Januar 2010, 00:21

Vor lauter Aerger vergass ich zu erwaehnen: Mi. 27. Jan. 2010, Arte 20.15 Uhr.

Sonst noch Fragen zu Arte?

Der Gärtner

28. Januar 2010, 08:32

Rosinante, Filou: von idealisieren des Fernsehens kann bei mir wegen Mangel in der Kindheit eigentlich keine Rede sein. Genausogerne gehe ich in Konzert und Theater, nur nach normalen Arbeitstagen, Einkaufen, Heimkommen, Kochen (jeden Tag am Abend) bleibt dann gewiss nicht mehr viel Zeit aushäusig und daheim Kultur zu geniessen. Meine Frau, die eher fernsehskeptisch ist, kann auch nicht umhin festzustellen, dass sich die Fernsehproduktionen, auch Dank eines Reservoirs sehr guter Schauspieler und Stückeschreiber verbessert haben. Eine indirekte Bestätigung dieses Trends sehe ich im zunehmenden Interesse von Hollywood, in Deutschland zu drehen und auch auf seine Schauspieler zuzugreifen (in letzter Zeit öfters). Das ist nicht der Fall mit anderen grossen Film&Fernsehnationen, vielleicht England ausgenommen, wo aber v.a. der Sprachvorteil sticht.  Ein Regisseur wie Donnersmarck und ein Schauspieler wie U. Mühe mögen hier als Beispiel für diesen Trend dienen. Die drögen Zapp-Abende früherer Jahre, wo in der Kiste so absolut garnix zu finden war sind vorbei. Man sollte sich die Mühe machen das wahrzunehmen und auch anzuerkennen.

Das Argument: ich habe aber mein Fernsehen auf dem Laptop, kann ich nicht  nachvollziehen, allein das Internet mit seinen pausenlosen Werbebannern und Pop-ups ist für mich eher ein Grund ins ruhige Fernsehen umzuschalten statt ruckelige Bilder und kryptische Rechenoperationen des Systems zu ertragen.

Filou

28. Januar 2010, 22:04

Der Gaertner, es wurde geschrieben "idolatrisieren", d.w.h. "vergoettern".

Wohl nicht so recht, gell?

Filou

28. Januar 2010, 22:45

Ach, noch was zur Menschwerdung: "Z" von Costa Gavras. Mit Yves Montand.

Rosinante

29. Januar 2010, 07:25

Lieber Filou, Blödeln finde ich mit Ihnen weit unterhaltsamer. Mit dem Film von Gavras (toller Montand) erinnern Sie an eine Aktualität aus der Endlosschlaufe.

Der Gärtner

29. Januar 2010, 08:46

Arte gestern Abend: 20.15.,,Lust auf Anderes". Wunderbarer Spielfilm über einen Unternehmer, der ziemlich aus der Rolle fällt. Keine Knallchargen-Nummer. Besser kann Theater nicht sein.

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Zitat des Tages — e13.de

08. Februar 2010, 09:51

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