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Das Fernsehblog

Mehr Geld für weniger Programm? Boykottiert den TV-Fortschritt!

09. September 2009, 14:07 Uhr

Heute geht in Berlin die Internationale Funkausstellung (IFA) zu Ende, die Veranstaltung, bei der die ausstellenden Unternehmen nicht nur jedes Jahr darum konkurrieren, wer die neueste Technik zeigen kann, sondern auch darum, wer den Besuchern die größten und hässlichsten Taschen andreht, damit die ihre Hochglanzbroschüren spazieren tragen können bis sie zuhause in den Müll kommen. Die IFA ist eine komische Veranstaltung. Insofern passt es ganz gut, dass die Berliner Medienwoche seit vergangenem Jahr auch räumlich an die Messe angeschlossen ist: Im Konferenzzentrum ICC, das aussieht als hätten es die Aliens aus Versehen liegen lassen als sie vor 250 Jahren kurz zu Besuch waren und dann wieder nachhause geflogen sind, trafen sich am Montag und am Dienstag lauter Medienleute, um über den "Medienstandort Deutschland zwischen Hype und Krise" zu diskutieren (so jedenfalls lautete der Titel der Auftaktveranstaltung).

Fangen wir mal mit der Krise an. Weil die Werbeeinnahmen zurückgehen, investieren die Privatsender gerade weniger ins Programm, entlassen Leute und überlegen, wie sie künftig weniger Geld ausgeben können, aber trotzdem genauso viele Zuschauer erreichen. Mit mehr Wiederholungen und schrottigen Dokusoaps, die nichts mehr kosten dürfen.

Auf der anderen Seite gibt's den Hype: HDTV, Internet auf dem Fernseher, 3D-TV – neue Technologien, die Fernsehen zum Erlebnis machen sollen. Nur: Das kostet Geld. Nicht nur die Sender, sondern vor allem die Zuschauer. Zuerst einmal muss ein digitaler Anschluss her. Wer sich eine Satellitenschüssel aufs Dach montiert, kauft statt eines analogen Receivers heutzutage einfach einen digitalen, das ist kein Problem. Aber schon den Kabelkunden ist schwer zu erklären, warum sie vom analogen Empfang, der auf alten 4:3-Fernsehgeräten völlig ok ist, digital umrüsten sollen, zumal das zusätzliche Gebühren verursacht, weil die Kabelanbieter gemeinsam mit den Sendern eine Verschlüsselung durchgesetzt haben.

Mit HD wird alles noch komplizierter: Weil es dafür schon wieder einen neuen Receiver braucht, der die hochauflösenden Bilder überhaupt empfangen und auf den Schirm bringen kann. Das wird (neben dem neuen HD-Fernseher) allerdings nicht die einzige Investition sein, die den Zuschauern zugemutet wird. ARD und ZDF haben ihre HD-Investitionen einfach in ihren letzten Gebührenvorschlag eingerechnet, die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) schlüsselt den Bedarf für das "Projekt" HD für die laufende Gebührenperiode bis 2012 wie folgt auf:

ARD: 133,4 Mio. Euro
ZDF: 99,4 Mio. Euro
Arte: 11,7 Mio. Euro

Zusammen sind das: 244,5 Mio. Euro für die Umstellung auf HDTV. Die privaten Sender wollen sich dieses Geld auf anderem Weg vom Zuschauer holen: Sie zeigen ihre HD-Programme ab Herbst 2009 (RTL, Vox) bzw. Frühjahr 2010 (Pro Sieben, Sat.1, Kabel 1) auf der neuen Astra-Plattform HD+, die im ersten Jahr kostenlos genutzt werden kann, danach aber eine monatliche Gebühr kosten soll, von der Astra bisher noch nicht sagen kann, wie hoch sie sein wird. Allein das ist schon ein Witz.

Das Problem an HD+ ist aber auch: Über die neue Receiver-Technik, die Astra den HD-Satellitennutzern aufdrücken wird, wollen die privaten Sender den Nutzern verbieten, bei aufgezeichneten Programmen die Werbeblöcke vorzuspulen. Theoretisch könnten die Sender Aufzeichnungen für bestimmte Programme auch ganz untersagen. (Wie HD im Kabel geregelt wird, ist derzeit noch nicht absehbar, Kabel Deutschland schafft es derzeit ja noch nicht einmal, sämtliche Sky-HD-Kanäle ins Netz einzuspeisen.)

