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Netzökonom

4 Prozent der Onliner bestimmen Markenbildung im Social Web

20. Dezember 2010, 20:25 Uhr

Soziale Medien wie Facebook oder Twitter sind Massenanziehungspunkte geworden, die in Deutschland jeden Tag mehr als zehn Millionen Menschen auf ihre Seiten locken. Viele Unternehmen folgen daher ihren potentiellen Kunden in die Netzwerke. Dort stehen sie aber vor dem Problem, die relevanten „Influencer", also die einflussreichen Netzwerker, ausfindig machen zu müssen, deren Tweets auf Twitter oder Statusmeldungen auf Facebook die öffentliche Meinung im Netz zu einer Marke beeinflussen. Diese Gruppe ist erstaunlich klein, hat das Marktforschungsunternehmen Forrester Research errechnet. Nur 4 Prozent der europäischen Internetnutzer seien für 80 Prozent aller markenbildenden Meinungen verantwortlich. Diese "Mass Connectors" üben ihren Einfluss aus, indem sie Meinungen, Bewertungen oder Ranglisten ihren Freunden auf Facebook oder Twitter mitteilen, aber nicht notwendigerweise selbst produzieren. Erstellt werden diese 80 Prozent der markenbildenden Inhalte von etwa 11 Prozent der Nutzer (Mass Mavens), meist in Diskussionsforen, als Ranglisten oder Besprechungen, als Blogkommentare oder Blogbeiträge. Aufgegriffen und weitergeleitet von den 4 Prozent der „Influencer" können diese Botschaften dann aber schnell ein Millionenpublikum erreichen. (-> Influencer auf Twitter)

Das Ergebnis der Forrester-Forscher passt zu Messungen des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Sysomos über die Verteilung der Kurznachrichten auf Twitter. Danach schreiben etwa 4 Prozent der Twitterer rund zwei Drittel aller 140-Zeichen-Meldungen. 22,5 Prozent der Nutzer sind für 90 Prozent aller Tweets verantwortlich. Die Zahlen bestätigen die These, dass Twitter primär für die Verbreitung von Informationen eingesetzt wird, weniger für die Kommunikation zwischen den Menschen. Die findet immer häufiger auf Facebook statt.

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Veröffentlicht 20. Dezember 2010, 20:25 von Holger Schmidt
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