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Das Fernsehblog

Wenn Thomas Gottschalk die Welt nicht mehr versteht, warum erklärt er sie uns dann?

04. Oktober 2010, 13:07 Uhr

Thomas Gottschalk findet, die werberelevante Zielgruppe gehört abgeschafft. Das findet er wahrscheinlich schon länger, seit vergangener Woche aber auch im Auftrag seines Zweitarbeitgebers Tele 5. Der dpa erklärte der Moderator, für ihn sei nur die Gesamtzahl der Zuschauer ausschlaggebend, nicht irgendeine "Zielgruppe":

"Es kann nicht sein, dass 'Wetten, dass...?' mit knapp zehn Millionen auf dem zweiten Platz landet, während der Kollege Bohlen mit knapp sieben Millionen Spitzenreiter ist - nur weil bei ihm mehr Halbwüchsige vor der Kiste saßen."

Im Interview, das Gottschalk DWDL.de gab und indem er fast dasselbe sagt wie bei dpa, formuliert er es etwas emotionaler:

"Ich werde nie mein Publikum in ein 'werberelevantes' und in ein überflüssiges aufteilen. Dass dies von anderen getan wird, macht mich wütend und es ärgert mich, wenn in den entsprechenden Charts 'Deutschland sucht den Superstar' vor 'Wetten, dass..?' rangiert, obwohl ich 3 Millionen Zuschauer mehr habe. Weiter hinten folgt dann meistens relativ verschämt unter dem Stichwort 'Gesamtpublikum' die gültige Abrechnung."

Die "gültige Abrechnung" ist für Gottschalk also die, in der keine Altersunterschiede gemacht werden. Das Problem ist nur: Auch im Gesamtpublikum sind Sendungen wie "Das Supertalent" und "DSDS" nicht mehr weit von "Wetten dass..?" entfernt. (Am Samstag betrug die Differenz noch 2,31 Mio.) Deshalb hat Gottschalk die "Würde des öffentlich-rechtlichen Fernsehens" erfunden. So hat's Michael Seewald für die F.A.Z. bei der Pressekonferenz zur "Wetten dass..?"-Sendung in München erfahren:

"Inzwischen sage er [Gottschalk] sich, 'lieber sieben Millionen Aufrechte als vierzehn oder fünfzehn Millionen Millionen von damals'. (...) Heute - mit jemandem wie Dieter Bohlen bei RTL - gebe es am Samstagabend im Fernsehen weniger einer Konkurrenz der Moderatoren oder Systeme, sondern eher der sozialen Milieus."

Zusammengefasst bedeutet das: Gottschalk ärgert sich über eine (vom Privatfernsehen) erfundene Maßeinheit, erfindet aber selbst eine (fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen), um seine Zuschauerzahlen zu rechtfertigen und sein Zuschauer in ein relevantes und ein überflüssiges Publikum aufzuteilen?

Irgendwas stimmt nicht mit Thomas Gottschalk. Hat ihn sein 60. Geburtstag in diesem Jahr nervös gemacht? Der Mann ist unbestritten ein toller Entertainer: Er hat ein feines Gespür für Angemessenheit, kommt mit dem Bauern vom Lande genauso gut klar wie mit dem Star aus Hollywood und besitzt immer noch eine Spontaneität, mit der sonst wenige im deutschen Fernsehen mithalten können. Große Reflektionen zum Zustand des Fernsehens oder - noch schlimmer: des Landes, erwartet niemand von ihm. Sobald er anfängt von früher zu erzählen, wird es peinlich. Und doch kann er nicht darauf verzichten.

In seiner neuen Tele-5-Sonntagskolumne stellte Gottschalk gestern Abend den Facebook-Film "The Social Network" vor, der diese Woche in die Kinos kommt, sagte, dass es in seiner Jugend noch Helden wie Spiderman gegeben habe, die heute von Helden wie Mark Zuckerberg abegelöst seien (was wirklich kompletter Unfug ist) und erzählte eine Anekdote, wie er mit Facebook (oder wie Gottschalk sagt: "das Facebook") in Berührung kam, nämlich als sein Sohn versäumte, die Privacy-Einstellungen seines Accounts so einzustellen, dass die "Bild"-Zeitung nicht darauf zugreifen kann, um dort das Ultraschallfoto dessen ungeborenen Kindes zu sehen und eine Geschichte draus zu machen.

