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Netzökonom

Der "Netzökonom" Holger Schmidt beschreibt und analysiert die Internet-Wirtschaft, in der es spannend wie nie zugeht. Die Werbung im Netz funktioniert, der Online-Handel wächst stetig und die Web-2.0-Communities bringen frischen Wind. Nach den Pionieren wie Ebay und Amazon sorgen nun Google oder Myspace für die großen Schlagzeilen, Joost oder Twitter für die kleinen.

0 Euro Umsatz - Combots sollte aufgeben

Combots, das Überbleibsel von Web.de nach dem Verkauf des Portalgeschäftes an United Internet, hat auch im ersten Halbjahr 0 Euro Umsatz erzielt. "Die Substanz des Unternehmens konnte trotz ... des sehr verhaltenen Anlaufs des Geschäftsbereiches Persönliche Digitale Kommunikation ... weiter gestärkt werden", heißt es trotzig in der Pressemitteilung des Combots-Managements.

Tatsache ist: Combots hat sein Kommunikationsprodukt am Web 2.0 und den Interessen der Nutzer vorbei entwickelt. Wer seine Fotos seinen Freunden zeigen möchte, nutzt dafür Fotoseiten wie Flickr. Wer mit seinen Freunden kommunizieren möchte, nutzt dafür MySpace, StudiVZ oder ganz altmodisch E-Mail und SMS. Aber eben nicht Combots. Auf dieser Basis lassen sich auch in Zukunft wohl keine nennenswerten Umsätze erzielen. Deshalb sollte das Unternehmen, dessen liquide Mittel auf sagenhafte 503 Millionen Euro gewachsen sind, sein Geld lieber in ein anderes Projekt investieren. Oder der Börse den Rücken kehren.

Nachtrag: Inzwischen hat Combots aufgegeben und die Entwicklung seines einzigen Produktes eingestellt. Was jetzt aus dem Unternehmen wird, weiß der fünfköpfige Vorstand auch noch nicht.

 

 

Veröffentlicht Donnerstag, 26. Juli 2007 17:08 von FAZ-ht
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Kommentare

 

friedjoerg sagte:

Pressemitteilungen lesen muss ja eine durchaus lustige Sache sein - manchmal.

Juli 31, 2007 14:34

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