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Zwei Drittel aller Onliner haben Breitbandzugang

30. Juni 2009, 12:00 Uhr

Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen einen Breitband-Zugang ins Internet. Nach Berechnungen der Initiative D21 und TNS Infratest für den (N)Onliner Atlas 2009 nutzen inzwischen 66,9 Prozent aller Onliner und 46,2 Prozent der Bevölkerung einen solchen schnellen Zugang ins Web. Die Breitband-Nutzung gilt als der Treiber für die gesamte Internetnutzung, denn während der Anteil der Internetnutzer an der Bevölkerung um 4 Prozent auf knapp 70 Prozent zugelegt hat, ist der Anteil der Breitbandnutzer an der Gesamtbevölkerung um 3,6 Prozent auf 46,2 Prozent gegenüber den Vorjahr gewachsen. 

DSL ist mit einem Anteil von 61,5 Prozent weiterhin die meistgenutzte Zugangsform beim häuslichen Internetanschluss. Das Kabel hat seinen Anteil um 1,5 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent ausgebaut. Mobile Zugänge spielen mit 1,7 Prozent nur eine geringe Rolle. Allerdings wird der Beschluss der Regierung, weitere Frequenzen auszuschreiben, den Anteil wohl erhöhen. DieMobilfunker wollen mit den zusätzlichen Frequenzen vor allem ländliche Gebiete, in denen keine Kabelverbindungen existieren, bis Ende 2010 mit mobilen Breitbandverbindungen versorgen. Vor allem die vierte Mobilfunkgeneration LTE, die Übertragungsraten von 100 Megabit je Sekunde ermöglicht, wird die Breitbandversorgung in den bisher unerschlossenen ländlichen Regionen verbessern. Dagegen verlieren schmalbandige Zugangsformen weiter an Attraktivität: Der Anteil von ISDN ist auf 13,9 Prozent gefallen; mit einem Analogmodem wählen sich noch 9,6 Prozent der Bevölkerung in das Internet ein.

Je älter der Internetnutzer, desto geringer ist die Breitbandnutzung. Dennoch surfen erstmals mehr als die Hälfte in allen Altersgruppen breitbandig. Das größte Wachstum (5,2 Prozentpunkte) verzeichnet dabei die Generation „70plus", bei der jetzt 55 Prozent breitbandig angebunden sind.

Der (N)Onliner Atlas zeigt auch, dass die ostdeutschen Ländern in der Breitbandnutzung stark aufgeholt haben. Die Indexwerte der Karte (Bundesdurchschnitt = 100) zeigen den höchsten Wert der Breitbandnutzung in Thüringen und im Regierungsbezirk Chemnitz, besonders niedrige Werte in Bremen, dem Saarland, Dresden und Brandenburg. "Damit ist trotz der noch vorhandenen "weißen Flecken" summarisch betrachtet die Breitbandnutzung auf dem Land ähnlich weit verbreitet wie in der Stadt", folgern die Macher des (N)Onliner-Atlas, was den Menschen in den weißen Flecken aber auch nicht viel nutzt.

 

Die Entwicklungsunterschiede in Deutschland zeigen sich auch an der Offliner-Quote, also dem Anteil der Menschen, die das Internet nicht nutzen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt, der gleich 100 gesetzt wurde. Danach nutzen vor allem die Menschen im Saarland, in Regierungsbezirk Chemnitz und in Thüringen unterproportional selten. 

 

Veröffentlicht 30. Juni 2009, 12:00 von Holger Schmidt
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