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Das Fernsehblog

N24 und das Denkmal für den besten Nachrichtensender der Welt – im Film

15. März 2010, 12:58 Uhr

Am Montag- und Dienstagabend zeigt Sat.1 den Politthriller "Die Grenze", in dem Deutschland durch Terroranschläge auf mehrere Ölraffinierien weiter in die Krise getrieben wird und die Stimmung im Land sich zugunsten extremer Parteien entwickelt. Um bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern eine neue Rechte zu verhindern, paktiert die (konservative) Bundesregierung mit der neuen Linken und lässt es zu, dass sich das Bundesland vom restlichen Deutschland abspaltet.

Das Bemerkenswerteste am Film ist allerdings, dass darin ausnahmslos alle Protagonisten N24 sehen.

Im Büro, zuhause, in den Parteizentralen – überall läuft ununterbrochen derselbe Kanal, wo plötzlich zu jeder Tages- und Nachtzeit live gesendet wird und trotzdem nie Flugzeugträger, Riesenkräne oder die Geheimen Ufopläne der Nazis zu sehen sind. (Nur die erfundene Talk-Moderatorin Sabine Sybille Lux, deren Studio – ein bisschen wie das hier – eher in Brauntönen gehalten ist und die irgendwann zu den Rechten überläuft, die sendet anderswo.)


Screenshots: Sat.1

Zwischendurch taucht bei einer Pressekonferenz auch mal ein Mann mit einem n-tv-Mikrofon auf, das die Produktionsfirma Teamworx im Archiv gefunden haben muss, aber: Wer schaut schon n-tv? Sogar die Bundeskanzlerin (gespielt von Katja Riemann) ist bekennender N24-Fan, gibt den Kollegen nicht nur Interviews, sondern sitzt auch die ganze Zeit im Bundeskanzleramt vor der Glotze.


Screenshots: Sat.1

In ihrem "Faktencheck", wie plausibel die Ereignisse in der "Grenze" sind, haben sich die Kollegen von "TV Spielfilm" deshalb die lustige Frage gestellt: "Ist das realistisch?" Und gleich die Antwort mitgeliefert:

"Nein, der Marktanteil des Senders liegt bei rund einem Prozent. Die 'Tagesschau' der ARD, die in 'Die Grenze' nicht vorkommt, erreicht Werte von um die dreißig Prozent. Da N24 zum gleichen Medienkonzern wie Sat.1 gehört, wirbt der Sender in 'Die Grenze' nur für seinen eigenen Nachrichtenkanal – auf Kosten der Glaubwürdigkeit."

Ach, die Glaubwürdigkeit. Erstens nimmt es Pro Sieben Sat.1 mit der sowieso nicht so ernst, wenn es um seine Nachrichten geht, und zweitens kommt die N24-Werbung in der "Grenze" natürlich reichlich spät, weil der Sender derzeit bekanntlich zur Disposition steht, entweder verkauft oder umstrukturiert werden soll. Damit dürfte "Die Grenze" der letzte Film sein, in dem N24 als Top-Informationsquelle vorkommt. Der erste ist er nicht. Als kleinen Tribut an den Mitarbeiter, der in den Konferenzen zu jedem neuen TV-Movie immer die Hand heben musste, um zu fragen, ob man da nicht irgendwo Hans-Hermann Gockel einbauen könnte, präsentiert Das Fernsehblog deshalb ein Best-of:

Der tollste Nachrichtensender der Welt – im Film.

Schließlich hat die Seriositätssimulation bei Pro Sieben Sat.1 eine lange Tradition. In der unfreiwillig komischen Katastrophenpremiere "Tsunami", für die Pro Sieben vor viereinhalb Jahren Sylt von einer riesigen Welle überschwemmen ließ, wollten sich einige Inselbewohner nicht evakuieren, sondern lieber an der Küste sitzen und fernsehen.