Manchmal wirkt Deutschlands größter Entertainer wie ein Mann, der im Dampfmaschinenzeitalter groß geworden ist und mit großem Staunen aus der Zeitmaschine steigt.

In der konzeptfreien Tele-5-Kolumne erklärte Gottschalk am Sonntagabend außerdem, welchen Wetteinsatz bei "Wetten dass..?" er sich bisher nicht einzulösen getraut hatte:

"Stefan Raab hat mich mal genötigt, vom Zehner zu springen. Da hab ich ehrlich gesagt Schiss. Das hab ich bisher vermieden. Aber kann ja gut sein, dass ich in meiner allerletzten Sendung sage: Jetzt ist eh wurscht, ich verabschiede mich. Und dann guckt ganz Deutschland: Taucht er noch mal auf oder taucht er nicht mehr auf? Aber bis dahin ist noch ein bisschen Zeit."

Dass Gottschalk am Abend zuvor in "Wetten dass..?" vom Sprungturm ins Schwimmbecken des Münchner Olympiageländes gesprungen ist, hat da natürlich nicht mehr so ganz gepasst: Die Tele-5-Kolumne ist eine Woche zuvor aufgezeichnet worden, und dass sie zum Zeitpunkt der Ausstrahlung bereits veraltet war, scheint beim Sender, wo Mitarbeiter ja sonst nur auf Knöpfchen drücken, um die Wiederholungen aus dem Archiv abzufahren, niemanden gestört zu haben. Und dass Gottschalk sich mit seinem Sprung vom Fernsehen verabschieden wollte, ist natürlich Quatsch. Schließlich hat er sich nur vom 7,5-Meter-Brett hinabgestürzt.

Der Zehner kann ruhig noch ein paar Jahre warten. Wenn er bis dahin darauf verzichtet, uns die Welt erklären zu wollen.

Screenshot: Tele 5

Veröffentlicht 04. Oktober 2010, 13:07 von Peer Schader
Kommentare

pardel

04. Oktober 2010, 15:33

Verstehe ich das richtig: Halbwüchsige sind beeinflussbarer und kaufen eher den Murks, den die Werbeindustrie den Zuschauern vor die Nase hält, als "reifere" Bürger mittleren Alters (obwohl diese vermutlich über emhr Geld verfügen!) und werden daher beim Ranking höher gewichtet? Finde ich ja großartig! Aber wie messen diejenigen, die diese Zahlen veröffentlichen, das bloß auf die Nachkommastelle genau? Am Samstag betrug die Differenz zwischen beiden besprochenen Sendungen angeblich noch 2,31 Mio. Wirklich? Nicht 2,305 oder 2,32? In der Spitze? Im Schnitt? Werden die Werbepausen beim privaten Kanal herausgerechnet? Ich bin skeptisch.

fionn

04. Oktober 2010, 15:36

Sie verlangen zu viel von  ihm (Gottschalk).

nona

04. Oktober 2010, 16:30

Das mit dem Ultraschallbild hat er schonmal irgendwann vor geraumer Zeit in seiner Kinokolumne erwähnt (falls es keine Wiederholung war - keine Ahnung, ich schaue das nicht gezielt, auch wenn ich Gottschalk am besten finde wenn er kolumnös frei von der Leber weg Zeugs plaudern kann). Scheint ihn wirklich zu nerven. Allerdings finde ich, dass er keineswegs unrecht hat, sowohl was den Werbegruppenunfug als auch die Socialnetworkisierung des Lebens angeht. Ich sehe daran nicht, dass er "die Welt" nicht mehr verstünde, und er erklärt sie "uns" natürlich deswegen, weil er gefragt wird. Warum denn auch nicht?

plumtree

04. Oktober 2010, 20:51

Aber so ganz unrecht hat Gottschalk trotz aller Kritik nicht.

So richtig konnte ich nie nachvollziehen, warum die "werberelevante" Zielgruppe bei 45 Jahren (oder 50) endet.

