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Das Fernsehblog

Der ZDF-Korrespondent und die Fritzl-Opfer in der "Klapsmühle"

17. März 2009, 02:07 Uhr

Wer sich online in der ZDF-Mediathek noch einmal die 19-Uhr-"heute"-Sendung von Montagabend ansehen will, findet dort nicht mehr die komplette Sendung. Das ZDF hat unauffällig das Gespräch herausgeschnitten, das Moderator Steffen Seibert mit dem Wiener Studioleiter Klaus Prömpers (rechts) über den Inzest-Fall von Amstetten führte. Prömpers hatte darin die psychiatrische Klinik, in der die Opfer von Josef Fritzl untergebracht sind, als "Klapsmühle" bezeichnet.

Auf heute.de findet sich dazu folgende Erklärung:

Falsche Wortwahl in der heute-Sendung

In der 19 Uhr-heute-Sendung am Montag ist uns ein sprachlicher Fehlgriff unterlaufen. In einem Livegespräch zum Auftakt des Fritzl-Prozesses verwendete unser Korrespondent Klaus Prömpers eine unangemessene, umgangssprachliche Formulierung für eine psychiatrische Klinik, das Landesklinikum in Amstetten-Mauer. Dort, in einem Zentrum für seelische und körperliche Gesundheit, werden die Opfer des Angeklagten zurzeit betreut und von der Öffentlichkeit abgeschirmt.

Das ZDF bedauert diese sprachliche Entgleisung. Klaus Prömpers: "Es lag mir fern, die Klinik oder ihre Patienten und Mitarbeiter in irgendeiner Weise abzuwerten. Für diese Formulierung möchte ich mich entschuldigen."

Bei allem Respekt für die schnelle Entschuldigung - wie weit muss ein Korrespondent neben sich stehen, um überhaupt, geschweige denn in diesem Zusammenhang und in der Zuschaltung einer Nachrichtensendung, von einer "Klapsmühle" zu reden?

Nachtrag, 13:10 Uhr. Wörtlich hatte Prömpers nach Angaben des Medienmagazins DWDL auf die Frage nach dem Verbleib der Opfer während des Prozesses gesagt:

"Dort in dieser Klapsmühle, muss man ja im Grunde sagen, in dieser Landesklinik, sind sie sicher hinter Gittern verwahrt in dieser Woche, so dass kein Medienvertreter an sie heran kann."

Foto: ZDF

Veröffentlicht 17. März 2009, 02:07 von Stefan Niggemeier
Kommentare

Thorsten Schulze

17. März 2009, 09:32

Die Formulierunge war vielleicht nicht korrekt, aber so etwas ist menschlich. Wir haben in diesem Land andere Sorgen. Mein Kommentar: Schwamm drüber!

SWeber

17. März 2009, 09:43

"Bei allem Respekt für ...... " wie weit müssen die Medien neben sich stehen um auf so einer großen Plattform sich 1. über derartige Nichtigkeiten zu erregen aber gleichzeitig wie die Leichenfledderer zunächst die Opfer zu belagern in der Klinik auf Bäume zu klättern um Fotos zu erhaschen und nun Interview Versuche mit einem Aktenordner zu führen... Solche Reaktionen wie dieses rausschneiden von "politisch inkorrekten" Stellen sind einfach nur unerträglich heuchlerich im Gesammtzusammenhang mfG

Deb

17. März 2009, 10:01

Meine Güte, da hat er halt "Klapsmühle" gesagt. Na und? Dieser Begriff sollte vielleicht nicht gerade in einer Nachrichtensendung verwendet werden, aber deswegen gleich so ein Fass aufzumachen ist doch übertrieben.

turbooeko

17. März 2009, 10:09

In Österreich sieht man es mit der Ausdrucksweise nicht so eng wie in Deutschland, was ich gut finde. Dort kommt einem auf der Autobahn auch noch ein Geisterfahrer und nicht etwa ein Falschfahrer entgegen - außerdem weiß doch jeder was man unter dem Begriff "Klapsmühle" versteht. Und wegen dieser Wortwahl wird nun nicht einmal mehr erklärt in welchem Kontext dieser Begriff gefallen ist - es wird über die Wortwahl eines Korrespondenten ausführlicher Diskutiert, als über das eigentliche Thema - schöne neue deutsche Medienwelt.

awe

17. März 2009, 10:27

Na, wenn wir keinen wichtigeren Themen haben, können wir ja dann wieder zur Tagesordnung überkehren...

