Soziale Netzwerke werden zum Massenphänomen
2. Mai 2008, 04:31
Uhr
Knapp zehn Millionen Deutsche sind heute schon Mitglied eines sozialen
Netzwerkes wie StudiVZ oder Xing. Damit ist der Markt aber noch lange nicht
erschöpft. Nach Schätzung des Marktforschungsunternehmens Datamonitor soll die
Mitgliederzahl bis zum Jahr 2012 auf 22 Millionen in Deutschland und sogar 107
Millionen in Europa steigen. Die Bequemlichkeit, soziale Kontakte zu pflegen,
ohne das Haus zu verlassen, gilt als einer der Haupttreiber des Wachstums.
Während die sozialen Netzwerke heute vor allem von jüngeren Menschen genutzt
werden, entdecken auch immer mehr ältere Internetnutzer die Möglichkeit der
Kontaktaufnahme und -pflege via Internet, schreiben die Marktforscher. In
Deutschland gibt es soziale Netzwerke für alle Altersgruppe: Eine Million
Kinder ab sechs Jahren haben sich bei der Spielegemeinschaft Panfu angemeldet.
Die größte reine Teenager-Gemeinschaft ist Piczo, während SchülerVZ, StudiVZ
und MySpace die Altersgruppen darüber vereinen wollen. Holtzbrincks neues
Netzwerk MeinVZ spricht ebenso wie Facebook die Altersgruppe an, die aus dem
Studienzeit eher schon wieder heraus ist, während das Platinnetz Menschen
ansprechen will, die älter als 50 Jahre sind. Über alle Altersgrenzen hinweg
versucht sich Wer-kennt-wen.de zu etablieren. Die Frage, ob die sozialen
Netzwerke auch finanziell über die Runden kommen, beantwortet Datamonitor
allerdings nicht.
Auch die Frage, welche sozialen Netzwerke sich durchsetzen werden, bleibt unbeantwortet.
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