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OMD News: Werbung im Internet wächst schwächer als erhofft

16. September 2008, 20:56 Uhr

Nun ist es offiziell: Die Werbung im Internet wächst in diesem Jahr "nur" mit netto 10 bis 15 Prozent, sagte Paul Mudter, Chef des Online-Vermarkterkreises im Bundesverband Digitale Wirtschaft, auf der Branchenmesse OMD. 2008 sei eine "Erholungsphase". Im Frühjahr hatten die Online-Werber noch mit etwa 25 Prozent Nettozuwachs gerechnet. Grund für die Korrektur der Prognose ist die Schwäche der graphischen Werbung, unter der vor allem die Verlage leiden. Trotzdem wird die Online-Werbung in diesem Jahr auf rund 3,6 Milliarden Euro zulegen und 13,5 Prozent Anteil am gesamten Werbemarkt bekommen. In absehbarer Zeit werde der Online-Anteil am Werbudget auf mehr als 20 Prozent steigen.

Die Online-Werber sind zuversichtlich, dass die Werbung im Netz weiter wächst. "Bei jungen Zielgruppen ist das Internet längst das wichtigste Medium und hat das Fernsehen abgelöst. Jugendliche verbringen schon 36 Prozent ihrer Medienzeit im Internet. Entsprechend wird die Werbung ebenfalls ins Internet verlagert", sagte Mudter. In Deutschland werden inzwischen 65 Euro im Jahr je Nutzer ausgegeben.

Während der eine oder andere Vermarkter graphischer Werbung unter der allgemeinen Zurückhaltung der werbetreibenden Unternehmen leidet, geht die Konjunktureintrübung an Google offenbar vorbei. "Wir spüren keinen Rückgang. Die Nutzer nutzen die Suchmaschine wie gewohnt und die Anzeigenkunden schalten die Werbung wie gewohnt", sagte Stefan Tweraser, der neue Deutschland-Chef von Google, der FAZ. In konjunkturell schwierigen Zeiten überzeuge die klare Messbarkeit des Suchmaschinenmarketings. "Die Display-Werbung wird sich mehr auf den Abverkauf konzentrieren müssen", sagte Tweraser. Schließlich versucht sich der Suchmaschinenprimus mit dem "Google Content Network" ebenfals im Display-Markt zu positionieren. Das Content-Network wird wachsen, sagte Tweraser. Parallel versucht Google, seine Suchmaschine als Instrument der Markenbildung zu positionieren. Eine Studie im Auftrag von Google kommt zu dem Ergebnis, dass eine obere Plazierung in der Trefferliste und eine obere Plazierung in der Werbespalte die Markenbekanntheit deutlich erhöht.

 

 

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Veröffentlicht 16. September 2008, 20:56 von Holger Schmidt
Kommentare

Uwe

17. September 2008, 10:45

Eine Verlangsamung des Wachstums eines "neuen" Marktes ist völlig normal und sollte nicht zur Beunruhigung führen...

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