Julia

17. März 2009, 10:41

Das passiert, weil die Sprache in den Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender so schlecht und umgangssprachlich geworden ist! Ständig bekommt man außerdem auch noch die Meinung oder Bewertung des Sprechers zu hören, der sich doch eigentlich vornehm zurückhalten und nüchtern präsentieren sollte. Oft genug gibt es dann mißlungene Kalauer und schlechte Wortspiele, die meiner Meinung nach in einer einigermaßen niveauvollen Nachrichtensendung einfach fehl am Platze sind.

Jo

17. März 2009, 10:48

Schlimmer finde ich - trotz allem, was geschehen ist - dass Fritzl in diversen Medien als "Monster" betitelt wird. Ein bisschen Respekt sollte ja noch vorhanden sein.

tumulder

17. März 2009, 10:55

http://zeitverschwender.blogspot.com

Auch erschreckend, daß es anscheinend immer noch zu wenig Menschen gibt, die den Unterschied zwischen Klapsmühle und Psychatrische Klinik nicht verstehen, wollen oder können.

Paule

17. März 2009, 10:59

In Zeiten, wo selbst aus dem Kanzleramt der einzige Anspruch an die ZDF-Nachrichten die Quote ist, sind solche Entgleiser sicher im Sinne von Herrn Koch.

Stefan Pistolius

17. März 2009, 11:01

Als ich gestern die heute-Sendung sah, bin ich fast vom Stuhl gekippt. Der Korrespondent hat den Begriff "Klappsmühle" bewußt verwendet um zu unterstreichen, daß es sich bei der Anstalt um eine geschlossene Psychiatrie handelt. Wenn daß keine Entgleisung der untersten Schubblade war und sich der Korrespondent nicht als Anhänger höchst fragwürdiger Vorstellungen bzgl psychischer Krankheiten entpuppte!!!  Alle Nazometer der öffentlich rechtlichen zusammen, können einen nicht halb so viel Schamesröte ins Gesicht treiben.

onlystardust

17. März 2009, 11:14

"Bei allem Respekt ..." oder: Von der Wichtigkeit der Nichtigkeit.

sal

17. März 2009, 11:15

http://jkf997@googlemail.com

Es ist ja nicht selten, dass Stefan Erbsenzählerei vorgeworfen wird. Dass aber von den ersten fünf Kommentatoren alle diese Entgleisung für eine Nichtigkeit halten, finde ich schon überraschend.

Viele Psychiater, Psychiatrieerfahrene und Angehörige kämpfen mühevoll gegen die Stigmatisierung solcher Einrichtungen und ihrer (Ex-) Patienten an, und dann kommt so einer wie Prömpers und reißt alles mit dem Hintern wieder ein.

Das war vergleichbar mit einem rassistischen oder homophoben Ausfall. Schade, dass das so wenige Leute erkennen.

Giubar

17. März 2009, 11:24

Nun, ich denke, das Problem liegt darin, dass die Bezeichnung "Klapsmühle" in Zusammenhang mit den Opfern verwendet wurde. Wäre es um den Täter gegangen, hätte sich wahrscheinlich niemand aufgeregt. "Gute" Opfer und "böses" Wort passen eben nicht so gut zusammen wie "böser" Täter und "böses" Wort.  

Lomexx

17. März 2009, 11:36

Hmmm.. wundere mich ein bisschen, dass dieser zugegeben jetzt nicht weltbewegende sprachliche Lapsus hier in den Kommentaren so mir nichts dir nichts für lässlich erklärt wird: "Klapsmühle" für den Ort, wo sich gerade die Opfer eines monströsen Verbrechens von ihren unvorstellbaren physischen und psychischen Qualen erholen - (wobei "erholen" es sicher nicht ansatzweise treffend beschreibt)? Ich finde schon auch, dass man als Journalist schon sehr "weit neben sich stehen" muss, um dergleichen im Rahmen einer Berichterstattung  zu bringen - und es durchaus angebracht ist, auf so einen Fehlgriff hinzuweisen. Ich jedenfalls wünsche mir, dass die Berichterstattung über die Sachlage in einem solchen Fall in einer Nachrichtensendung zumindest geringfügig sensibler und respektvoller ausfällt, als in der Kneipe umme Ecke: "Der Alte im Knast, Frau und Kinder in der Klapsmühle", trifft da vielleicht nicht ganz den wünschenswerten Ton.

