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Das Fernsehblog

Warum RTL Kandidaten bei "DSDS" herausradiert

09. Februar 2010, 20:27 Uhr

Das ist natürlich eine verhältnismäßig neue Information: RTL nimmt den Titel seiner Sendungen wörtlich. Und die Betonung bei "Deutschland sucht den Superstar" liegt anders als bisher angenommen gar nicht auf "Superstar". Sondern auf "sucht".

Zumindest haben das am Samstagabend viele Zuschauer der letzten Recall-Sendung getan: nach ihren ganz persönlichen Favoriten gesucht, von denen RTL einige aber kurzerhand aus der Show radiert hat. Den Australier Joel Havea zum Beispiel, von dem die Jury im Casting noch ganz hin und weg war, und Meike Büttner, der Bohlen im Casting attestierte, sie sei ähnlich "geisteskrank" wie er, was vermutlich als Kompliment gemeint war. Havea und Büttner durften im Recall beide mit in die Karibik fahren, waren aber in der Samstagssendung dort nicht mit ihren Auftritten zu sehen, obwohl sie von der Jury als zwei von 25 Kandidaten auch noch zum letzten Vorsingen nach Schwetzingen mitgenommen wurden, wie auf den kurz eingeblendeten Gruppenbildern zu sehen ist:


Screenshots: RTL

Auch ihre Auftritte dort wurden nicht gezeigt, ebenso wenig wie die Entscheidung der Jury, sie nicht mit in die Top-15-Show zu nehmen. Am Ende waren sie einfach weg.

In Online-Foren wird deshalb seit einigen Tagen darüber spekuliert, was passiert ist. Havea habe einen Plattenvertrag bekommen und trete nun bei Stefan Raabs "Unser Star für Oslo" auf, heißt es. Aber das hat der Musiker im Gespräch mit Musiktipps24.de richtig gestellt. Die Gerüchte seien falsch. Über die Entscheidung der Jury und die Tatsache, dass er in der Sendung am Ende quasi gar nicht mehr vorkam, sagt er:

"Die Jury hat mir tatsächlich gesagt, dass mein Stil nicht zu den Live-Shows passen würde. Sie haben gemeint, dass sie sich nicht vorstellen können, dass ich die verschiedenen Musikstile in den Motto-Shows bewältigen könnte. (...) Ich dachte schon, dass es ein guter Auftritt war und ich war ehrlich gesagt auch ein bisschen sauer, dass mein Auftritt nicht gezeigt wurde."

In Ihrem Myspace-Blog äußert sich auch Meike Büttner, die glaubt, ihre kritischen Kommentare über Bohlen und die Sendung seien schuld:

"Sie schnitten mich raus, so wie Muttis Fernsehverbote an ihre kleinen erteilen. Das war eine Strafe. DSDS war die Mama und ich das unartige Kind."

In den vergangenen Tagen hatte Büttner in der Berliner Boulevardzeitung "B.Z." bereits ein "DSDS-Tagebuch" mit kritischen Bemerkungen zur Show veröffentlicht, von dessen zweiten Teil sie sich aber – ebenfalls in ihrem Blog – distanziert.

Das alles ist ein bisschen verwirrend, zumal nicht nur Havea und Büttner von jetzt auf gleich bei "Deutschland sucht den Superstar" verschwanden, sondern auch andere Teilnehmer. RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer sagt dazu:

"Wir konnten nicht alle Auftritte und Entscheidungen der 25 letzten Kandidaten zeigen. Es war eine redaktionelle Entscheidung, sich auf die Bewerber zu konzentrieren, die uns am spannendsten schienen. Für manche Zuschauer, deren Lieblinge dadurch nicht mehr gezeigt wurden, mag das sicher schade gewesen sein."

Nun ist es in dieser Staffel offensichtlicher denn je, dass nicht zwangsläufig gute Sänger, sondern vor allem solche Bewerber weitergelassen werden, mit denen sich nachher Woche für Woche Geschichten erzählen lassen. Mag sein, dass Havea und Büttner deswegen ausgesiebt wurden. Weil sie noch nie im Knast waren, nicht als Kind einen Defibrilator eingepflanzt bekamen und keine besonders großen Brüste haben.

Es ist erstaunlich, mit welcher Akribie im Schnitt darauf geachtet wurde, dass sie und die anderen Kandidaten möglichst selten im Bild zu sehen sind (was sich nur in der Gruppe schwer vermeiden ließ). Das eigentlich Ärgerliche ist aber, dass RTL damit alle vor den Kopf stößt, die genau wegen dieser Kandidaten eingeschaltet haben, nachdem der Sender sie im Casting vorgestellt und aufgebaut hat. Am Ende  gab es nicht mal einen Schnelldurchlauf, in dem man hätte zeigen können, welche Bewerber gehen mussten. Kann aber sein, dass dafür in den läppischen zweieinhalb Stunden, die die Samstagssendung dauerte, einfach kein Platz mehr war.

Veröffentlicht 09. Februar 2010, 20:27 von Peer Schader
Kommentare

Dankegut

09. Februar 2010, 21:26

Danke für die Klarstellung - und die Wertung!

Thomas Television

09. Februar 2010, 21:31

http://tvundso.com

Wer gute und interessante Künstler sehen will, der kann auch American Idol schauen oder "Unser Star für Oslo". Ich glaube, die Enttäuschung über die ausradierten Kandidaten lässt sich dadurch ganz gut verkraften.

Wären Grundy/RTL clever, dann hätten sie die beiden hier genannten zu X Factor rübergeschleust. Wer weiß, vielleicht isses ja so, ansonsten sicher eine vertane Chance oder eben der Unwillen der Kandidaten selbst.

