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Facebook wählt Web.de und GMX als Partner für Open ID

24. August 2009, 17:00 Uhr

Das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook und die beiden marktführenden deutschen E-Mail-Dienste Web.de und GMX verbinden ihre Internetseiten mit dem Open-ID-System. Dann können Nutzer mit nur einer Anmeldung aus den Postfächern von Web.de und GMX zur Facebook-Seite springen, ohne sich ein weiteres Mal anmelden zu müssen.(-> english version)

Open ID ist eine Art Generalschlüssel für das Internet, der von vielen großen Internetunternehmen wie Google, Yahoo, Microsoft, AOL, MySpace und seit Februar auch von Facebook unterstützt wird. Web.de und GMX sind die ersten Partner von Facebook in Europa.

Für Web.de und GMX ist die Partnerschaft ein Instrument, um den Umbau der E-Mail-Postfächer zu Schaltzentralen (Navigatoren) im Netz voranzutreiben. „Selbst wenn ein Nutzer noch nicht bei Facebook registriert ist, kann man mit einer Identität von Web.de oder GMX mit zwei Klicks ein neues Facebook-Konto anlegen, oder wenn ein Nutzer bei Facebook schon registriert ist, reicht ein Klick auf den Login-Button, um direkt zu Facebook zu gelangen. Diese Verknüpfung ist ein wichtiger Baustein in der Strategie, aus einem Postfach einen Navigator zu machen", sagte Web.de-Chef Jan Oetjen der FAZ.

Facebook erhofft sich mehr Besucher, die nach einer Benachrichtigung per E-Mail zurück zum sozialen Netzwerk kommen. Wenn ein Nutzer schon bei Facebook angemeldet ist, bekommt er eine Benachrichtigung in sein Postfach, wenn zum Beispiel eine neue Freundschaftsanfrage eingegangen ist. Um die Freundschaftsanfrage zu bearbeiten, muss sich der Nutzer heute in der Regel erst manuell bei Facebook einloggen. Wenn ein Nutzer einmal zugestimmt hat, dass die beiden Accounts über Open ID miteinander verbunden werden, kann er mit einem Klick sofort zur Facebook-Mitteilung springen. „Wir sind sehr glücklich, mit dem besten Internetunternehmen Deutschlands zu kooperieren. E-Mail-Konten von Web.de und GMX werden von der Mehrheit unserer Nutzer in Deutschland eingesetzt", sagte Javier Olivan, der das internationale Geschäft von Facebook leitet, der FAZ. „Wir sind sehr froh, dass nun auch ein großes europäisches Internetunternehmen Open ID unterstützt, denn der Standard ist sehr hilfreich. Web.de und GMX sind die ersten Partner in Europa, mit denen wir Open ID umsetzen", sagte Olivan. Aktuelle Pläne für weitere Partnerschaften habe Facebook zurzeit nicht. „Neben Web.de und GMX gibt es in Deutschland keinen Anbieter, der signifikant genug ist, um eine solch intensive Verbindung einzugehen", sagte Olivan.

Während Web.de und GMX in Deutschland mehr Nutzer haben, kann die weltweite Partnerschaft den deutschen Anbietern vor allem im Ausland helfen. „In Amerika ist GMX.com nicht sehr verbreitet. Facebook ist ein Super-Partner, um die Internationalisierung von GMX voranzubringen", sagte Oetjen.

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Veröffentlicht 24. August 2009, 17:00 von Holger Schmidt
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Kommentare

Torsten

24. August 2009, 17:43

Handelt es sich da wirklich um OpenID? Das wäre nämlich ein Quantensprung für beide Seiten, da Sowohl United Internet als auch Facebook bisher lieber ihre eigenen proprietären Lösungen einsetzen.

schusch

24. August 2009, 20:09

Will man das eigentlich?