So. Und jetzt fassen wir das nochmal zusammen: Die Fernsehsender wollen künftig weniger Geld ins Programm investieren. Sie wollen aber gleichzeitig, dass das Publikum mehr Geld dafür ausgibt, um dieses Programm zu empfangen und ihm vorschreiben, dass es die Werbung darin ansehen muss.

Kann es sein, dass da irgendwas nicht stimmt? Aus welchem verdammten Grund sollte ich mehr Geld als bisher dafür bezahlen wollen, ein Fernsehen zu empfangen, das ich schon jetzt kaum noch einschalten will, weil dort selten Qualität läuft, weil die Sender ausschließlich auf die Masse zielen, um die größtmögliche Reichweiten zu schaffen? Und bei dem mir künftig auch noch verboten werden soll, es so zu nutzen, wie ich mich mit meinem Festplattenrekorder in den vergangenen Jahren daran gewöhnt habe? Das deutsche Free TV arbeitet hartnäckig daran, sich selbst abzuschaffen. Die beiden großen privaten Sendergruppen wollen mit der Unterstützung von Astra zum Pay TV werden (so wie es im digitalen Kabel schon der Fall ist), aber ohne die Qualität anzubieten, die man von einem Pay TV erwarten würde, für das man eine monatliche Gebühr zahlen wollte (um dann wie bei HBO oder Showtime Serien zu sehen, die wirklich neu und besonders sind). Die Sender glauben, sie könnten mehr Geld dafür verlangen, dass sie weniger Programm machen.

"Das ist eine Marktentwicklung, die wir so akzeptieren müssen",

hat Hans Hege, Beauftragter für Plattformregulierung und Digitalen Zugang der Landesmedienanstalten, am Mittwoch über die HD+-Pläne der privaten Sender gesagt. Aber müssen wir das wirklich?

Wieso können wir nicht einfach herzlich darüber lachen, dass eine ganze Branche ihre Kunden für dumm verkaufen will, und deren Pläne einfach ignorieren? Das hat bisher doch auch schon öfter mal ganz gut geklappt. Natürlich wäre hochauflösendes Fernsehen eine tolle Sache. Aber wenn es teurer und unattraktiver ist als das, was wir jetzt haben, wird es hoffentlich ein Riesenflop.

Foto: Medienwoche

Veröffentlicht 09. September 2009, 14:07 von Peer Schader
Kommentare

Raffy Ryff

09. September 2009, 14:47

http://www.machmichgluecklich.eu

Ich finde Nachmittagstalkshows in HD Qualität toll, sie bieten mit hochauflösender Technik mehr Tiefe. Gehen näher ran. Das ist es, was ich im Reality TV sehen will: Nähe und Tiefe. Porentiefe. Mein Schwager ist Dermatologe in Ausbildung, er schaut sich die Sendungen der Privatfernsehen auch an. Als berufliche Weiterbildung. - Und für das Zuschauen gibts keinen Numerus Clausus.

Paule

09. September 2009, 15:03

"Allein das ist schon ein Witz."

Nicht wirklich. Denn: Die Sender verlangen für ihre digitale Verbreitung vermutlich Urheberrechtsabgaben, bekommen also von dem Geld tatsächlich etwas ab, nur eben nicht auf direktem Wege, was sie rechtlich nicht zu PayTV macht.

Wenn die jetzt noch nicht wissen, wie viele Sender in die Plattform kommen und sich das Geld daher noch nicht aufteilen können, kann man auch keinen Preis nennen. Es heißt aber 50 Euro pro Jahr und Gerät.

Wenn sich also in den kommenden Jahren nur jeder 10. Haushalt _ein_ HD+-Abo zulegt (und viele Haushalte haben mehr als einen Fernseher), macht das gut mal 50 Mio pro Jahr.

Dem gegenüber stehen (und jetzt beginnt der Spaß) möglicher Einsparungen durch die Aufgabe das analogen Weges. Wenn die 5 im Beitrag genannten HD+-Sender ihre analoge Sat-Verbreitung aufgeben, sparen die ~45 Mio Euro pa.

Klingelts? 45 Mio eingespart und 50 Mio* eingenommen? (* minus die Verwaltung)

...das ist sicher nur die Marktentwicklung.

Uli K.