Es gibt so viele andere gute Casting-Show (Oslo-Star, X Factor UK, X factor US ab 2011, American Idol), so dass ich bei solchen Sätze...

"Nun ist es in dieser Staffel offensichtlicher denn je, dass nicht zwangsläufig gute Sänger, sondern vor allem solche Bewerber weitergelassen werden, mit denen sich nachher Woche für Woche Geschichten erzählen lassen."

... kein Bedauern empfinden kann. RTL macht sich damit langfristig selbst überflüßig oder hat eben nur noch ein sehr sehr anspruchsloses Publikum als Restzuschauer.

Peer Schader

09. Februar 2010, 21:40

@Thomas Television: 7 Mio. Menschen als "Restzuschauer" zu bezeichnen, geht vielleicht doch ein bisschen an der Wirklichkeit vorbei, oder?

John Rest

09. Februar 2010, 21:52

http://johnrest.wordpress.com/

Wer schaut dieses Format um der Künstler Willen und wer um der Skandale und Skandälchen Willen? Und wer um des Herausfindens von Unstimmigkeiten Willen mit denen sich Skandälchen propagieren lassen damit die schauen können, die um dieser Skandälchen Willen einschalten?

Ums Singen ging es nie, wo sind sie auch alle abgeblieben, die Superstars? Eigentlich kann "Deutschland" doch nur einmal DEN Superstar suchen - hier geht`s nicht ums Finden sondern nur um die Quote beim Suchen - häppchenweise wird geschickt gestreut, was man an Peinlichkeiten, dicken Brüsten und Vorstrafen in den Akten und Blusen der Akteure findet - je mehr, desto Quote!

Thomas Television

09. Februar 2010, 22:32

http://tvundso.com

"@Thomas Television: 7 Mio. Menschen als "Restzuschauer" zu bezeichnen, geht vielleicht doch ein bisschen an der Wirklichkeit vorbei, oder?"

Ich sprach ja auch von der langfristigen Perspektive, es ist quasi eine dystopische Vision von der Zukunft RTLs.

Gleichwohl: 7 Millionen von 82 Millionen Deutschen sind gerade mal 8,5 Prozent aller Deutschen. In England sind es 25 Prozent bei X Factor, über 30 Prozent beim Talent.

Insofern liege ich abgesehen von der diskrimminierenden Formulierung sicher jetzt nicht so falsch.

bona

09. Februar 2010, 23:03

Mir fällt nur noch "lächerlich" als Beschreibung ein! Da werden Sänger (gute Sänger) kommentarlos rausgeschmissen und Leute, die keine Stimme haben, sondern sich in den Fordergrund drängen, sich obertoll finden, ne tolle Geschichte zu erzählen haben, oder auch einfach nur einen mega Vorbau haben mitgenommen.... Und das soll mit rechten Dingen zugehen? Ich lach mich tot!

BloodyFox

09. Februar 2010, 23:13

http://www.metalimpetus.de

@ThomasTelevision

Ich bin mir ziemlich sicher, dass 7 Millionen weit ueber 8,5% des Marktanteils ausmachen (der wird sicherlich doppelt so hoch sein) und kann mir gleichzeitig kaum vorstellen, dass sich die o.g. Zahlen aus UK sich auf die Gesamtbevoelkerung beziehen sollen und nicht ebenfalls auf den Marktanteil. Ausserdem scheint deine These ueber den Langfristigen Erfolg von RTL, leider, verfehlt, denn die wievielte Staffel DSDS ist das mittlerweile? Das, was zur Zeit laeuft, wird schon sehr lange ausgestrahlt und RTL geht es von den Privaten Sendern meinem Erfahrungsstand nach noch am besten.

RTL macht sich nicht ueberfluessig, sondern im Gegenteil zu einem festen Bestandteil des Lebens des geneigten RTL-Zuschauers, dem mittlerweile fast rund um die Uhr das geboten wird, was er offensichtlich (die Quoten sprechen hier Baende), sehen will: Einzelschicksale von irgendwelchen Menschen, die armselig und dumm genug sind, ihr Privatleben im Fernsehen auszubreiten, ganz egal, ob die Geschichten fiktional, aufgebauscht oder in seltenen Faellen real sind. Und Pro7 und Sat1 sind Bienenfleissig dabei, dieses Konzept zu kopieren mit Schund wie Popstars, GMNT und dem ganzen Dreck, der nachmittags im Programm ist.

@Peer und meinen Beitrag

Gott, Peer, wenn ich mein Geld damit verdienen wuerde, mir so einen  anschauen zu _muessen_, ich glaub, ich wuerd mir nen anderen Job suchen. Wie haeltst du das aus?

Peer Schader

09. Februar 2010, 23:16

@ BloodyFox09: Ich schau einfach auch schöne Sachen an.

pepi

09. Februar 2010, 23:16

Die beiden waren genau meine beiden Favoriten. Das hier und da etwas gemogelt wird ist ja klar, aber sowas ist zuviel Publikumsverarschung. Diese Staffel hat für mich so keinen Reiz mehr.

Thomas Television

09. Februar 2010, 23:49

http://tvundso.com

@BloodyFox:

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass 7 Millionen weit ueber 8,5% des Marktanteils ausmachen"

Ich rede vom prozentualen Anteil an der Bevölkerung, weil ich denke, dass man Event-Fernsehen, wie ich es gerne nennen würde und da gehören Casting-Shows dazu, daran messen muss, und nicht nur am Marktanteil. Der liegt bei der Zielgruppe im Falle DSDS bei ca. 35 Prozent.