Screenshot: Pro Sieben

In der Sat.1-Serie "Allein unter Bauern", in der Christoph M. Ohrt als karrierebesoffener Politiker über eine Affäre mit einer Botschafterfrau stolpert, hielt ihm der damalige Sat.1-Nachrichtenmann Thomas Kausch das Pro-Sieben-Sat.1-Kabel-1-Mikrofon


Screenshot: Sat.1

Den heißesten Sommer aller Zeiten, den Sat.1 ausgerechnet im Winter 2008 mit dem Film "Die Hitzewelle – Keiner kann entkommen" ins Programm hineintranspirierte, verfolgten die Protagonisten natürlich ebenfalls beim Nachrichtensender ihres Vertrauens.


Screenshots: Sat.1

Am präsentesten allerdings waren die Nachrichtenkollegen im Pro-Sieben-Schocker "Tornado – Zorn des Himmels" (2006), in dem Hauptdarsteller Matthias Koeberlin als schlauer Meteorloge exklusiv bei N24 vor dem nahenden Unglück warnen durfte. Und die ganze, wirklich die ganze Nation sah zu.


Screenshots: Pro Sieben

Das alles ist freilich nichts gegen das Denkmal, das Sat.1 seinem Schwestersender nun in der "Grenze" setzt, die – anders als in den zuvor genannten Produktionen – nicht nur Fernsehbildschirme abfilmt, sondern immer wieder direkt ins vermeintliche Live-Programm eines Senders schaltet, der wenigstens im Film so ist, wie ihn sich Politik und Landesmedienanstalten immer schon gewünscht haben.

Kommentare

Patrick

15. März 2010, 13:44

Bei TV-Produktionen nicht ungewöhnlich und eigentlich schon selbstverständlich. Im US Fernsehen (und die müssen ja wissen wies geht ;) ) gucken die Leute auch alle FOX News wenn der Film oder die Serie bei FOX läuft. Mich würds eher irritieren wenns nicht so wär.

Bei dem letzten tollen Screenshot ist es außerdem wohl nicht ganz ungewöhnlich das die Regie (ich denke mal rechts unten ist die Regie der Nachrichtensendung zu sehen) die Nachrichten gucken die sie gerade produzieren :)

Matthias Schumacher

15. März 2010, 14:18

http://dieerklaerung.wordpress.com

Wo ist das Problem? In der Lindenstrasse läuft, wenn was läuft, die Tagesschau. Jeder präsentiert seine Sender-Familie. Solange in öffentlich-rechtlichen Talkshows noch lieber gehüstelt wird, anstatt RTL und Sat1 auszusprechen, finde ich dieses Verhalten von den Privaten nur legitim. Seit wann geht es in fiktiven Filmen darum, wie realistisch etwas ist?

Steve Gates

15. März 2010, 14:18

@Das ist schon richtig - aber bei FOX & Co. laufen eben auch in der Realität News-Sendungen und nicht irgendwelche Panzer-Dokus aus dem Archiv.

A. Breitenstein

15. März 2010, 14:22

Wow! Eine Privatsender-Familie bewirbt in einer Privatsender-Familien-Sendung eine andere aus der Verwandschaft und versucht, sie dabei gut aussehen zu lassen. Was kommt als nächstes? Wird einem FAZ.net ein Print-Abo der Frankfurter Allgemeinen anempfohlen? Das Abendland ist in Gefahr!

Patrick II

15. März 2010, 14:30

http://www.p-pricken.de

Ach, die Regie von N24 guckt kein N24, das glaub ich nicht.

Nachrichtensender

15. März 2010, 14:31

Um in einem Polit-Thriller Authentizität zu erreichen, macht es nun mal Sinn, mit fiktiven Sendungen eines Nachrichtenkanals zu arbeiten. Dass man dann den aus eigenem Haus nimmt, liegt auf der Hand. In diesem Fall kann man auf diese Weise sogar noch gleich seine Bedeutung aufwerten, damit man ihn dann zu besserem Preis verkauft bekommt. Ist doch logisch, oder?

Seb

15. März 2010, 14:34

...und wahrscheinlich auch einfach ökonomischer, konzerneigene schon bestehende Formate zu faken, als das Heute-Studio nachbauen zu lassen?

