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Sonntag, 19. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Ding und Dinglichkeit

Daten auf Wanderschaft: Das Kabel

16. März 2010, 22:47 Uhr

Wenn man, wie ich, gerade mal wieder viel auf Reisen ist, lebt man eigentlich in der ständigen Angst, etwas zu vergessen. Es gibt Dinge, die kann man guten Gewissens vergessen: Zahnpasta, Socken und Kopfschmerztabletten kann man an so ziemlich jedem Ort der Erde günstig und schnell beschaffen. Kein Problem. Dann gibt es Dinge, die sind schon deutlich schwerer ersetzbar: Alles, was irgendwie angepaßt ist wie Brillen, Prothesen, verschreibungspflichtige Medikamente. Blöd, wenn man sowas liegenläßt, man muß in fremden Apotheken radebrechen oder rennt am Abend, nachdem man seine Kontaktlinsen herausgenommen hat, halbblind durch die Gegend. Vergeßlichkeit ist keine Behinderung, aber durch die Folgen, die sie nach sich zieht, fühlt man sich mitunter deutlich eingeschränkt, körperlich wie geistig.

Und dann gibt es diese ganz besondere Sammlung von Gegenständen, die ich immer dreimal durchschaue, bevor ich mich auf dem Weg mache. Das ist die Technikperipherie, also: Kartenlesegeräte, Akkus, Netzkabel und Verbindungskabel. Wenn man mir vor zehn Jahren gesagt hätte, daß ich mit nicht weniger als fünf verschiedenen Kabeln auf die Reise gehe, ich hätte jeden für verrückt erklärt und vermutlich die Zukunft verweigert.

Es ist ja so gut wie alles in dieser Welt irgendwie DIN- oder sonstwie genormt, nur das Netzgerät im Allgemeinen nicht. Ich habe ein Netzgerät für mein Mobiltelefon, das einigermaßen klobig ist und im Ausland leider auch noch einen Adapter benötigt. Ich habe ein Netzgerät für mein MacBook, das auch einigermaßen klobig ist, aber immerhin ohne Adapter auskommt. Ich habe drei verschiedene Ladegeräte für drei verschiedene Kameraakkus, keines davon klobig, und zwei benötigen einen Auslandsadapter. Der iPod will auch Strom, und zwar klobig und adapterfrei. Alle diese Kabel liegen und stecken irgendwo in der heimischen Wohnung herum, und müssen bei Antritt der Reise von ihrer Steckdose abgenommen, entwirrt und zusammengerollt werden. Aus Gründen der natürlichen Arbeitssedimentbildung verlaufen viele der Kabel zwischen Bücherschluchten und durch Untertunnelungen in Schreibtischanordnungen hindurch, und ein Entfernen sorgt für bedrohliche Erosion der fragilen Anhäufungen. Die Geologie meines Schreibtisches gerät in eine Aufruhr, die, um im Bild zu bleiben, erdbebenähnliche Verwerfungen nach sich zieht. Daß das für meine Arbeitslandschaft nicht gerade von Vorteil ist, dürfte sich von selbst verstehen.

Wenn dann für alles, was unterwegs mit Energie versorgt werden muß, ein Kabel eingepackt ist, will die Technik noch untereinander kommunizieren. Dazu muß man sie zusammenstecken, und zwar mittels verschiedener Kabel mit verschiedenen Anschlüssen. Als Joker ist es immer gut, ein Kartenlesegerät und einen USB-Stick dabei zu haben: Ersteres hilft, falls ich das Kamerakabel vergesse, zweiteres ist sowieso immer gut, wenn es kein Internet gibt (oder jemand dabei ist, dessen Computer den Anschluß verweigert) und Daten von einem Computer auf den nächsten transferiert werden müssen. Dann wäre ein Kopfhörer gut, eine zweite SD-Karte, Autoladekabel, Zweitakkus von so ziemlich allem und – kurzes Innehalten – hab ich was vergessen?

Die Folgen sind ja schrecklich. Kein Telefon – das hatte ich schonmal und bin durch Rom geirrt, weil ich den Treffpunkt nicht gefunden hab. Kein Kamerakabel – und dann verursacht das Kartenlesegerät dauernd seltsame Fehler. Keine zweite Speicherkarte, und ich steh mitten im Getümmel und lösche Bilder, was dazu führt, daß der Akku bald leer ist. Kein zweiter Akku – Katastrophe! Ich stehe in der Altstadt von Siena und muß mit der Kamera des Begleiters vorlieb nehmen, die, milde gesagt, meinen Ansprüchen nicht so ganz entspricht. Hatte ich alles schon, war jedes Mal furchtbar und brauche ich nicht mehr. Lieber ein Kabel zuviel, eine Speicherkarte zuviel, ein Akku zuviel, für alles Doppellösungen, immer schön Backup für alles. Das Leben in der Moderne ist ja ein einziges Backup, weil man dauernd damit rechnet, daß irgendetwas aus heiterem Himmel versagt, man es nicht nachkaufen kann, weil es erst bestellt werden muß, was einem in dem Moment gerade wenig nützt. Und wenn ein Teil versagt, steht man da und kann nichts, aber auch gar nichts machen, man ist machtlos, da sind die Daten, dort müssen sie hin und man kann sie nicht händisch verarbeiten, diese fiesen kleinen Einsen und Nullen, aus denen alles besteht, was man als Arbeit bezeichnet.

