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Netzökonom

Der "Netzökonom" Holger Schmidt beschreibt und analysiert die Internet-Wirtschaft, in der es spannend wie nie zugeht. Die Werbung im Netz funktioniert, der Online-Handel wächst stetig und die Web-2.0-Communities bringen frischen Wind. Nach den Pionieren wie Ebay und Amazon sorgen nun Google oder Myspace für die großen Schlagzeilen, Joost oder Twitter für die kleinen.

Ein Handy-Betriebssystem von Google

Die Gerüchteküche brodelt: Nun hat die Businessweek unter Berufung auf einen Insider geschrieben, Google entwickele ein eigenes Handy-Betriebssystem für das Google Phone. Der kolportierte Preis von 100 Dollar für das Gerät und das Geschäftsmodell, Telefonate und Datennübertragung kostenlos anzubieten, um dafür mobile Werbung auszuliefern, halten sich hartnäckig.

Ein eigenes Betriebssystem würde Sinn machen, auch wenn der Markteintritt nicht leicht ist, wie Microsoft in den vergangenen Jahren erfahren musste. Zu stark ist die Koppelung zwischen Gerät und Betriebssystem, wie sie Weltmarktführer Nokia mit Symbian vorführt. Andererseits würde das Argument dafür sprechen, Handy und Betriebssystem parallel auf den Markt zu bringen.

Wenn Google das Geschäftsmodell wirklich umsetzt, könnte der Mobilfunkmarkt, der zur Zeit sowieso unter fallenden Margen und sinkenden Umsätzen leidet, kräftig aufgemischt werden. Die Zahl der Abnehmer, die Werbung akzeptieren, wenn sie dafür kostenlos mobil telefonieren und surfen können können, dürfte immens sein.

 

Veröffentlicht Freitag, 14. September 2007 10:49 von FAZ-ht
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