SOB

15. März 2010, 15:03

Äh... liebe "ja natürlich gucken die N24, ist doch legitim bei Sat.1"-Kommentatoren: es geht doch in dem Artikel nicht darum, dass die Leute N24 gucken, sondern darum, dass N24 allen Ernstes als Nachrichtensender dargestellt wird, oder?

Das ist doch in etwa so realistisch, als ob in einem Fernsehfilm die Leute den Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb bei RTL2 verfolgen.

Patrick von Oben

15. März 2010, 15:04

...zumal dann wieder Lizensgebühren anfallen. Schlicht und einfach billiger. Wenn es darum geht entweder viel Geld zu sparen oder auf authentizität zu achten (die in dem Fall wohl auch nur ein bruchteil bemerkt) würde ich mich auch immer wieder für die Geldspar Variante entscheiden.

DJ Doena

15. März 2010, 15:05

http://doena-journal.net/

Ich finds immer witzig bei Ami-Serien, wie viele Varianten es von CNN gibt - wie zum Beispiel CZN bei "JAG".

Patrick von Oben II.

15. März 2010, 15:09

@SOB

Ist ja völlig klar das die N24 als tollen Nachrichtensender hinstellen. Sat1 geht ja nicht hin und sagt "ne lasst mal unseren blöden n24 pseudo nachrichtensender da weg, wir wollen die tagesschau weil die besser ist". Also ich kenn eigentlich keinen der sein eigenes Produkt schlecht macht oder gar ein anderes nimmt.

Horst Tappt

15. März 2010, 15:57

Sicher wirst Du doch verstehen, Patrick, daß einige Zuschauer eben schmunzeln, wenn SAT 1 seinen Nachrichtenkanal im Film derart übertrieben seriös darstellt, oder? Um mehr als um diesen Unterschied zwischen Realität und Fiktion geht es hier doch nicht.

Ich gucke übrigens lieber Panzerdokus als den Gockel.

Horst Tappt

15. März 2010, 16:00

Übrigens heißt der Nachrichtenkanal bei JAG und NCIS "ZNN", DJ Doena.

jemand

15. März 2010, 16:23

http://hp2010.wordpress.com

Und wenn N24 weg ist, wird diese Rolle sicherlich Galileo mit seinen 100 Sekunden einnehmen. Oder das jeweilige Galileo Spezial.

nona

15. März 2010, 16:28

Seriösitätssimulation, ja. Aber auch Schauspielsimulation. Und groteskerweise werden diese selbstproduzierten stelzigen Trashfilmchen mitunter auch noch als "Fernsehereignis(se) des Jahres" o.s.ä. angepriesen.

Torsten

15. März 2010, 16:28

Und das beste daran ist, dass es auch umgekehrt funktioniert, nämlich, dass N24 Werbung für Pro7/Sat1-Produktionen macht. Als ich vorhin zufällig durchgezappt habe, lief auf N24 was? Genau, eine Live-Sondersendung über das neue Sat1-TV-Event "Die Grenze", wo Experten gelobt haben, was das für ein toller Film sei. Aber das hat ja auf N24 Tradition, man denke nur an die vielen live übertragenen Pressekonferenzen zu Raab-Events etc.. Aber bei der nächsten Landtagswahl wird bestimmt wieder die 10000. Wiederholung einer Reportage über Nazis oder Riesenmaschinen laufen...

Manuel

15. März 2010, 16:31

evm

15. März 2010, 16:50

Offen gestanden, finde ich diese N24-Geschichte von Peer Schader auch etwas überbewertet. Viel mehr würde mich einmal interessieren, warum dieser Stoff zunächst von RTL, ARD und ZDF abgelehnt wurde.

Frühaufsteher

15. März 2010, 17:32

Zum Thema nur Dokus bei N24: Von 7:00 Uhr früh bis 13:30 gibt es durchgehend Nachrichten. Live. Könnte sicher noch mehr sein, aber wenig ist das auch nicht.

kokser88

15. März 2010, 17:39

@SOB Bei N24 laufen täglich 9 Stunden live Nachrichten. Leider bekommen die Privatsender keine GEZ Gebühren und müssen daher auf Kosten achten, können deswegen nicht 24/7 Live senden. Die Tagesschau mit N24 zu vergleichen ist, wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wenn schon, dann bitte Sat1 Nachrichten(die auch von N24 produziert werden) mit der Tagesschau. @Nenn mir bitte einen besseren privaten Nachrichtensender in Deutschland?!?!? Aha.

