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Der Tag, an dem das Fernsehen dabei war, als Michael Jackson starb

27. Juni 2009, 14:08 Uhr

Als am Freitag auch die "Tagesschau" um 20 Uhr mit der Nachricht vom Tod Michael Jacksons begann, war klar, dass der Tag nicht viel seltsamer werden könnte. Im "Tagesschau"-Blog berichtet "ARD aktuell"-Chef Kai Gniffke, wie er vorher entschieden hatte, mit Jackson aufzumachen:

"Die gesamte Redaktion hat gegen meine Idee argumentiert. Es gab zwar kaum jemanden, dem der 'King of Pop' als Person irgendwie sympathisch gewesen wäre. Aber das ist nun mal kein Nachrichtenkriterium. (...) Jacksons Tod ist Gesprächsthema bei hunderten Millionen Menschen, vielleicht Milliarden. Was braucht ein Tagesschau-Aufmacher-Thema noch mehr?"


Screenshot: ARD

Es ist erstaunlich, in welchem Ausmaß Jacksons Tod seit der Nacht von Donnerstag auf Freitag weltweit die Medien durcheinander wirbelt. Nicht nur, weil der frühere "King of Pop" in den vergangenen Jahren den meisten Journalisten (zumindest in Deutschland) allenfalls eine Randbemerkung in den Klatschspalten wert gewesen war, sondern weil diese Art der Dauerberichterstattung sonst nur vorkommt, wenn auf der Welt große Unglücke und Katastrophen passiert sind. Das hat auch im deutschen Fernsehen zu einigen Situationen geführt, an die man sich noch eine Zeitlang erinnern wird.

Jedenfalls ist anzunehmen, dass es Uri Geller nach diesem Freitagabend nicht mehr so schnell in die "Tagesthemen" schaffen wird.


Screenshot: ARD

Und dass Thomas Gottschalk einmal zu Beginn eines "heute journals" als Korrespondent live aus Los Angeles zugeschaltet werden würde, hätte vorher vielleicht auch niemand gedacht. Mit wirren Haaren und ganz in schwarz gekleidet stand Gottschalk vor Jacksons Haus in L.A., wo den ganzen Tag über schon die vielen anderen Korrespondenten gestanden hatten, und lieferte erstaunlicherweise eine der besten Analysen des Tages.


Screenshot: ZDF

Anstatt atemlos aus Agenturmeldungen zu zitieren und Halbwissen vorzutragen, erklärte Gottschalk schlicht, wie er Jackson einmal bei "Wetten dass..?" begegnet sei, wie sehr er auf ihn den Eindruck einer "gespaltenen Persönlichkeit" gemacht hatte, der jedes Gespräch als "persönliche Bedrängung" empfand, ein Mann, der in den einfachen Dingen des Lebens "nicht funktionierte", aber auf der Bühne sofort umschalten konnte, um das Publikum mitzureißen. Das war hochgradig subjektiv - aber im Vergleich zu dem, was die zahlreichen "Experten" davor schon losgelassen hatten, zumindest glaubwürdig und interessant.

Besonders gefragt war an diesem Tag Jacksons Biograf Christian Marks, der am Nachmittag bei N24 auf die Frage antwortete, ob Jackson die ab Juli geplanten Comeback-Konzerte überhaupt hätte durchstehen können:

"Ich denke schon, denn eigentlich war er ja ganz schön fit. Und er hat auch angefangen, weiter zu trainieren, mit Fitnesstrainern seine Physis zu verbessern. Er wusste, was ihm bevorsteht, er ist ja Profi."

In "Exclusiv" bei RTL erzählte Marks am Abend exakt das Gegenteil:

"Er war ja schon sehr mager, fast magersüchtig. Ich glaube, dass die Kombination aus psychischer und physischer Belastung für sein Herz zuviel war."


Screenshots: N24/RTL

Auskenner waren gefragt an diesem Freitag, und die meisten davon trieb RTL auf, nachdem n-tv bereits mit den Jackson-Experten Karl-Theodor zu Guttenberg (der mal auf einem Konzert war) und Ralph Siegel ("Ich hab mal eine Jacke von ihm ersteigert zu einem guten Zweck") vorgelegt hatte. Der "Explosiv"-Redaktion gelang es, für ihre 18 Uhr-Sendung Menderes Bagci aus Kreta am Telefon zuzuschalten, der seit mehreren "DSDS"-Staffeln als Running Gag benutzt wird, weil er sich auf schief klingende Jackson-Imitationen spezialisiert hat, und nun erzählen durfte: "Er ist für mich alles." (Bei RTLnow ist die Sendung "aus rechtlichen Gründen" nicht abrufbar.) Familie Wolf aus Meissen, die Jackson nach der Oder-Flut vor sechs Jahren, auf sein Anwesen eingeladen hatte, erzählte "Explosiv", wie geschockt sie sei. Und der 28-jährige Mageburger Maschinenbaumechaniker Alexander, seit seiner Kindheit großer Jackson-Fan, war so am Boden zerstört, dass er am Freitag nicht zur Arbeit gehen konnte. (Wer hätte sonst auch das Kamerateam von RTL reingelassen?)

Glücklicherweise konnte "Explosiv" auch auf den RTL-Korrespondenten Frank Fastner zurückgreifen, der schon einmal an einer verdunkelten Autoscheibe geklopft hatte, hinter der Jackson saß, bevor er von einem Leibwächter zurückgeschubst wurde. Fastner meldete sich von der Straße vor dem Krankenhaus in L.A., in das Jackson gebracht worden war, und berichtete:

"Das UCLA Medical Center in L.A. hat schon viel gesehen. Hier wurde Britney eingeliefert, hier lag Roy nach seiner Verletzung - aber mit diesem Andrang heute hat hier keiner gerechnet."


Screenshot: RTL

Im Anschluss übernahm "Exclusiv", bis sich Frauke Ludowig nach einem Viertelstündchen mit einem Hinweis auf eine Sondersendung verabschiedete, für die RTL "Die 10... witzigsten Fitnessvideos" ausfallen ließ:

"Wir von 'Exclusiv' melden uns um 20.15 Uhr wieder, dann mit einem einstündigen 'Exclusiv Special' zum Tod Michael Jacksons. Wäre schön, wenn Sie dabei wären."

