Home
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Freitag, 10. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Netzökonom

Schlechte Politik lässt Deutschland in Internet-Rangliste zurückfallen

01. September 2009, 13:26 Uhr

Wie gut ist ein Land auf das Internet-Zeitalter vorbereitet? Steht die Breitband-Infrastruktur? Wird genug in Forschung und Entwicklung investiert? Hat die Regierung ihre Hausaufgaben gemacht? Diese Fragen hat IBM in einer globalen Studie mit dem Titel "E-Readiness" untersucht und darin vor allem der deutschen Regierung und der öffentlichen Verwaltung ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Bürger und Unternehmen in Deutschland können deutlich weniger Online-Dienstleistungen der Bundesbehörden nutzen als andere Europäer. Auch die öffentlichen Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnik liegen weit unter dem Durchschnitt, haben die Forscher von IBM herausgefunden. Sogar miserabel schneidet Deutschland im Kriterium der "E-Partizipation" ab, also der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnik im politischen Entscheidungsprozess.

Ergebnis: Deutschland kommt in der Rangliste zum Thema "Regierungspolitik" nur auf Platz 29 in der Welt. Die schlechten Noten für die Regierung zeigen sich auch in der Gesamtrangliste, in der Deutschland in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr um 3 Plätze auf Rang 17 abgerutscht ist. Zurückgefallen von Rang 1 auf Rang 5 sind auch die Vereinigten Staaten, während sich die nordeuropäischen Länder, vor allem der neue Spitzenreiter Dänemark, Schweden (Rang 2) und Norwegen (Rang 4 nach Rang 11 vor einem Jahr), verbessert haben.

In der Kategorie "Konnektivität und Technologie-Infrastruktur", in der die Anschlussdichte mit Breitbandverbindungen und die Sicherheit der Datenübertragung gemessen wurde, erreicht Deutschland den elften Rang in Europa. Gute Werte in den Kriterien Sicherheit, Breitbandpreise, Mobilfunkverbreitung und internationale Breitbandverbindungen werden von einer geringen Breitbandanschlussdichte und einem immer noch vergleichsweise niedrigen Anteil der Internetnutzer an der Gesamtbevölkerung von rund 70 Prozent getrübt. Die skandinavischen Länder, die Niederlande und die Schweiz haben in diesem Kriterium besonders gut abgeschnitten, haben die IBM-Forscher ermittelt. Insgesamt verfügt Nordeuropa über die beste Infrastruktur in der Welt.

Im europäischen Durchschnitt liegen Deutschlands Werte für das Rechtssystem und die ökonomischen Rahmenbedingungen, die in der Krise ebenfalls schlechter geworden sind. Vergleichsweise gut hat Deutschland dagegen in der Kategorie Innovation abgeschnitten. Zusammen mit Schweden hat Deutschland die Spitzenposition inne.

Ranking 1- 30:

 

Veröffentlicht 01. September 2009, 13:26 von Holger Schmidt
Abgelegt unter: ,
Aktuelle Twitterbeiträge
Vielen Dank für die guten Wünsche zum Start meines neuen Blogs. Ich werde mir Mühe geben! http://t.co/dLkCbfkH
Vor 13 Stunden
Und hier noch der RSS-Feed für mein neues Netzökonmie-Blog: http://t.co/uuk04bVX
Vor 16 Stunden
Neuer Name, neuer Ort, gewohnte Inhalte: Mein Netzökonomie-Blog ist auf Focus.de nun online. http://t.co/dLkCbfkH
Vor 22 Stunden
Übrigens ist der Techslash-Newsletter von @MarcusSchuler sehr schnell zu meiner Standardlektüre geworden. Danke! http://t.co/D2PkxtsF
Vor 1 Tag
Google offenbar kurz vor Start des DropBox-Konkurrenten G Drive - http://t.co/ia0CZOL3 /via @MarcusSchuler
Vor 1 Tag
Blogsuche
in
Blog abonnieren
per Email an folgende Adresse
Themenfinder
A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z