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Netzökonom

Der "Netzökonom" Holger Schmidt beschreibt und analysiert die Internet-Wirtschaft, in der es spannend wie nie zugeht. Die Werbung im Netz funktioniert, der Online-Handel wächst stetig und die Web-2.0-Communities bringen frischen Wind. Nach den Pionieren wie Ebay und Amazon sorgen nun Google oder Myspace für die großen Schlagzeilen, Joost oder Twitter für die kleinen.

MySpace verliert, StudiVZ gewinnt

Comscore hat sich die deutschen Web 2.0 Seiten angeschaut, legt aber Wert auf die Feststellung, dass die Liste nicht vollständig ist. Spitzenreiter ist weiterhin MySpace mit 3,65 Millionen Nutzern im Juli. Im Mai waren es noch 4,1 Millionen, was man wohlwollend auf das Wetter schieben kann, aber nicht muss, denn Nielsen-Netratings weist für MySpace nur etwa zwei Millionen Nutzer im Monat aus. Auf dem zweiten Platz folgt StudiVZ mit 3,1 Millionen, was die sagenhafte Aktivität unterstreicht: Nahezu alle angemeldeten Nutzer waren tatsächlich aktiv. Aufsteiger ist die noch junge Spaßcommunity Jux.de von Unister aus Leipzig, die im Juli 2,6 Millionen Nutzer anzog. Die Burda-Videocommunity Sevenload kommt auf 1,1 Millionen Nutzer; die Konkurrenten MyVideo und Clipfish sind offenbar nicht gemessen worden. Xing hat nur 685 000 Nutzer im Juli. Facebook wächst zwar in Amerika und Großbritannien sehr stark, spielt aber in Deutschland bisher keine Rolle: Nur 177 000 Nutzer im Juli zeigen, dass die amerikanische Version bisher nur die digitale Bohème in Deutschland anspricht. Die Massen der 14,8 Millionen Nutzer von Communitys tummeln sich auf anderen Seiten.

In Europa liegt ebenfalls MySpace vorn, aber Facebook und Bebo wachsen schneller.

Veröffentlicht Mittwoch, 19. September 2007 10:02 von FAZ-ht
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