Google News ermöglicht Suche nach lokalen Nachrichten
16. Juli 2009, 07:20
Uhr
Google ermöglicht in seinem Dienst Google
News künftig auch die Suche nach lokalen Nachrichten. In der neuen Rubrik
„Lokal" werden nach Angaben von Google die Nachrichten lokaler Medien ebenso
wie Berichte über die Region angezeigt. Notwendig ist dafür die Angabe des
Ortes oder der Postleitzahl. Während die Nutzer bisher schon die Nachrichten
über eine Region mit der Eingabe des passenden Suchwortes auswählen konnten,
ist nun erstmals auch eine Konzentration auf die Schlagzeilen der lokalen
Nachrichtenquellen möglich. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass die lokalen
Anbieter definitiv mehr Zugriffe erhalten, weil sonst eher die großen Anbieter
im Fokus stehen", sagte der zuständige Google-Manager Josh Cohen der FAZ. Die
lokalen Nachrichten seien eine der populärsten Funktionen in Google News. Die Nutzer können sich neue Nachrichten
per E-Mail zusenden lassen, als RSS-Feed abonnieren oder nach einer Anmeldung
auch ständig auf der Google-News-Seite anzeigen lassen.
Die
Suchmaschine durchsucht 29.000 Nachrichtenquellen in aller Welt, darunter 700 in
Deutschland, stetig nach neuen Schlagzeilen. Die Nachrichten werden auf der
werbefreien Seite Google News angezeigt, aber inzwischen auch als Teil der normalen
Google-Suchseite eingeblendet, auf der Google auch Werbung zeigt. „Die Verlage
erhalten meist zwischen 10 und 50 Prozent ihrer Zugriffe von Google", sagte
Cohen. Das reicht vielen Verlegern aber nicht mehr. Sie
fordern Geld von Google für die Anzeige ihrer Inhalte auf den Seiten der
Suchmaschine, wie zum Beispiel Hubert Burda ("Wir werden schleichend enteignet") oder Guardian-Chefin Carolyn McCall. Doch Cohen sieht das anders: „Google und die Verlage
profitieren voneinander. Die Verleger haben die volle Kontrolle. Wenn ihre
Nachrichten nicht mehr von Google gefunden werden sollen, lässt sich dies
innerhalb eines Tages abschalten", sagte Cohen
- wohl wissend, dass niemand auf den Traffic verzichten will.
Als
Forschungsfeld bezeichnete Cohen die Monetarisierungsmöglichkeiten, den die
Nachrichtenströme bieten. „Zum Beispiel lassen sich in Feedburner RSS-Feeds mit
Werbung ergänzen. APIs treiben ebenfalls den Traffic hoch und erhöhen den
Markenwert. Oder Werbung kann in eingebundenen Videos auf Youtube gezeigt
werden. Wir befinden uns aber in einem ganz frühen Stadium der Monetarisierung.
Künftig werden viel mehr Werbedollars in Internet ließen. Ein signifikanter
Teil davon wird auch bei den Verlegern ankommen", sagte Cohen.
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