@turbooeko: Ich verstehe nicht ganz, was in diesem Fall an der vermeintlich lässigeren Ausdrucksweise nach Österreichischem Vorbild erstrebenswert sein soll. Meinen Sie, das es schwerst traumatisierten oder seelisch kranken Menschen hilft, wenn der Ort, an denen ihnen geholfen wird, als Klapse bezeichnet wird? Man muss kein Fan von political correctness sein, um zu erkennen, dass hier auch der Ton die Musik macht. Soll auch und gerade in der österreichischen Provinz ja schon vorgekommen sein, dass der Bau einer psychiatrischen Klinik von einem Mob mit Mistgabeln verhindert wurde. Wer will schon eine Klapsmühle in der Nachbarschaft?

Michael

17. März 2009, 11:58

Also ich finde es angebracht das er sich entschuldigt, war selbst mal Patient in so einer Einrichtung.

Trotzendorff

17. März 2009, 11:59

http://www.trotzendorff.de

Das meinen Sie und das ZDF aber doch bitte nicht ernst, oder? Sicherlich keine glückliche Formulierung, aber seit wann sind die Medien denn bitte derart eingeschüchtert, dass sie sich schon selbst zensieren?

Lomexx

17. März 2009, 11:59

Hmmm.. wundere mich ein bisschen, dass dieser zugegeben jetzt nicht weltbewegende sprachliche Lapsus hier in den Kommentaren so mir nichts dir nichts für lässlich erklärt wird: "Klapsmühle" für den Ort, wo sich gerade die Opfer eines monströsen Verbrechens von ihren unvorstellbaren physischen und psychischen Qualen erholen - (wobei "erholen" es sicher nicht ansatzweise treffend beschreibt)? Ich finde schon auch, dass man als Journalist sehr "weit neben sich stehen" muss, um dergleichen im Rahmen einer Berichterstattung  zu bringen - und halte es für durchaus angebracht, auf so einen Fehlgriff hinzuweisen. Ich jedenfalls wünsche mir, dass die Berichterstattung über die Sachlage in einem solchen Fall in einer Nachrichtensendung zumindest geringfügig sensibler und respektvoller ausfällt, als in der Kneipe umme Ecke: "Der Alte im Knast, Frau und Kinder in der Klapsmühle", trifft da vielleicht nicht ganz den wünschenswerten Ton.

@turbooeko: Ich verstehe nicht ganz, was in diesem Fall an der vermeintlich lässigeren Ausdrucksweise nach Österreichischem Vorbild erstrebenswert sein soll. Meinen Sie, das es schwerst traumatisierten oder seelisch kranken Menschen hilft, wenn der Ort, an denen ihnen geholfen wird, als Klapse bezeichnet wird? Man muss kein Fan von political correctness sein, um zu erkennen, dass hier auch der Ton die Musik macht. Soll ja auch und gerade in der österreichischen Provinz schon vorgekommen sein, dass der Bau einer psychiatrischen Klinik von einem Mob mit Mistgabeln verhindert wurde. Wer will schon eine Klapsmühle in der Nachbarschaft?

sonja nagel

17. März 2009, 12:25

Ich habe mal in einem Deutschaufsatz (1966, 12 Jahre alt), um meine Gefühle in einer Achterbahn im Wiener Prater wiederzugeben, geschrieben: "Mir blieb die Spucke weg" ... ein dicker Ausdrucksfehler am Rand!

Das ist hängengeblieben.

Martin

17. März 2009, 13:02

Das kann doch mal passieren.... nicht so schlimm mMn

muss denn immer alles politisch korrekt ausgedrückt werden?

skeptischer Optimist

17. März 2009, 13:29

Ich empfinde das Wort auch als verletzend, aber ich denke auch, dass so etwas mal im allzeit hektischen Medienbetrieb passieren kann. Der Punkt ist aber viel eher, dass dieses Wort eben verbreitet ist in der Umgangssprache – also im ganz normalen Alltag benutzt wird und so eben auch mal in eine Nachrichtensendung hineinrutscht.

