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Amazon treibt Internet-Handel an

19. März 2008, 09:22 Uhr
Deutschlands Verbraucher haben im vergangenen Jahr Waren für 17,2 Milliarden Euro im Internet gekauft, 12 Prozent mehr als im Vorjahr, hat die aktuelle GfK-Studie Webscope ergeben. Im vergangenen Jahr haben 28,8 Millionen Menschen im Durchschnitt 8,5 Mal per Mausklick eingekauft. In der Rangliste der beliebtesten Adressen liegen weiterhin Ebay und Amazon an der Spitze, gefolgt von Otto, Quelle, der Deutschen Bahn, Neckermann, dem Reisebüro Expedia und Tchibo. Der Reisedienst Opodo und Weltbild sind 2007 in der Rangliste aufgestiegen, während der Computerbauer Dell und der Hotel-Reservierungsservice HRS abgestiegen sind.

Eine Schlüsselrolle spielt Amazon. Das Unternehmen erzielt inzwischen wohl weit mehr als eine Milliarde Euro Umsatz in Deutschland und wächst dank seiner Strategie, seine Plattform für andere Händler zu öffnen, sehr stark. Vor allem unzufriedene Ebay-Händler wandern zu Amazon ab, weil der Service, Lagerung und Lieferung für die externen Händler zu übernehmen, gut ankommt. Allerdings muss Amazon aufpassen, seine Händler nicht schon wieder zu vergraulen. Ein Beispiel: Ein Händler verkauft sein Produkt erfolgreich auf Amazon und macht eine gute Marge. Amazon bestellt daraufhin das gleiche Produkt beim Lieferanten des Händlers und bietet das Produkt inzwischen auch an - zum Einkaufspreis. Das Geschäft des kleinen Händlers bricht über Nacht zusammen; Amazon macht jetzt zumindest den Umsatz - und bald das Geschäft. Kennt jemand ähnliche Fälle?

UPDATE: Im Wettbewerb zwischen Amazon und Ebay als Plattform für Händler hat Amazon einen Punktsieg errungen: Ebay stellt sein Neuwaren-Portal Ebay Express ein. „Basierend auf dem Feedback unserer Käufer und Verkäufer haben wir uns entschieden, unseren Online-Marktplatz eBay Express in Deutschland zum 23. April 2008 abzuschalten. Im Bereich Neuware werden wir uns zukünftig auf unseren Marktplatz eBay.de und unsere Produkt- und Preisvergleichsseite Shopping.com konzentrieren", schreibt das Unternehmen auf seiner Internetseite. Ebay Express hatte den Zweck, professionellen Händlern eine Plattform für den Verkauf ihrer Neuwaren außerhalb des großen Ebay-Marktplatzes zu geben. Weder Verkäufer noch Käufer haben das Angebot aber angenommen. Deutschland-Chef Stefan Groß-Selbeck hatte schon Ende Januar angedeutet, dass Ebay Express nicht mehr zur neuen Strategie von Ebay passe.  

Veröffentlicht 19. März 2008, 09:22 von Holger Schmidt
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Kommentare

Torsten

21. März 2008, 09:30

http://notes.computernotizen.de

Seit wann übernimmt denn Amazon Lagerung und Lieferung  für Händler? Wenn ich Ware bei einem Händler über Amazon bestelle, wird mir diese auch direkt vom Händler geschickt.

Amazon hat einen anderen Gut-Punkt für Händler. Sie übernehmen das Inkasso - eines der Haupt-Probleme bei Ebay.

Holger Schmidt

21. März 2008, 09:58

@ Torsten: Das Programm heißt Fulfillment by Amazon, Infos gibt es unter

http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2008/02/18/amazon-geht-auf-ebay-los.aspx


Torsten

21. März 2008, 10:35

http://notes.computernotizen.de

Danke für die Info - gerade auf die kleinen und mittleren Händler wirkt dieses Angebot aber nicht besonders attraktiv. Wenn ich alles in Amazon-Hand gebe, dann kann Amazon mich wie oben beschrieben einfach ausbooten. Das Inkasso hingegen war die Achilles-Verse des Ebay-Modells. Besonders von Paypal fühlen sich die Händler akut benachteiligt.

Interessant ist auch, dass Ebay Afterbuy aufgekauft hat. Die bieten nämlich ein ähnliches Komplett-Paket für Ebay-Verkäufer an. Nun warte ich darauf, dass Afterbuy zu den normalen Angebots-Optionen hinzugefügt wird.

kuddel69

14. Dezember 2008, 18:14

http://www.hi-computershop.de

Der Onlinehandel boomt. Die Fachgeschäfte machen dicht. Wüste Deutschland.

Was machen sie wenn sie bei Amazon ein Notebook bestellen und das Gerät funktioniert nicht rufen sie dann die AMAZON Hotline an?

Frohe Weinachten.

Kann mann bei amazon auch einen weinachtsbaum Nordmanntanne bestellen.

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