Vismund

15. März 2010, 17:45

Wo ist denn das Problem? Die meisten Leute denken doch sowieso, dass N24 ein Fantasieprodukt ist - und irgendwie ist es das ja auch.

SOB

15. März 2010, 19:07

Ach, das kann man ja alles wieder ernstnehmen hier. Der Artikel war doch kurzweilig, unterhaltsam und nur leicht überspitzt. Ich find die Vorstellung jedenfalls schreiend komisch, dass sich das Bundeskabinett über N24 informiert...

Apropos, lieber @kokser88, wer hat denn jetzt die Tagesschau mit N24 verglichen? Und wer behauptet, dass es überhaupt einen Nachrichtensender in Deutschland gibt? Ich jedenfalls nicht. Würde ich nie tun! Wäre schön, wenn's einen gäbe...

Neun Stunden Nachrichten, naja, die Quantität ist wohl nicht das Maß der Wahl für Nachrichten, oder was man so Nachrichten nennt? Aber streiten wir doch nicht, auch wenn es interessant zu sehen ist, dass N24 tatsächlich auch Verteidiger hat.

Kim

15. März 2010, 20:49

http://lpdr.wordpress.com

Und außerdem - warum überhaupt einen Nachrichtensender unterhalten, wenn von vornherein klar ist, dass er es nicht mit den öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen aufnehmen kann? Für einen Eindruck der Seriösität der Privaten sind N24 und ntv leider viel zu weit von Qualität entfernt. Natürlich unterliegen auch die privaten Sender einem Programmauftrag, wenn auch in abgespeckter Form. Aber dann würde auch eine einzige lachhafte Nachrichtensendung reichen.

freebe

15. März 2010, 23:49

Verstehe den Beweggrund diesen Artikel zu schreiben auch nicht.

Dass es völlig normal ist, in solchen Fällen die eigenen Nachrichten im Film zu präsentieren, wurde ja schon oft genug erwähnt. Dabei dürfte der Werbezweck sogar zweitrangig sein. Es ist schlicht viel einfacher zu realisieren. Ein Claus Kleber wird für einen Sat.1 Film schließlich nicht so einfach zur Verfügung stehen.

Zweitens: all jene, die es lustig finden, dass im Film ständig Nachrichten auf N24 laufen, während es in der Realität zumeist Dokus sind.

Stimmt das wirklich? Oder wird hier nur vorschnell gelästert?

N24 unterbricht bei wirklich wichtigen Meldungen durchaus seine Dokumentationen und sendet länger Nachrichten. Und ich glaube, sollten solche Ereignisse wie im Film Realität werden, können wir davon ausgehen, dass auch N24 darüber durchgehend berichtet.

Mark5025

16. März 2010, 02:06

Offenbar gibt es eben Leser, bei denen die permenante Hetze der FAZ gegen öffentlich-rechtliche Sender verfängt.

May Kadootie

16. März 2010, 09:13

Was mir gestern eher aufgefallen ist, war die Tatsache, dass ich mehrfach das Apfel-Logo auf Computern gesehen habe ... das kenne ich ja eigentlich

nur aus Serien und Filmen aus den USA.

Neuer Trend? Internationales Flair? Sponsoring?

nachtelfirokese

16. März 2010, 10:31

Das mit Apple ist mir auch viel mehr aufgestossen. Das ganze Büro am Anfang mit Macs zugepflaster, später ein völlig überflüssiges Macbook Air in der Küche stehen haben und von den Handys braucht man garnicht erst anfangen. :) Besonders lustig als das Iphone gegen ein abhörsicheres Gerät getauscht wurde -> anderes Iphone... ^^

Mathias

16. März 2010, 11:28

Die Fake-Talkshow heißt Sybille Lux, nicht Sabine.

Lasse

16. März 2010, 11:47

http://www.absauganlagen.de

Und ich dachte schon, ich bin der einzige, dem das aufgefallen ist. :) Da scheint der Apfel aus Amerika wohl mächtig die Werbetrommel zu rühren.