"und kann mir gleichzeitig kaum vorstellen, dass sich die o.g. Zahlen aus UK sich auf die Gesamtbevoelkerung beziehen sollen und nicht ebenfalls auf den Marktanteil."

Kannst Du ja gerne alles bei Wikipedia nachrecherchieren, wenn Du mir nicht glaubst. Das Finale von X Factor hatte 16 Millionen Zuschauer (Schnitt 13 Millionen). UK hat 61 Millionen Einwohner.

Ist aber nicht so relevant, weil man das nicht ohne weiteres vergleichen kann. Zeigt aber, wie irrelevant DSDS in Deutschland vergleichsweise ist.

"Ausserdem scheint deine These ueber den Langfristigen Erfolg von RTL, leider, verfehlt, denn die wievielte Staffel DSDS ist das mittlerweile? Das, was zur Zeit laeuft, wird schon sehr lange ausgestrahlt und RTL geht es von den Privaten Sendern meinem Erfahrungsstand nach noch am besten."

Meine These ist auch reine Spekulation. Aber manchmal liege ich richtig ;) DSDS gibt es seit 2002/2003 und das Finale der ersten Staffel hatte übrigens 12 Millionen Zuschauer, wenn ich das richtig im Kopf habe.

@Peer Schader

"Ich schau einfach auch schöne Sachen an."

Schreib doch auch mal über die schönen Sachen. Normalerweise müsste ja in der FAZ der Schwerpunkt vielmehr auf Qualitätsfernsehen liegen? Dafür dass es so ist, wie es jetzt ist hier beim Fernsehblog wird es sicher Gründe geben, die schlauere Leute als ich kennen, aber ansich finde ich DSDS und RTL eher kein Thema für die Marke FAZ, zumindest abgesehen von der journalistischen Notwendigkeit bei manchen Themen.

Naja, zur Not habe ich ja mein eigenes Blog. Ich überlege es langfristig angesichts der Entwicklung des deutschen TVs nur noch zum Thema Qualitätsfernsehen zu machen. Ich schreib/schrieb nämlich auch viel zu viel über den ganzen Müll, über den man eigentlich keine Worte verlieren sollte. Aber den Geschmack muss man erst nach und nach entwickeln und weiterentwickeln.

anton

10. Februar 2010, 00:01

Bohlen und RTL brauchen Geldbringer. Das sind die "armen" Kids von der Strasse, die ihre Handyrechnungen für die Soapopera in schwindelnde Höhen treiben. Für eine kritische, gestandene Frau und Sängerin rufen aber kaum Teenies an, Erwachsene höchstens zweimal. Das rechnet sich nicht. Die Bildungspresse liefert  im Vorweg und hintenrein tolle Stories, die Zuschauerzahlen steigen und damit der Preis für die Werbeminute. Dazu die Handyanrufe. So wird Geld gedruckt!!! Vergleicht mal nächste Woche Bohlens Topstars mit den Raab-Kandidaten. Soviel übles Talent, wie diesmal, hat es bei Bohlen noch nicht gegeben. Dafür aber Livereanimation, Knaststories, Lesbenalarm, Pin-Up-Fotos, fehlt nur noch der Bohlen-Porno. DSDS ist für unsere Familie Vergangenheit, RTL fast auch. Pro7, Sat1, Vox und Kabel haben mit der ersten Reihe und dem zweiten Auge RTL in die Versenkung gestoßen. Ist für mich auf dem besten Weg zum ProllTV.

dzett

10. Februar 2010, 00:48

Ich finde das furchtbar. Eine Welt bricht für mich zusammen! Menschen, die der Produzent nicht weiter produzieren möchte, erscheinen auch nicht mehr in Sendungen, die vom Produzenten produziert werden. Das ist mir völlig schleierhaft, wie SO ETWAS passieren kann... Und die Redaktion erdreistet sich auch noch, Inhalte, die sie als nicht sendenswert erachtet auch nicht zu senden. Das ist doch bodenlos. Ich habe doch als profaner Zuschauer ein GRUNDrecht darauf, ALLES Sendematerial vorher selber anzuschauen und dann zu entscheiden, was ich gerne sehen würde. Wofür brauchen wir Redaktionen?

Überhaupt ist es für mich eine katastrophe, daß ich Leute, die ich vor wenigen Wochen noch nicht öffentlich wahrgenommen habe, nun wieder nicht öffentlich wahrnehme. Habe ich ein Wahrnehmungsproblem? Das wirkt alles auf mich wie eine groß angelegte Verschwörung. Angeführt von RTL. Die machen uns doch am Ende noch was vor!?

Nun sind meine absoluten Lieblinge und Idole weg! Was hat das Leben noch für einen Sinn? Aber zum Glück gibt es ja auch noch Big Brother! Haha! So schnell wird mich die RTL Gruppe als Zuschauer nicht los... Wieder ein Schnippchen geschlagen!

Wie sagt man im Rheinland so schön? "Watt fott es, es fott".

Romy

10. Februar 2010, 08:18

Lieber Peer, vielen Dank dafür!

Ich finde den Kommentar der RTL-Sprecherin einfach absurd. Mir ist bewußt, dass die Sendung das Produkt ist, nicht der Gewinner. Und natürlich lassen sich um Kandidaten mit diversen (völlig übertriebenen) Schicksalsschlägen und überzeugenden Argumenten größere Storys bauen als um Normalos. So sorgen kontroverse Geschichten auch außerhalb der Sendezeit noch für die entsprechende Aufmerksamkeit. Aber diese Kandidaten dann einfach gar nicht mehr zu zeigen, grenzt an Verarsche der Zuschauer. Aber das sind wir ja langsam von RTL gewöhnt, wenn man nur an die Reihenfolge der Ausstrahlung diverser Folgen von z.B. Dr. House oder anderer Serien denkt. Die mögen Ihre Zuschauer einfach nicht, oder wie es Frau Eickmeyer ausdrücken würde: "Für manche Zuschauer, ..., mag das sicher schade gewesen sein."