Da meditiert man dann vor der Abreise über dem geöffnetem Koffer voller Socken und Zahnpasta und geht das durch, was neudeutsch "Workflow" heißt. Bild auf Karte, Strom von Akku, Karte in Lesegerät, Bild auf MacBook, Strom in Macbook, okay. Das müßte jetzt passen. Das ganze, aus der heimatlichen Arbeitsumgebung herausoperierte Geraffel muß dann in eine Tasche, wo es sich nicht verheddern kann, es aber trotzdem unweigerlich tut. Kabel verheddern sich immer, wenn man ihnen kurz mal den Rücken zudreht, und anschließend verknoten sie sich mit den Kopfhörern zu einem schwarzweißen Spaghettiberg, den man nur entwirrt bekommt, wenn man früher Handarbeitsunterricht hatte oder drei Semester Makramee studiert, aber immerhin weiß man jetzt, wofür man diesen Topflappenblödsinn mal gelernt hat. Das kommt dann alles in Taschen, deren Seitentaschen groß genug sind für klobige Netzgeräte, Taschen, die sich ihre Praktikabilität teuer bezahlen lassen, aber Knoten gibt es natürlich trotzdem.

Dann kommt man an im fernen Land, mit Zweitakku, Zweitkabel, Backuplösung und Backuplösung für die Backuplösung. Nichts kann schief gehen. Sogar die Brille ist da, Kopfschmerztabletten und Tampons (haben Sie das schonmal in einer italienischen Apotheke vortanzen müssen, weil Sie das Wörterbuch auch vergessen hatten? Unvergeßliches Erlebnis) und es kann nichts, aber auch wirklich gar nichts schief gehen. Die Technik kann gar nicht so fies sein, irgendwas muß funktionieren. Und dann, an genau diesem Punkt, setzt wieder die menschliche Schwäche ein, das Versagen, das Vergessen. Zwar wurde der richtige Akku der richtigen Kamera und dem richtigen Ladegerät zugeordnet, zwar konnte alles erfolgreich entwirrt und untereinander verkabelt werden, aber: Der Adapter liegt noch zu Hause. Es ist Samstag Abend. Sie fluchen. Sie hassen Sich selbst, ihr unzuverlässiges Gehirn, Sie hassen diese ausländischen Länder, die sich nicht an die deutsche Industrienorm halten und Steckdosen mit drei Löchern bauen, und vor allem hassen Sie diese verdammte, verfluchte Moderne, die wieder einmal nicht hält, was sie verspricht in Sachen Vereinfachung, Globalisierung und Ladenöffnungszeiten. Das MacBook funktioniert zwar, aber den Akku für die Kamera können Sie nun nicht laden. Haare fönen fällt auch aus. Man weiß auf Anhieb nicht, was schlimmer ist.

Veröffentlicht 16. März 2010, 22:47 von Andrea Diener
Kommentare

Filou

16. März 2010, 23:06

Furchtbar, ganz furchtbar. Ich weiss, worueber Sie klagen. Voriges Jahr erst habe ich es mit kleinen Tupperware-Dosen probiert Alles sauber geordnet: Taegliche Medikamente, auxilliare Medikamente (Durchfall, Kopfschmerz, Gicht (Ibuprofen, kriege nie Gicht, aber weiss man's? Im Ausland?). Das sind schon mal zwei Dosen. Adapter, Adapter, Adapter: macht zwei Dosen. So geht es weiter. Man wird irre.

Dann, endlich im Hotezimmer moechte man eine im Vorbeigehen gekaufte Rotweinpulle oeffnen. Nun raten Sie mal, was vergessen wurde? Das Schweizer Taschenmesser! Genau!

Ueber die wohltuende Wirkung eines solchen Taschenmessers auf Reisen muesste extra berichtet werden.

asta

17. März 2010, 00:36

... und in der Not kauft man/frau einen Neuen. Zuhause liegen dann drei oder mehr herum - und wenn man wieder mal weg will, findet man diese erst nach langem suchen.

Leser

17. März 2010, 01:01

<strike>So habe ich seit Tagen nicht gelacht.</strike>

Grauenvoll, der Zubehörbedarf der Geräte, die angeblich Leben und Arbeit erleichtern. (Vermutlich stecken ja Hulesch & Quenzel dahinter. Im Katalog ist zwar noch nichts Entsprechendes aufgeführt, aber man weiß ja, wie die arbeiten.)

Aber bei Ihnen wunderbar verpackt, und damit meine ich nicht nur die Tasche.

Leser

17. März 2010, 01:10

P.S.: Man kann sich übrigens auch eine vollständige Zweitausstattung des Zubehörs anschaffen, Kabel für Kabel mit Kabelbindern verschnüren, sauber etikettieren, in einer nur dafür vorgesehenen Tasche aufbewahren, diese weder zu Hause vergessen noch unterwegs verlieren, sie am Zielort zufrieden lächelnd auspacken und dann mitten in der Nacht herausfinden, dass sich Kabelbinder weder mit bloßen Fingern noch mit Nagelfeilen oder Tafelmessern entfernen lassen.

Thomas Scholz

17. März 2010, 03:32

http://toscho.de

Der wichtigste Punkt beim Packen: Mal fünf Minuten hinsetzen und vom funktionierenden Rechner aus nachschlagen, wo man für alles Ersatz bekommt.

Haarklammern (die mit den Krallen) gehören übrigens zu den wenigen Lösungen, die vor ihrer wichtigsten Aufgabe entwickelt wurden: Damit lassen sich luftwurzelnde Arbeitsplätze prima bändigen.

Die ändern natürlich nicht das Grundproblem: Nicht die Geräte sind verkabelt, sondern die Menschen, die ihnen gehören.

