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Das Fernsehblog

Das Vorabendgrauen zum Eurovision Song Contest

10. Mai 2011, 19:57 Uhr

Wie schwer kann es sein, eine kleine Show zu produzieren, die in der Woche des Eurovision Song Contest über das Spektakel berichtet? 

Seit einer Woche wird hier in Düsseldorf geprobt. Delegationen aus 43 Ländern sind vor Ort, schrille Kandidaten und ernsthafte Künstler, es findet ununterbrochen irgendein Termin statt, um die Journalistenmeute mit Stoff zu versorgen, es ließe sich, wie in der Vorberichterstattung zu einer Fußball-WM, über Favoriten, Strategien, Technik und historische Parallelen diskutieren, man könnte die vielen unterschiedlichen Menschen miteinander musizieren lassen. 

Selbst für einen Sender mit der Unterhaltungsinkompetenz der ARD müsste es möglich sein, aus diesem Grand-Prix-Zirkus eine sehenswerte oder wenigstens ansehbare oder immerhin doch nicht völlig peinliche Vorabendshow zu kondensieren. Es ist ihm nicht gelungen.

Alles, einfach alles an der Premiere der "Show für Deutschland" war grauenvoll: Der Sendungstitel. Der Moderator. Das muffige Design. Das überflüssige Quiz-"Duell". Der Moderator. Die Idee, Jan Feddersen als Experten in eine Ecke des Studios zu setzen, in die der Moderator nur mit Halsverrenkungen sehen kann. Der Moderator. Der Verzicht darauf, mit Katja Ebstein, wenn sie schon mal da ist, auch ein Gespräch zu führen. Hab ich schon "Der Moderator" gesagt?

Wer kommt auf die Idee, eine solche Sendung von Frank Elstner moderieren zu lassen, einem Mann, der an besseren Tagen vielleicht weniger verwirrt durch eine Sendung stolpert, dem aber ohnehin jeder Bezug zu dieser Veranstaltung fehlt? Die Fassungslosigkeit von Lena Meyer-Landrut über die Ahnungslosigkeit und Ungeschicklichkeit des Mannes war unübersehbar und nachvollziehbar. Es entwickelten sich Dialoge wie der folgende:

Frank Elstner: Sie sind der einsamste Mensch da unten auf der Bühne. 

Lena Meyer-Landrut: Nein, ich habe fünf Mädchen bei mir. 

Elstner: Aber doch nicht auf der Bühne. Hinter Ihnen, die mit Ihnen tanzen!

Meyer-Landrut: Auf der gleichen Bühne, auf der ich auchsstehe, sind auch die fünf Mädchen. 

Elstner: Ja, aber wenn Sie singen und Ihnen der Text nicht einfallen lassen würde, dann, kein Mensch kann Ihnen helfen. Dann sind Sie in dem Moment einsam. 

Meyer-Landrut: Das ist richtig. Da werde ich dann in Fantasiesprache improvisieren. 

(...)

Elstner: Der Herr Raab, der sich ja um Sie kümmert, Sie entdeckt hat, Ihr Pate ist, der für Sie viel produziert hat... 

Meyer-Landrut: (lacht) Mein Pate! Der überweist mir jeden Monat zwei Mark fünfzig. 

Elstner: Der Stefan, der wird doch irgendwo Kontakt zu Ihnen halten während Ihres Auftritts, oder? Gibt es Geheimzeichen?

Meyer-Landrut: Nein. Nein, tatsächlich nicht. Ich weiß auch überhaupt gar nicht, wo der ist, während meines Auftritts. Keine Ahnung, der wird vermutlich hier vorne irgendwo stehen und moderieren. 

(...)

Elstner: Und jetzt wollen wir mal was ganz anderes zeigen. Das hier war ja früher mal ein Fußballstadion. 

Meyer-Landrut: Isses auch immer noch.

