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Manager nutzen Web 2.0 für Investitionsentscheidungen
09. November 2009, 14:25
Uhr
Ob ein Konsument einen Fernseher kauft oder ein
Geschäftsführer eine neue Maschine: Nach Informationen zum gewünschten Produkt
wird zuerst im Internet gesucht. Ähnlich wichtig wie das Internet ist für die
beruflichen Entscheider sonst nur noch der Rat von Fachleuten und Kollegen.
Dagegen haben Fachzeitschriften oder Messen eine geringere Bedeutung für die
Entscheidung. Das hat eine Umfrage von Virtual Identity unter 750
Geschäftsführern oder verantwortlichen Managern aus mittelgroßen Unternehmen in
Deutschland ergeben, die mindestens 50 Mitarbeiter haben und für Investitionen
bis zu siebenstellige Beträge ausgegeben haben. Die Informations-Reihenfolge
verschiebt sich erst kurz vor der Investitionsentscheidung, wenn die Vorauswahl
abgeschlossen ist. Dann erlangen persönliche Gespräche und Beratungen die
höchste Bedeutung.

Der Telefonumfrage zufolge haben 85 Prozent der Befragten
einen späteren Lieferanten im Internet gefunden - unabhängig von der Höhe der
Investition. Durchschnittlich zwei Stunden am Tag verbringen die Befragten im
Internet; dabei ist die E-Mail nicht einmal mitgerechnet. Um sich einen
Überblick über angebotene Produkte auf dem Markt zu verschaffen, nutzen die
Entscheider im Netz überwiegend Suchmaschinen, gefolgt von Herstellerseiten,
Anbieterverzeichnissen, Online-Fachzeitschriften und (noch) zuletzt Onlineforen
oder Netzwerke. Denn soziale Medien haben schon fast den Stellenwert der
Fachzeitschriften erreicht, haben die Marktforscher herausgefunden.
Zwei von fünf Entscheidern nutzen regelmäßig Internetforen
für den Austausch mit Fachleuten. 28 Prozent dieser Nutzer beteiligen sich auch
aktiv an den Dialogen in den Foren. 30 Prozent der Befragten sind auf Xing
aktiv. Das eröffnet Unternehmen die Chance, über die Beteiligung ihrer
Mitarbeiter an den Fachdiskussionen im Netz die Aufmerksamkeit auf sich zu
lenken. Den Zugang zu sozialen Medien zu sperren wäre kontraproduktiv.
Wenn die Entscheider im Internet unterwegs sind, suchen sie
vor allem relevante Informationen wie technische Datenblätter und Online-Demos.
Weniger gefragt sind Fallstudien und White Papers. Wichtig ist immer der
direkte Übergang von den Informationen zum direkten Kontakt im Unternehmen.

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