Vorher allerdings empfahl Petra Gerster in "heute" ihren Zuschauern noch, für das "Leute heute Spezial" dranzubleiben, vor dem das ZDF einen Werbespot für ein Medikament zur Verbesserung der Herzleistung zeigte ("Wünschen auch Sie sich ein starkes Herz? Ein Herz, mit dem Sie aktiv Ihr Leben meistern?"). Pierre Geissensetter, der "Thriller" von seiner Mutter geschenkt bekam, befragte nachher den stellvertretenden "Bravo"-Chefredakteur Alexander Gernandt, der vorher schon bei allen anderen Sendern Auskunft gegeben hatte. Kurz darauf meldete sich ZDF-Korrespondent Klaus-Peter Siegloch aus New York, direkt vor dem Apollo Theatre, wo Jacksons Karriere begann, und informierte:

"Es sind viele Fernsehanstalten hier, die live berichten."


Screenshot: ZDF

So wird dieser Tag im Juni 2009 also in die Geschichte eingehen. Als Tag, an dem das Fernsehen dabei war, als Michael Jackson starb.

Kommentare

A. Röder

27. Juni 2009, 14:27

Gratulation, sehr gut geschriebener Beitrag!

Muriel

27. Juni 2009, 14:57

http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/

War es nicht Joseph Beuys, der gesagt hat, dass wir alle Experten sind?

Alex

27. Juni 2009, 15:10

http://alleswasfliegt.wordpress.com

Ich fand schon in der Nacht die US-Journalisten sehr niedlich, die vor dem UCLA-Krankenhaus standen, von einer riesigen Menschenmenge erzählten (die aus dem Hubschrauber heraus sehr überschaubar aussah) und sofort hinterherschoben, dass es sich dabei nicht ausschließlich um Journalisten handelt.

J. S.

27. Juni 2009, 15:51

Wo ist jetzt eigentlich der Kritikpunkt? Oder soll das keine Kritik sein?

Hätten die Sender dann nicht über den Tod Jacksons berichten sollen, der die 80er und teilweise die 90er geprägt hat?

Oder geht es speziell um die seltsame Berichterstattung diverser Sender?

Also ich kenne echt keine Person, die so zum Mittelpunkt in den Nachrichten werden würde, wenn er stirbt, außer Jackson, der Papst oder der aktuelle Präsident der USA (beispielsweise durch ein Attentat).

Andi

27. Juni 2009, 16:01

http://medienmogul.blog.de/

Hervorragend geschrieben. Hat Spaß gemacht, das zu lesen. Vielen Dank dafür!

Hab gestern Abend Fußball im ZDF gesehen - und natürlich in der Halbzeitpause die Nachrichten... Als Frau Slomka Thomas Gottschalk ankündigte, war ich schon sehr skeptisch. Aber der Gottschalk hat das ganz gut gemacht, denk ich.

Dass Uri Geller mit Michael Jackson "befreundet" war, war mir gar nicht so klar. (Wenn es denn überhaupt stimmt.) Ich hatte immer im Kopf, dass Jacko mit Liz Taylor und Bette Midler befreundet war!?

Na, wenigstens hab ich die RTL-Sondersendung gestern nicht gesehen. :)

Peer Schader

27. Juni 2009, 16:14

@J. S.: Tatsächlich sollte das hier jetzt eher zu Dokumentationszwecken sein.

Dennis

27. Juni 2009, 17:19

Als nächstes wird eine Simpsons und Futurama Serie über jackos Tod gedreht. Jacko als Kopf im Glas bei Futurama , kann ich mir schon gut vorstellen. :-)

Mickey2

27. Juni 2009, 17:29

http://www.historix-tours.de

Ich mag das auch nur als Feststellung und Beschreibung des gestrigen Tages ansehen. Dass über eine berühmte Persönlichkeit wie Michael Jacksons aufgrund seines plötzlichen Todes auf gebührend berichtet wird, finde ich vollkommen legitim und selbstverständlich gehört das auch als Topmeldung der "Tagesschau" gesendet - zumal übrigens im beginnenden "Sommerloch". Mir fallen auch nur wenige Personen der Zeitgeschichte ein, die einen ähnlichen Berühmtheit-Status haben wie Michael Jackson und sicher gehört er in eine Reihe mit Elvis Presley, John Lennon, Lady Di, Mutter Theresa (die leider damals etwas neben "Lady Di" unterging) sowie dem Papst oder einem möglicherweise durch einen Attentat verstorbenen Regierungschef (letzteres möchte ich aber mal nicht hoffen).

Das natürlich auch an diesem Tag sehr viel Schrott gesendet wird, da das eigentliche "Ereignis" ja zum Glück nicht filmbar war und die Hauptpersonen zu sehr betroffen, das liegt für mich in der Natur der Sache. Aber ganz offensichtlich berührte der Tod Jackson so viele Menschen, daß eine umfangreiche "Beschäftigung" mit dem Thema durchaus berechtigt ist. Viele Leute bewegt das Thema, deshalb sollte es auch im TV thematisiert werden.

Ich denke auch, daß in den meisten Ländern dies eine Selbstverständlichkeit wäre und man dort nicht darüber diskutieren müsste...

Paule

27. Juni 2009, 17:46

Das eigentlich Bemerkenswerte war für mich etwas anderes:

Das Erste zeigte ein Konzert. 105 min lang. Und nicht für alte Leute. Und nicht nach Mitternacht. Und es ging nicht unter: ca 10% haben zugesehen. Obwohl es bekannt ist, dass "junge" Musik ein Killer ist. Keine stundenlangen Betroffenheitsberichte. Sondern das Werk des Verstorbenen.

Die haben sich spontan etwas getraut, und es wurde belohnt.

Sehr schön negativ auch DWDL: Die haben die ARD wohl mehrfach mit Fragen genervt, wie man das Programm wohl verändern werde. Man erwartet einen Brennpunkt, obwohl man durchblicken ließ, dass es unnötig sei.

