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StudiVZs größte Baustellen
16. August 2007, 21:21
Uhr
Marcus Riecke, der neue Chef von StudiVZ, hat im
FAZ-Interview seine größten Baustellen skizziert:
- Ausland: Die meisten Auslandsseiten seien noch „zarte
Pflänzchen". Von Netzwerkeffekten noch keine Spur bei weniger als 100000
Nutzern. Dagegen hat Facebook in Großbritannien innerhalb von sechs Monaten
sechs Millionen Nutzer gewonnen. Sollten die Amerikaner schnell auf die anderen
europäischen Märkte vordringen, ist der Zeitvorsprung von StudiVZ in
Frankreich, Italien oder Spanien schnell dahin.
- Technik: Schon bald soll ein Instant-Messenger
gelauncht werden. Aber die mobile Anwendung ist grausig. Und von API wird bei
StudiVZ gar nichts gehalten. „Für Facebook gibt es inzwischen Tausende neue
Applikationen. Aber eine, die richtig praktisch ist und einen Mehrwert bietet,
habe ich noch nicht gesehen", sagte Technik-Chef Dennis Bemmann. Na ja.
- Daten- und Jugendschutz: Riecke legt Wert
darauf, die Meinungsführerschaft in dem Thema zu setzen. Das muss er auch, denn
gerade SchülerVZ ist höchst sensibel. 27 Leute überwachen die Seiten auf
verbotene Inhalte, haben aber die Anzeige des Vaters einer 13-jährigen Nutzerin
wegen Verbreitung pornographischen Materials und Volksverhetzung nicht
verhindern können. „Wir sind ein Plattformbetreiber, wir können nicht den
Erziehungsauftrag der Eltern oder der Schule ersetzen. Eltern und Schule sind
gefordert, den Kindern den richtigen Umgang mit dem Internet beizubringen. So
wie den Kindern erklärt wird, wie sie sich im Stra-enverkehr zu verhalten
haben, so muss ihnen erklärt werden, wie sie sich im Internet zu verhalten
haben", sagt Michael Brehm, inzwischen COO.