Eigentlich bedenklich

10. Februar 2010, 09:21

Danke für den wirklich guten Artikel, noch besser und wichtig dass er hier in der FAZ erscheint!

Zwei Dinge fehlen mir jedoch noch zur Ergänzung:

Wie Sie beobachtet haben Herr Schader „Es ist erstaunlich, mit welcher Akribie im Schnitt darauf geachtet wurde, dass sie und die anderen Kandidaten möglichst selten im Bild zu sehen sind…“ ist mir gleiches aufgefallen, besonders deutlich wird das, wenn man sich beide Recalls hintereinander angesehen hat. Das eigentlich Bedenkliche daran ist für mich aber nicht das Ausscheiden der Kandidaten –aus welchen Gründen auch immer, es wurde ja hinreichend diskutiert und spekuliert – sondern der Manipulationsgedanke dahinter. Ein Millionenpublikum geht bei so einer Sendung von einer zumindest „gewissen“ Authentiziät aus und stellt im Nachhinein fest, dass eben dem genau nicht so ist. Man erkennt gewisse Ungereimtheiten und denkt „hoppla“ da sang doch noch wer gut und fängt an, an seiner Wahrnehmung zu zweifeln und stellt zum Schluß fest, nachdem es anderen Zuschauern genauso geht, dass versucht wurde die Wahrnehmung zu manipulieren. Man setzt sogar noch einen drauf und verkündet „ man könne nich alles zeigen“. Wie Sie schon so schön schrieben war wohl in den „zweieinhalbstunden“ kein Platz für 25 von 25 Kandidaten sondern nur für 23 von 25 – so ein dummer Zufall! Wenn man dies weiterdenkt fragt man sich, was hat das dann für einen Einfluß auf die Zielgruppe und das gros der Zuschauer??

Etwas weglassen und unter den Tisch kehren um ein Ziel zu erreichen ist legitim und OK und genau das ist es eben NICHT!!

Der zweite Punkt ist für mich das Thema der Glaubwürdikeit der Jury. Viellicht hat auch jemand der Leser hier DSDS das Magazin gesehen bei dem Herr Neumüller am Strand interviewt wurde –leider kann ich es nur sinngemäß wiedergeben- Als er in einer Pause befragt wurde, meinte er, das sei doch alles „Sche… hier“  und im gleichen Atemzug nach kurzer Denkpause relativierte er seine Aussage und meinte nein, nein das ist alles ganz toll mit einem süffisanten Lächeln. Ab diesem Zeitpunkt war mir klar wie viel Frust in diesem Juror steckt. Möglicherweise wird keiner der Leser hier mit den Juroren zusammenarbeiten „müssen“ aber mal ehrlich, wer will sich von solchen Leuten wirklich freiwillig managen lassen, die offensichtlichen Gesangstalenten öffentlich den Laufpass geben? Letztendlich bekommt man den Eindruck, dass diese die gleichen Marionetten sind wie die Kandidaten. Versetzt man sich in deren Lage müsste man doch eigentlich hinschmeissen und sagen ich mache da nicht mehr mit, dies wird natürlich wegen rechtlich und finanzieller Zwänge auch nicht gehen, also macht man weiter. Erinnert man sich an einen Herrn Stein oder Herrn Henn, frage ich mich, warum die nicht mehr in der Jury sitzen und warum man sich immer so schwer tat/tut bekannte Leute für diese Jury zu finden, ja ja letztendlich kommt alles ans tageslicht und jeder mag sich selbst eine Meinung dazu bilden. Ich glaube den Juroren jedenfalls nichts.

Für mich jedenfalls hat RTL genau das richtige getan! Mit dem Herausschneiden haben die Macher Ihr eigenes Format ad absurdum geführt und die Jury unglaubwürdig gemacht. Der beste Zeitpunkt das Format einzustampfen, damit ich nicht selber abschalten muss ;-)

Mein Apell an die Macher des FAZ Mediums und Herrn Schader, macht unbedingt weiter, bleibt kritisch und unabhängig auch wenn Ihr Euch bei anderen Medien damit unbeliebt macht!

Stefan

10. Februar 2010, 10:03

http://gedankensolo.de

Gerade weil nicht auf Gesang geachtet wird, sind die Sieger dieser Show auch nicht erfolgreich.

Auch dieses Jahr wird der Sieger nach einem Song (wenn überhaupt) in der Versenkung verschwinden.

Al

10. Februar 2010, 11:20

Ähnliches passierte doch schon bei "Supertalent". Die Kandidatin Julia Sakar wurde gelobt wie keine andere - um danach einfach zu verschwinden

buhoymarmota

10. Februar 2010, 11:23

@Thomas Television, Bloody Fox etc.

RTL hat sich schon vor langer Zeit überflüssig gemacht. Nämlich seit dem Zeitpunkt als man nur noch Reality- Formate für die Unterschicht produziert.

Jemand mit nem Job, ein wenig Bildung und den ein oder anderen Euro für Sky, DVD, Bücher, Urlaub etc. hat doch für dieses Zombie-Programm doch überhaupt keine Zeit/ Lust etc.

Auch wenn 7+ Mio diese Sendung angucken, so besitzt doch die Einschaltquote keinerlei Aussagekraft über die Qualität.

Es gibt halt in diesem Land halt genügend Idioten (7+ Mio.) die sich so etwas anschauen... Das sollte uns eher allen zu Denken geben.

