Nokias Coup heißt Navteq
1. Oktober 2007, 11:19
Uhr
Als Tom Tom Tele Atlas übernahm, war klar, dass nun das
Wettbieten um Navteq, den zweiten und damit letzten großen unabhängigen Lieferanten
digitaler Landkarten losgehen würde. Dass Nokia mehr als 5 Milliarden Euro
zahlen will, zeigt die strategische Dimension: Die Herrschaft über kaum
reproduzierbare Datenbestände ist in der modernen Informationsgesellschaft extrem
wichtig geworden. Zudem zeigt die Übernahme, die allerdings noch nicht in
trockenen Tüchern ist, die Bedeutung, die Nokia dem Navigationsmarkt zumisst. Auf jeden Fall passt die Übernahme gut in die neue Strategie, die der Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo vor kurzem verkündet hat. Verwunderlich,
dass Google sich diese Gelegenheit hat wegschnappen lassen. Aber anscheinend
ist das Unternehmen zu sehr mit seiner Handy-Strategie beschäftigt.