Freenet beendet Verkaufsverhandlungen
19. Dezember 2007, 22:53
Uhr
Eckhard Spoerr, der Freenet-Chef, hatte es in der FAZ angekündigt:
„Wenn wir bis zum Jahresende keine Einigung erzielt haben, werden wir unsere
eigene Strategie implementieren und das fusionierte Unternehmen stärken",
sagte Spoerr. Jetzt hat er seinen Plan umgesetzt: Per Adhoc-Mitteilung hat das
Unternehmen alle Verkaufsgespräche, auch die exklusiven Verhandlungen mit Drillisch, für beendet erklärt.
Adhoc-Mitteilung:
Der Aufsichtsrat
der FREENET
AG hat heute einstimmig beschlossen, den im Sommer 2007 eingeleiteten und mit Hilfe von Morgan Stanley durchgeführten
Strategic Review Prozess, in dessen
Rahmen eine Zerlegung des Unternehmens durch Teilverkäufe an unterschiedliche
Käufer geprüft wurde, zu beenden. Damit werden auch die exklusiven
Verhandlungen mit der Drillisch AG beendet. Die im Rahmen des Strategic Review
Prozesses ausgesetzte Umsetzung der Konvergenz- und Markenstrategie wird nun
offensiv und konsequent durchgeführt. Aufgrund der Erkenntnisse des Strategic
Review Prozesses wird die Implementierung einer Holding-Struktur geprüft. Insbesondere
soll hierbei das DSL- und das Portalgeschäft aus der freenet AG in
Tochtergesellschaften ausgegliedert werden. Durch diese Maßnahmen werden u.a. die
wertorientierte Unternehmensentwicklung und -steuerung der unterschiedlichen
Geschäftsbereiche und -modelle gefördert.
Ende der Adhoc-Mitteilung
Ob sich United Internet und Drillisch mit der Absage
abfinden, darf allerdings bezweifelt werden. Die Unternehmen besitzen gut 20
Prozent der Anteile an Freenet. Weitere 22 Prozent gehören der
Beteiligungsgesellschaft Vatas.
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