Das Thema RTL & Co. hat sich jedoch eh irgendwann erledigt. Der Werbemarkt im TV schrumpft zusehends und dank Internet, VOD, etc. wenden sich eh immer mehr Zuschauer vom sog. "Free-TV" ab. Ich für meinen Teil gucke zu 95% Sky und schalte mal bei "Unser Star für Oslo" ein. Mehr nicht.

Phanstasy star

10. Februar 2010, 12:22

Um das hier geschilderte wirklich einordnen zu können, müssten meines Erachtens noch folgende Fragen  geklärt werden:

1. Ist es richtig, dass auch die Auftritte manch anderer Kandidaten, die nicht weitergekommen  sind,  nicht gezeigt wurden (so wie es Frau Eickmeyer sagt) ?

2. Wurde auch bei den anderen  Kandidaten, die rausgeflogen sind, peinlichst   drauf geachtet, dass sie nachher nie im Bild waren ?

Diese Fragen  sollte man vorher klären, bevor man darüber spekauliert, dass böse Absicht von Seiten  des Senders dahintersteckt.

Jeeves3

10. Februar 2010, 13:32

Nehmen Sie solche Sendungen nicht viel zu ernst? Es ist nur Unterhaltung, auf niedrigster Ebene. So wie die Blödzeitung kein "Journalismus" ist, ist diese Sendung kein Versuch, einen guten Interpreten von Popmusik zu finden. Es geht einzig und allein um Geld; man erstellt ein Produkt, von dem man glaubt, die Doofen (also die große Menge, die allein zählt) werden das abkaufen. Das Resultat gibt denen leider recht. Würden die Sender anders handeln, hätten sie ja sowas wie Moral, etc. - doch das ist nicht ihr Zweck oder Ziel.

noir.desir.

10. Februar 2010, 14:27

Das wirklich Bedenkliche ist meines Erachtens, dass es Menschen gibt, die derartige Nichtigkeiten seitenlang nachbearbeiten und sich dann auch noch als große "Medienjournalisten" feiern lassen.

"Deutschland sucht den Superstar" ist eine Unterhaltungssendung, in dem vor dem Hintergrund eines Castings anhand von emotionalen Geschichtchen nachrangige Sternchen aufgebaut werden, die eine Weile lang Quote und Anrufe generieren und die nachher der hauseigenen Zweit- und Drittverwertung zugeführt werden. Eine Inszenierung, und die größtenteils Minderjährigen und/oder -bemittelten Zuschauer lassen sich darauf ein.

Gibt es keine anderen medienjournalistisch interessanten Themen? Reizt es nicht, sich auch mal mit einem anderen Gegner als Herrn Bohlen auseinanderzusetzen, auch wenn hier natürlich leichter Lorbeer zu ernten ist?

arnoldino

10. Februar 2010, 15:30

Hallo,

die ganze Sendung ist eine Verarschung und danoch der Bohlen. Lässt schlechte Kandidaten weiter und gute schickt er nach Hause. Man sollte sich so einen Quatsch nicht ansehen und RTL streichen

plumtree

10. Februar 2010, 16:32

Für mich ist es sehr einfach.

RTL rutscht auf den Programmplätzen, respektive auf der Fernbesienung, immer weiter nach hinten.

Einen Sender, der Serien nicht zusammenhängend sendet, der bei jedem "Reality-Format" Schmu macht ist für mich gestorben.

Aber ich schätze, die kommen ohne mich aus. Als potentieller "Arte-Gucker" gehöre ich vermutlich nicht zur Zielgruppe ;-)

Ist doch auch schön...

Medman

11. Februar 2010, 00:52

Das Problem ist doch eigentlich folgendes: es handelt sich um ein "quasi" Reality Format und hat doch mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Zumindest ist RTL in dieser Staffel geschickter vorgegangen als in der letzten Staffel, da schaffte es doch jemand in die Top 15, der vorher in KEINER Sendung zu sehen war - welch Wunder, dass für diesen Menschen keiner angerufen hat und die Jury die polarisierenden "Flachpfeifen" in die Mottoshows gewählt hat. Ich oute mich mal: ja ich schaue DSDS - und das gerne. Es gibt im deutschen Fernsehen keine peinlichere Sendung, keine Sendung mit der man Fremdscham so gut fühlen kann. Um eines klar zu stellen: ich rufe nie an, ich kaufe keine CD's - denn die es geht um die Shows und um sonst nichts.

Doch für die Literaten unter uns: wen erinnert das nachträgliche herausschneiden von Bildern, Filmen u.ä. auch an den Job von Winston Smith in 1984? Beruhigend dabei ist immerhin: noch ist RTL kein "Ministerium für Wahrheit" und kann folgerichtig auch keine Kandidaten komplett aus dem Geschichtsbuch von DSDS entfernen...

Bankerin

11. Februar 2010, 11:01

http://www.finanz-lexikon.de

Aha, Joel Havea fliegt raus, weil er evtl. keine ausreichende Stimme für die Mottoshows hat, und der kranke Cowboy ganz ohne Stimme bleibt drin.

Für wie blöd hält RTL die seine Zuschauer eigentlich?

Hofnarr Florian

12. Februar 2010, 10:23

http://www.hingesehen.net

Das unterstreicht doch nur, dass RTL nicht mehr die Qualität der Musik interessiert, sondern nur noch das medienwirksame Auftreten sowie die damit verbundenen Einschaltquoten. Ein Grund mehr diese Sendung nicht zu verfolgen - was ich sowieso nicht tue.

christian

12. Februar 2010, 13:10

Warum sollte ein Produzent/Sender bei einer Casting Show NICHT optimieren dürfen?