Zumal der zielgruppenrelevante Teil ja extrem willkürlich ist.

Meinetwegen können die Werbe- und Fernsehheinis aber ruhig weiter  glauben, dass Menschen über 50 so gut wie scheintot sind. Sie sollten sich dann aber nicht beschweren, dass ihr Kram nicht gekauft wird.

ulrich meier

04. Oktober 2010, 22:32

thomas Gottschalk erklärt hier, genau das was es zu erklären gibt Die öffentlich rechtlichen hat dert Marktanteil nicht zu interessieren, sondern wenn dann überhaupt die Einschaltquote, wenn überhaupt. - leider hat das leider auch dort bislang kaum jemand verstanden. Die ÖR haben halt die Gesamtbevölkerung zu bespielen und nicht nur die marektrelevante Zielgruppe - deshalb erhält sie z.B Gebühren.

XSB

05. Oktober 2010, 09:07

Ja Pardel, das ist zwar etwas frei ausgedrückt, aber im Grunde richtig.

Jüngere sind durch Werbung im Kaufverhalten eher zu beeinflussen. Das hängt teilweise auch mit Gewohnheiten zusammen. Wenn ich mein Leben lang eine Biermarke einkaufe, stelle ich meine Gewohnheiten mit 60 Jahren nicht mehr um, nur weil ich einen tollen Werbespot sehe.

Für die Quotenermittlung zeichnet sich in Deutschland die AGF Fernsehforschung verantwortlich. Bei weitergehendem 'Interesse einfach mal in die gewünschte Suchmaschine eingeben. Das hier zu erklären, wäre zu viel Aufwand.

Toronto

05. Oktober 2010, 09:34

@pardel:

Naja, die Werte werden eben hoch gerechnet. Die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) misst in Deutschland die Quoten anhand so genannter Quoten-Boxen.

Momentan steht in ca. 5.500 Haushalten eine solche Box, erfasst werden damit ca. 13.000 Bewohner. Die Werte, die aus diesen Boxen ausgelesen werden, werden im Anschluss zur Quote hochgerechnet, die sich immer auf den gesamten Teil der Fernsehzuschauer bezieht (ca. 73Mio.). Die Haushalte in denen eine solche Box steht, werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.

Jede einzelne Box repräsentiert als ca. 5615 Zuschauer (!).

Aus diesem Grund sind die Quoten höchst inakkurat, Menschen die keine GEZ zahlen fallen beispielsweise fast komplett aus diesen Statistiken raus. Das wären dann locker (vermutlich eher mehr) 50% aller Studenten.

Weitere Informationen dazu: de.wikipedia.org/.../Einschaltquote

Hans Weingartner hat dies auch in seinem Film "Free Rainer - Dein Fernseher lügt" plakativ behandelt.

Zielgruppe

05. Oktober 2010, 09:50

Die Grenzen der "werberelevanten Zielgruppe" wurden willkürlich vom damals aufkommenden Privatfernsehen festgelegt. Man sah einfach nach, wo man vor den quotenstarken "alten" Sendern lag und definierte diesen Bereich als den wichtigeren Teil. Wären RTL & Co damals der Liebling der Senioren gewesen, dann hätte man halt eine plausible Begründung gefunden, warum die "werberelevente Zielgruppe" aus den über 50 -Jährigen besteht. Marketing ist alles.

de.wikipedia.org/.../Werberelevante_Zielgruppe

Toronto

05. Oktober 2010, 09:55

@XSB:

Das ist so nicht richtig - die AGF bildet lediglich eine Arbeitsgemeinschaft rund um das Thema Quotenermittlung, diese wird aber nicht von der AGF durchgeführt.

Die AGF ist der Zusammenschluss aus den großen Fernsehanstalten und bestimmt praktisch wie die Quoten erhoben werden.

Die AFG bauftragt regelmäßig die GfK.