Marlene

27. Juni 2009, 17:50

Ich war nie ein großer Fan von ihm aber habe auch nicht`s gegen die Songs gehabt. Nun tun mir aber die 3 Kinder leid. Ich finde die Kinder sollten nicht getrennt werden, gerade jetzt. Die leibliche Mutter der beiden älteren sollte auch den kleinen mit zu sich nehmen.

Hofnarr Florian

27. Juni 2009, 17:53

http://www.hingesehen.net/

Was wieder für ein Theater germacht wird. Ich finde es merkwürdig und überflüssig, dass die FAZ seit zwei Tagen Michael Jackson als Topstory der Webseite laufen lässt. Es tut mit leid, dass er gestorben ist, aber es gibt wirklich wichtigere Probleme auf der Welt.

Thomas

27. Juni 2009, 19:39

http://tvundso.com

Interessant an dem Statement vom tageschaublogger finde ich diesen Satz:

"Die gesamte Redaktion hat gegen meine Idee argumentiert. Es gab zwar kaum jemanden, dem der 'King of Pop' als Person irgendwie sympathisch gewesen wäre."

Was sind das nur für Menschen?

Ansonsten war abzusehen, dass jemand die Medienberichterstattung um Jacksons Tod metakommentiert. Ich bin froh, dass es hier und in dieser Form geschehen ist.

Ich finde das das große Interesse/Bestürzung über Jacksons Tod zeigt, dass es in der Popkultur, zu der ja auch das Fernsehen gehört, keine solche verbindenden Elemente mehr gibt, die Leute das aber wollen.

Julia Addai

27. Juni 2009, 21:46

Es tut mir sehr leut das er gestorben ist.Ich wünsche er erwacht er ist mein ein und alles.Michael jackson ich wünsche dir alles gute da oben wen ich auch sterbe komme ich zu dir.

Mike

27. Juni 2009, 22:12

Sommerloch, Dein Name war Jackson.

So prägend und wichtig wie Michael Jackson für die Musik der 80er und 90er war, so schillernd und seltsam sein Privatleben war, so unerwartet und unspektakulär jetzt sein Tod war, so unnötig und überflüssig finde ich die permanente Berichterstattung darüber.

Gründe, die eine stunden- und tagelange Berichterstattung rechtfertigen würden, liegen hier meiner Meinung nach nicht vor, wer sich das Aussehen Jackos in den letzten paar Jahren seines Lebens vor Augen ruft, dem dürfte klar sein, dass dieser Mensch einfach am Ende seiner Kräfte war.

Wenigstend hinterlässt er uns Meilensteine der Popmusik und ich denke, man kann sein musikalisches Schaffen jetzt schon in eine Reihe mit Leuten wie Elvis, den Beatles etc. stellen!

Stephan Steiger

27. Juni 2009, 22:26

Michel Jackson war zu Lebzeiten schon eine früh verstorbene Legende.

*the show must go on !

Er folgt mit seinem entgültigen Abtreten wohl den Spuren von Elvis Presley und Papst J.Paul ll.

Wir wollen hoffen das Michael nicht nachtragend ist und beim Boss ein gutes Wort für Uns einlegt. Für Uns, die Wir einen weiteren bedeutenden Zeitzeugen aus der Welt der normal Sterblichen vertrieben haben.

Mir drängt sich die Frage auf: Gibt es einen absehbaren Kandidaten der es den besagten Dreien gleich tun könnte?  

Kerstin

27. Juni 2009, 23:22

Danke für diesen Artikel, auf den habe ich gewartet. Ich dachte schon, ich sei der einzige Mensch auf Erden, der nicht daran interessiert ist, wie viele Leute sich jetzt vor irgendwelchen Krankenhäusern in den USA versammeln.

Der Mann ist tot, das ist tragisch. Aber dieses ausschlachten des Todes durch die Medien ist einfach nur widerlich.

Der Mann hatte nie seine Ruhe, sie sollte ihm wenigstens jetzt vergönnt sein.

Marvie

28. Juni 2009, 00:04

Gottschalk hat in seiner, ach so wunderbaren Analyse über Persönlichkeitsdefizite von Michael Jackson vergessen zu sagen, dass diese Wetten-dass-Sendung, in der Michael sang, die höchste Einschaltquote in den 1990er Jahren erzielte. Im Unterschied zum Autoren des obigen Artikels empfand ich Gottschalks Beitrag im ZDF als Zumutung, als hohles, eitles Gewäsch. Geniale Menschen haben selten das Zeug zur selbstgefälligen Rampensau, das überlassen sie den Andrea Kiewels und Gottschalks dieser Welt.

Michael Jacksons künstlerisches Vermächtnis wird auf lange, lange Sicht unerreichbar sein. Ich finde, dass er sogar Elvis übertrifft. Nicht an Charisma, aber an Talent und gemessen an dem, was er als Songschreiber der Nachwelt hinterläßt.

Thom

28. Juni 2009, 00:40

Le Monde ist die einzige Zeitung, deren Webside ich besucht habe, die die Meldung nicht als "eins" draußen hatte. Sondern als zwei. Dazu war's bei der Monde (ebenfalls einzigartig) der einzige Jackson Artikel unter den ersten zehn. Beim Figaro waren's die ersten elf, bei der liberation die ersten sieben, bei n-tv.de die ersten fünf, bei der Faz die ersten zwei (Stand Freitag Mittag).

inga

28. Juni 2009, 00:56

Ich erinnere mich noch mit einer gewissen Abscheu daran, wie sich im letzten Jahr kein, wirklich kein einziger Nachrichtensprecher/Boulevardmagazinmoderartor zu blöd war, den selten dämlichen Spruch "Teile von Micheal Jackson werden heute 50 Jahre alt" los zu lassen.  Brrrr.

Jan

28. Juni 2009, 01:19

Mein Highlight: Die Werbung für das Herzmedikament vor dem Leute-Heute-Spezial! :)

Wolfgang

28. Juni 2009, 08:18

http://fastvoice.net/2009/06/26/stirb-lieber-langsam/

Ein eher trauriges Bild boten diverse Radio- und TV-Anbieter auch schon in der Nacht; vor allem jene, die in diesem vermeintlich unwichtigen Zeitraum regelmäßig ohne kompetentes Personal auskommen müssen.