09. September 2009, 15:22

Wahre Worte schon die Zwangsumstellung vom analogen terrestrischen Fernsehen auf DVB-T lieferte oft weniger für mehr. Plötzlich konnte man in Süden Bayerns kein ORF1 mehr empfangen was mit der alten Dachantenne immer ging, dafür leidet man unter ständigen Bildartefakten und Verbindungszusammenbrüchen. Da können auch die drei zusätzlich empfangbaren Trash Sender nicht mehr viel Begeisterung auslösen.

Paule

09. September 2009, 15:26

Ich muss mich berichtigen.

Bei 16 Mio Sat-Direktempfangshaushalten machen 10% natürlich nicht 50, sondern 80 Mio Euro pa.

Und die analogen Ersparnisse sollten für 5 Programme nicht bei 45, sondern nur bei 35-40 Mio liegen.

nona

09. September 2009, 16:21

Ja, es regiert die Technikhörigkeit in den Entscheider-Etagen. Auch die quasi-zwangsweise Umstellung auf 16:9 war schon ein schlechter Witz einiger Sender, angesichts von rund 100 Jahren Film- und Fernsehgeschichte in 4:3 in den Archiven. (Kurz gesagt: 16:9 bedeutet in der Realität meistens nicht "mehr Bildbreite", sondern "weniger Bildhöhe", insgesamt also weniger Bild, nur eben grösser.) Die letztens berichteten, sehr optimistischen ö/r-Pläne zum Abschalttermin der analogen Verbreitung liessen mir dezent die Kinnlade erstarren. Das können die unmöglich ernst meinen, wenn sie weiterhin Grundversorgung "für alle" gewährleisten wollen. Es sei denn sie stellen jedem nicht völlig technikaffinen Normalbürger kostenlose Digitalgeräte in die Wohnung, die sie auch bedienen können (Rentnern z.B.).

Paule

09. September 2009, 18:59

@nona: "Das können die unmöglich ernst meinen, wenn sie weiterhin Grundversorgung "für alle" gewährleisten wollen. "

Ich sinne eines verantwortungsvollen Geldeinsatzes, sollte der analoge Weg über Sat baldmöglich beendet werden. Man kann das ör DVB-S jetzt 12 Jahre empfangen und mittlerweile sind ~70 der Sat-Haushalte digital. Das sollte reichen, um einen zeitnahmen Abschalttermin festzulegen.

Es ist nicht einzusehen, dass man pi mal Daumen 80-90 Mio Euro pro Jahr in den analogen Sat-Weg steckt, wenn nur noch eine Minderheit zuschaut, die Masse 12 Jahre Zeit hatte und mit HD der dritte Weg vor der Tür steht.

Technikaffinität ist gar nicht nötig. Der Fernseher wird zum Monitor und alle Einstellungen passieren über die Set-Top-Box. Und dort reicht den technikfernen "Normalnutzern" ein sehr einfaches Gerät. Wählt man weise, reicht das Steuerkreuz auf der Fernbedienung: Hoch/runter sind die Programme, rechts/links ist die Lautstärke. Mehr braucht es nicht, wenn man mit solchen Dingen wirklich nicht zurecht kommt.

Peer Schader

09. September 2009, 19:24

@Paule: Jeder, der mal mit Kabel Deutschland zu tun hatte, weiß, dass es nicht so einfach ist.

tumulder

09. September 2009, 20:16

http://zeitverschwender.blogspot.com

@nona

Es ist natürlich ein großer Nachteil wenn Spielfilme nicht mehr an den Seiten abgeschnitten im Wohnzimmer der Bürger ankommen. Es geht doch nicht um die Einführung längst erwarteter Technik, sondern um deren Refinanzierungspläne seitens der Sender. Und die halte ich für sehr optimistisch. Pay-TV in Germany? Kein vielversprechendes Geschäftsmodell. Man frage mal bei Premiere nach, und deren Programm war tatsächlich nicht das schlechteste im Vergleich zum Free TV.

Ich frage mich ernsthaft welches Kraut in den Führungsetagen der Privatsender geraucht wird, wenn dort davon ausgegangen wird, daß Menschen bereit sind für Salesch, Cobra 11 und Schlag den Raab in HD monatliche Gebühren zusätzlich zu den Rundfunkgebühren der öffentlich rechtlichen zu bezahlen. Ich glaube nicht daran.

Peer Schader

09. September 2009, 20:24

@tumulder: Wie gesagt: Kabelkunden zahlen bereits zusätzlich, wenn sie digital sehen wollen, weil das analoge Bild auf dem HD-Bildschirm so richtig übel aussieht (wie bei mir).

