„Definitiv kein gutes Quartal von United Internet“
23. März 2009, 18:22
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Es war kein gutes Jahr für United Internet und seinen Chef Ralph Dommermuth (Foto). Hohe Abschreibungen auf die Beteiligungen an Freenet und Versatel, Verfehlen der selbstgesteckten DSL-Ziele und fast eine halbe Milliarde Euro Verschuldung lautet die Bilanz, die das Unternehmen am Donnerstag bekanntgeben wird. Entsprechend ist der Aktienkurs seit Jahresanfang 2008 von 19 auf etwa 5 Euro gefallen. Die Aktionäre werden wohl doppelt getroffen. „Höchstwahrscheinlich wird das Unternehmen keine Dividende zahlen“, erwartet Marcus Sander, Analyst bei Sal. Oppenheim. Er geht auch von weiteren Abschreibungen aus; dieses Mal auf die Beteiligung am Telekommunikationsunternehmen Versatel. „Insgesamt muss United Internet mindestens 230 Millionen Euro im Jahr 2008 abschreiben“, hat Sander ausgerechnet. Umsatz und Ergebnis werden nach seiner Erwartung wohl auch im vierten Quartal etwas schlechter ausfallen, als das Unternehmen selbst prognostiziert hat. „Das war definitiv kein gutes Quartal für United Internet“, sagte Sander. Schon auf der Computermesse Cebit hatte das Unternehmen zugegeben, zwischen Oktober und Dezember nur 40.000 statt der geplanten 60.000 zusätzlichen DSL-Kunden gewonnen zu haben. Die Gunst der Investoren, die das Unternehmen im vergangenen Jahr verspielt hat, soll nun zurückerobert werden. Dafür wird die Investorenkonferenz in diesem Jahr erstmals in englischer Sprache stattfinden – damit auch die Angelsachsen stärker United Internet Aktien kaufen.