Elstner: Wie hat man aus einem Fußballstadion so eine Showbühne gezaubert? Dahinter stecken natürlich sehr viele Handwerker, sehr viele fleißige Menschen, Hundertschaften, die hier wochenlang gearbeitet haben. Wollen Sie die Handwerker mal ganz herzlich grüßen und Danke sagen? 

Meyer-Landrut: Danke, Handwerker.

Elstner war das größte Problem der Sendung, aber nicht das einzige. Er behauptete munter, es seien auch Länder aus Nordafrika dabei. In einem Einspielfilm wurde die Größe der LED-Wand auf 60 mal 80 Meter vervierfacht. Reporter Thorsten Schorn dokumentierte, wie die schrillen irischen Teilnehmer Jedward nichts anderes taten, als Lena Blumen zu überreichen. Seine Kollegin Sabine Heinrich musste in einem Filmbericht den Tagesablauf von Lena nacherzählen - über weite Strecken ohne Lena. Im Tonfall eines Unterrichtsfilms dokumentierte der Sprecher:

"Lena steigt mit Team und Presse direkt in den Bus. Der Zeitplan ist eng, wie an jedem Song-Contest-Tag." 

Danach konfrontierte Frank Elstner Lena noch mit einer Statistik, die zeigte, welche Farben die Kleider der Sieger in der Geschichte des Eurovision Song Contest hatten, und suggerierte, dass ihr Schwarz dann ja kein gutes Omen sei. (Dass sowohl Lena als auch Nicole ein schwarzes Kleid bei ihren Siegen trugen, war offenbar niemandem in der Vorbereitung aufgefallen.)

Es ist ein Programm voller Verzweiflung und zum Verzweifeln - in der zweiten Folge heute befragte man im Rausch der Ideen- und Sinnlosigkeit eine Kartenlegerin, wer den Wettbewerb gewinnen wird.

Schaut man in den Abspann, wer diesen Unfall zu verantworten hat, stößt man auf einen interessanten Namen: Die täglichen ARD-Vorabendsendungen zum Eurovision Song Contest werden von der Firma Brainpool produziert. Die produziert praktischerweise auch die täglichen ProSieben-Spätabendsendungen zum Eurovision Song Contest. Sie hat auch die (überaus uninspirierte) Aufzeichnung des Konzertes von Lena Meyer-Landrut produziert. Und sie ist der wichtigste Partner der ARD bei der Produktion des Eurovision Song Contest selbst. Ihr Chef Jörg Grabosch hat die entscheidende Funkton "Producer TV Show" inne.

Die Beteiligten geben sich große Mühe, die Kooperation als unspektakulär darzustellen und betonen, dass Brainpool nur eine von mehr als hundert Firmen ist, mit denen der NDR zusammenarbeitet. Sie tun das aber so angestrengt, dass erst recht der Eindruck entsteht, dass es sich um ein Politikum handelt. Der ARD-Grand-Prix-Chef Thomas Schreiber sagte vor einigen Wochen, man arbeite mit Brainpool unter anderem deshalb zusammen, weil die Firma schon in der Düsseldorfer Arena produziert hat und es nicht viele Produktionsfirmen und Sender gebe, die mit solchen Dimensionen umgehen könne. Er räumte ein, dass es auch intern kritische Fragen gebe. Er hoffe aber, dass auch die Kritiker nach der gelungenen Show einsähen, dass es eine gute Kooperation war. 

Nun ja. Tatsächlich macht das, was man in Düsseldorf von den Grand-Prix-Shows sehen kann, einen hervorragenden Eindruck. Drumherum gibt es aber einiges Grummeln bei ARD-Mitarbeitern, die sich als Mitarbeiter zweiter Klasse behandelt fühlen. Kameraleute vom NDR dürfen oder müssen vor Ort die Pressekonferenzen filmen und zusehen, wie dafür Brainpool-Leute beim Produzieren fürs Fernsehen das tun, was ihrer Meinung nach ihre Aufgabe wäre. 

