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Netzökonom

Brands4Friends erhöht Umsatz auf 25 Millionen Euro

25. Januar 2009, 18:00 Uhr

Der Online Shopping-Club Brands4Friends hat das erste volle Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 25 Millionen Euro abgeschlossen. Die Zahl der Mitglieder beträgt zwischen 1,5 Millionen. Täglich kommen bis zu 10.000 neue Mitglieder hinzu, behauptet das Unternehmen - und setzt sich deswegen hohe Ziele für 2009: Der Umsatz soll auf 85 Millionen Euro wachsen; 2009 sollen auch erstmals Gewinne erzielt werden.

"Die Rekordzahlen an Mitgliedern und das starke Umsatzwachstum belegen, dass wir mit unserem Geschäftsmodell Marken zum Freundschaftspreis gerade in finanziell angespannten Zeiten goldrichtig liegen", sagt Constantin Bisanz, Gründer und Geschäftsführer (Foto). Das Unternehmen profitiert stark davon, im Studentennetzwerk StudiVZ präsent zu sein, das ebenfalls zu Holtzbrinck gehört. Brands4Friends verkauft Markenwaren von 250 Anbietern wie Armani oder Calvin Klein in täglichen Aktionen deutlich unterhalb der normalen Ladenpreise. Die Markenhersteller nutzen Shopping-Clubs, um Waren der vergangenen Saison oder Restposten  abzusetzen. Um das hohe Wachstumsziel zu erreichen, soll das Sortiment ausgeweitet werden. "2009 steht für Brands4Friends ganz im Zeichen der Profitabilitätssteigerung und Sortimentserweiterung - besonders im Home & Living-Bereich", sagt Christian Heitmeyer, ebenfalls Gründer und Geschäftsführer. Das Unternehmen hat im vergangenen November 10 Millionen Euro Risikokapital erhalten. Das Geld stammt von mehreren Gesellschaften wie Partech International, Mangrove Capital Partners und Holtzbrinck Ventures. 

Der Shopping-Club könnte eine zentrale Rolle in der Vermarktungsstrategie von StudiVZ spielen. Zumindest der zurückgetretene StudiVZ-CEO Marcus Riecke wollte die Kooperation vertiefen. "Das beste Beispiel für ein funktionierendes Modell ist unsere Kooperation mit Brands4Friends. Diese Community-Vermarktung werden wir ganz stark ausbauen. Das hat mit klassischer Werbung wenig zu tun. Auf StudiVZ gibt es zum Beispiel eine Gruppe mit 90000 Nutzern, die gerne billig Markenprodukte kaufen wollen. Dort lässt sich Online-Marketing leicht ansetzen, denn das Nutzerinteresse deckt sich exakt mit dem Angebot. Diese Mitglieder empfehlen sich gegenseitig,  wo es die besten Schnäppchen gibt. Das geht in die Richtung Social Shopping", sagte Riecke der FAZ im vergangenen Sommer. Der neue CEO Clemens Riedl hat sich bisher nicht öffentlich zu seinen Monetarisierungsplänen geäußert. 

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Veröffentlicht 25. Januar 2009, 18:00 von Holger Schmidt
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