Inge

17. März 2010, 06:43

danke köstlich amüsiert und wenn wirs übertreiben enden wir auf der Intensivstation und sind verkabelt  was lobe ich mir das einfache Leben (eine Kamera und ein Handy sollten genügen ich weiß ist nicht gerade geschäftsfördernd) deswegen versuche ich ja viele Menschen auf dieses Niveau zu heben, dann verteilt sich die Last auf viele Schultern (viele geschulte Menschen ergibt viele Abnehmer für Technik   wenige Schultern ergo die wenigen nehmen zu

viel auf die Schultern    

zonebattler

17. März 2010, 07:02

http://www.zonebattler.net

Kabelbinder sind Käse, ich empfehle die Verwendung von Kabeldrillern, die es im Elektronik-Handel für wenig Geld gibt und die unendlich oft wiederverwendbar sind. Ein wertvolles Ordnungsmittel, nicht nur für das Reisegepäck!

Chris

17. März 2010, 09:00

http://www.imagico.de/

Da ich gerade auch für eine Reise packe, kann ich das sehr gut nachvollziehen (wenngleich ich auf das Telefon bewusst verzichte).  Und manche vom Hersteller gutgemeinte Maßnahme - wenn zum Beispiel alle Ladegeräte ein eingebautes Netzteil und den gleichen Kabeltyp haben - erweist sich in der Praxis als nur begrenzt vorteilhaft (möchte man doch oft alle Akkus gleichzeitig landen).

Sehe ich da übrigens die Leica M9 aus der Tasche schauen? Zufrieden damit?

Rosinante

17. März 2010, 09:25

liebe Andrea Diener, schon lange, wirklich sehr lange über ein Feuilleton nicht mehr so gelacht. You made my day :-).

Not quite like Beethoven

17. März 2010, 09:31

http://notquitelikebeethoven.wordpress.com

Meine Kabelschublade ist auch bereits größer als meine Sockenschublade. Himmel! Nur leider sind mir all die Kabellosigkeiten auch nicht recht geheuer. (Ich empfange in meiner Wohnung 15 verschiedene W-LANs mit hervorragender Stärke.)

Besonders die Idee kabellosen Stroms erschreckt mich, aber das wird ja hoffentlich dann nicht quer durch den Raum geschehen.

Filou

17. März 2010, 09:51

Ach uebrigens, Frau Diener, im Elektroidiotenhaus liegen beim iPod-Zubehoer Stromadapter fur fast alle Steckdoesen der Welt PLUS ein Teil um via USB iPods u.A. aufzuladen. Ich glaube aber, dass Sie das schon wissen.

muscat

17. März 2010, 10:03

Sie sind eben ein Profi. Als Amateur reicht mir seit einigen Jahren die Handykamera mit 3,2 MP. Ich HASSE Kabelsalat. Das käme insbesondere auf Reisen für mich nicht in Frage.

Denkt euch bitte was Neues aus, liebe Elektrotechniker...

Trouvaille

17. März 2010, 10:10

Seit einigen Jahren bin ich auch immer mit Kabeltasche unterwegs. Fürs ankommen und am Zielort klappt es jetzt einigermaßen, nur wenn ich wieder zuhause bin, fehlt doch meistens etwas. Dann wird das Beherbungsunternehmen auf seine Servicequalitäten geprüft... Nette Hotels schicken dann ganz schnell die liegengebliebenen Telefonladekabel, Netzgeräte etc. Wenn ich mehr reisen müsste, könnte ich Kabel-nachsende-service-tests veröffentlichen...

"Arbeitssedimentbildung" - danke für dies erlösende Wort!endlich wird klar, dass es sich dabei um einen Vorgang von naturgeschichtlichen Dimensionen handelt, und dass all meine Aufräum-und Sortieraktionen nur ein kurzes Innehalten dieses erdgeschichtlichen Prozesses bewirken können.

Andrea Diener

17. März 2010, 10:21

Filou, bislang bestreite ich mein Leben und meine Reisen noch ohne Taschenmesser. Aber nur selten ohne Nähzeugs, und da findet sich oft das Nötigste, aus dem sich zumindest ein Provisorium zusammenflicken kann. (Aus Haarklammern kann man auch ganz schön viel bauen.)

.

Leser, das mit der Zweitausstattung hab ich mir auch überlegt. Jedenfalls bevor ich Leica-Kunde wurde. Wenn mir nicht der freundliche Fachhändler seinen Privatakku geliehen hätte (er muß jetzt wieder analog), hätte ich bis heute nur einen und wäre vermutlich sehr unglücklich. Manche Firmen leben in einem seltsamen Planwirtschaftsloch.

.

Davon abgesehen, Chris, bin ich mit meiner M9 sehr froh. Ich habe gerade die erste Reise seit zwei Jahren absolviert, bei der ich keine roten Striemen auf der Schulter davongetragen habe. Aber auch sonst. Endlich bin ich wieder selbst schuld daran, wenn Bilder nichts werden, und nicht irgendeine Automatik.

nurmalsozwischendurch

17. März 2010, 10:24

Dieser Beitrag war ein reines Déjà-vu-Erlebnis für mich...

zonebattler

17. März 2010, 10:40

http://www.zonebattler.net

Um das Problem mal auf eine Meta-Ebene zu heben (und ansatzweise zu lösen):

 

Für mich wichtige Informationen lagere ich seit Jahr und Tag auf meinen immer in Griffweite befindlichen Palm-Organizer aus (alt, aber robust und simpelst zu bedienen, heutzutage gebraucht für ein Handgeld zu haben).