Anna

28. Juni 2009, 10:38

Ja er war früher schon eine Legende und wird es bleiben denn Legenden sterben nie.

Micheal Jacksen du wirst und fehlen aber deine Musik wird bei uns bleiben

Ich hätte ihn gerne mal Live gesehen bei einen Konzert wie das knapp ihn 2 Wochen aber jetzt kann ich es nichtmehr mein Idol ist Tod.

Micheal Jacksen R.I.P

Jasmin

28. Juni 2009, 10:55

Es gibt auch Leute wie mich auf diesem Planeten, die mit seiner Musik großgeworden sind !....die nicht DAS aus dem Keller ziehen, was er alles falsch gemacht hat und wie abstrus und verrückt er war. ... die noch einmal Jackos Comeback erleben wollten. Und er wollte es, sonst hätte er sich nicht schon seit Wochen darauf vorbereitet !!!!Er hat Musikgeschichte geschrieben und war für viele Menschen weltweit ein Vorbild in musikalischer Hinsicht. Nicht umsonst ist die Anteilnahme an seinem Tod so enorm. Leute tanzen weltweit auf der Strasse zu seinem Hits ( in Deutschland konnte man sowas aber bisher nicht entdecken). .....Wenn Euch die Berichterstattungen nerven, dann schaltet doch einfach weg !

hasan

28. Juni 2009, 12:01

keiner wird ihn ersetzen  

El Commandante

28. Juni 2009, 12:13

Ach, ich sehe das entspannt. Das die Tagesschau am Freitag mit den Tod von Herrn Jackson aufgemacht hat, ist doch nicht wirklich überraschend. Schon seit Jahren nähert sich auch die vermeintlich seriöse Berichterstattung immer mehr dem trivialen, dem Boulevard und dem Pop an.

Und Herr Jackson war Pop. Kein King of, kein Genie (das war/ist wenn schon Quincy Jones!) und auch niemand der der Musikszene wirklich grosse Impulse gegeben hat. (Bühnentänzer gab es zb. schon in den Siebzigern. Oder..auch ein Beispiel... David Bowie hat 1974/75 nicht nur so ähnlich gesungen wie Herr Jackson "siehe Young Americans", er wackelte auch so über die Bühne und gab den Moonwalk, nur nannte man das damals noch Pantomime. Und die Musik, den Beat weil auch nicht wirklich neu, nur etwas schneller, selbstironisch Plastic Soul).

Kurz: die Verhältnisse waren irgendwann mal anders, aber jetzt sind sie eben so, dass eine Kunstform die sich Pop nennt die Agenda bestimmt. Dem sich zu verweigern ist für Medienschaffende wohl unmöglich. Erst Recht wenn eine Ikone dieser Kulturform einen beinahe öffentlichen Tod stirbt. Denn, was in meinen Augen auch Michael Jackson, alles nicht war, eine Ikone des Pop war er.

Aber wirklich nur das.

Und irgendwann ist das auch vorbei und begraben, bis der nächste Bigger-Than-Everything-Pop-Star stirbt und es wieder heisst "Breaking News!"

Als ob ein Sack Reis in China umfällt, oder so.

;)

R

28. Juni 2009, 12:47

Ich finde es irgendwie erschreckend wie kaputt dieser Mensch von den Medien gemacht wurde!

Wie er von Anfang an im Rampenlicht stand und nie die Möglichkeit hatte sich zu entwickeln. Er konnte ja nicht mal rausgehen ohne das jeder ihn erkannt hat!

Wie sich die Medien regelmäßig lustig gemacht haben oder ihn als Monster bezeichnet haben, dass soll mal ein Mensch ertragen können, ohne daran zu Grunde zu gehen.

Für mich war Michael Jackson immer ein guter liebenswerter Mensch, egal was für ein Bild von ihm verbreitet wurde!

Er hatte es so schwer und ich bin so traurig auf was für eine Art er gehen musste, mit gebrochenem Herzen, vereinsamt, enttäuscht von der Menschheit.

Ich habe ihn immer bewundert und verehrt und ich werde ihn als einen guten sensiblen Menschen, welcher viel zu früh gehen musste, in Erinnerung behalten.

Ruhe in Frieden

Dana

28. Juni 2009, 12:49

Wunderbarer Artikel! Gekonnte Ironie! Es war schon ein einschneidendes Ereignis, aber die Berichterstattung war teilweise wirklich bedauerlich und übertrieben ausgelutscht!

Ich würde diese tagesschau-Ausgabe sehr gerne sehen. Bekommt man die noch irgendwo? Kommt noch eins seiner Konzerte im fernsehen?

Erich von Halacz

28. Juni 2009, 13:16

Aber das ist doch nichts im Vergleich zu dem, was die TV-Sender weltweit veranstaltet haben als Johannes Paul II. im Sterben lag. Gefühlte hundert Ü-Wagen der deutschen öffentlich Rechtlichen Sender haben in Rom vor dem Vatikan rumgelungert und nur darauf gewartet, dass der Papst stirbt. Ständig irgendwelche Schalten in Nachrichten- und Sondersendungen, in denen die jeweiligen Korrespondenten nichts anderes sagen konnten als das der Papst noch nicht gestorben sei und sie ansonsten nichts weiter wüssten. So lief das tagelang.

Natürlich ist es von Interesse, wenn ein Papst stirbt und auch, dass ein neuer Papst im Anschluss gewählt wird. Aber muss man dazu so viele Korrespondenten vor Ort haben, die das gleiche erzählen, nämlich, dass sie eigentlich nicht mehr wissen als auch die Nachrichtenagenturen mit ihren Meldungen ?