Das Wort und sein Gebrauch deuten für mich auf das mangelnde Verständnis hin für das, was in Therapien passiert. Und es drückt eine ganz starke Abgrenzung aus – das was dort passiert, hat auf jeden Fall nichts – so die mitlaufende Idee – mit einem selbst oder der „normalen“ Gesellschaft zu tun. Dabei ist auch eine emotionale Abwehr im Spiel. Man will das lieber nicht zu genau wissen, bevor es einen selbst an eigene kritische Punkte bringt. Die starke Abwertung, die sich dazu noch in einem Wort wie Klapsmühle gegenüber den Menschen ausdrückt, ist auf diese Abwehr gegründet.

Nun gibt es, denke ich eine Verbindung, zwischen dieser Diskussion und der weiteren Diskussion um die Ereignisse in Winnenden: die Verkennung von emotionalen Problematiken – und um die Bearbeitung solcher Problematiken geht es ja zentral in therapeutischen Zusammenhängen. Und das ist etwas, was weniger mit political correctness oder dem Verhalten eines Journalisten zu tun, sondern mehr damit, welche Rolle wir Gefühlen in unserer Gesellschaft beimessen und ob und wie wir darüber reden wollen – ironisierend, distanzierend, voyeuristisch, oder doch eher empathisch, offen. Das könnte unter Umständen zu etwas mehr Verständnis führen (Ich will hier sicherlich kein Allheilmittel vorschlagen).

Anina

17. März 2009, 13:33

Viel schlimmer als "Klapsmühle" finde ich die Formulierung "hinter Gittern sicher verwahrt" als würden hier Täter und Opfer verwechselt. Sehr unangebracht und vor allem sehr unprofessionell!!

Mensch mit Meinung

17. März 2009, 13:55

Wenn das die größten Probleme sind, die wir haben, muss es uns ja richtig gut gehen.

JLEBeckmann

17. März 2009, 14:04

http://JLE Beckmann

Zurecht hat sich das ZDF für den Gebrauch des Begriffs "Klapsmühle" entschuldigt. Zumal Prömpers ja kein Anfänger ist.

Dass allerdings so manch einer nichts daran zu beanstanden findet. zeigt, dass der Korrespondent dem Volke "nur" aufs Maul geschaut hat....

Das ist ein wahrer Jammer.

UFBecker

17. März 2009, 14:13

Befremdend, wie nachlässig und bagatellisierend man mit Sprache und Inhalten (inzwischen) umgeht.  Das hat überhaupt nichts mit politischer Korrektheit zu tun.

Geert Lemmens

17. März 2009, 14:49

Wirklich wichtig ist doch zu wissen WARUM Prömpers von einer Klapsmühle gesprochen hat. Das würde mich interessieren!

Ursula

17. März 2009, 15:26

Darf man "Fritzl" sagen? Oder muss es "F." heißen?

hofnarr.florian

17. März 2009, 15:43

http://www.hingesehen.net/

Naja, um sowas im Fernsehen zu sagen muss man schon sehr wenig nachdenken. Ist doch klar, dass sowas Folgen hat - auch wenn es eigentlich nur ein sprachlicher Ausrutscher war.

Niels

17. März 2009, 17:19

http://www.zeineku.de

Ich kenne Herrn Prömpers nicht, aber Studioleiter in Wien - ich glaube nicht mal beim ZDF schickt man da die erste Reihe des eigenen Personals hin.

Arnulf

17. März 2009, 18:58

@Ursula: F. wäre (bis zu einem rechtskräftigen Urteil) korrekt.

Daniel

17. März 2009, 19:57

Als ich die Sendung gesehen habe, war mein erster Gedanke, dass er insgesamt angefangen hat zu stammeln (wie Reporter das gerne mal tun, wenn die Regie über den Knopf im Ohr mit ihnen spricht oder wenn es irgendwelche anderen Ablenkungen gibt).