 

Mit dem wunderbaren Freeware-Progrämmchen HandyShopper führe ich darauf nicht nur Einkaufs-, sondern insbesondere auch (filterbare) Universal-Checklisten für Dienst-, Camping-, Kurz- und Fernreisen. Da stehen von der Socke bis zur Sonnenbrille sämtliche Gegenstände abhakbar drin, die ich mitnehmen will, soll oder muß. Was im Koffer ist wird abgehakt und verschwindet zunächst vom Display, beim Rücksetzen vor der nächsten Reise ist wieder alles gelistet.

 

In der Praxis gereift und ständig fortgeschrieben, komme ich dank dieser Listen mittlerweile so gut wie nie mehr in die Lage, unterwegs irgendetwas Wesentliches zu vermissen. Weil ich nichts vergessen habe! Der Witz besteht schlicht darin, einmal gemachte Erfahrungen zu dauerhaft nutzbaren (und wieder auffindbaren) Checklisten gerinnen zu lassen, und das funktioniert mit meiner Methode ganz außerordentlich gut!

 

Kreative Puristen mögen einwenden, daß ich mich damit um manch spannendes (Beschaffungs-)Abenteuer in der Fremde bringe, aber das nehme ich billigend in Kauf... ;-)

Don Ferrando

17. März 2010, 10:57

Ich habe zu meine notebokk Tasche noch einen Kabel, Stecker und Adapter Rucksack!

Wir sind selber schuld, wenn wir uns so zu Sklaven machen.

.

Hatte dann auf meiner letzten Reise nur die gute alte Silberoxyd-Kamera dabei.

Leider keine Leica!

zonebattler

17. März 2010, 11:02

http://www.zonebattler.net

Sorry, aus irgend einem Grund hat es in meinem vorherigen Kommentar die beiden Links geschossen, die ich daher nochmals separat nachreiche:

Palm Organizer: www.klein-aber-fein.de/palm

HandyShopper: handyshopper.softonic.de/palm

Nix für ungut, hatte zwar sehr sorgfältig gegengelesen, war aber wohl doch noch ein Fehler drin...

Andrea Diener

17. März 2010, 11:06

Herr Zonebattler, kurz zwischendurch: Bitte kein html in den Kommentaren! Das kann dieses etwas kuriose System hier nicht, wandelt es in Hieroglyphen um und ich muß das dann immer händisch umfrickeln. (Aber das System sagt ja auch dauernd "der Blog".)

.

Herr Beethoven, im Gegensatz zu Ihnen warte ich sehnsüchtig auf drahtlosen Strom. Diese Kabelkaskaden in den Wohnraumecken sind wirklich kein schöner Anblick. Und vielleicht kann man sich dann auch im Notfall beim Nachbarn bedienen, wie beim Wlan, das immerhin zwei Zeitgenossen hier unverschlüsselt herumfunken lassen.

.

Adapterrucksack. Respekt.

Not quite like Beethoven

17. März 2010, 11:12

http://notquitelikebeethoven.wordpress.com

Wohnungsästhethisch, Frau Diener, bin ich ganz bei Ihnen.  (re. Kabellosigkeit und drahtloser Strom)

zonebattler

17. März 2010, 11:26

http://www.zonebattler.net

Bitte nochmals um Vergebung, ich hatte tatsächlich bei einem vor mir Kommentierenden ein prächtig funktionierendes Inline-Link gesehen und daraus ebenso freudig wie fälschlicherweise geschlossen, daß gängige HTML-Konstrukte hier ohne weiteres (und ohne händisches Überarbeiten) funktionieren.

 

Falls erforderlich, werde ich zukünftig Fußnoten in den Fließtext einbauen und unten dazu nackte URLs ohne Anker-Befehl einbauen, das immerhin scheint ja zu klappen. Ist freilich schon seltsam, daß eine große Zeitung ihre qualitätsvollen Blogs mit derlei rudimentären Editoren und Funktionen ausstattet... Aber mei.

Paul Ingendaay

17. März 2010, 12:38

Liebe Frau Diener, wollen Sie sich ein wenig Seelenfrieden erkaufen? Kostet um die hundert Euro, je nach Marke und Zahl Ihrer Geräte, vielleicht auch hundertfünfzig, spart aber eine unfassbare Menge Zeit und schont die sorgfältig arrangierte Unordnung Ihres Schreibtischbiotops. Ich habe mir für die wichtigsten Sachen ein Zweitkabel und Zweitnetzgerät angeschafft, welche entweder im Vielzweck-Computerrucksack für unterwegs verbleiben oder in einer separaten Tasche für größere Reisen (dann kommt sie in den Koffer, die Tasche, sie wiegt nämlich). Jetzt fühle ich mich beim Packen jedesmal... nun, nicht nur gut, sondern vorausschauend, weise und geradezu ostasiatisch. Allein diese Injektion an Selbstvertrauen, es mit der Welt der Daten und Maschinen aufnehmen zu können, müsste einem hundert Euro wert sein. Empfehlenswert sind auch zwei oder drei verschiedene Computerhüllen bzw. -rucksäcke. Man muss nur wissen, in welchem man das wichtige Moden gerade gelassen hat.

Jeeves

17. März 2010, 13:19

Bin ich nicht normal? Ich habe noch nie irgend ein Kabel (oder Netzgerät, Adapter5...) mit auf eine Reise genommen.

