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Netzökonom

Der "Netzökonom" Holger Schmidt beschreibt und analysiert die Internet-Wirtschaft, in der es spannend wie nie zugeht. Die Werbung im Netz funktioniert, der Online-Handel wächst stetig und die Web-2.0-Communities bringen frischen Wind. Nach den Pionieren wie Ebay und Amazon sorgen nun Google oder Myspace für die großen Schlagzeilen, Joost oder Twitter für die kleinen.

Xing setzt auf Online-Werbung

Das Geschäftsnetzwerk Xing erweitert - wie berichtet - sein Geschäftsmodell. „Noch im vierten Quartal werden wir graphische Werbung auf unseren Seiten schalten - vor allem für unsere nicht zahlenden Kunden", sagte der Xing-Vorstandsvorsitzende Lars Hinrichs der F.A.Z. Bisher hatte sich das Unternehmen überwiegend mit Mitgliedsbeiträgen finanziert; seit Oktober erzielt Xing auch Einnahmen aus seinem Stellenmarkt. Allerdings könnte die Ausweitung der Erlösquellen auch eine Reaktion darauf sein, dass die Zahlerquote sinkt.

Die Premiummitglieder, die jeden Monat 5,95 Euro zahlen, sollen zunächst Werbung nur in sehr geringem Umfang eingeblendet bekommen. „Generell werden wir Werbung sehr zurückhaltend einsetzen und natürlich keine privaten Nutzerdaten herausgeben", sagte Hinrichs. Die Werbung wird sich an den Profilen orientieren, welche die Nutzer über sich selbst eingerichtet haben.

Auf die umstrittene Funktion, die Handlungen auf anderen Internetseiten in Werbung umzuwandeln, verzichtet Hinrichs. Zum Beispiel bekommen Mitglieder des amerikanischen Netzwerks Facebook über das Nachrichtensystem der Plattform mitgeteilt, welche Produkte ein befreundetes Mitglied bei Ebay gekauft hat. „Das ist Werbung, von der die Nutzer nichts haben. Das machen wir nicht", sagte Hinrichs.

Sollte die Werbung als Geschäftsmodell funktionieren, denkt Xing auch darüber nach, den Mitgliedsbeitrag zu senken oder den nicht-zahlenden Mitgliedern mehr kostenlose Funktionen zu geben. „Mit der Einführung zusätzlicher Erlösquellen werden wir neben einer flexibleren Preisgestaltung und neuen Kooperationsmöglichkeiten in der Lage sein, unsere Mitgliedschaften attraktiver zu gestalten und Basis- sowie Premium-Mitgliedern mehr Funktionalitäten anzubieten", sagte Hinrichs.

Die grafische Werbung ist nur der erste Schritt. „In einem zweiten Schritt denken wir auch über Werbung auf B2B-Ebene nach", sagte Hinrichs.

Veröffentlicht Montag, 12. November 2007 11:05 von FAZ-ht
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Kommentare

 

Volker E. sagte:

Für mich als Nicht-zahlendes XING-Mitglied ist diese Meldung sehr ärgerlich: mir blieben ohnehin schon wichtige Networking-Funktionen verwehrt, und nun werde ich auch noch mit Werbung konfrontiert. Ich fühle mich an dieser Stelle zur Premium-Mitgliedschaft gedrängt, um a) professionell Kontakte zu knüpfen und b) von Werbeanzeigen verschont zu bleiben.

Es ist erfreulich, dass es Wettbewerber (z.B. myCORNERS) gibt, die für 0 Euro alle "XING-Funktionen" bieten und von Werbung absehen. Ich sage: Bravo!

November 12, 2007 18:59
 

Frank Schuster sagte:

Sehr geehrter Herr E.,

es ist einfach lächerlich. Wie soll sich ein professionelles Portal Ihrer Meinung nach finanzieren? Es kann doch nur über Werbung oder für eine Grundgebühr laufen.

MfG, FS

November 18, 2007 11:37
 

Volker E. sagte:

@Frank Schuster

Sie geben die Antwort vor: "... über Werbung oder (!) für eine Grundgebühr". Man muss aber nicht zwangsläufig beides ausschlachten.

November 20, 2007 16:56
 

Xing sagte:

Hier bin ich für jeden Kommentar dankbar!

http://blog.openbc.com/2008/01/statement.html#comments

Januar 4, 2008 22:58

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