Cybermichl

05. Oktober 2010, 10:20

Gottschalk ist ein Mann mit Vivionen, selbst in Bezug auf das digitale Zeitalter. Als er zum erstenmal in seiner Sendung die Webadresse vorlas, mit Protokoll und jedes Zeichen ("Ha te te pe doppelpunkt Slash slash we we we punkt"... usw), kam schon ein vernichtendes Urteil us seinem Munde: "Sowas bescheuertes!". Naja, heute reicht es, den Domainnamen anzugeben.

.

Ansonsten: Es ist kein Wunder, dass er mit allen zurecht kommt. Die Stars brauchen seine Sendung als Werbung (Ich weis nicht, wie peinlich es ist, diesen witzlosen Erotikmessewitz mehrmals zu erwähnen, auch das mit dem Hartz4-Stelzen (ich weis nicht, was damals Malkovic und Ferres sich dabei gedacht haben mögen)) und die "anderen" mögen ihn wohl für seine manchmal derben Flachwitzigkeit. Aber solange er sich Freund von MRR nennen darf...

aber

05. Oktober 2010, 10:57

Soweit sogut, aber Aussagen wie "Der Mann ist unbestritten ein toller Entertainer" verderben den Artikel. Unbetritten geht anders! Ich kenne in meinem privaten Umfeld nur wenige, die sich Gottschalk freiwillig anschaun würden oder den sogar gut finden. Es gibt da also offensichtlich doch mehrere Standpunkte... bei mir z.B. löst seine dümmlich-primitive Art regelmässig Brechreitz aus ;-)

Raffy Ryff

05. Oktober 2010, 12:03

http://machmichgluecklich.eu/

Was kümmert uns der Kampf der der blonden Fernsehtitanen? Bohlen gräbt Gottschalk das Wasser ab, was diesen in die Luft gehen lässt (7,5 bis max. 10m). Ob der eine mehr oder weniger Zuschauer vor den Schirm locken kann, ist primär ein Wettbewerb zwischen sendungsbewussten Männern. Wetten, dass in den nächsten Jahren viele neue Superstars den Samstagabend beherrschen werden?

Marc-Oliver

05. Oktober 2010, 12:22

http://comiksdebris.blogspot.com/

"Helden wie Spiderman"

Das heißt "Spider-Man", Mensch. Bindestrichdiskriminierung! Den Zuckerberg hamse natürlich richtig geschrieben...

Dübel

05. Oktober 2010, 12:23

Der Artikel ist schwach. Selbst nach zweimaligem Lesen fällt mir nicht auf, wo Gottschalk mir die Welt erklären will, und selbst wenn, was daran so schlimm und altbacken sein soll. Und warum "das Facebook" (das Buch, Neutrum, Eigenname hin oder her) und sein Umgang jetzt so weltfremd wirken soll, erschließt sich mir auch nicht. Tipp an den Autor: Glotze aus!

VonFernSeher

05. Oktober 2010, 13:17

http://vonfernseher.de

Warum sollte Gottschalk uns die Welt erklären wollen? Wann hat er den Anspruch erhoben? Er sagt seine Meinung gerade heraus, auch wenn manchmal Themen dabei sind, von denen er keine Ahnung hat.

Dass die Zielgruppe "14-49" eine Mauschelei von Sat1 und RTLplus in den Achtzigern war, um die Werbeeinnahmen stärker an die Privaten zu koppeln, ist eine (wenn auch zu wenig bekannte) Tatsache. Das hat nichts mit Empirie zu tun. Außerhalb des Fernsehens konzentrieren sich alle mit Erfolg genau auf die Impulskinder und die "Best-Ager", also genau alle außer "14-49".

Und diese persönliche Erfahrung mit Rechtsverletzungen in Internetnetzwerken ist eine bestimmt sehr hilfreiche Einführung für Menschen, die sich eben nicht in so etwas bewegen.

Gottschalk mag ja öfters mal Mist reden, aber hier sehe ich den Angriffspunkt für Ihren Beitrag nicht.

Freerider

05. Oktober 2010, 15:09

@Cybermichl

ist er schlimmer als der genannte Herr Bohlen? Kann doch wohl nicht sein. Supertalent bringt Menschen auf die Bühne, die ich nicht sehen will, nicht meinen Kindern zeigen möchte und von meinen Freunden und mir nur "Hartz 12 TV" genannt wird. Da hab ich lieber mal ein paar flache Witze, die ich mit meiner Familie schaun kann.