B2T: Im Großen und Ganzen finde ich das Ding nicht schlecht gemacht, würde allerdings auch nichts vermissen, wenn es nicht gedreht/gesendet worden wäre.

Peer Schader

16. März 2010, 12:24

@Mathias: Danke.

ShermanFan

16. März 2010, 14:25

Das lustige ist, dass der Sender N_24_ heißt obwohl laut kokser88 er doch gar nicht in der Lage sein kann 24 Stunden am Tag Nachrichten zu senden....

(dem dann aber auch so ist, weil er n-tv den Markt verkleinert hat...)

Torsten

16. März 2010, 15:47

@freebe:

"all jene, die es lustig finden, dass im Film ständig Nachrichten auf N24 laufen, während es in der Realität zumeist Dokus sind.

Stimmt das wirklich? Oder wird hier nur vorschnell gelästert?

N24 unterbricht bei wirklich wichtigen Meldungen durchaus seine Dokumentationen und sendet länger Nachrichten"

Lies mal bitte das hier:

www.stefan-niggemeier.de/.../zitterpartie-fuer-hessens-riesenkraene

Bezieht sich zwar auf n-tv, aber vom Niveau her nehmen sich diese beiden ja bekanntlich nicht viel. Aber Hauptsache, sie waren beide live drauf bei so wichtigen Ereignissen wie dem ersten Freigang von Knut und Flocke...

wilmax

16. März 2010, 20:27

ich verstehe nicht so ganz, wieso beim thema informationsquellen diese ständig gegeneinander ausgespielt werden müssen. ich als zuschauerin entscheide gern selbst, wo ich mich informiere. und dazu gehört auch, dass ich in breaking-news-situationen immer einen sender wie n24 laufen habe, weil die leute in einem news-sender genau darin absolute profis sind - s c h n e l l  informationen zu liefern. irgendwann später kommt dann auch die tagesschau.

Biomasse

16. März 2010, 20:34

Mich würde 'mal interessieren, was es Sat1 gekostet hätte, wenn statt des "Hausnachrichtenkanals" die "Tagesschau" oder "heute" als "Informationsquelle" eingearbeitet worden wäre. Vielleicht liest ja ein Produktioner mit...

B.Schuss

17. März 2010, 13:59

@ biomasse: ich würde mal annehmen, ein hier als "seriös" empfundenes Nachrichtenformat ( Tagesschau, heute, etc. ) hätte man überhaupt nicht nehmen können, einfach weil die ÖR's dem meiner Ansicht nach nie zugestimmt hätten. N24 war einfach die logistisch und kostenmäßig beste Lösung. Und den Werbeeffekt nimmt man natürlich auch immer gerne mit. ^^

Und diejenigen, die hier über die privaten Nachrichtenkanäle schimpfen, sollten lieber froh sein, dass wir in Deutschland eine solche Vielfalt an Informationsquellen haben. Da hat man zumindet eine Wahl.

BlueKO

17. März 2010, 15:11

In der BBC-Serie "Spooks" wurde in den ersten vier Staffeln beim MI5 grundsätzlich Sky News geguckt (mit dem dort üblichen Personal passend zur Handlung produziert). Seit der fünften Staffel wurde das Fremdprogramm durch BBC News 24 ersetzt.

Vielleicht hat Sky ja plötzlich Bedenken wegen der Glaubwürdigkeit bekommen und die Benutzung des Senders untersagt.

Auch in deutschen Fernsehfilmen wurden bei Szenen mit Presserummel mal Mikros mit Logos der Konkurrenten ins Bild gehalten. Die waren allerdings meist schon zum Zeitpunkt der Produktion veraltet...

sebiprivat

17. März 2010, 23:23

http://rock.ednetz.de

Hallo! ich bin immer noch sehr von dem Film die Grenze begeistert und finde den Film einfach super.

Dass N24 sehr präsent war, ist zwar aufgefallen, aber hat mich nicht gestört. Auch die schönen Mac Books sind mir aufgefallen, aber deswegen aufzuregen finde ich total übertrieben.