Für die "Show für Deutschland" müssten sie sich jedenfalls beide schämen. Die ARD. Und Brainpool.

Veröffentlicht 10. Mai 2011, 19:57 von Stefan Niggemeier
Kommentare

JMK

10. Mai 2011, 20:49

http://kuenstliche-welten.net

Es war so toll. Lachen, weinen, fremdschämen, freuen, ich wusste nicht, was empathisch gerade angesagt war. Aber wie Lena Elstner andauernd auflaufen ließ, der ja sonst wohl mit dem finden des roten Kameralichtes überfordert ist, war famose Unterhaltung.

SvenR

10. Mai 2011, 20:51

Ich gebe Dir vollinhaltlich recht. aber sowas von. Ich konnte vor lauter Fremdscham nicht wegschalten. Und mein Kind #3 ist vor Langeweile eingeschlafen. Beim ESC-gucken macht es das gewöhnlich nicht.

Heute mit Barbara Schöneberger war es etwas besser, wobei es das unsägliche Quiz wieder gab, mit Fragen, die selbst ich ohne Antwortmöglichkeiten beantworten kann.

evm

10. Mai 2011, 22:09

Ich denke mal, dass Frank Elstner das ältere ARD-Rentnerpublikum mit ins Boot holen soll. Aber tatsächlich fällt mir - mal abgesehen von Carmen Nebel - auch keine größere Fehlbesetzung ein. Die ARD ist einfach doof. Was hätte man daraus machen können...

Johannes

11. Mai 2011, 00:40

http://www.uerdinger.blogsport.de

Das wunderbare Video vom ungleichen Duell:

www.youtube.com/watch

Tom

11. Mai 2011, 09:21

> Wie schwer kann es sein, eine kleine Show zu produzieren, die in der Woche

> des Eurovision Song Contest über das Spektakel berichtet?

Wer produziert gleich nochmal diese kleine Show namens duslog.tv? ;-)

Patrick

11. Mai 2011, 09:29

Vielleicht hat sich Brainpool für die ARD-Show extra schlechte und langweilige Sachen einfallen lassen, um der eigenen ProSieben-Berichterstattung, die ja meist vor und nach der Sendung läuft, ein bisschen nachzuhelfen.

trillian

11. Mai 2011, 10:08

http://trillian.blogspirit.com

Gesternabend zappte ich durch Zufall durch die "Show für Deutschland" und Frau Schöneberger interviewte gerade die östereichische Kandidatin. Das war wirklich witzig und charmant. Aber Herr Elstner ist eine absolute Fehlbesetzung und sollte weiter umständlich Wissensquizze moderieren.

Torsten

11. Mai 2011, 10:15

Der Dialog ziwschen Elstner und LML liesst sich echt wie ein Loriot-Sketch.

BV

11. Mai 2011, 13:10

Man muss sich wirklich das Video ansehen. Die Mimik von Lena ist göttlich.

Onne

11. Mai 2011, 13:20

So unerträglich ich auch die Modertaion von Herrn Elster finden mag, so ist Lenas Verhalten dennoch wirklich respektlos!

Natürlich war es richtig diese sinnlosen & langatmigen Fragen einmal zu enthebeln und Herrn Elster hier und du direkt darauf hinweisen, dass er groben Unfug erzählt, aber die Art und Weise, wie Lena es macht ist wirklich unangenehm! Muss man wirklich seine Augen rollen und wie in der Schule den "Lehrer" nachäffen, nur weil man ihn dermaßen bescheuert findet?? Es ist schließlich auch nur eine Art von Job, den sie da macht, und da kann man sich doch auch mal zusammenreißen?!

Ich find es wirklich unangenehm - man kann den "Show-Opa" schließlich auch ein wenig sanfter und stilvoller zurechtweisen. Aber da liegt womöglich auch schon die Ursache: Da die Sendung von Brainpool produziert wird, und Lena das Team gut kennt, kommt natürlich eine heimische Stimmung für sie auf, und sie vergisst wohl, dass nicht nur die "Claudis" und "Marks" hinter der Kamera ihre Grimassen sehen....