Volker

17. März 2010, 13:31

Geheimtipp: Hotelrezeption

Wenn ich da mal nach Handy-Netzteilen nachgefragt habe, dann waren die meistens heilfroh, ihre Sammelkisten leeren zu können. Die wachsen anscheinend in teils schwindelerregender Geschwindigkeit. Eine Originalantwort nach einem Kiste-Hinstellen: "Nehmen sie so viele, wie sie wollen - je mehr desto besser!"

virtualmono

17. März 2010, 14:34

http://virtualmono.twoday.net

Aus genau diesem Grund benutze ich nur noch Kameras, die sich gefaelligst mit Standardakkus begnuegen, die man notfalls auch irgendwo in der Wueste einfach durch Batterien ersetzen kann wenn sie unvermittelt leer sein sollten... so schoen die Leica ja auch sein mag, aber an dem Punkt haben sie anscheinend einfach nicht nachgedacht. Oder die falsche Entscheidung getroffen (ich befuerchte letzteres, ist ja ein nettes Zusatzgeschaeft mit den Spezialakkus).

Letztes Wochenende war ich allerdings so daemlich, meinen Logic-Dongle zuhause zu vergessen... da sassen wir dann, zweihundert Kilometer fern der Heimat... letztendlich war es aber egal, denn wir haben dann einfach mit der im Studio vorhandenen AW4416 aufgenommen.

Remington

17. März 2010, 16:42

http://gelöscht

Da ich ihre Wohnung ja ein wenig kenne, hatte ich beim lesen sehr lebhafte Bilder vor Augen, welche mir ein Grinsen bis zum Backenmuskelkrampf bescherten. Sehr nett, oder wie ich gerade lerne: very nice. Hier auf Malta, wo ich zwecks Sprachstudium gerade weile, lernt man die deutsche Flächendeckung betreffs Computertechnik schnell schätzen. Internet beispielsweise wird zwar recht oft angeboten, funktioniert kabellos aber kaum irgendwo unter den "Free Wifi"-Schildern, außer hier in der Schule. Im Hotel könnte ich mich ja mit dem Laptop ins Hausnetz einklinken, aber wer hat das Kabel vergessen? Icke. Und eins nachkaufen ist hier mit einer längeren Busfahrt verbunden.

@Volker: Den Tip probiere ich gleich mal aus. Mein Koffer samt diverser Gerätschaften kam auch erst zwei Tage später an...

Ariadne

17. März 2010, 18:45

Ich kann das Elend nachfühlen, seitdem ich im Urlaub mal das Zubehör für die kamera vergessen hatte. Wir haben in den folgenden Tagen vermutlich jedes Fotogeschäft der Steiermark kennengelernt. Noch schlimmer ist aber der vergessene Fön oder Lockenstab. Mein absoluter Supergau hat dagegen keine Kabel: vergessenes Make up.

Andrea Diener

17. März 2010, 19:51

Herr Ingendaay, das ist eine gute Anregung. Allein die Intaktheit der fragilen Schreibtischanordnung ist mir schon hundert Euro wert.

.

Jeeves, Sie sind beneidenswert.

.

virtualmono, ich mag die Standardakkus nicht. Sie sind so schnell leer, und man braucht viele davon. Ich mach das immer beim Begleiter mit, während er schon dreimal gewechselt hat, hab ich noch den ersten Akku drin. Dann wird im Auto nachgeladen, und die leeren mit den vollen verwechselt, und wer darf das Geraffel dann in seiner Handtasche herumtragen? Nee, nee.

Andrea Diener

17. März 2010, 19:54

Ariadne, ohne Fön mußte ich auch schon mal. Ich hab Naturlocken. Viele davon. Nur wer auch Naturlocken hat, weiß was ich leide.

.

Remington, Gratulation zum Englischkurs. Fortbildung? Ich will jedenfalls schon lange mal nach Malta.

(Ach, und: Berichten Sie doch mal, was die Hotel-Netzkabel-Grabbelkiste so hergibt …)

Filou

17. März 2010, 20:40

@Remington: Probieren Sie's mal damit:

.

www.hotspot-locations.de/modules.php

Simon Brestler

17. März 2010, 22:53

Dank an die Autorin, Sie sind eine Schwester im Geiste!

Letztes Jahr habe ich eine zweimonatige Weltreise mit zwei Freunden unternommen. Der Umgang mit dem "Elektroschrott", der uns begleiten soll oder nicht, hat zu leidenschaftlichen Diskussionen geführt. Ich empfand es als das befreiendste Erlebnis seit zwei Jahrzehnten, durch eine Stadt in Südamerika zu gehen mit nichts anderem in meiner Hosentasche als wenig Geld, dem Hotelschlüssel und einer Pass-Kopie. Nichts konnte piepen oder vibrieren. Kein System konnte abstürzen. Kein Stecker nicht passen. Ich war einfach nur froh und frei.

Michael S.

17. März 2010, 23:59

Oh ja, die vielen Antworten beweisen, dass es eigentlich allen so ergeht (und mir auch mal so erging). Irgendwann aber habe ich mir mal eine Checkliste geschrieben. Die gehe ich nun immer durch und habe seither nie wieder etwas vergessen, kein Kabel, keinen Adapter, keinen Akku, keinen Stick. Und auch nie wieder Stresssymptome vor einer Reise gehabt.

Empfehle dazu das Buch (hätte ich das mal früher entdeckt): "Checklist Manifesto". Dumm nur, wer sich nicht zu helfen weiß.

Gebe zu, dass man natürlich die Checkliste niemals vergessen sollte. ;-)

Ulrich H. B.

