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Netzökonom

Der "Netzökonom" Holger Schmidt beschreibt und analysiert die Internet-Wirtschaft, in der es spannend wie nie zugeht. Die Werbung im Netz funktioniert, der Online-Handel wächst stetig und die Web-2.0-Communities bringen frischen Wind. Nach den Pionieren wie Ebay und Amazon sorgen nun Google oder Myspace für die großen Schlagzeilen, Joost oder Twitter für die kleinen.

Youtube hängt deutsche Videoseiten ab

Die weltgrößte Video-Gemeinschaft Youtube hat ihre deutsche Seite Youtube.de mit sechsmonatiger Verspätung in Betrieb genommen. Wegen eines Streits mit der Verwertungsgesellschaft Gema über die Urheberrechte an den Videos musste die Youtube-Muttergesellschaft Google den urspünglich geplanten Termin im Mai verschieben. Das hat Youtube aber nicht wesentlich geschadet. In Deutschland haben im Septemer rund 6,7 Millionen Menschen die amerikanische Seite genutzt. Das sind 36 Prozent mehr als im Januar, hat das Marktforschungsunternehmen Nielsen Online gemessen. Youtube liegt damit auch ohne  deutschsprachiges Angebot vor dem härtesten deutschen Konkurrenten MyVideo (Prosieben Sat.1), der im September von 4,3 Millionen Menschen genutzt wurde, aber in diesem Jahr nach den Zahlen von Nielsen kein Wachstum mehr aufweist. Das drittplazierte Unternehmen, die RTL-Videoseite Clipfish, lag mit 1,7 Millionen Nutzern im September sogar 11 Prozent unter dem Wert im Januar. Die Videogemeinschaft Sevenload, an der Burda beteiligt hat, wurde im September von 900 000 Menschen genutzt.

60 Partner wie das ZDF, der Verlag Gruner & Jahr oder der Musikkonzern Sony BMG haben eigene Kanäle auf Youtube.de eingerichtet, um eine möglichst große Reichweite für ihre Inhalte zu bekommen.

Angaben in der Tabelle in 1000 Unique Visitors. Quelle: Nielsen 

Veröffentlicht Donnerstag, 8. November 2007 16:43 von FAZ-ht
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