Schade, dass das für Herrn Niggemeier das alles immer noch einen PRO-Lena Artikel wert ist.

Dt-schulte

11. Mai 2011, 13:24

http://www.lalumasch.de

Es scheint beim WDR ein internes Papier mit allen Fakten rund um den Grand Prix zu geben und jeder hat die gleichen falschen Fakten als Recherchehilfe...

Die LED Wand wurde heute Morgen auch mit 80x60 Metern in einem Beitrag auf 1Live erwaehnt und ich hab mir noch gedacht WOW das is gross :)

Thomas

11. Mai 2011, 13:28

Aber auch die Sendung auf Pro7 war gestern fürchterlich. Opdenhövel wirkte auf mich nicht wie er selbst, sondern als sei er betrunken...

Sebastian

11. Mai 2011, 13:28

http://www.peitsch.de

Tja. Ich finde das beschreibt ungefähr genau, wie der Song Contest VOR Lena gewesen ist. Das Einzige, was an der ganzen Geschichte im Moment gut ist, ist Lena, weil sie unkonventionell ist. All das, was die Auswahl letztes Jahr anders gemacht hat, ist in dieser Sendung hier weggewischt, weil sie nicht von Raab gemacht wurde. So oder so kann man sagen, dass alles was nicht mit Raab zu tun hat, wo er nicht dasitzt und feixt, Müll ist.

Das Problem an der Geschichte ist, dass es nur dann lustig ist, wenn Raab sich über diese Art der Sendungsmacherei lustig macht. Wenn er dann wieder selbst in seinen eigenen Sendungen sitzt, hat er für mich seine ganz eigene, unerträgliche Art (fies schlechtes Englisch, einen dummen Spruch nach dem Anderen der Dummheit beim Zuschauer voraussetzt). Das ist natürlich dann wieder intelligent, weil er genau weiß, dass das bei seinem Zielpublikum ankommt.

Ergo wäre für mich nur eine Sendung über den Contest gut, bei der Raab dabei ist und die ganze Zeit fiese Witze über das Establishment machen kann. Solange er selbst nicht das Establishment ist. Und da das so nicht stattfindet kann ich dieses Jahr wieder wunderbar auf die ganze Veranstaltung pfeifen, weil es wie eine Reality Show die ganze Zeit nur auf Oberflächlichkeiten basiert - und das ist genau das, was Lena eben NICHT ist. Doof oder oberflächlich.

Christian

11. Mai 2011, 15:23

Ganz großes Kino. LML und Elstner sollten so einen "ungleiches Paar macht roadtrip"-Film drehen.

Andi

11. Mai 2011, 15:29

Elstner hat aus früheren Zeiten (bis einschließlich "Nase vorn" und vielleicht noch "Jeopardy!", wobei Bäumler das mit "Riskant" bereits besser gemacht hatte) einen unverrückbaren Stein im Brett. Deshalb ist sowas wie das hier nicht lustig, sondern nur traurig. Ein bißchen wie ein Alzheimer-Patient in der eigenen Familie. Oder wie Otto Waalkes.

Christian H.

11. Mai 2011, 15:36

Danke an Steffan Niggemeier. Ohne das FAZ TV-Blog wäre ich nicht auf die Sendung aufmerksam geworden. Lena ist einfach großartig - man beachte vor allem ihre Mimik gegenüber Frank Elstner! Das man den überhaupt noch ins Fernsehen lässt, grenzt schon an Körperverletzung...

Imme

11. Mai 2011, 15:38

Ich habe Lena bislang immer gemocht, aber ihr Verhalten gegenüber Frank Elstner war einfach unhöflich. Klar ließ sein Fragestil zu wünschen übrig, aber so verhält man sich doch nicht einem älteren Menschen gegenüber. Warum konnte sie nicht einfach sachlich seine Fragen beantworten? Das wäre zumindest professionell gewesen. So war es einfach nur peinlich, und zwar für beide Beteiligten.