PzGren

10. September 2009, 01:39

Peer Schader hat Recht. Meine Meinung aber bleibt:

Maul halten, freuen das HDTV kommt.*

(Das Problem der wenigen HD Sender sind die bandbreitenintensiven Analogsignale. Deren Anzahl kann man nur [offentlichskeitskompatibel] abschalten, wenn genügend Leute TV digital konsumieren. Das geht aber nur, wenn Fernseher serienmäßig über digitale Tuner verfügen - und dafür sind die Hersteller verantwortlich. Dann kann man sogar auf dem maroden Unitymedia/Kabel D Netz HDTV ermöglichen.

Nebenbei bemerkt: Wenn Vater Staat schon die Alkopops versteuert, weil er glaubt, legale Konsumenten vor sich selbst schützen zu müssen - kann man da auf eine Digital-Tuner-Regulierung hoffen? Ja?)

* PS: Ziehe am 1.10. nach BW :)

Wolfgang

10. September 2009, 01:53

http://fastvoice.net

@Peer Schader: Bei den Kabelgebühren muss man eigentlich nicht zusätzlich bezahlen - bei KabelBW hängt man einfach im bereits ausgebauten Gebiet an den vorhandenen Kabelanschluss einen digitalen (oder gar HD-)Receiver dran, freut sich über die gegenüber dem Analogangebot erheblich erweiterten Ergebnisse eines Suchlaufs und gut ist.

Klar, der Receiver kostet ein paar Euronen, aber es muss ja kein HD+-Gerät sein. Einfache Lösung für die Zukunft: HD+ boykottieren und sich an den öffentlich-rechtlichen Digitalkanälen erfreuen (Eins Festival HD und Arte HD gibt's ja jetzt schon im Regelbetrieb, der Rest kommt 2010, gilt natürlich auch für Astra und nicht nur für's Kabel). Wer braucht schon Sat.1 und Co. in HD?

ptrk

10. September 2009, 10:07

Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen Anbeitern ist, aber bei KabelBW empfange ich digitale Kanäle, sobald ich ein Digitalreceiver anschließe (oder ein Fernseher hab, der das kann). Da muss ich nix zahlen. Bezahlt werden nur spezielle Sender, die es sonst nicht im Free-TV gibt wie z.B. halt sky oder Kinderkram...

Thorben

10. September 2009, 11:39

http://www.ich-werde-politiker.de

Tja, ich bin mir sicher, dass ich für Werbefinanziertes Fernsehen, welches ich dann nicht mal aufzeichnen oder vorspulen darf (wie ätzend das ist, sieht man ja schon an den Vorspännen heutiger DVDs) kein Geld bezahlen werde.

Das investiere ich dann lieber in DVds, Blu-rays oder gucke im Internet Fernsehen.

Und wenn das genug Bürger machen, werden sich die Sender vielleicht überlegen müssen, ob sie den richtigen Weg gegangen sind.

Paule

10. September 2009, 11:39

@ Peer. Komplizierte Geräte: Ja, das bringt der Boxenzwang mit sich. Wenn möglich, kann man ja auf DVB-T ausweichen. Da hat man freie Boxenwahl und in manchen Gebieten (z.B. Berlin) ersetzt es das analoge Kabel sehr gut.

Digitales Kabel: Naja... wie man so hört sind besonders die großen KNB sehr gut darin, die digitalen SD-Signale zum Pixelmatsch zu machen. Das betrifft aber nur die Privaten. Die ÖR müssen unverändert ins Kabel.

Im Übrigen: Wer hat ein HD-taugliches Gerät und empfängt weiterhin freiwillig analog? Das ist doch schon allein deswegen nicht empfehlenswert, weil die analogen Breitbildsignale idR als Letterbox ankommen und aufgezoomt werden müssen. Und selbst wenn sie als PALplus kommen, haben doch die meisten Displays keinen PALplus-Docoder. Das Bild wird so oder so vergewaltigt.

(Die klassische Bildröhre kann digitale Artefakte übrigens sehr gut kaschieren.... ;) )

Peer Schader

10. September 2009, 13:43

@Wolfgang/ptrk: Bei Kabel Deutschland kostet's beim Umstieg von analog monatlich 2,90 Euro (aber diese Option wird gerade nur auf telefonische Nachfrage angeboten! Sonst schickt KDG einen Receiver und will 9,90 im Monat zusätzlich. Im Monat!!!).

