Emissionsrechte werden um 15 Prozent gekürzt
12. Februar 2008, 04:52
Uhr
Die deutsche Emissionshandelsstelle (Dehst) hat festgelegt,
dass die 427 Anlagen der Stromwirtschaft vom diesem Jahr an gut 15 Prozent weniger Emissionsrechte
zugeteilt bekommen als beantragt. Diese Kürzung ist notwendig, da in der
Zuteilungsperiode zwischen 2008 und 2012 erstmals 40 Millionen Tonnen
Kohlendioxid-Emissionsrechte nicht verschenkt, sondern versteigert werden.
Zusätzlich wurden 176 Anlagen der Energiewirtschaft die Zuteilungen bis zu 35
Prozent aufgrund ihres Effizienzstandards gekürzt, da die Zuteilungsmenge das
verfügbare deutsche Budget sonst um 13,3 Millionen Emissionsrechte
überschritten hätte. Das Gesamtbudget beträgt 451,86 Millionen Emissionsrechte
und liegt damit knapp unter dem von der Europäischen Kommission genehmigten
maximalen Budget von 453,07 Millionen Berechtigungen. Die Unterschreitung kommt
zustande, weil nur 29 Anlagen in der kommenden Periode erstmals dem
Emissionshandel unterliegen, die zusammen nur 9,8 Millionen
Emissionsberechtigungen erhalten. Die Dehst hatte Emissionsrechte für 11
Millionen Tonnen in Reserve gehalten, um neue Anlagen auszustatten. Insgesamt
erhalten 1625 Anlagen eine kostenlose Zuteilung.
Wenn Sie diesen Beitrag kommentieren möchten, bitten wir Sie, sich vorher anzumelden.
Nutzen Sie dazu das Login-Feld oben im Kopf rechts. Dort können Sie sich auch neu
registrieren, falls Sie noch kein Passwort haben.