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Google will lokale Anzeigenmärkte aufmischen

21. Juli 2008, 03:27 Uhr

Die Suchmaschine Google lässt die Werbung auf ihren Seiten künftig vom Münchner Unternehmen Telegate mit vertreiben. Im Fokus der beiden Unternehmen steht die eine Million kleiner und mittlerer Unternehmen, die vor allem in lokalen Märkten tätig sind und bisher vor allem in Branchenbüchern wie den Gelben Seiten oder lokalen Anzeigenblättern geworben haben. Auf diesem Markt werden jährlich rund 1,2 Milliarden Euro umgesetzt, die aber weitgehend in Printanzeigen fließen, obwohl die Menschen inzwischen häufiger im Internet nach dem nächsten Klempner, Zahnarzt oder Steuerberater suchen als in gedruckten Medien.

 

Allerdings ist dieser Markt für die Internetunternehmen schwer zu erschließen, da die Anzeigenkunden nicht von allein kommen, sondern mühsam angerufen werden müssen. Google hat sich dafür der Dienste der 400 Telegate-Vertriebsmitarbeiter gesichert, die gleichzeitig Anzeigen für die Telegate-Portale 11880.com und Klicktel verkaufen. Telegate ist der erste größere „Google-Wiederverkäufer“ in Deutschland, wird aber wohl nicht der einzige bleiben. 

Links:

 

Veröffentlicht 21. Juli 2008, 03:27 von Holger Schmidt
Kommentare

deathofprint

21. Juli 2008, 11:54

Don´t be evil.

Online ist ein Rationalisierungstool, so manche merken es. Ein einziger Datensatz, ein einziger Eintrag reicht um Worldwide erreichbar und findbar zu sein.

Google ist als Technikkonzern der diesen Datensatz sammelt, verfeinert, mit Relevanz und Suchergebnissen anreichert. Google nutzt und verwaltet die Listings: als Paid Search, als Map, als mobiles Angebot, und schon bald als suchbare Datenbank.

Wie das Aussehen könnte? Schauen Sie sich das Kinolisting von Google an.

Schauen Sie sich lokale Suchergebnisse in USA auf Google an. Nutzen sie Ihr iPhone.

Wer bekommt die Krümel, die vom Tisch abfallen? Zunehmend Ebay (Kijiji) und die Web-Optimierer, die von Googles Goodwill abhängen (Zb Cyclex, Meinestadt usw.)

Auf keinen Fall aber die Gelben Seiten, am wenigsten aber die Regionalverleger, die in der Selbstkannibalisierungsfalle sitzen.

Don´t be evil?

Genau, die lokalen Unternehmen bekommen bessere, günstigere und auf jedem Medium verfügbare Listings. Ein Traum!

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