Wolfgang

10. September 2009, 18:35

http://fastvoice.net

@Peer: Bei KabelBW zahlt man monatlich 16,90 für den Basisanschluss, egal ob ein analoger oder digitaler Receiver dranhängt. Die 9,90 zusätzlich bei Kabel Deutschland sind wohl inclusive völlig überteuerter und unnötiger Receiver-Miete.

@Paule: Pixelmatsch ist mir bisher bei "normalen" Digital-Receivern noch nicht untergekommen, bei den ersten HD-Receivern allerdings schon. Das liegt aber nicht unbedingt am KNB, sondern häufig auch am Receiver oder falschen und schlechten Dosen (Abschluss- und Durchgangswiderstände) und Kabeln im eigenen Haushalt. Hier lassen sich mit fachkundigen Eingriffen teils dramatische Verbesserungen erzielen.

Schokoriegel

10. September 2009, 23:00

@paule

Das scheint mir eine Milchmädchenrechnung zu sein. Wenn nur noch jeder zehnte Haushalt das schöne HD+ schaut, gehen die Werbepreise schneller und tiefer in den Keller, als man die 40 Millionen einsparen kann.

kah

10. September 2009, 23:29

kann es sein, dass die privaten (rtl, vox...) bereits jetzt ihre digitalen sd-programme mit niedrigerer bandbreite als noch vor monaten ausstrahlen, um den umstieg auf hd attraktiver zu machen ??

den gleichen eindruck habe ich von sky bundesliga in sd: das bild wirkt "matschiger" als sd-fussball in ard und zdf.

die guten alten siebziger!!! damals kam das farbfernsehen ohne exragebühr!!!!

Restaurantkritiker

11. September 2009, 12:36

Ach, der Markt wird das schon alles regulieren. Wer kuckt noch Privatfernsehen mit Werbung?

Paule

11. September 2009, 17:53

@Schokoriegel: Die einfache Rechnung basiert natürlich darauf, dass der analoge Weg vorerst und SD-DVB längerfristig auf Sendung bleiben und RTL keine Zuschauer verliert. Wenn sich über die Zeit immer mehr für HD+ über Sat, oder DVB im Kabel entscheiden werden, fällt die Rechnung natürlich immer mehr zugunsten von RTL aus.

@kah: Das habe ich auch schon gehört. Ein Blick zu Linowsat bestätigt das nicht pauschal. Die Durchschnittsdatenrate ist gleich, bei RTL etwas unter 4 MBit/s. Dort ist aber zu erkennen, dass die Encoder seit 2 Monaten bei den genannten Sendern wohl wesentlich dynamischer eingestellt sind, so dass das Minimum von 3,6 auf 3,1 gerutscht ist. Das lässt zwar innerhalb der Multiplexe höhere Spitzen zu, kann aber auch zum Aufpixeln neigen, wenn es zu sehr schnellen Bewegungen kommt.

Bei Sky krankt es aber grundsätzlich an einer sehr sparsamen Transponderausstattung. Dort ist gutes Bild ein Glücksfall. Filme kann man "vor-encodieren," aber bei Live-Übertragungen siehts ganz düster aus.

Paule

11. September 2009, 17:56

@ Restaurantkritiker:

Der Markt wird es vermutlich nicht richten. Die ÖR haben bei den jungen Zuschauern erhebliche Defizite und es gibt keine ernsthafte Aussicht auf Besserung. Diese jungen Zuschauer sind auf die Privaten angewiesen.  Und wenn es diese Privaten nur gegen Cash gibt, dann gilt "Friss der stirb." Deswegen wird es vermutlich mittelfristig auch ein Erfolg werden.

---

11. September 2009, 18:07

Mal 'ne dumme Frage:

Wenn ich mir keinen Receiver etc. kaufe, kann ich in ca. einem halben Jahr nicht mehr fernsehen?

Oder wie läuft das, wenn ich nicht bei diesem HD-Zeug mitgehe?

Peer Schader

11. September 2009, 18:58

@---: Nö, dann geht alles erstmal so weiter vermutlich. Das normale SD-Satellitensignal gibt es ja weiterhin - unverschlüsselt.

---

11. September 2009, 19:30

Und bleiben die Kosten dann auch gleich?

Peer Schader

11. September 2009, 20:26

@---: Was denn für Kosten? Bei Satellitenempfang?

---

12. September 2009, 11:52

Wenn man bei diesem HD-Zeug mitgeht, wird doch alles teurer.

Aber wenn man dabei bleibt, so wie es jetzt ist, wird es für einen nicht teurer?

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