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Netzökonom

Der "Netzökonom" Holger Schmidt beschreibt und analysiert die Internet-Wirtschaft, in der es spannend wie nie zugeht. Die Werbung im Netz funktioniert, der Online-Handel wächst stetig und die Web-2.0-Communities bringen frischen Wind. Nach den Pionieren wie Ebay und Amazon sorgen nun Google oder Myspace für die großen Schlagzeilen, Joost oder Twitter für die kleinen.

Don´t be evil - be green
Don´t be evil - sei nicht böse, lautet das Motto von Google. Weil die Kritik an der als „Datenkrake" beschimpften Suchmaschine nicht verstummen will, müssen jetzt gute Nachrichten her. Wie wäre es damit: Google rettet das Klima. Zumindest ein bisschen. Das Unternehmen will bis spätestens 2008 klimaneutral werden, also nicht mehr Kohlendioxid ausstoßen als es an anderer Stelle einspart. Dafür hat Google auf dem Dach des Googleplex im Silicon Valley die größte unternehmenseigene Solaranlage Amerikas installiert, den Energieverbrauch seiner Rechenzentren auf die Hälfte des Industriestandards gesenkt und allen Mitarbeitern in Europa Fahrräder für die Fahrt zur Arbeit geschenkt. Und weil das noch nicht reicht, investiert das Unternehmen zusätzlich in Klimaschutzprojekte und erzeugt bald Ökostrom, mit dem sich 50000 Haushalte versorgen lassen. Das ist sicher löblich. Aber ob der Weltklimarettungsplan reicht, um aus den Negativschlagzeilen heraus zu kommen? Wohl kaum.

 


 

 

 

Veröffentlicht Dienstag, 19. Juni 2007 21:55 von FAZ-ht
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