Die Zahlen 25/15/10 sind doch auch willkürlich ..

Mein Eindruck war eher, dass die diese Mindestzahl nur mit sehr großen Überwindungen überhaupt erreicht haben, das Aufgebot am Traumstrand war doch erbärmlich, gesanglich sowieso, optisch, und talenbefreit.

Lesen Sie mal die vitas/vitae im rtl-Videotext ... Motto fast durchgängig:

"nach meinem Hauptschul mach ich zum rtl.. "

Beschäftigen wir Medienschaffenden uns also eher mit 'Warum überhaupt kam der/die weiter?' ... Kandidaten, die nur ein Lied können, Kandiaten, die das Auswendiglernen EINES Liedes in 24h als 'tierischen Stress' bezeichnen, Kandidaten, die mit ihren 16 Lenzen bei so einem Wettbewerb alles, nur kein Englisch checken aber von Köln in die Karibik und retour geschippert werden..

Nach den (Quoten der) Mottoshows werden hoffentlich neue Redakteure gebraucht...

Andy Stone

12. Februar 2010, 13:34

Ich bin immer wieder überrascht, dass eine Mehrheit offensichtlich immer noch denkt, private TV-Sender wie RTL machen Programm für den Zuschauer. Ich wundere mich immer wieder, wie blauäugig wir doch sind. Ein Zuschauer ist nur ein "notwendiges Übel", den man irgendwie vor die Glotze lotsen muss, damit er sich die "schöne" Werbung der eigentlichen "Kundschaft" - nämlich für die Industrie und deren Helfershelfer, die Werbeagenturen. Für diese Gruppe macht RTL Programm - dabei wirkt der Zuschauer eigentlich nur störend, wenn er betrügerische Machenschaften aufdeckt. RTL und Co. machen sich ja noch nicht mal mehr die Mühe, einleuchtende Erklärungen für ihre tagtäglichen Verdummungsversuche zu finden. Wir machen das, damit die Quote steigt - alles andere interessiert uns nicht. Denn in der leidigen TV-Branche bringen ja auch Negativschlagzeilen Quote und erhöhen den Marktanteil. Wobei ich diese angeblich so akribisch ermittelten "Zahlen" auch aus einer Glaskugel lesen könnte - sie wären nicht viel anders.

Ob die ganze private TV-Branche überhaupt noch als "seriös" bezeichnet werden darf, ist höchst zweifelhaft. Betrug und Schummeln bei Casting- und Quizshows, Verarschung bei sogenannten „Reality-Formaten“, massenhaftes Veranstalten von zweifelhaften "Gewinnspielen" und das via Videotext anpreisen von genau so überteuren, wie sinnlosen Produkten und Urlaubsreisen über höchst zweifelhafte Chat- und Dating-Angebote, bis hin zur übelsten Pornografie.

Das deutsche Privatfernsehen hat mittlerweile ein Niveau erreicht, auf das sich nicht einmal die Zuhälter vom örtlichen Straßenstrich begeben würden.

Und trotzdem rennen wir den Sendern die Bude ein und lassen uns tagein tagaus von drittklassigem Programm die Sinne vernebeln. Wir sind wie das Schwein, das freiwillig an die Tür vom Schlachthof klopft, um endlich geschlachtet zu werden. Und das macht mir langsam Angst.....

Olaf

12. Februar 2010, 20:47

http://www.dynamicdrive.de

Joel Havea wird zuerst von der Jury als Favorit bezeichnet, und dann läßt ihn dieselb Jury einfach verschwinden. Das hat irgendwas von 2 Seelen in einer Brust, wie bei Dr. Jekyll und Mr. Hayde ;-).

tasmania

13. Februar 2010, 17:06

Schade um Joel, Alexandra und Olivera, aber Meike war mir einfach zu Omahaft und die hat wirklich nicht dort reingepasst.

Normen

14. Februar 2010, 10:02

Ist  es nicht in jeder Staffel das gleiche? Wird nicht in jeder Staffel heftik diskutiert? Und hat nicht bisher jede Staffel ihren "Daniel Küblböck"gehabt?

Eine Lanze möchte ich für Menowin Fröhlich brechen. Ja er hat seine Strafe abgesessen und ja RTL schlachtet diese Story aus, aber Menowin hat echt was drauf. Schade nur, dass die paar wirklich talentierten, die unter den Kandidaten sind, wahrscheinlich auch in dieser Staffel auf der Strecke bleiben werden. Ich denke da auch und gerade an Mehrzad Marashi.

in diesem Sinne...

Gruß

Normen

Rinah

14. Februar 2010, 13:20

Ich habe gestern selbst DSDS angeschaut, auch ich halte Dieter Bohlen für äußerst primitiv und die Jury besteht für mich auch nur aus DB, die anderen zwei sind nichts weiter als Marionetten.  Gut warum zähle ich mich zu den Unterschichtkonsumenten? Zerstreuung – möchte ich soziale und gesellschaftliche Dokumentationen – anschauen- sehe ich Friedmann oder Arte, N24 oder auch mal

ausländische Sender.

Das Konzept von DSDS ist Dieter Bohlen – er schafft es wie kein zweiter Gegensätze zu vereinen – einerseits freundlich und beschützen, immer bereit seinen Kindern auch mal zu helfen – andererseits ein Medienprofi- der seine hohlen Sprüche vermarket, der deutlich macht wer die Macht hat!

Was passierte mit Max von Thun als er eine gänzlich differenzierte Meinung hatte, als der Chefjuror?