Carmen

18. März 2010, 11:21

Ein toller Film, der mal wieder zeigt wie schnell sich das Machtverhältnis ändern kann sobald Unruhen, Arbeitslosigkeit einzughalten. Ich denke der Film ist ein guter Einstieg in das Thema wie schnell benachteiligte Gesellschaftsschichten eigene Lösungen finden die oft im Sozialismus enden. Wollen wir das wirklich?

Florentin

18. März 2010, 17:55

Es ist doch nun wirklich ausgemachter Schwachsinn, die ARD herbei zu zitieren! Was soll man denn da tagsüber sehen: Verbotene Liebe?! Es ist doch nur folgerichtig, dass bei besonderen Anlässen ein Nachrichtensender dauernd läuft. Die Entscheidung ob das nun N24 oder NTV ist (dessen Marktanteil nur mit einer gebrochenen Zahl beschrieben werden kann) obliegt Sat.1 und wurde natürlich zu Gunsten des Schwesternsenders getroffen, was ich nicht verwerflich finde. Viel schwiegender finde ich nämlich den Gesichtsverlust für eben N24, da diese parodiert werden. Wenigstens durfte der Chefredakteur draussen bleiben...

oberschwabe

20. März 2010, 11:48

Mal abgesehen von dem ganzen N24-Quatsch. Ich glaube es gab an diesem Super-Mega-Hammer-Film-Film-Film-TV Event noch viel mehr zu kritisieren. Was für eine Verschwendung von Zeit und Material!

Was tut uns Sat1 als nächstes an? Kai Pflaume und J.B.Kerner als dynamisches Duo "Badman und Robin in Zwickau"!

Matthias

21. März 2010, 17:20

http://www.matthiassuess.de

Ganz ehrlich: Mir ist das weder unangenehm aufgefallen, noch ist mir das überhaupt aufgefallen. Fim ist eben Film. Der Beitrag erinnert mich an den dicken Comic-Verkäufer in der Serie "Die Simpsons", weil dieser sich auch immer Gedanken über kleine Unstimmigkeiten in den Comic-Storys macht.

Stephan Backert

24. März 2010, 16:03

http://Karel74.beeplog.de

Ich werd nicht von ProSiebenSat1 bezahlt, vorweg: Aber was hier über N24 geredet wird, ist manchmal wirklich daneben. Ich denke, da sitzen wirklich Journalisten, die einen guten Job machen wollen - und nicht können, auf Grund vieler Aspekte. chronische Unterfinanzierung, keine eigenen Formate außer Automagazine, keine Möglichkeit selber auch mal ne Reportage zu machen, stattdessen aufgewärmter Sat1-Kram - und Sat1 kann man im Moment auch nicht als Erfolgsstory betrachten. Hier wurde die Tagesschau von der ARD ins Feld geführt. Die ARD in ihrer Gesamtheit unterbietet das intellektuelle Niveau leider fast komplett. Oder ist teuer produzierter Schwachsinn von der ARD besser als billiger Schwachsinn von N24 oder n-tv?

Frühaufsteher

24. März 2010, 17:57

Gibt es einen deutschen TV-Sender, der mehr Nachrichten verbreitet als N24 und N-TV? Ist mir nicht bekannt. Das die noch mehr machen könnten, ist ja unbestritten, aber zu meinen, dass es zu wenig sei und die beiden Sender deshalb am besten gar nicht senden sollten, ist meines Erachtens nicht wirklich logisch. Oder auch Quatsch.

Ähnlich unlogisch ist es, immer die "leichten" Themen in der Diskussion zu betonen und damit zu suggerieren, dass da nur über Knut berichtet wird. In den langen live Sendungen gibt es bei beiden Sendern bunte und ernste Themen. Da mag das Mischungsverhältnis auf unterschiedliche Resonanz treffen, aber so zu tun, als würde das nur Unfug laufen ist genau das: Unfug.

Daniel

19. April 2010, 15:50

http://www.golem.de/

Das ist mal ganz fiese Schleichwerbung wie man es sonst nur von den öffentlich rechtlichen kennt!

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