Merkel: Australien bringt Bewegung in Klimaschutz
27. November 2007, 09:36
Uhr
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat
den Machtwechsel in Australien als Indiz dafür gewertet, dass es in der
Klimapolitik Bewegung gibt. "Die Europäer sind nicht mehr allein",
sagte sie am Montag während eines Klimakongresses der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin und verwies auf den Beschluss des
neuen australischen Premiers Kevin Rudd, das Kyoto-Protokoll zu
ratifizieren. Eine Woche vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Bali
forderte die Kanzlerin die EU-Staaten auf, ihre Verpflichtungen zu
erfüllen. "Sonst wird man unseren fröhlichen Versprechen nicht so sehr
glauben." Mit Ausnahme einiger weniger Länder, darunter Deutschland,
haben viele EU-Staaten ihre Zusagen zur Verminderung von
Treibhausgas-Emissionen bisher nicht eingehalten. Die EU soll bis zum
Jahre 2012 den Ausstoß um 8 Prozent vermindern, liegt aber bisher erst
bei minus 2 Prozent. "Für unsere Glaubwürdigkeit müssen wir dieses Ziel
erreichen", sagte die Kanzlerin. Nach ihrer Ansicht gibt es in Bali
eine gute Chance, die Grundlage für ein neues Kyoto-Protokoll zu
schaffen, bei dem auch Schwellenländer wie China Zusagen machen.
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