EU will Autohersteller zum Klimaschutz zwingen
24. November 2007, 10:02
Uhr
Die
EU-Kommission plant Strafen für Autofirmen, die gegen
die neuen Klimaschutz-Vorgaben verstoßen. "Es
sollte Konsequenzen haben, wenn Hersteller den Grenzwert
nicht einhalten. Sie sollten eine Art Entschädigung
zahlen", sagte Kommissionspräsident José
Manuel Barroso der "Bild am Sonntag". Andernfalls
wäre das ganze System nicht sehr glaubwürdig.
Barroso kündigte an, die EU-Kommission werde ihr
Konzept noch vor Weihnachten vorlegen, und nannte erstmals Details: Neuwagen in Europa dürften "ab 2012 durchschnittlich
nur noch 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer
ausstoßen", sagte der Kommissionspräsident.
Dieser Grenzwert möge der Autoindustrie hart vorkommen,
sei aber zu schaffen. Die EU-Kommission plane, den Wert auf
Fahrzeugflotten, nicht auf einzelne Modelle zu beziehen.
Zugleich zeigte der Chef der EU-Kommission Sympathie für
Bestrebungen, ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen
einzuführen. "Autos, die an eine
Höchstgeschwindigkeit gebunden sind, stoßen
weniger Treibhausgase aus", erklärte Barroso. Der
Präsident betonte, Klimaschutz und Wirtschaftswachstum
seien durchaus miteinander vereinbar. "Wir stehen am
Beginn einer neuen industriellen Revolution. Wenn wir zu den
ersten gehören, die auf klimafreundliche Technologien
umsteigen, werden wir Wettbewerbsvorteile haben", sagte Barroso.
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