18. März 2010, 00:44

Ein hervorragender Artikel, der mir aus der Seele spricht!

Zwei Anmerkungen:

1.) Standard AA-Akkus gibt es mittlerweile mit 3000mAh und einer Selbstentladung von unter 0,1% pro Tag...

2.) Ich empfehle, alles auf USB-Stromversorgung zu standardisieren: gibt es für alle Geräte, und mit 1 Hub,  1 Netzteil und 1 KFZ-Adapter sind Sie dabei!

Andreas S.

18. März 2010, 02:05

"natürliche Arbeitssedimentbildung" - wie geil is das denn? gibt es einen Preis für solche Wortneuschöpfungen? wenn ja, hätte dieses Wort ihn definitiv verdient!

da ich gerade selbst für ein Jahr im Ausland weile, noch etwas zum thema selbst: man kann manche unsere Netzstecker auch in drei-poligen Steckdosen verwenden. dazu muss man die erdung vortäuschen, sprich man steck ein stück plastick in den dritten (obigen) Pol. Die zwei verbleibenden kann man dann im herkömmlichen Sinne nutzen. Das sollte man aber aus Sicherheitsgründen nur bei den "kleinen" Steckern (sorry, aber ich kenne technisch exakten Begirff nicht) anwenden. Ich habe das mal in einen Blog gelesen (den ich leider gerade nicht mehr finde) und praktiziere das seit 5 Monaten recht erfolgreich. Näheres dazu findet man aber sicher irgendwo im www...

Martin

18. März 2010, 02:49

OH JAAAAH.

Wie eine Offenbarung: Selbst für eine kurze Übernachtung im Elternhaus muss der mittelgroße Koffer raus. Ein Satz Unterwäsche - der Rest ist Elektronik (Zahnbürste lagert vor Ort).

Die Tips mit den USB-Universal-Lösungen sind leider nicht immer eine Lösung: Selbst wenn das passende USB-Kabel dabei sein sollte, lädt trotzdem nicht jedes Gerät darüber (2 meiner mobilen Telefone beispielsweise). Wäre auch zu praktisch.

Eine schöne Nachricht habe ich aber zu vermelden: Ein WIRKLICH kluger Mensch hat eine Marktlücke entdeckt und bietet kurze Kabel für allerlei Zwecke an. Sollte man also hier die passenden finden, dann wären 2-3 Knoten weniger zu lösen!

herbecker

18. März 2010, 03:14

http://www.iknigge.de

Empfehle zum Reisen Bleistift und Papier. Wer mehr braucht, bleibt besser gleich zuhause. Kabel mitsamt der anhängenden Apparate fesseln seine Sinne.

Roland W.

18. März 2010, 07:12

Schön, dass es auch anderen so geht ... hat eigentlich schon mal jemand in den unzähligen Prospekten, Flash-Werbungen und dergleichen, in denen uns die Anbieter des modernen Geräteterrors Freiheit, Überall-Erreichbarkeit, Easy-Going etc. vorgaukeln auf den Fotos ein Ladekabel im Laptop gesehen? Und wenn wir schon dabei sind, wenn ich mich (wie auf den Werbefotos) mit Freunden im Park um den Laptop schare und gemeinsam irgendwas share, blogge oder so, dann habe ich aufgrund der Sonne (die auf den Werbefotos immer scheint) praktisch kein Bild mehr auf dem Monitor und anschliessend lauter Pollen auf der Tastatur ... davon sagen die Prospektbilder nix ... ;-)

Claus B.

18. März 2010, 07:53

Das mit den vielen Netzteilen ist schon ein großes Problem, zumal wenn innerhalb einer Gruppe alle ein Handy des gleichen Herstellers haben und dann vor Ort erst feststellen können, dass diese vier Geräte unterschiedliche Anschlüsse bzw. Spannungen haben, so dass man sich nicht untereinander aushelfen kann. Da kann man nur hoffen,  dass doch eines Tages ein einheitlicher Anschluß für alle Geräte verbindlich vorgeschrieben wird. (Schließlich hat sich der Parallel-Port für Drucker ja auch lange gehalten...)

Booooster

18. März 2010, 08:54

Darf ich eine kleine Steigerung anbieten: Nicht nach Italien... Nach Indien reisen. Hmmm. Als ich damit konfrontiert war, habe ich konsequent auf analoge Photographie umgestellt. Was für eine Befreiung.

Patrick

18. März 2010, 09:23

Stick, Handy (iPod), Laptop, Kamera macht insgesamt 5 Kabel (plus eventuell 3 Netzteile) und ein Adapter. Hinzu kommt dass man Handy (iPhone) und iPod jeweils über dasselbe Kabel am Laptop laden kann. Das gilt auch für die meisten Kameras. Die meisten Laptops haben auch die Kartenleser schon integriert (sofern man sich für ein solches Gerät entschieden hat). Wenn ich es also mal überschlage komme ich auf 4 Geräte mit 3 Kabeln und einem Adapter (am besten Multifunktions-)...Dementsprechend pflichte ich Urlich H.B. bei: Man kann dieses Chaos relativ zuverlässig (und Kostengünstig ohne alles doppelt zu besitzen) lösen. Alle weiteren Probleme lassen sich durch moderne Technik weiter vereinfachen (Kamera mit moderner SD Karte mit entsprechend Speicherplatz, moderne Akkus, etc.)

HJLW

18. März 2010, 09:40

sehr netter Artikel!

