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Netzökonom

AOL schickt soziales Netzwerk Bebo in Deutschland an den Start

16. März 2009, 09:00 Uhr

Das soziale Netzwerk Bebo, AOLs 850-Millionen-Dollar-Kauf, startet an diesem Montag gleichzeitig in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden. Bebo hat bisher 22 Millionen Nutzer im Stammland Großbritannien, in den Vereinigten Staaten, Irland, Australien, Neuseeland, Kanada und Polen gewonnen.

AOL hatte Bebo vor genau einem Jahr erworben, um die Reichweite für sein Online-Werbegeschäft zu erhöhen. Bebo wurde 2005 in England gegründet und war eine Zeitlang sogar größer als Facebook. Doch seitdem Facebook so stark wächst, kann Bebo nicht mehr mithalten, weshalb AOL inzwischen zuzugeben hat, zuviel für Bebo gezahlt zu haben. Nun soll der Start in den fünf europäischen Ländern noch einmal für Schwung sorgen.

Tägliche Uniques in Großbritannien

„Internationale Expansion ist eine tragende Säule unserer Wachstumsstrategie und wir sind zuversichtlich, auf der Stärke von AOL und ICQ in Deutschland aufbauen zu können. Die Besonderheit liegt in den Möglichkeiten des Nutzers, sich selbst auszudrücken. Hierzu gehören unser neues Bebographie-Feature, die Vernetzung mit Menschen, Medien und Marken durch den Lifestream und unsere Open Media Plattform", sagt Nicole Vanderbilt, VP International von Bebo. Der „Weltempfänger" als Herzstück der Lifestream-Plattform soll Social Feeds sammeln und über verschiedene Medien vertreiben. Medienpartner wie AlloCiné, Clipfish und Preview Networks sollen Bebo in Deutschland Inhalte liefern.

Da stellt sich die Frage, welche Nutzer Bebo in Deutschland gewinnen will. MySpace stagniert ebenso wie StudiVZ oder die Lokalisten. Allein Facebook ist in Deutschland noch klar auf Wachstumskurs. Und irgendwann wird auch die Bereinigung einsetzen, wenn die Nutzer nicht mehr in drei Netzwerken parallel unterwegs sein wollen, sondern nur noch in einem oder maximal zwei Netzwerken.

Veröffentlicht 16. März 2009, 09:00 von Holger Schmidt
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