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Das Fernsehblog

Zwei bis drei Dinge, die einem den Besuch bei "Wer wird Millionär?" versauen können

17. Februar 2009, 20:09 Uhr

Es waren mindestens zwei Dinge, die für Frau U. aus der Nähe von Düsseldorf an diesem Tag, an dem sie im Pulikum von "Wer wird Millionär?" saß, nicht so gut gelaufen sind. Das erste war, dass sie sofort aufgesprungen war, als der Kandidat fragte, wer im Publikum die Antwort auf die Frage wüsste, mit welchem Zusatz in aller Regel der Amtseid der US-Präsidenten ende.

Sie sagte, sie wisse das sicher, sie habe das im Fernsehen gesehen: "Antwort B, God bless America". Das war falsch, weshalb der Kandidat sofort ausschied und mit läppischen 500 Euro nach Hause gehen musste.

Ja, ups. Das war die eine Sache, die für Frau U. aus der Nähe von Düsseldorf nicht so gut gelaufen war.

Die zweite Sache, die für Frau U. aus der Nähe von Düsseldorf nicht so gut gelaufen war:

Sie saß unmittelbar hinter Günther Jauch.

Weshalb sie für ungefähr den ganzen Rest der Sendung...

...mit ihrer Scham...

...im Bild blieb.

Richtig glücklich...

...sah sie nicht aus.

Und wenn es noch etwas gab, das die arme Frau U. aus der Nähe von Düsseldorf an diesem Tag verfluchte, war es, dass Günther Jauch nicht einfach ordentlich gerade sitzen wollte:

 

Veröffentlicht 17. Februar 2009, 20:09 von Stefan Niggemeier
Kommentare

Frau U.

17. Februar 2009, 20:57

...aber Sarah Connor hätt' ich gewußt!

Robert

17. Februar 2009, 21:02

Und dann kommt der Stefan und haut nochmal richtig drauf. ;-)

Darian van Dark

17. Februar 2009, 22:09

http://darianvandark.wordpress.com/

Wer sich in die Millionen begibt, kommt nicht selten darin um. In diesem Sinne:

Darian van Dark, Antimillionär seit 1975

schlevian

17. Februar 2009, 22:51

Dieser neue "Zusatzjoker" hat sich nun weiß Gott schon häufig genug als üble Falle für die jeweiligen Kandidaten erwiesen. Deswegen weiß ich auch nicht, warum sich Herr Jauch immer so freut, wenn ein Kandidat die "Risikovariante" wählt, denn es kann ja auch nicht im Interesse der Sendung selbst sein, die Leute ständig mit 500 Euro nach Hause zu schicken. Bei aller Wertschätzung, die ich für Ihre Arbeit hege, lieber Herr Niggemeier, weiß ich allerdings auch nicht, warum es notwendig war, diese Dame, der nun wirklich nicht wohl in ihrer Haut gewesen sein kann, nun noch einmal in aller Ausführlichkeit im Fernsehblog der Öffentlichkeit zu präsentieren.

hofnarr.florian

18. Februar 2009, 00:19

http://www.hingesehen.net/

Schon peinlich. Waren bestimmt die schlimmsten 60 Minuten ihres Lebens.

Frau Sellin

18. Februar 2009, 02:00

Zusatzjoker gelten ja als die sog. Experten ... wer sich also anmaßt, das "sicher" zu wissen, nur der Chance auf 500 EUR wegen, der sollte auch aushalten (können), wenn´s schief geht ... und so schockiert sah sie - für mich - gar nicht aus.

Mittlerweile stehen ja auch immer gleich die Nachbarn mit auf, das erhöht die Chancen, ausgewählt zu werden - so auch hier; dieser hätte natürlich (nachweislich !) ebenfalls die falsche Antwort gegeben ...

Mir tut nur der sympathische Kandidat leid (auch wenn er es letztlich natürlich selbst verantworten muß), aber die Zuschauerin jedenfalls nicht ... deswegen find ich den Blog diesbezüglich auch nicht weiter dramatisch :o)

SvenR

18. Februar 2009, 09:21

Es ist mir immer wieder ein Rätsel, wieso Eigen- und Fremdwahrnehmung bei Menschen manchmal so diametral auseinander liegen. Sie war überzeugt es zu wissen, ohne den blassen Hauch eines ungefähren Schimmers zu haben. Das ist in meinen Augen nicht viel anders, als bei den DSDS-Kandidaten, die überhaupt nicht – nicht einmal schlecht – singen können. Hauptsache mal im Fernsehen.

Robert

18. Februar 2009, 10:22

Da kommen vielleicht mehrere Dinge zusammen, der nette Herr Jauch, das Frensehen, "God bless america" hat sie auch schon mal einen Präsidenten sagen hören. Freundlich euphorisch steht sie auf wird ausgegewählt, wacht auf und merkt "na das war wohl etwa voreilig ...."  Schwamm drüber Frau U!

Naja eigentlich wollte ich nur schreiben: "Sarah Connor kann nicht singen aber ihr Sohn wird die Welt retten." - Hab ich auf nem T-shirt gelesen.