Pinto

11. Mai 2011, 17:09

Ich habe Frank Elstner vor einigen Jahren selbst einmal kurz kennengelernt und ihn als ausgesprochen freundlichen und sehr professionellen Show-Gastgeber erlebt. Auch wenn er hier erschreckend schlecht vorbereitet ist, wahrt er immerhin die Form. Lena kennt die Fakten und benimmt sich pampig und zickig. Das kann man als "natürlich" euphemisieren. Ich halte es für unprofessionell. Daß bei einer Show Protagonisten aufeinandertreffen, die sich nicht ausstehen können, kommt mit Sicherheit regelmässig vor. Profis lassen sich sowas vor der Kamera aber nicht anmerken.

Tobias

11. Mai 2011, 17:18

http://absolutobsolet.blogspot.com

das war wahrlich ein neuer Tiefpunkt des öffentlich-rechtlichen Unterhaltungs-Horrors, noch schlimmer war nur der ESC-Vorentscheid vor ein paar Jahren, der ausgerechnet von Beckmann "moderiert" wurde. Übrigens kann man ruhig schon mal die Federn spitzen, morgen hat man mit Frank Plasberg und am Freitag mit Sven Lorig das zweifelhafte Vergnügen, mitzuerleben, wie die sich die ARD an eine neue Zielgruppe im Vorabend ranschmeisst....

Thorsten

11. Mai 2011, 20:08

Für Lena spricht ihr Verhalten während der Show leider nicht. Ihre Antworten und das Dazwischengerede ist einfach nur unreif und frech. Selbst wenn Frank Elstner nicht sonderllich gut vorbereitet war, kann man doch höflich bleiben!

hans

11. Mai 2011, 20:11

ha! jetzt hats mich auch erwischt!

bis jetzt fand ich Lenas Art j eher so naja, ich war zwar kein hater, aber mein fall war's nicht. diese sendung mit elstner hat mich aber ein bisschen zum fan gemacht.

allerdings ist eltsner schon etwas tatterig, was man vor allem später in der sendung sieht, und spult seine "fragen" auf autopilot ab. eigentlich ist er genau das gegenteil von lena: unspontan, gekünstelt, voller fernseh-sprech phrasen etc.

kleiner tipp noch die szene wo elstner irgendwas mit der gitarre von nicole anstellen will (was für eine reliquie!), aufsteht, dann funkt lena dazwischen und er sinkt wie oppa wieder auf seinen sessel zurück... naja, man muss es sehen... ich fands sehr lustig, und auch ein bisschen traurig.

Tades

11. Mai 2011, 23:54

Frank Elstner war wirklich schlecht vorbereitet und definitiv fehlbesetzt, keine Frage, gerade für eine solche Show.

Dennoch war Lenas Reaktion einem fast 70-Jährigem gegenüber nicht erfrischend oder charmant, sondern einfach nur unverschämt. Diese Augenrollerei und demonstrative Genervtheit !  Sind wir wirklich so weit, dass solche Unverschämtheiten älteren Menschen gegenüber Beifall bekommen und lustig gefunden wären ? Was wäre denn, wenn man eine solche Szene in der Öffentlichkeit zu sehen bekäme ? Ein älterer Mann oder eine ältere Frau sitzen im Bus, erzählen und machen dabei offensichtliche Fehler, Teenager mache  sich darüber lustig, rollen mit den Augen und äffen nach. Fände man deren Verhalten dann  toll ? Und dort sähen auch keine Millionen zu ....

Ich kann nur noch den Kopf schütteln .

