AOL baut Stellen ab
26. September 2007, 09:37
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Scharfe Renditevorgaben aus Amerika zwingen AOL zum
Stellenabbau in Europa. Wie aus dem Unternehmen zu hören ist, hatte AOL-Deutschland
für das nächste Jahr als Ziel den Break-even und für das übernächste Jahr 15
Prozent Rendite nach Amerika gemeldet. Zurück kam die Vorgabe, schon im
nächsten Jahr soll die Rendite 10 Prozent und im übernächsten Jahr sogar 30
Prozent betragen. Das ist sehr sportlich und nur zu erreichen, wenn die Zahl
der aktuell gut 150 festangestellten Mitarbeiter abgebaut wird. Genaue Zahlen waren aber nicht zu erfahren.
Damit einher geht ein abermaliger Strategieschwenk: Nach dem Verkauf des Zugangsgeschäfts an Hansenet konzentrierte sich AOL zunächst auf das Portalgeschäft. Jetzt, nur wenige Monate später, lautet die Ansage aus Amerika, AOL solle sich stärker auf das schnell wachsende Geschäft mit der Werbevermarktung konzentrieren, das AOL unter dem Namen "Platform A" gebündelt hat. "Platform A" könnte für einen Börsengang vorbereitet werden, wird in amerikanischen Blogs vermutet.
Damit kommen die AOL-Mitarbeiter auch nach der Trennung vom
Zugangsgeschäft weiterhin nicht zur Ruhe. Viele Mitarbeiter, die mit dem
Zugangsgeschäft zu Hansenet gewechselt sind, haben das Unternehmen inzwischen
verlassen. Ein sehr großzügiger Sozialplan hat die Entscheidung erleichtert.
Auch Charles Fränkl, früherer AOL-Chef in Deutschland, der
zunächst die Geschäftskundensparte von Hansenet übernommen hat, ist vor kurzem
ebenfalls ausgeschieden.