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Berger-de León wird CEO von StudiVZ
27. Januar 2009, 22:38
Uhr
Markus Berger-de Leon wird neuer Chef des
Studentennetzwerkes StudiVZ. Berger-de León hat mehrere Jahre den
Klingeltonanbieter Jamba geleitet und hat erst vor einem Jahr die Leitung des
Internetunternehmens Abacho und der Handwerker-Plattform MyHammer übernommen.
Samwer-Mann Berger-de León übernimmt die VZ-Gruppe mit aktuell 13 Millionen
registrierten Nutzern, die sich aber gegen schnell wachsende Konkurenten wie
Wer-kennt-wen und Facebook wehren muss.
Interessant sind die Verquickungen der Samwer-Brüder in diesen Sesselwechsel. Die Samwers haben einst StudiVZ finanziert und dann an Holtzbrinck verkauft. Zwischen 2002 und 2007 war Berger-de León beim Klingeltonabieter Jamba, der bis 2004 den Samwers gehörte. Nach seinem Ausscheiden dort ging Berger-de León Anfang 2008 zu Abacho und MyHammer, wo wer im Aufsichtsrat sitzt? Oliver Samwer - und zwar seit November 2007. Ende 2007 stieg dann Holtzbrinck bei Abacho ein und erwarb 55 Prozent der Anteile des defizitären Unternehmens (PDF des aktuellen Geschäftsberichts). Am 6. Januar hat dann der Samwer-Fonds EFF Abacho-Aktien zum Preis von 3,70 Euro das Stück gekauft, obwohl die Aktie zu diesem Zeitpunkt nur etwas mehr als 1 Euro an der Börse wert war. Und jetzt, zwei Wochen später, geht der Abacho-Chef Berger-de León zur Holtzbrinck-Gesellschaft StudiVZ, an dessen langfristig wahrscheinlich größtem Konkurrenten Facebook wer beteiligt ist? Richtig. Die Samwers.

Der Interims-CEO Clemens Riedl, der eigentlich als Dauerlösung erwartet worden war, soll sich wie unter Riecke um die Vermarktung kümmern und auch die Co-Leitung der neuen Vermarktungsgesellschaft iq media marketing (frühere GWP) übernehmen. Die Rolle des CEOs haben die Holtzbrincks ihrem ehrgeizigen Eigengewächs Riedl aber wohl nicht zugetraut.
Nachfolger von Berger-de León bei MyHammer wird Gerrit Müller, der zuvor bei Ebay in Deutschland und Amerika war und zuletzt für Yahoo in London gearbeitet hat.
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