Ab da hätte jedem klar sein sollen, nach welchen Regeln gespielt wird. Ich war auch sehr verwundert als der Australier und Meike nicht mehr eingeblendet wurden, auch hier habe ich gleich gedacht – passen wohl nicht ins Konzept. Am Anfang der neuen Staffel dachte ich, es gibt nur ehemalige Gefängnishüter, als ich mir die Profile der Kandidaten durchlas, erschrak ich doch sehr als ich erkannte, dass auch gebildete bei einer solchen Veranstaltung mitmachen. Haufenweise Studenten, Steffi hat Abi mit 1,4 sogar die kleine Kim strebt den Realschulabschluss an. Was führt gebildete Menschen in diese Scheinwelt aus Kommerz, Vermarktung und Schauspiel? Was sagt das über den Rest der Gesellschaft aus?

Manipulation in den Medien ist nichts Neues, diese gibt es schon lange – Sei es durch Monopolisierung  dessen – Beispiel:  Eine bekannte Modezeitung bringt einen Bob auf seine Seite 1 die kleineren Modehefte wollen auch im Trend liegen und ziehen mit und irgendwann ist alles irgendwie gleicher als gleich.

Ein Unternehmer hat mehrere Blätter – Beispiel: Berlusconi. Das so einer Politiker ist und immer wieder gewählt wird – unverständlich. Die Stufe der Berichtserstattung und die Themengebiete sind bekannt, dies wären Frauen, besonders gerne nackte Frauen, Sex, und natürlich kostenlose Werbung für seine Person. Da findet dann kritikfrei fernsehen statt.

Jeder Mensch eröffnet einen Blog und der die Informationsflut lässt die Wahrheit von der Lüge nicht mehr trennen, der Mensch wird völlig überflutet und hat es schwer sich zu entscheiden, daher einfach auf das oft gehörteste verlassen.

Medien werden auch gerne die „ vierte Gewalt“ bezeichnet, sicherlich nicht zu Unrecht.

Allerdings sitzt auch eine Vielzahl mündiger Bürger vor der Flimmerkiste und begreift aufgrund ihres reflektierenden und kritischen Verstands die „Raffiniermaschine“ privates Fernsehen.

Öffentliche Sender bekommen ihre GEZ GEBÜHREN, auch sie haben Einnahmen, allerdings verwerten Sie diese  Einnahmen bisher dementsprechend anders. Beide Kategorien müssen Zuschauer vor die Fernsehwelt bekommen. Warum begaben sich die privaten Anstalten auf eine so tiefe Stufe?

Werbung kann auch bei niveauvollem Programm verkauft werden, solange alle den TV anhaben.

Unterschichtfernsehen:

Möchten dies die alleinerziehende Mütter, Hartz V Empfänger, Arbeitssuchende und Langzeitarbeitslose, Rente, Schüler, Studenten, Kranke und Kinder wirklich Tagein und Tagaus betrachten? Oder fehlt nicht einfach nur die Alternative? Werden hier nicht Menschen transferiert in einen Teufelskreis aus Bildungsferne, Gewalt, Sex, Schönheit. Sind dies wirklich die alleinigen Werte dieser Menschen oder sind diese bloß der Abschaum einer Gesellschaft – ein Abbild? Die Nachfrage regelt das Angebot.

Woher kommt die Nachfrage?

Germany nett Topmodel, DSDS, Supertalent, Big Brother haben Zuschauer! Warum??

Zu allererst ist die Sensationsgier ein wesentlicher Ausdruck für die Neugier der Menschen – in das Privatleben andere zu schauen. Sicherlich möchte man manchmal auch einfach nur flüchten vor der eigenen geistigen Anstrengung – sich unterhalten lassen, in fremde Leute einfühlen.

Viele Frauen die aus einer ärmeren Kaste kommen, sehen ihren einzigen Sinn darin sich völlig orientierungslos ein Kind anhängen zu lassen, da ihnen aber eigene Anerkennung verwehrt bleibt, bekommen diese auch die Nachkommen nicht – ein Mechanismus schließt sich – der Unterschichtgucker ist geboren:

Fehlendes Denkvermögen sollte mit folgender Möglichkeit verbessert werden können:

In der Schule ist eine gute Note in Deutsch unerlässlich, dieser Unterricht an Texten lässt die Intention deutlicher zum Ausdruck bringen und man lernt durch die Auseinandersetzung mit Schriftstücken eigene Kritikfähigkeit. Jemand der aufgrund seines familiären Hintergrundes, mangelnden Fleiß oder fehlendem Zugang zur höheren Bildung – dies nicht erkennt, ist nicht ärmer dran, wie jemand der sich dessen bewusst ist und die globalisierte Fernsehwelt konsumiert

sebiprivat

15. Februar 2010, 09:25

http://rock.ednetz.de

Es ist schon schade, dass wirkliche Talente zensiert werden und nur die weiterkommen, wo sich RTL große Gewinne durch Anrufe erhofft.

Geld regiert leider die Auswahl der Kandidaten und nicht das Talent.

blackshadow

16. Februar 2010, 14:01

Ob ein Sänger bei DSDS "gut" oder "schlecht" ist, entscheidet sich wohl in der Hauptsache am persönlichen Geschmack. Und, ich meine let's face it, die Kandidaten, die bisher nicht weitergekommen sind, waren eben einfach nicht so gut wie andere. Und ich denke auch nicht, dass sie nicht weitergekommen sind, weil sie "keine Geschichte zu erzählen" hatten, sondern weil sie eben einfach nicht gut genug waren. Und zu einem gewissen Teil sicher auch nicht interessant genug, was nach meiner bisherigen Erfahrung allerdings allermeistens Hand in Hand geht. Ich denke, hier ist etwas Respekt vor Leistung angebracht, die in DSDS durchaus von den Teilnehmern erbracht wird. Und es gilt auch zu bedenken: Wenn man selber singt, hört es sich für einen selbst meistens besser an als für andere. Und das haben eben viele Teilnehmer einfach nicht kapiert. Oder können gleich noch nicht mal den Text.