Lutz

12. Mai 2011, 03:50

http://www.knetart.de

Als ich diesen Artikel las, musste ich wirklich lachen, besonders über die Dialoge zwischen Fräulein Meyer-Landrut und Herrn Elstner. Ich bemerkte die Tendenz in mir, Elstner, der mich in seiner Rolle als Erklärbär-Moderator für 80jährige in seinen Quizsendungen nur noch nervt, zu belächeln und gleichzeitig erste Sympathien für Lena zu entwickeln.

Dann schaute ich mir die lustige Begegnung auf youTube an und war entsetzt. Mein Eindruck: Elstner passt nicht so recht in diese Veranstaltung und hatte wohl wirklich seine Hausaufgaben nur unzureichend gemacht, leider spürbar öffentlich-rechtlich verkalkt, aber ein alter Profi, der auch mit 70 noch alles wegmoderieren kann, was Leuten über 60 gefällt. Und das sind hierzulande nicht wenige.

Lena setzte dem eine erfrischende Natürlichkeit entgegen und entsprach damit einmal mehr dem Wunschtraum der sie anhimmelnden Fans: Unreif, zickig, respektlos,  aber sich wie ein Star fühlen. Ich kann mir gut vorstellen, wie der ganze schleimige Tross, der sie derzeit umgibt, in der Garderobe vor dem Monitor gackerte, wie sie's dem Oppa gegeben hat - ich könnte kotzen . . ..

Aksel

12. Mai 2011, 11:12

Wenn man das hier ließt, klingt es wirklich ein wenig nach Loriot, aber nach dem Beitrag bei Zapp gestern abend, hab ich mir diesen Beitrag zur Unterhaltung dann auch mal angesehen...

Elstner war zwar grottenschlecht, aber wie alt ist die junge Dame? Zwölf? Das war nicht smart, frech oder keck, das war rotzig, überheblich und arrogant.

Die Pubertät müßte bei der jungen Dame doch eigentlich schon rum sein...

Börnie

12. Mai 2011, 12:17

Diese junge Lady hatte doch 1 Jahr Zeit, um an ihren Umgangsformen zu arbeiten.

Dass sie nach dem Sieg im letzten Jahr auf einer Welle der Überheblichkeit schwamm, war ja noch zu akzeptieren.

Was sie da jetzt ablieferte, war ja nur noch respekt- uns taktlos.

typolena

12. Mai 2011, 17:24

http://www.typolena.de

Respekt ist eine Frage der gleichen Augenhöhe – nur, wo ist die richtige?

Frank Elstner redet mit den Zuschauern so, wie man sich zu kleinen Kindern hinab beugt, um auf ihrer Augenhöhe zu sein. Anstatt das Spiel mitzuspielen bleibt Lena auf normaler Augenhöhe. Jede ihrer Antworten ist eine Aufforderung an Frank Elstner, sich doch bitte aufzurichten und eine normale Augenhöhe einzunehmen.

Und jetzt wird Frank Elstner auch noch in Schutz genommen: der arme alte Opa, der konnte sich doch alleine gar nicht helfen. Ob das die Sorte von Respekt ist, die sich Frank Elstner wünscht? Dann sollte ihm Lena in der nächsten Sendung über die Straße helfen.

gon

12. Mai 2011, 18:45

Da passiert in einer Unterhaltungssendung zur Abwechslung wirklich einmal etwas unterhaltsammes und schon beschweren sich einige Nörgler. Der arme alte Mann sei "unhöflich" behandelt worden. Er verdiene seines Alters willen mehr Respekt.

Zum einen ist alt zu sein keine besondere Leistung die Respekt verdient, alt wird jeder von allein. Zum anderen verdient es eher der Zuschauer (der den ganzen Blödsinn mit seinen Gebühren bezahlt), daß sich der Moderator auch etwas Mühe gibt. Elstner war der Unhöfliche, er hätte etwas mehr Respekt seinem Publikum gegenüber zeigen sollen.