Am konsequentesten fand ich damals Pro7: Am Todestag des Papstes lief "Stirb langsam".

kampfstrampler

28. Juni 2009, 15:45

"I'm the one that's gonna have to die/ When it's time for me to die/ So let me live my life the way I want to" (Jimi Hendrix, If 6 was 9, zitiert nach: Theweleit/Höltschl, Kap. 15, Tod ohne Verklärung). Zum verklärenden Kommentar M. Dannemann: "Sein Hauptanliegen als Musiker war, den Menschen bestimmte Botschaften zu übermitteln. Er hatte viele Antworten gefunden und wollte sie weitergeben" die einzig richtige Replik: "Wir glauben, im Gegenteil, daß das gefährlicher Quatsch ist".  Wie wahr - sonst gälte ja auch: Elvis lebt, Jim Morrison kommt durch die Doors der Pariser Gruft wieder, Janis Joplin kriegt endlich ihren Mercedes, John Lennon singt aus dem Off des Hotelbetts - und Jackos Villa wird zum Faceland? Ekstatische Entgleisungen sind zu erwarten, temporäre (oder auch lebenslange) Hirnversehrtheit bei Betroffenen nicht auszuschließen. Noch einmal Theweleit/Höltschl zu Hendrix' Tod: "Die selbstdestruktiven Anteile sind unübersehbar, lange vor dem tatsächlichen Tod".  MJ hat eine nüchterne Berichterstattung verdient - nicht nur um seinetwillen, sondern vor allem gedacht für die hinterbliebenen Fans, die versucht sein könnten, ihn endgültig zu kannibalisieren.

Mich

28. Juni 2009, 16:05

In der Mediathek vom ZDF kann man den Bericht mit THomas Gottschalk sehen. Die 20:00 Uhr Ausgabe der ARD konnte ich leider nicht öffnen. Aber vielleicht ist ja jemand anderes erfolgreicher.

Chica

28. Juni 2009, 16:18

Ach ja... Immer diese Bunte/ Frau im Spiegel/ Super Illu-Möchtegern-Psychoanalytiker, die sich im Fernsehen darüber ergehen, wie, warum und was an Michael Jackson alles kaputt/ psychisch gestört/ todtraurig war.

Liebe Hobby-Psychologen: Ihr kennt den Mann nicht persönlich, traut euch aber mit einer persönlichen Einschätzung vor die Kameras? Warum? Seid ihr so ego-besessen?

Am liebsten war mir am Freitag immer noch die Berichterstattung von CNN. Gut, warum sich Jonathan Mann für die Sonderberichterstattung hergegeben hat, ich weiß es nicht. Aber wenigstens hat der Sender live zur Pressekonferenz von Obama und Merkel geschaltet - und die wurden nicht nach Michael Jackson gefragt, sondern nach wirklich wichtigen Dingen (okay, bis auf diesen deutschen Reporter, der sich bei Obama beschwerte, dass dieser bisher keinem deutschen Medium ein Exklusiv-Interview gegeben habe... Junge! Was hattest du denn erwartet?).

Peer Schader

28. Juni 2009, 18:03

@Chica: N24 hat die Merkel/Obama-PK auch live übertragen.

Michelle

28. Juni 2009, 18:07

RIP Michael Jackson du wirst immer in meinem herzen sein <3

we love you

OlafKolbrueck

28. Juni 2009, 18:26

http://off-the-record.de

Das alles lässt sich sicher noch toppen, wenn die Beerdigung live übertragen wird. Das wird ein spaß. sollte man live-bloggen.

Paule

28. Juni 2009, 19:33

@ El Commandante: "Das die Tagesschau am Freitag mit den Tod von Herrn Jackson aufgemacht hat, ist doch nicht wirklich überraschend. "

Hier kann ich den Tagesschau-Blog empfehlen. Dort beschreibt der Chefredakteur, wie es dazu kam. Nimmt man Jackson-Berichte in der Tagesschau als Maßstab für unseriöse Berichterstattung, dann kann die BBC auf der Stelle dichtmachen. Erstaunlich, dass die Deutschen nur dann Berichte aus der Welt der Kultur akzeptieren, wenn es um nieschenhafte Hochkultur geht...

Hermine Glatzl

28. Juni 2009, 21:58

Anstatt sich in ewigen Streitigkeiten über die diversen Medien zu beflegeln, sollte man sich doch lieber auf das Wesentlich, nämlich den Tod eines unbestritten großen Künstlers der Pop-Musik, besinnen!

Er hat beispiellose Musikgeschichte geschrieben und eine Generation von Jugendlichen beeinflusst, zu denen ich mich ebenfalls zähle (ich bin heute 57 Jahre alt und zähle noch immer zu einer Verehrerin dieses Künstlers).

Ich habe keine Verständnis für Streitereien dieser Art und schlage daher vor, seinen Namen und seine Persönlichkeit weiterin in Ehren zu halten und seinen Namen und seine Musik weiterhin zu lieben und zu respektieren!

In seinem Angedenken ist es sicherlich, wenn sich jeder auf seine eigenen Probleme konzentriet und Michael Jackson weiterhin so verehrt, wie er es auf seine Weise für sinnvoll erhält

Ulrike Oertel

28. Juni 2009, 22:16

Auch ich lese aus dem Blogeintrag leichte Ironie heraus, das gefällt mir :-). Verwunderlich ist nicht, dass Nchrichtensendungen die Meldung als Topthema gewählt haben, auch Sondersendungen sind nicht verwunderlich, befremdlich ist immer diese plötzlich alle erfassende Betroffenheit. Man kann sich immer nur wundern, wer nach dem "spektakulären" (weil zu frühen) Tod eines Stars plötzlich alles mit ihm befreundet und ihm nah war und sei es nur durch eine verdunkelte Autoscheibe.

Die betroffenen Gesichter, die von Männern in gedämpfter Basstonlage, bei Frauen in hysterischer Kreischtonlage geäußerte Trauer kann ich nie ganz ernst nehmen.

Und selbst, wenn sein Album Thriller bislang das erfolgreichste der Popmusik war, halte ich seine Musik noch nicht für die begnadeste überhaupt. Man kann sie hören, sie ist nett, sicher, aber begnadet?? Begnadet fand ich allerdings sein tänzerisches Talent.