Ich habe diverse Accounts hier da und dort, für gewisse Zwecke und Zielgruppen. Ich hielte das gerne auch getrennt und für außenstehende nicht einfach so zusammenführbar. Genauso wie ich ein Privat- und ein Berufsleben habe, und die ungern vermischt bekomme, sollte es mit meiner Digitalität auch so sein. Da will ich Chinese Walls dazwischen. Da melde ich mich auch gerne wieder jedesmal neu an.

Ansonsten werde ich wieder mehr telefonieren und Briefe schreiben.

Heiner

24. August 2009, 20:36

Na, da hat sich die Samwer-Connection doch mal wieder ausgezahlt.

Die Eine

24. August 2009, 22:15

Ich schliesse mich schusch's Meinung an:

Eine User-Info inkl. Zustimmungserklärung wäre das Mindeste gewesen, was man hier erwartet hätte. Facebook hat soeben einen User verloren.

Buster

24. August 2009, 23:33

Hochgefährlich ist diese Entwicklung, sie war absehbar, denn sie gehört zum Geschäftsmodell des Datenhandels. Wie kommt es wohl, dass ich eine Facebook-Einladung bekam und mich in derselben e-mail zwei meiner weiteren Xing-Kontakte in Facebook einluden? Das ist auch anderen passiert. Wenn alles kreuz und quer vernetzt wird, hat keiner mehr die Kontrolle. Und irgendwann diffundiert alles für alle Zeiten im Netz. So macht man sich aus Dummheit und Eitelkeit angreifbar, ein Leben lang.

der auf facebokk pfeift

24. August 2009, 23:42

@ die eine & schusch: Kann man die Konten nicht auch getrennt lassen? Sie werden doch nicht automatisch zusammengeführt, sodass mann für Facebook und e-mail auch weiterhin unterschiedliche Identitäten nutzen kann, oder?

Plauzi

25. August 2009, 09:05

Ja man kann die Konten naürlich auch getrennt lassen. Und ohne zustimmung/ Nutzeraktion werden die keinesfalls zusammengeführt.

Und wer wie ich ständig seine Passwörter vergisst, weil er bestimmte Portal, Shops, netzwerke nur alle paar Monate mal braucht, für den ist so eine Schaltzentrale absolut genial!

brain zero

25. August 2009, 09:14

wenn man das als Option für die User betrachtet und er zuerst zustimmen muß, ist das doch ein echte Erleichterung für die Handhabung der beiden Portale!

Für die Unternehmen steht natürlich die Gewinnung der Reichweite und die DAten im Vordergrund, aber das istverständlich, und man muß ja sehen, daß beide Dienste kostenlos sind und v.a. über Werbung finanziert. Das muß jedem klar sein, daß beide zwar kein Geld kosten, aber man für werbliche Zwecke eben die Hosen runterlassen muß. Wie gesagt, OK, wenn es eine Option ist.

rudyguy

25. August 2009, 09:38

Rudyguy

Volle Zustimmung für die Option! Ich weiß nicht wie viele Acc. bei wie vielen Webangeboten ihr vewaltet, aber für mich ist das eine Erleichterung. Allerdings muss die Kontrolle bei mir bleiben.

Tina

25. August 2009, 10:02

Das ist doch Käse... ich log mich bei Web.de ein damit ich zu Facebook komme wo ich eh ohne Login dauerhaft eingeloggt bin.

Was soll denn das für einen Sinn machen?

Ich verstehe auch nicht das Web.de/GMX freiwillig ihre Kunden an die Konkurenz verscherbelt statt selbst mehr aktiv zu sein.

Wenn Facebook wie myspace einen Emaildienst anbietet dann viel Spass Web.de/GMX.

Na, mir kanns egal sein.

Stefan

25. August 2009, 16:31

http://domanske.de

Erstmal informieren. Dann nachdenken, dann kommentieren, bitte.

Guter Start: de.wikipedia.org/.../OpenID

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Netzökonom

25. August 2009, 09:09

Episode 17: Ein Nachrichten??berblick

03. September 2009, 20:18

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