Ich habe mir die Mühe gemacht alle Verbindungen in einen Koffer zu packen und siehe da es war nachdem es thematisch sortiert wurde ein Reisekoffer der üblichen Art, voll von Stecker und Kabeln ...

Klaus A.

18. März 2010, 10:38

http://www.klausarras.de

Mittlerweile ist es ein Zubehörkoffer geworden! Eine vierköpfige Familie mit zwei pubertierenden Kindern, d. h. in diesem Fall alles in vierfacher Ausführung und dann in New York in einem viel zu kleinen Hotelzimmer in dem die Ladekabel Tag und Nacht das Zimmer wie Spinnennetze durchzogen.

Zu alledem viel zu wenig Steckdosen und zu wenig Adapter, Da halfen nur atemraubende elektrische/mechanische Lösungen. Dem deutschen TÜV hätten die Haare zu Berge gestanden.

Andrea Diener

18. März 2010, 11:14

Michael S., Checklisten erinnern mich immer an diese generalstabsmäßig geplanten Landschulheim-Aufenthalte mit verbindlicher Packliste. Ich find das immer so ein bißchen entwürdigend (Parole: Das Abenteuer beginnt beim Kofferpacken).

.

herbecker, meine Sinne haben sich bislang noch nicht gefesselt gefühlt. Eher die Leser, wenn ich die Kommentare nicht freischalten kann. (Und die Kamera kommt mit. Immer!)

.

Roland W, ich warte auch auf die Erfindung des Laptops, der so auf der grünen Wiese funktioniert, wie man es im Prospekt sieht. Ich will ja gar keine großen Zukunftsvisionen, die Einlösung der Versprechen der Gegenwart reichen für's erste.

.

Klaus A., und dann haben die Kinder vermutlich noch portable Daddelkonsolen dabei?  Da empfiehlt sich die Mitführung einer Steckerleiste. Die macht den Koffer dann auch nicht mehr fett.

Stephan

18. März 2010, 11:26

@Klaus A.,

wenn dann im Hotelzimmer hoffentlich genügend Steckdosen vorhanden sind, ansonsten bleibt meist nur noch die Rasierersteckdose im Bad übrig, die auch nur dann funktioniert, wenn das Licht an ist. Und gleichzeitig die Lüftung läuft. Vor allem wenn man schlafen will und die Lüftung leider sehr gut durch den mangelnden Schallschutz des Bades tönt...wenigstens bleibt man dann wach und kann nach einigen schlaflosen Stunden des Wartens das nächste Gerät anhängen um am nächsten Morgen wieder mit vollen Akkus (naja, zumindest die der Geräte) in den Tag zu starten.

Raffy Ryff

18. März 2010, 13:12

http://machmichgluecklich.eu

Liebe Frau Diener, als Freundin südlicher Destinationen empfehlen ich Ihnen ein Solar Ladegerät. Entspricht in der Grösse einer Schachtel mit 8 Tampons.

JayMGee

18. März 2010, 21:32

http://shop4iphones.de

Tja, früher hat man CDs oder Tapes herumgeschleppt, jetzt sind es Kabel, Speicherkarten und andere Dinge...

Wie gut, wenn man wenigstens ein Mobiltelefon und Mp3-Player in Einem hat, das erspart schon die Hälfte an Kabeln.

In diesem Sinne: Frohes Verreisen!

ps.: Nächsten Monat gehts auch nach Italien.

evm

19. März 2010, 09:14

Hallo Andrea, kann man sich Ihre Photos hier irgendwo ansehen? Oder hätten Sie einen weiterführenden Link? Würde mich mal interessieren, bei der feinen Ausrüstung....

Andrea Diener

19. März 2010, 10:25

Der Süden kommt. Heute! Die Sonne ist sogar schon da.

.

evm, das sind ganz kleine Fotos, die ich mit der Kompaktkamera gemacht hab (der Rest lag ja als Motiv herum). Ich kann Sie vorerst nur hierhin verweisen:

www.flickr.com/.../4390644096

Ansonsten ist auf dem unteren Bild zu sehen: (v.l.) Pentax K10D "Grand Prix" mit Objektiv 18-50/2.8, Voigtländer Color-Zoomar Makro 28-70/4 vom Flohmarkt, altes Leitz Summilux 50/1.4 mit Gegenlichtblende, Voigtländer Nokton 35/1.2 und Leica M9. Das Ganze verstaut in einer Billingham Hadley Pro.

evm

19. März 2010, 11:21

Besten Dank. Viele schöne s/w-Aufnahmen! Dafür eignet sich die M9 übrigens besonders, dank des grossen Kontrastumfangs. Gute Reise. Und immer schön früh aufstehen! Dann ist ja das Licht im Süden am idealsten....;)

Filou

19. März 2010, 23:10

Liebe Frau Diener (17. März 2010, 10:21), ich bin mir ziemlich sicher, dass man mit Haarklammern KEINE Rotweinpullen oeffnen kann. An einem Schweizer Taschenmesser ist ein Korkenzieher dran. Und eine Saege, falls man wegen Alkoholmissbrauchs im Knast landet (Gitter! Sie verstehen.). Das Wichtigste aber ist der Kreuzschlitzschraubenzieher. Damit kann man in billigen Hotels den Fernseher aus der oberen Zimmerecke abschrauben und ins Badezimmer bringen (10 m TV-Kabel gehoeren sowieso ins Gepaeck). Schon ist man wieder zu Hause. Fernseh'n und Besoffensein, des kleinen Mannes Sonnenschein.