Ted

28. Juni 2009, 23:51

http://jacko.shopping4everybody.de/

Michael Jackson war ein ganz großer, das sieht man auch an dem Echo das er durch seinen Tod im TV hervorruft. Das skurille an der Situation ist aber auch, dass bewusst wird, wie sehr die Öffentlichkeit ihn in letzter Zeit aus dem Bewusstsein verdrängt hatte und nun kommt alles so plötzlich hoch.

Andi

29. Juni 2009, 02:11

http://medienmogul.blog.de/

Mein Freund hat heute zu mir gesagt: "Die, die jetzt fassungslos und schockiert um Michael Jackson trauern, hätten ihn, als er damals vor Gericht stand, am liebsten auf dem elektrischen Stuhl gesehen." Vielleicht etwas hart, aber nur das richtige Maß an Übertreibung kommt der Wahrheit am nächsten. (Fassbinder)

Ich bin gegen Legendenbildung... Jacko hatse nicht alle auffem Zaun gehabt und war auch nicht Zeit seines Lebens musikalisch erfolgreich.

Sicher, der hat großartiges erreicht und geleistet. Und so ein früher Tod ist immer tragisch und die Welt hat auch einen tollen Musiker verloren.

Aber wirklich die Musikwelt beeinflusst hat nicht Michael Jackson.

Linus

29. Juni 2009, 04:51

Das omnipräsente Fanboytum geht mir auf den Wecker. Hallo? Hier gehts einzig und allein um die Art der medialen Berichterstattung, nicht um das musikalische Erbe Jacksons, nicht um seine öffentlichen Auftritte, kurz: nicht um Michael Jackson. Hört seine Musik, guckt seine Videos und kauft seine Platten. Wobei...Wenn Ihr alle so tolle Fans seid, wieso habt Ihr die denn nicht sowieso im Plattenschrank? Oder habt Ihr "Beat It" bislang nur immer in der Disco in Bottrop gehört?

Dieses ständige, völlig unkritische "Michael ist aber der mit den meisten Superlativen überhaupt im ganzen Universum und noch drüber hinaus" nervt. Das muss dann natürlich auch für die posthume Berichterstattung gelten. Hauptsache mehr Sendeminuten, Klicks, Artikel als beim Papst und Elvis zusammen. Wieviel Minderwertigkeitskomplexe muss man haben, wenn man die Bedeutung seines Idols in absurden Superlativen beweisen muss und nicht vielleicht in dem, was einem z.B. die Musik persönlich bedeutet, egal wieviel Platten der junge Mann verkauft hat? Ist das etwa eine adequate Würdigung eines einmaligen Künstlers, wenn rund um die Uhr Löffelverbieger und drittklassige Biografen und andere selbsternannte Experten ihren undifferenzierten Mist in die Gegend quaken?

Dass Freddie Mercury starb, habe ich daran gemerkt, dass MTV nur noch Queen spielte. Das ist eine Würdigung. Oder einfach mal die Klappe halten, das wär am sinnvollsten.

Boris

29. Juni 2009, 08:28

ganz guter bericht.

aber,hört euch lieber das mal an:

www.youtube.com/watch

wenn man das hört,weis man warum soviel wirbel um jacko gemacht wird.

berechtigterweise!!!

Marco

29. Juni 2009, 08:47

Beim Ansehen der Fernsehberichte wurde mir klar, daß ich offenbar der einzige Mensch auf der Welt bin, der ihn nicht persönlich gekannt hat und der sich nicht als Jacksons guter Freund bezeichnen kann. Alle, alle, scheinen ständig mit ihm in Verbindung gestanden zu haben. Uri Geller, Ralph Siegel, Elton John, Herr von und zu Guttenzwerg. Leider hat niemand Frau von der Leyen um ein Statement gebeten, jetzt, wo durch ihren segensreichen Stopschild-Aktionismus wahrscheinlich sämtliche Webseiten, auf denen der Name "Michael Jackson" genannt wird, als potentiell kinderpornographisch geblockt werden.

Auffällig war auch, daß es offenbar Hundertschaften von "Jackson-Managern" gegeben haben muß. Jedenfalls wurde fast jeder, der nicht als "Jackson-Experte" eingeführt wurde, wenigstens als "Jackson-Manager" bezeichnet.

Darian van Dark

29. Juni 2009, 08:57

Wenn Du....

...erfolgreich wirst, bemerken SIE dich.

...erfolgreich bist, benutzen SIE dich.

...in Verdacht gerätst etwas mit Kindern zu haben: Meiden SIE Dich.

...wenn Du freigesprochen wirst, erinnen SIE sich wieder an Dich.

...wenn Du stirbst, haben SIE Dich schon immer geliebt und vermissen Dich.

Verlogenes D****spack!

Hartmut Stiller

29. Juni 2009, 10:52

Die Tagesschau ist eine Nachrichten-Sendung. Und Nachrichten sind nicht nur Politik o.ä., sondern zuweilen auch Mal kulturelle Informationen. Und dazu gehört meiner Meinung nach auch der Tod von Michael Jackson. Ich finde das weder zu boulevardesk noch übertrieben. Die Top-Meldung an diesem Tag in der westlichen Welt war nun mal der Tod des "King of Pops", da darf es auch die erste Nachricht in der Tagesschau sein. Da waren schon weitaus uninteressantere und bedeutungslosere Informationen als Top-Meldung zu sehen.

Mich wundert, daß das so diskutiert werden muss... Was wäre an dem Tag die Alternative gewesen: wieder Iran (das werden wir wohl noch oft im TV zu sehen bekommen, da sich die Lage ja kaum entspannt), Merkels Besuch im Weißen Haus?

Jörg

29. Juni 2009, 12:51

Man mag ja Michael Jackson gemocht haben oder auch nicht . Und man mag auch finden, dass sein Tod als Spitzenmeldung in die Tagesschau gehört (ich würde das nicht finden). Aber abgesehen von hatte ich den Eindruck, dass der ARD die Maßstäbe endgültig durcheinander geraten sind, als sie seit Menschengedenken zum ersten Mal wieder ihr Abendprogramm umstellte. Es hat in den letzten Jahren viele wichtigere Ereignisse gegeben, bei dem unverdrossen weiter Volksmusik oder eine Quizshow mit Jörg Pilawa gesendet wurde.

susanne r.