____________

Herr Gottschalk hat recht die Gruppe sollte man nicht auf 49 Jährige einschränken, mein Vater hat vor mir sein Iphone gekauft und sich das teuere Notebook dazu. Da ist die Werbung schneller ans Ziel gekommen.

XSB

05. Oktober 2010, 17:14

@Toronto

Dass sie sie durchführt, habe ich ja nicht gesagt. Du hast natürlich recht.

Thomas Wiegand

06. Oktober 2010, 00:05

http://securaplan.de

Wer für Stefan Raab vom 10er springt...sollte sich dann doch mal untersuchen lassen...!?

Cybermichl

06. Oktober 2010, 08:46

http://Cybermichl

@Freerider

Ob Bohlen wirklich eine Alternative ist, glaube ich nicht. Ich sehe auch Bohlen nicht, und manchmal -  ich gebe es zu - lockt WD mich mit groß angekündigten Stars - auch wenn ich mich oft frage, war es wert, deswegen drei Stunden davor zu sitzen?

.

Mittermeiers Anliegen bspw. habe ich in größeren, bildhaften Publikationen kaum wahrgenommen, jedoch den oberhalbnackten Thommy, Neubauers nicht eingelöstem Wetteinsatz oder die ebenfalls knapp bekleidete und nachher mit geschmacklich steilem Dirndl (ist ein Dirndl, das oberhalb des Knies aufhört, wirklich ein traditionelles Dirndl?) ausstaffierte Katy Perry waren Themen, die der Welt zuteil wurden.

Thorsten

06. Oktober 2010, 19:53

Herr Gottschalk ist sich treu geblieben, nur berühmter geworden, treu dem CV und der mainstream-katholischen, staatstragenden Unterhaltungsform. Schon seine "Supernasen"-Filme sind die Fortsetzung der scheinsubversiven Pauker- und Lausbubenkomödien mit anderen, technisch aktualisieren Mitteln. Früher moderierte er eine Sendung namens "Na sowas" und schon damals führte er mit ehrfürchtigem Erstaunen ein Mädchen vor, das mit verbundenen Augen sehen konnte. Sieht man sich die Aufzeichnung an, erkennt man am typischen "sniffing", das es derselbe simple "nose peek"-Trick war, den die Titanic einsetzte. Nur damals interessierte das noch niemanden.

habbits

07. Oktober 2010, 01:07

Mit Thomas Gottschalk ist das so eine Sache. Entweder versteht er die Welt wirklich nicht und dann kann man auf das, was er sagt, nicht viel geben oder er versteht sie zu gut. Ich tendiere eher zu letzterem.

Gottschalk ist nicht blöd, er weiß auch, dass es nicht ganz unwichtig ist, wer genau in welchem Alter seine Sendung sieht. Schließlich hat das ZDF doch den Auftrag, Fernsehen für alle Gebührenzahler zu machen. Und um dieses Problem weniger problematisch erscheinen zu lassen, erfindet Gottschalk "aber selbst eine [Maßeinheit] [...], um seine Zuschauerzahlen zu rechtfertigen" (sehr treffend formuliert). Cleverer Kerl.

Und wenn ich mir das Durchschnittsalter der  Zuschauer beim Zweiten und bei den Privaten mal so angucke ist es mit den Zielgruppen ja gar nicht so dumm: die "werberelevante" Zielgruppe guckt nur da, wo abends auch tatsächlich Werbung läuft und die andere guckt Wetten dass ;-)

Frank Bauer

12. Oktober 2010, 19:14

Was hat der ? Ein "feines Gespür für Angemessenheit " ?

Dass ich nicht lache, bei dem muss man sich ja fast nur fremdschämen,

so ungeschickt und teilweise brüskierend geht der mit internationalen Gästen um...

MadonnaundDieHandGoethes

07. November 2010, 11:24

Gottslästerer (ist das als Synonym passend?) hat in seiner Jugend Tim Taler oder das verkaufte Lachen gelesen, so eine Art Goethes Faust für Kinder.

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