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United Internet reaktiviert GMX als DSL-Billigmarke
01. September 2008, 09:50
Uhr
United Internet reaktiviert seinen E-Mail-Dienst GMX als Billigmarke
für das DSL-Geschäft. Im schärfer werdenden Wettbewerb um die
DSL-Kunden soll GMX mit einem Kampfpreis von 16,37 Euro im Monat für
alle Anschlüsse und einen DSL-Pauschaltarif vor allem die Einsteiger
ansprechen. Der Preis entspricht genau dem Tarif, den die Deutsche
Telekom allein für einen Standard-Telefonanschluss berechnet. United
Internet reagiert mit der Billigmarke auf die schwachen Neukundenzahlen
im ersten Halbjahr, die vor allem auf die starke Konkurrenz von
Vodafone und der Kabelnetzbetreiber zurückzuführen sind. Wie groß der Handlungsdruck bei United Internet ist, zeigt allein der Blick auf den Kursverlauf der vergangenen fünf Monate. Inzwischen ist die Aktie weniger als 10 Euro wert.

Inzwischen fordern die ersten Analysten den Ausstieg aus dem DSL-Geschäft. Die DSL-Strategie sei nicht überzeugend und lasse viele Fragen offen, so die Analysten der HSBC. Als bessere Option sehen sie einen Ausstieg aus DSL und einen Fokus auf das hochmargige Hosting- und Portalgeschäft.
Zudem werden die Karten im DSL-Geschäft neu gemischt, wenn die Telekommunikationsnetze der nächsten Generation (NGN) fertig sind. Dann steht das bisherige Modell von United Internet, Infrastruktur von anderen Anbietern wie Telefónica einzukaufen, sowieso auf dem Prüfstand. United Internet müsste dann wohl in eigene Netze investieren, was sehr teuer werden wird. Der Kauf von Hansenet wäre eine Option, ein eigenes Netz zu bekommen. Aber das Netz ist nur in den großen Städten ausgebaut; in der Fläche setzt Hansenet auch auf Telefónica.
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