Ich finde die Formulierung auch unmöglich, aber die Frage "Wie weit muss ein Korrespondent neben sich stehen ...?" würde ich beantworten mit "Nicht sehr weit". Mancher, der sich über so etwas ereifern kann, würde vor 3-4 Millionen Zuschauern keinen Ton herausbekommen. Insofern sollte es auch bei einem Profi, der offensichtlich ins Schlingern gekommen ist, bei einem einmaligen Fehlgriff mit einer Entschuldigung getan sein. Jemandem deshalb seine Kompetenz abzusprechen, ist anmaßend.

rantmad

18. März 2009, 18:17

freunde des runden leders

das es bei den super-liberalen faz-lesern wenig leute gibt, die sich an der formulierung stören, wundert mich nicht (die ganz harten werden sich eh nicht zu den zeitraubenden blogs verirren (weil zeit=geld))

aber das schlägt schon dem fass den boden aus, finde ich zumindest als student und angehender journalist (der wirklich viel zu viele entgleisungen der medien in den letzten wochen verkraften musste!)

prömpers ist ein hohes tier beim zdf und erfahren noch dazu, er war zwar nervös (habe es live gesehen - obwohl ich den gut-mensch-nachrichten beim zdf eigentlich schon lange abgeschworen habe), aber das ist keine entschuldigung - so was darf nicht passieren!!! und wenn, dann steh ich dazu - irren ist schliesslich menschlich

ALLES ANDERE HAT FÜR MICH DEN BEIGESCHMACK VON ZENSUR!!

fast besser fand ich aber den typ vom ard-mittagsmagazin:

live-schalte von vorm gericht, aber mit schwarzem mikro-schutz statt dem normalen blauen von der ard... die wollten wohl nicht als ard auffallen im gewühl

René

18. März 2009, 21:20

Ich schließe mich dem Kommentar von Daniel über mir an, obwohl ich selbst bereits in der Psychiatrie stationär behandelt worden bin. "Klapsmühle" ist zwar ein zweifelhafter Begriff, vor allem, wenn ihn ein Journalist benutzt. Dennoch will ich daraus nicht gleich auf die grundsätzliche Einstellung des Korrespondenten schließen.

Manche Freunde sprechen auch mir gegenüber von der "Klapse", aber sie haben selbst in Zeiten schwerer Krankheit zu mir gestanden. Im Umkehrschluss habe ich Leute kennengelernt, die stets auf politisch korrekte Sprache im Umgang mit psychisch Kranken achten, aber sonst lieber nichts mit ihnen zu tun haben wollen.

Nicht immer verrät die Sprache, um was für einen Menschen es sich handelt. Zudem hat sich der Mann entschuldigt - warum nachtreten?

mental_asyl

19. März 2009, 13:09

in zeiten, in denen nachrichten 'news' sind oder 'newstime', wo fakten keine fakten sind sondern 'facts' sind, muss man sich nicht wundern, wenn man sich mal weg vom hochgestochenen und unverstaendlichen kauderwelsch begibt und sagt was eh alle sagen ...

die psychiatrie is die klapse, das gefaengnis der knast und der bundestag is halt der karnevalsverein^^

mental_asyl

19. März 2009, 13:23

da faellt mir ein, wenn ich zu nem inhaftierten einer justizvollzugsanstalt 'knacki' sage ... is das politisch falsch?

Konsument

19. März 2009, 14:39

Die Diskussion ist ein schönes Beispiel für die Erregungskultur, die sich in Deutschland breit gemacht hat. Was ist passiert? Ein Korrespondent hat sich in der Aufregung im Ton vergriffen. Das könnte man einfach so stehen und auf sich beruhen lassen. Nachdem wir aber alle p.c. sind, hat das ZDF und Herr Prömpers sich schnell entschuldigt, weil man in diesem Land ja immer für alles und jeden eine öffentliche Entschuldigung fordert, was nicht p.c. ist. Und trotzdem wird auf dem Mann herumgehackt als ob es nichts Wichtigeres gäbe. Er hat einen Fehler gemacht - und?

BloodyFox

20. März 2009, 09:09

http://www.metalimpetus.de

Ich find's lustig, schon allein wegen der Diskussion, die darueber jetzt entbrannt ist.

-ela

20. März 2009, 14:27

Ich frag mich grad, was die "Wenn wir sonst keine Probleme haben"-Fraktion gesagt hätte, hätte der Mann "Schwuchtel" gesagt oder "Kanacke"...

Man kann sich ja mal im Ton vergreifen im Eifer des Gefechts?

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