29. Juni 2009, 13:11

eigentlich wollte ich mich nicht zu diesem thema äußern, aber ich halt das nicht mehr aus.

michael wird durch seine musik ewig leben, im gegenteil zu den ganzen nachrichtenheinis und sogenannten experten´und dieses ganze expertengelumpe , die plötzlich aus allen löchern kommen und meinen, dass irgend jemand etwas darauf gibt, was diese leute von sich geben.

in ein paar jahren, werden sich die leute fragen, wer ist gottschalk oder sonst einer dieser sogennaten  michael jackson experten,

um was geht es hier eigentlich, musste michael erst sterben, damit diese A... wieder eine darseinberechtigung haben und entlich mal wieder ins fersehen durften.

MICHAEL WIRD EWIG LEBEN auch in meinem herzen

Andi

29. Juni 2009, 14:17

http://medienmogul.blog.de/

Ich hasse Fans! Fans sind verblendet. Aber warum neigen Fans bloß so zur Verklärung?

Ich hab am Donnerstag oder Freitag bei "Domian" einen Jacko-Fan gehört, der meinte, dass die Diskussionen um Jackos OPs  doch totaler Schwachsinn seien, schließlich sei ja überhaupt nicht bewiesen, dass er sich jemals hat operieren lassen. Stimmt total, Michael Jackson sah ja die letzten 10 11 12 Jahre seines Lebens aus wie das blühende, nech?

Nee, ernsthaft, Freunde - über Michael Jackson und seinen Tod wird nur so in der Form berichtet, weil er in den letzten Jahren immer wieder ein mediales Thema war. Und das war er nicht wegen seiner Musik. Dazu kommt, dass der Tod ja nun auch, sagen wir, mysteriös war.

Jackson fand musikalisch doch über ein Jahrzehnt lang praktisch nicht statt und lebte von seinen alten Erfolgen. Die zugegebenermaßen sehr sehr groß waren und ich selber mag auch einige Songs von ihm. Mir fallen aber spontan etliche ein, die für die Musikentwicklung von größerer Relevanz waren. (Das klang hier ja in ein paar Kommentaren auch schon durch.)

Ich bin auch Fan (nicht von Michael Jackson, klar), deswegen kann ich diesen Fan-Hype "Wir werden dich niiiie vergessen, du warst der Allergrößte." halbwegs noch nachvollziehen. Aber es ist eben nicht vielmehr als die Wahrnehmung von Fans. Den Beinamen "King of Pop" bekam Jackson ja nicht, weil er so viele Platten umsetzen konnte - den hat er sich selber gegeben, weil er sich selber so sehen wollte. Und, wie gesagt, sein Lebenswandel der letzten Jahre war es, der es erlaubte, aus dem sehr erfolgreichen Sänger Michael Jackson eine Legende zu machen.

Bela N.

29. Juni 2009, 14:28

Jetz nehmen sich alle so wich tig mit den Kommentaren über Michael Jackson,

aber war denn eigentlich jemand für Ihn die letzten Jahre so wirklich da???

Nein jeder in seinem Umfeld war doch nur auf sein Vermögen aus aber in Wirklichkeit war dieser Mensch allein und konnte niemals mit seinem Ruhm um-

gehen.In Wirklichkeit war er, da bin ich mir sicher, ein ganz normaler Mensch der nicht wusste wohin mit seinen Gefühlen. Die Medien haben ihn restlos zerstört!

Schaut man sich die Meldungen der versch. TV-Sendern an, da kommt einem das

kalte Grausen, was für ein "Mist" über den" Pop of King" erzählt wird. Und plötzlich haben ihn alle sooooo gut gekannt.... lächerlich... Lasst Ihn endlich in Ruhe!!

David

29. Juni 2009, 14:38

Guter Artikel!

Besonders "schön" fand ich die heute-nacht Ausgabe vom Donnerstag. Am Anfang Liveschalte nach LA via Telefon - "keine Erkenntnisse". Am Ende "aus aktuellen Anlass" noch ne Telefonschalte mit "Gerüchten" zum "möglichen Tod". Was machen die beim ZDF. Senden ohne jegliche Bestätigung des Todes und auf Basis von Gerüchten einen Nachruf (bei der kurzen Zeitspanne und dem ziemlich allgemeingehaltenem Beitrag wohl aus dem Archiv für plötzlich Verstorbene)

Leslie

29. Juni 2009, 19:02

http://diebuntenzwanziger.glogspot.com

Das war wirklich ein mediales Ereignis, danke für diese tolle und witzige Zusammenfassung!

boenny

29. Juni 2009, 19:23

Dieser Mann hat Millionen Menschen Freude bereitet. Sei es durch seine Musik, seine großartigen Shows (auf denen ich selbst mehrere male war) oder auch durch seine mehr als großzügigen Spenden für wohltätige Zwecke. Zum Dank wurde er von den Medien fast sein ganzes Leben lang zerrissen. Erfolg ruft leider immer viele Neider hervor die versuchen durch Gerüchte und bewusste Falschmeldungen auch ein Stück vom Jacksonkuchen abzubekommen. Ich bin jetzt 39 Jahre und habe über viele Jahrzehnte mitbekommen wie man einen Menschen durch Medien zerstören kann. Mich haben immer nur die Musik und die Shows dieses genialen Musikers und Entertainer interessiert. Dies wird mir in Zukunft sehr fehlen.

michaela

30. Juni 2009, 00:27

R.I.P Michael Jackson

Wir haben ihm die heutige Musik zuverdanken.

Ruhe in Frieden

Du wirst eine große Lücke hinterlassen.

Nichts ist mehr so wiue es war als du noich da warst.

CHRIS

30. Juni 2009, 00:43

@Darian van Dark

Wahre Worte!

Traurig aber wahr.

MJ Fan

30. Juni 2009, 00:50

@boenny

Danke, sehr schön geschrieben, und auch richtig!

Kann mich da nur anschließen, bin jetzt 40 Jahre alt.