Er ist ein gut bezahlter Profi und kein armer Rentner der im Bus lächerlich gemacht wurde. Er hat bekommen was er verdient.

rumimo

12. Mai 2011, 18:53

Lena redet mit all ihren Gesprächspartnern so. Das ist ganz normaler unverstellter Umgangston.

RobinKowalschewski

12. Mai 2011, 20:29

http://duslog.tv

Bei aller Sympathie zu Herrn Niggemeier. Man kann nicht die ganze Schuld Elstner, der ARD oder Brainpool in die Schuhe schieben. Jeder kann mal einen schlechten Tag erwischen und man muss trotzdem einen normalen Umgangston und eine respektvolle Haltung gegenüber diesem Menschen beibehalten. Vorallem wenn dieser Mensch so eine enorme Bühnen- und Lebenserfahrung besitzt, die man in diesem Geschäft durchaus selten antrifft. Was Lena gezeigt hat, war eher genau das Gegenteil von den oben genannten Eigenschaften. Selbst wenn Lena vorher 1000 sympathische und nette Interviews gegeben hat. An ihr bleibt ein schlechter Beigeschmack anhaften, was nicht unbedingt ein Vorteil so kurz vorm ESC ist.  Aber am schönsten finde ich es noch, dass sich hier so viele über die oberflächlichen Fehler von Frank Elstner und die respektlosen Kommentare erfreuen. Diejenigen besitzen dann anscheinend selber weitaus tiefergehende eigene Probleme. Jämmerliche Figuren...

Lars

13. Mai 2011, 01:45

Der Dialog Lena - Elstner ist schlicht grandios. Ich habe mich beömmelt. Es war nicht respektlos. Wenn man von Lena einen Respekt einem "alten Menschen" gegenüber verlangt (der dann wohl aus Stillhalten bestehen soll), verhält man sich respektlos, weil man Elstner zum Greis degradiert, der er noch nicht ist. Er war nur einfach unpassend zur Sendung. Zu einer ESC-Sendung mit einer ESC-Siegerin muss ein passender Moderator her, weder der ESC noch ESC-Siegerin müssen sich dem Moderator anpassen, darum ist es ein Eurovision Song Contest und kein European Song Contest (wie Elstner zweimal meinte und erst beim zweiten Male von Lena berichtigt wurde), und darum ist Lena so wie Lena und so soll sie auch bleiben.

Auffällig ist übrigens, dass die tägl. Pro7-Sendung deutlich besser ist als die ARD-Sendung. Es liegt wohl nicht an Brainpool, sondern am ARD-Anteil.

Stefan, eine Frage: Was ist so "überaus uninspiriert" an der Konzertaufzeichnung?

arahf

13. Mai 2011, 14:04

unglaublich wie doch recht gut Plasberg das gestern hinbekommen hat, schön ihn mal außerhalb des Polit-Talk-Imitats "Hart aber Fair" zu sehn, wo er eklig moderiert, nur auf die nächste Schlagzeile aus. Gestern war wirklich angenehm. Es gibt also neben Beckmann und Pflaume noch andere Moderatoren bei der ARD...

Chrissilein

13. Mai 2011, 17:33

Es geht nicht nur um Respekt einem "alten" Menschen gegenüber, sondern einem anderen, jedem anderen Menschen gegenüber. Es ist nun mal so: Ihr Verhalten war unprofessionell. So richtig heuchlerisch finde ich jetzt, dass hier das Verhalten Lenas so dargestellt wird, als würde sie versuchen in diesem Medienzirkus die Oberflächlichkeit des öffentlich-rechtlichen Moderators aufzudecken. Absurd.

ChriDDel

16. Mai 2011, 09:55

Hat denn keiner den Plasberg gesehen?

Wärend Elsner versucht hat seine Ahnungslosigkeit zu überspielen, hat Herr P. es eiskalt raushängen lassen, dass er keine Ahnung hat.

"Ich habe Jedwards vorhin Edwards genannt." Schade nur, dass die Jedward ohne s heißen. Und es ging die ganze Sendung hindurch so.

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