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Akademiker informieren sich meist im Internet

17. Oktober 2008, 15:15 Uhr

Trotz Internet: Das Fernsehen ist die wichtigste Informationsquelle der deutschen Internetnutzer. An zweiter Stelle folgt die Zeitung, hat die Allensbacher Computer- und Technikanalyse gezeigt. Beide klassischen Medien verlieren allerdings an Bedeutung. Dagegen legt das Internet schnell zu, ist aber hinter dem Radio noch an vierter Stelle.

"Mit dem Internet verschiebt sich nicht einfach nur das Mediengefüge, sondern es entsteht vielmehr eine völlig neue Informationskultur", sagte Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher. Besonders deutlich wird die Verschiebung in der Mediennutzung bei den jüngeren Menschen mit Hochschul- oder Fachschulabschluss. So gaben innerhalb der 20- bis 39-Jährigen mehr als die Hälfte der Befragten an, das Internet als wichtigste Informationsquelle für das aktuelle Geschehen zu nutzen. Die Zeitung, die immerhin noch 46 Prozent als wichtigste Quellen sehen, wurde in diesem Jahr überholt. Auch die Bedeutung des klassischen Fernsehens beginnt in dieser Altersgruppe zu bröckeln. Erzielte das Fernsehen vor drei Jahren einen Wert von 74 Prozent, zeichnet sich 2008 mit einem Rückgang auf 67 Prozent ein deutlicher Abwärtstrend ab.

Deutlicher wird der Umbruch in der Mediennutzung, wenn nur das Verhalten der jungen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren betrachtet wird. Dort hat sich das Informationsverhalten in den vergangenen Jahren schon stark in Richtung Internet geändert. 

Regelmäßige Informationen werden im Internet vor allem zu den Themen Schule und Ausbildung sowie Produkten gesucht. Auch nach politischen Informationen suchen die Internetnutzer regelmäßig im Netz.

Generell überwiegt im Netz noch die sporadische Informationssuche: Zwar informieren sich 40 Prozent der Nutzer über das Wirtschaftsgeschehen im Netz, aber nur 7 Prozent, also etwa drei Millionen Menschen, tut dies "häufiger". Beide Nutzergruppen wachsen jedoch stetig und gehen zu Lasten der traditionellen Medien.

 

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Veröffentlicht 17. Oktober 2008, 15:15 von Holger Schmidt
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