Ich bin immer wieder erstaunt, was es für widerliche Menschen gibt,

wenn es bestimmte Leuten nicht interessiert, einfach mal die Fr... halten.

aboe

30. Juni 2009, 02:07

Sorry, aber jetzt muss ich kurz mal bei einem Detail pedantisch werden. Wenn MJ wirklich vor sechs Jahren die Wolfs nach der Oder-Flut zu sich geladen hat, dann hat er sich damit aber viel Zeit gelassen, nämlich knapp sechs Jahre (de.wikipedia.org/.../Oderflut). Außerdem, was ist den Wolfs an der Oder denn schlimmes passiert, dass sie eingeladen wurden? Wenn sie wirklich in meißen wohnen, dann ist zu vermuten, dass ihr Haus nicht an der Oder, sondern an der Elbe steht. Vielleicht war die ja gemeint. Obwohl, das Hochwasser Mitte August jährt sich demnächst schon zum siebten mal...

Aus einer weniger pedantischen Sicht hat der Autor aber gut getroffen, sowohl Oder als auch Meißen liegen in der Zone.

Grüße von der Elbe

Marcel

01. Juli 2009, 14:03

Why musstest du sterben..ich war zwar kein großer fan von dir aber ich kann es immer noch nicht fassen...

Stefan_P_W

01. Juli 2009, 17:39

Es ist nicht erstaunlich, in welchem Ausmaß Jacksons Tod die Medien durcheinander wirbelt.

Ob ein Papst stirbt, Lady Di, oder Harald Juhnke. Es wird berichtet und zwar mehr oder weniger in Korelation zur Prominenz des Prominenten.

Beim Papst kann man natürlich schlecht die letzten 10 Urbis-et-Orbis wiederholen, und von Lady Di existierte auch kein Material für stundenlange In-Memoriam-Sendungen.

Zum Glück. :)

Hat ein Sender aber die Rechte, so bekommt man auch mal 10 seiner Filme über die nächsten Nächte zu sehen.

Hanna

01. Juli 2009, 18:21

Mein herzlichstes Dankeschön verdient die ARD, die so flexibel war und spontan am Freitag, den 26.06.2009 zur Primetime ihr Programm umgestellt hatte und Michaels Dangerous Tour ausgestrahlt hat. Die ARD hat verstanden, dass man einer wirklich angemessenen und nahen Würdigung dieses wunderbaren und einmaligen Künstlers nur über die Darstellung seiner Kunst gerecht werden kann. Der hirnlose Betroffenheitsjournalismus, den sich andere Sender rund um die Uhr leisten, kotzt mich dagegen an. Lasst ihn doch einfach in Ruhe ...

Rest in peace, my friend!

Andi

02. Juli 2009, 10:23

http://medienmogul.blog.de/

Hanna:

Du hast ja im Prinzip recht - die Ausstrahlung dieses Konzertes war eine sehr angemessene Würdigung und ja auch durchaus mutig programmiert.

Aber bitte keine Verklärung der ARD - die machen genauso Betroffenheitsjournalismus wie die anderen und "Brisant" find ich persönlich noch einen Tacken schlimmer als "Exclusiv" oder so.

Hanna

02. Juli 2009, 12:31

@an Andi:

Ganz gewiss möchte ich keine Verklärung der ARD vornehmen. Meine Äußerung bezieht sich auf den Moment und das hatte einfach Klasse.

In allem anderen stimme ich dir 100% zu. Danke, dass du mir durch deinen Einwand die Möglichkeit gibst, meine missverständliche Formulierung zu korrigieren.

Eddy

02. Juli 2009, 14:44

http://www.eduard-andrae.de

Es ist schon richtig beschrieben: was die Medien hier angestellt haben, ist zum Teil der reinste Hohn. Aber so lange wir Konsumenten es fressen, wird es haargenau so weitergehen...

Ich habe es gemacht wie Hanna: hab mir auf ARD das Live-Konzert noch mal angesehen und wieder eine Gänsehaut bekommen. War damals mehrfach live dabei und werde seine perfekten Auftritte nie vergessen.

Watcher

05. Juli 2009, 15:00

http://neulich-gesehen.blogspot.com

Die Berichterstattung fand ich wirklich etwas überzogen.

Ich war an diesem Wochenende auf der Fahrt zurück von der Nordsee in den Ruhrpott und musste duch mehrere Radiosektoren...und es lief wirklich ausschlieslich Michael Jackson. Ich fand seie Musik zwar nie schlecht, aber nach 6 Stunden kann sich diese Sichtweise schon mal Verschieben:-)

xy-ungelöst

07. Juli 2009, 11:22

Ich muss sagen den geschriebenen Beitrag fand ich auch echt gut, und hab an vielen Stellen geschmunzelt.

Ich hoffe nur dass sich der ganze Tumult nun nach seiner Beerdigung endlich etwas legt, weil langsam nervt es.

Jackson hier, Jackson da, egal ob Radio, Fernsehen oder Internet man wird förmlich überschüttet mit diesen ganzen Sondersendungen.

Ich bin des Themas überdrüssig.

ulli der platzwart

08. Juli 2009, 00:01

hi leute

mir fehlen die worte.......

dot tilde dot

09. Juli 2009, 23:36

mir fiel beim hören der alten sachen erneut auf, dass er eigentlich sein ganzes leben lang jackson 5 weiter gemacht hat. die waren ja damals schon michael jackson und band. wirklich erstaunlich, wie phrasierung und übersteigerter ausdruck in seiner stimme die farbe seiner jugend behalten hat - oder eher umgekehrt.

.~.

ZiSe87

10. Juli 2009, 03:17

Guter Beitrag!

Wie sehr das Thema bewegt zeigt sich ja nicht zuletzt an der Anzahl und der Art der Kommentare hier.

Berichterstattung schön und gut, es geht um die großen "W"s, wie eigentlich immer. Natürlich soll berichtet werden, aber angemessen - WER kommt zu Wort, WAS hat er zu sagen, WIE LANGE, und WARUM?

"Klaus Müller aus Buxtehude trauert, weil er mal ein Bild von MJ gesehen hat, und ihn toll fand."

Zuschauer: "Ooooh, armer Klaus Müller."

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