GS

18. Februar 2009, 11:49

http://www.mindthecompany.de

Kleiner Nachtrag zum Thema "Selektive Wahrnehmung": Der Zusatzjoker (also der, bei dem die Leute im Publikum aufstehen dürfen) wurde bisher 126 mal gezogen; nur 13 mal lag er daneben. Aber diese Fälle bleiben natürlich besonders im Gedächtnis haften.

BloodyFox

18. Februar 2009, 12:17

http://www.metalimpetus.de

Ich fand die letzte Kandidatin viel geiler:

"Wen wollte Arnold Schwarzenegger 1984 als 'Terminator' terminieren?"

A: Sarah Connor - B: Yvonne Catterfeld - C: Nena - D: Bill Kaulitz

Erst Antwort der Kandidatin: Mhmm, also Sarah Connor, Yvonne Catterfeld und Bill Kaulitz waren damals noch nicht im Geschäft, also kann es nur Nena sein... autsch...

Und dann wählt sie noch als Telefonjoker eine FRAU, das hätte jeder Mann gewusst, oh man... und dann direkt noch den 50:50 hinterher... Manchmal fragt man sich echt...

kampfstrampler

18. Februar 2009, 12:48

Mein Mitleid mit Kandidat und Zusatz-JokerIn hält sich doch in gewissen Grenzen - gerade diese (m.E. sehr intelligent formulierte) Frage hätte durch ein bißchen lautes Nachdenken locker gelöst werden können.

"God save the Queen" - haha, die Neu-England-Staaten sind seit 200 Jahren nicht mehr britische Kolonie.

"In God we trust" - nee, soweit ist Obama noch nicht gesunken, daß er auf Greenbacks schwört.

"God bless America" - kenne ich doch nur als patriotischen Song (wie "This Land is Your Land"). Beim Eid auf die Verfassung darf nicht mal gestottert werden, geschweige denn gesungen.

"So help me God" = so wahr mir Gott helfe! Ja, Amtseide werden auch bei uns mit (oder ohne) Gottes Hilfe abgelegt.

Also, ich riskier's ... Herzlichen Glückwunsch!

P.S. NIE würde ich mich freiwillig in die 1. Reihe setzen??

schlevian

18. Februar 2009, 13:12

@GS: Vielen Dank für die interessante Information! Ich hätte in der Tat gedacht, dass es schon weit öfter passiert wäre. So kann man sich täuschen ... :-).

TippSpielGott

18. Februar 2009, 17:10

@BloodyFox: Ähhh, nö!

Darian-van-Dark

18. Februar 2009, 17:51

http://darianvandark.wordpress.com/

Nun, der Rahmen bestimmt die Wirkung, denn: Wie viele der Zuschauer haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Dame im Studio zugestimmt? Etliche. Wie viele der Zuschauer standen im Endeffekt dumm da und hatten teilweise den Verlust eines Kandidaten zu verantworten? Vie viele standen da und wurden von einem Jauch noch wenig auf die Schippe genommen? Wie viele standen da, vor Millionen und durften die unzähligen Finger des Ätschibätschibistdudoof auf sich zeigen fühlen? Nur eine Einzige. Die arme Sau.

Darian, armes Schwein seit 1975

Daniel

18. Februar 2009, 21:48

@kampfstrapler: Gegen diesen Schwall von Unsinn geht die Antwort der "Jokerin" glatt noch als durchdacht und richtig durch.

renneh

19. Februar 2009, 11:28

@schlevian: Herr Jauch freut sich wenn die Kandidaten die Risikovariante wählen da es ihm die Möglichkeit gibt für Verunsicherung zu sorgen. Also: der Kandidat kennt die Antwort nicht oder ist sich nicht sicher. Er fragt jemanden aus dem Publikum der behauptet die Antwort zu kennen. Jetzt hat Herr Jauch die Chance Kandidat und Publikums-Joker gegeneinander auszuspielen. Wenn alles gut geht ist der Kandidat so verwirrt, daß er noch den 50:50 Joker wählt. Kandidaten zu verunsichern ist sicher eine der Stärken von G. Jauch.

Darian van Dark

19. Februar 2009, 12:06

http://www.Darian-van-Dark.de

Verunsicherungen sind bei den regelmässig, vergleichsweise hohen Summen im Rahmen des moralisch durchaus Erlaubten. Das hätte aber mal jemand dem "Darian seiner Oma" sagen sollen, dass man im Jahre 2009 mal locker mit 15 Minuten auf dem Stuhl hocken stolze 16.000 oder gar 32.000 wenn nicht auch 64.000 Euro abgreifen kann. Und was das mal in DM waren (Anm.: Für die, die sich nicht mehr erinnern: DM = Alte Währung der BRD). Wo man doch früher nix hatte und die Oma mit dem Bollerwagen los ist, Kartoffeln sammeln - so ich aus dem Film "Kein Pardon" zitieren darf.

Darian, ohne Pardon seit 1975.

Stefan W.

21. Februar 2009, 16:13

http://home.arcor.de/hirnstrom

@BloodyFox: Falsch - ich zum Beispiel weiß nicht, wen oder was der Terminator terminieren wollte. 1984? Die Sowjetunion? Einen Afghanistankrieg? Oder war das Sylvester Stallone?

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