Marten Manke

02. März 2010, 10:51

http://www.ego-3d.de

@ Blackshadow: Mal ganz ehrlich , hat Rtl dich für diesen blödsinnigen Kommentar bezahlt?

Das bei DSDS ein Großteil gefaked ist, von Marktforschungsinstituten vorherbestimmt und die Castings verfälscht zusammengeschnitten werden, weiss doch jeder und dafür gabs schon genug Kandidaten, die das aufgedeckt haben.

Dass die Jury versucht, gute Sänger in die Show zu bekommen steht ausser Frage, aber das beste Beispiel für die Bevorzugung von Kandidaten, die schlecht singen können, aber eine Geschichte zu erzählen haben ist doch Marcel Pluschke.

Der hat nicht eine einzige Leistung erbracht, die seinen Auftritt in der Top15 Show rechtfertigen würden, trotzdem wurde er gepuscht und gepuscht, weil er Dieters Liebling war, mit 18 noch Jungfrau und noch nie ein Mädchen geküsst hatte, und natürlich weil er so niedlich aussieht.

Aber mit Leistungsprinzip hat das nichts zu tun.

Tim Kickbusch

03. März 2010, 12:57

Das ist ja ganz schön viel Aufregung um den simplen Fakt, dass bei 90 Minuten Nettosendezeit nicht jeder der 25 Kandidaten ausführlich behandelt werden kann. Denn dann blieben für jeden einzelnen nur 3 1/2 Minuten... Und das ist doch ganz schön wenig, wenn man über die Kandidaten auch noch ein bisschen was erfahren will.

Und ist es nicht so, dass der Erfolg dem Projekt ein bisschen Recht gibt? Die quotenmäßig erfolgreichsten Mottoshows aus allen Staffeln laufen gerade. Mir sagen diese Zahlen, dass viele Zuschauer sich gerade nicht daran stören, dass Meike Büttner und Joel Havea nicht mehr dabei sind.

Und ja ich weiss, dass dieses Forum hier ein Ort ist, an dem sich viele Leute tummeln, die zumindest gern erzählen, bei ihnen zuhause liefe nur Arte, 3Sat oder BBC. Ich versteh dann nur nicht, warum es hier so wenige Threads gibt, die sich mit dem anspruchsvollen Programm der vorgenannten befassen. Sondern hier wird erstaunlich fachkundig über ein Programm geschimpft, dass man nicht zu sehen vorgibt... ich denk mir meinen Teil. ;-)

Peterchen

08. März 2010, 16:56

Hallo!

Warum regt man sich über etwas auf das in der Branche seit Jahrzehnten üblich ist? Hat schonmal jemand Michael Schanze im Ganzen von der Seite abgelichtet bzw. gesehen? Nein, klares Verbot, der Entenarsch darf nicht ins Bild.

Erinnert man sich noch an die Sendung Flitterabend? Damals hieß das Abstimmungsorgan "TED" und der längste Balken siegte. Nur das die Länge des Balkens nicht und niemals von der Anruferzahl bestimmt wurde. Klare Ansagen des Chefs "Das Paar XY fliegt, Das Paar ZX gewinnt".

Warum sich eine Teilnehmerin bei DSDS so gekränkt gegen das wehrt was jeder bereits wusste ist mir schleierhaft. Kein ernsthafter Musiker bzw. Sänger würde sich für Bohlen hergeben.

Betrachtet man z.B. Stefan Raabs Kandidaten für Oslo dann drängt der Vergleich auf das der Beste aus Bohlens Runde noch immer weitaus schlechter singt als der Schlechteste von Stefans Kandidaten.

Also warum schauen nun so viele Menschen diesen Mist? Sind es dieselben, die sowieso tagein tagaus die durch die neuen Bundesländer geprägten, mit vereinzelten Migrationshintergründen durchzogenen Talkshows auf RTL schauen? Sich von Schuldenfalle zu getauschten Frauen hin zu bildungsfremden Farmbewohnern hangeln um dan schlussendlich bei Bohlen hängen zu bleiben oder wird da ganz bewußt eingeschaltet?

Ich sag nur "armes Europa" - Strafsteuer für alle Sender der RTL-Gruppe!

In diesem Sinne, schönen Abend

Jay

31. März 2010, 11:02

Tja, was willste machen?

Ist doch eh alles ein abgekaterstes Spiel und wer heutzutage noch an deren dsd casting-show teilnimmt, muss sich nicht wundern,wenn er/sie/es wegradiert oder nichtgezeigt wird. Schon allein, wegen der niveaulosen Jury wuerde ich mich nicht einmalk auf die Reise machen. Wenn ich mir schlechte witze anhoeren mag, gehe ich auf youtube. Die Dame wurde bestimmt absserviert, weil sie das gesagt hat, was sie denkt und nicht mit sich machen lassen hat, was er (der angebliche poptitan) doch so wollte.

wie sagte der Bohlen, die lena meyer L. haette bei dsds keine chance, weil sie keine fremden songs nachsingen koennte.

is ja auch ganz schlimm, wenn man als kuenstler/in seinen eigenen Stil hat und mitbringt. Ich frage mich immer, sind die Kanditaten eigentl. gekauft?

Geht das mit rechten dingen zu? ist dr fleischahuer (heisst er so?) bestechlich?

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