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Netzökonom

Der "Netzökonom" Holger Schmidt beschreibt und analysiert die Internet-Wirtschaft, in der es spannend wie nie zugeht. Die Werbung im Netz funktioniert, der Online-Handel wächst stetig und die Web-2.0-Communities bringen frischen Wind. Nach den Pionieren wie Ebay und Amazon sorgen nun Google oder Myspace für die großen Schlagzeilen, Joost oder Twitter für die kleinen.

Auch Facebook könnte bei OpenSocial mitmachen

Techcrunch und Silicon Alley Insider melden, auch Facebook könnte bald der OpenSocial-Allianz von Google beitreten. Am Freitag soll es Gespräche zwischen Google und Facebook zu diesem Thema gegeben haben.

Aus Sicht von Google macht es natürlich Sinn, wenn auch Facebook mit dabei ist. Schließlich will Google nicht Facebook bekämpfen, sondern sein Adsense-Programm möglichst gut in die sozialen Netzwerke einbringen. MySpace hatte keine Chance, sich gegen einen Beitritt zu wehren, weil das Unternehmen zu einem guten Teil von Google finanziert wird. Meiner Meinung nach wird Facebook aber nicht sofort beitreten, sondern abwarten, wie OpenSocial wirkt und ob sich die Entwickler scharenweise von Facebook abwenden. Sollte Facebooks Wachstum wirklich unter dem Google-Coup leiden, hätte Mark Zuckerberg sicher keine andere Wahl, als auch mitzumachen. Das hätte sicher unangenehme Gespräche mit Microsoft zur Folge. Das Unternehmen vermarktet die Werbung auf Facebook.

 

Ob mit oder ohne Facebook - Googles Coup ist schon jetzt genial: Ohne sich teuer in ein Netzwerk einkaufen zu müssen, ist die Suchmaschine trotzdem in fast jedem Netzwerk präsent und kann am Werbegeschäft mit verdienen. Jetzt wird klar, warum sich Google bei Facebook von Microsoft hat überbieten lassen.

Veröffentlicht Freitag, 2. November 2007 15:34 von FAZ-ht
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