Dulcinea

20. März 2010, 01:39

Hoffentlich, liebe Frau Diener, vergessen Sie niemals niemals wieder ein Stück Ihrer zahlreichen Kabel, Akkus, Zweitakkus, Kartenlesegeräte, Speicherkarten, Ladegeräte, USB-Sticks, Auslandsadapter, Kontaktlinsen - was auch immer Sie für Ihre schönen Fotos brauchen! Wieviel Unordnung die Herausoperierung derselben Utensilien aus der heimatlichen Arbeitsumgebung auch immer verursachen mag! Wieviel Salat Sie auch immer damit haben werden! Wieviel Aufregung, wieviel Schmerzen! Ich bitte Sie! Das zählt doch alles nicht, wenn Sie damit dann solche Fotos machen können: www.flickr.com/.../set-72157607794918034! Sie dürfen sich nicht beklagen.

dolby

20. März 2010, 18:17

wow... was für eine High-Tech-Frauen-Handtasche, liebe Frau Diener, wo haben Sie denn die anderen Dinge, die Frauen so in der Handtasche mitführen? Vielleicht kann ich Ihr Leben noch etwas verschönern: auf Reisen nehme ich ein pixo C2+ Universal Ladegerät mit. Hiermit können Sie alle Nokias und Sony-Ericcsons dieser Welt aber auch iDinge aus Cupertino und alle möglichen Fotoakkus reanimieren. Geht mit 100 bis 250 Volt europaweit ohne Adapter und auch im Auto mit 12V. Ihre Handtasche wäre deutlich verschlankt und Sie sparen bare Zeit beim Aufbruch zu zukünftigen Reisen. Neugierig? -> www.pixo.de/p/products_c2plus.html#

Andrea Diener

20. März 2010, 22:38

dolby, ich habe mir sagen lassen, meine Handtasche passe perfekt in die Untergattung "Journalistinnen-Handtasche", und der Lippenstift ist vorn drin, gleich neben dem USB-Kabel.

.

Dulcinea, wie nett, danke. Ausgerechnet ein Foto, das ich mit der Kompaktknipse gemacht habe. Hmpf.

Dulcinea

20. März 2010, 23:54

O! Verzeihung! Ich habe von technischen Feinheiten diesbezüglich leider keine Ahnung. Mir gefallen einfach die Lichteffekte darauf, auch auf Ihren anderen Bildern. Mir gefallen übrigens auch die Menschen, die Sie ablichten! Sie erzählen mir etwas, kompakt oder nicht! Nehmen Sie es bitte als uneingeschränktes Kompliment.

dolby

21. März 2010, 15:42

Ich habe bisher noch keine Journalistin kennengelernt und kenne mich natürlich auch nicht mit deren Handtaschen aus. Ich lerne: Journalistinnen haben neben dem Lippenstift ein USB- Kabel. Werde mal drauf achten.

dolby

24. März 2010, 09:21

Apropos Daten auf Wanderschaft oder als Wink des Herstellers zu verstehen: seit ein paar Tagen gibt es ein Firmwareupdate für Ihre hessische Edelknipse. Und das können Sie dank gut gefüllter Handtasche jetzt auch jenseits der Alpen aufspielen. Es braucht einen gut gefüllten Akku, eine leere Speicherkarte nebst Kartenleser, einen PC oder Mac-C und ein Internet. Ist ja alles eingepackt!

Nach dem Update haben wir hier Chancen auf noch bessere Bilder, um das Thema mal positiv zu sehen.

Schwarzwälder

29. März 2010, 16:17

"Kabel verheddern sich immer, wenn man ihnen kurz mal den Rücken zudreht, und anschließend verknoten sie sich mit den Kopfhörern zu einem schwarzweißen Spaghettiberg, den man nur entwirrt bekommt, wenn man früher Handarbeitsunterricht hatte oder drei Semester Makramee studiert, aber immerhin weiß man jetzt, wofür man diesen Topflappenblödsinn mal gelernt hat. "

Wiundervoll.

Noch nirgendwo habe ich eine bessere Beschreibung dessen gelesen, was jeder Informatik- oder sonst irgendwie Technikaffine unter der Begriffsbezeichnung Laokoonsyndrom kennen und hassen gelernt hat.

Witzig dabei ist ja nur, daß in den ganzen bunt schillernden Zukunftsromanen aus der Zeit, als die Zukunft noch eine Zukunft hatte (also die Fünfziger und Sechziger des letzten Jahrhunderts im letzten Jahrtausend), nirgendwo eine Stelle zu finden ist, in denen die ach so futuristische Technik an so etwas (vom Standpunkt eines Ingenieurs aus) Läppischem wie miserabel designten Schnittstellen, und seien es die zur Stromversorgung, scheitert. Nein, da funktioniert einfach alles. Zusammenstöpseln, paßt und geht.

Jaja, früher war sogar die Zukunft besser.

Andrea Diener

29. März 2010, 17:42

Laokoonsyndrom heißt das?

Jetzt hab ich auch was gelernt.

Schwarzwälder

31. März 2010, 23:46

Dochdoch ... auch wenn es eine Eigenwortschöpfung analog der Logorrhoe ist. Aber die Bedeutung wird einem sehr schnell klar angesichts der Bilder und Infos, die Tante Wiki hervorzuzaubern vermag: de.wikipedia.org/.../Laokoon, u.a. bekannt durch die de.wikipedia.org/.../Laokoon-Gruppe ...

Aber sinnvolle Wortschöpfungen gehören weiterverbreitet. Siehe auch Arbeitssedimentbildung (sic!) ...

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