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Prognose für Online-Werbung wird gesenkt
15. August 2008, 12:38
Uhr
Der Online-Werbemarkt entwickelt sich in diesem Jahr schlechter als erwartet. "Die Prognose für 2008 wird voraussichtlich gesenkt. Die Höhe steht noch
nicht fest. Wir werden die Entwicklung nach der Ferienzeit abwarten und
entsprechend berücksichtigen. Vor der OMD werden aber keine Zahlen
veröffentlicht", sagte Arndt Groth, Präsident des BVDW. Bisher war der Verband von etwa 30 Prozent Wachstum von 2,9 Milliarden Euro auf 3,7 Milliarden Euro ausgegangen.
Viele Verlage sind mit dem Online-Werbegeschäft in diesem
Jahr nicht zufrieden. Vor allem das Wachstum der Markenwerbung ist bisher
deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.Als Gründe
gelten die generell eingetrübten Konjunkturaussichten und der
Preisverfall wegen des Überangebotes, das in erster Linie die
Web-2.0-Seiten wie StudiVZ ausgelöst haben. Der Trend auf dem
Online-Werbemarkt geht daher klar in Richtung des „Performance-Marketings",
also präzise messbarer, am direkten Verkauf ausgerichteter Werbung.
Dieser Werbung wird in konjunkturell schwierigen Zeiten meist der
Vorzug vor der Markenwerbung gegeben und spielt vor allem den
Suchmaschinen wie Google in die Hände. Ein Trend ist auch die
„Lead-Generierung", um direkte Kontakte zu möglichen Kaufinteressenten
zu gewinnen.
Die Werbung im Internet war im vergangenen Jahr in Deutschland auf
knapp 2,9 Milliarden Euro gewachsen, hat der Bundesverband Digitale
Wirtschaft errechnet. Das entsprach einem Zuwachs von 51 Prozent
gegenüber dem Vorjahr, was aber teilweise auf Änderungen in der
Erhebungsmetheode zurückzuführen war. Wird diese Änderung
herausgerechnet, hat der Markt im vergangenen Jahr etwa 40 Prozent
zugelegt.
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