Facebook stößt in einigen Ländern an seine Wachstumsgrenze
16. Mai 2011, 20:52
Uhr
Das soziale Netzwerk Facebook scheint in einigen Ländern an seine Wachstumsgrenzen zu stoßen. In großen Ländern wie den Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien, Australien und der Türkei, in denen Facebook schon früh gewachsen ist und inzwischen eine Reichweite von rund 50 Prozent der Online-Bevölkerung aufweist, schwankt die monatliche Wachstumsrate zwar stark, nähert sich im Trend aber null, hat das Blog Inside Facebook gemessen. Zwar geht Facebooks Reichweite in kleinen Ländern wie Monaco oder Island schon weit über die 50-Prozent-Marke hinaus, doch mit steigender Penetration wächst auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahl der aktiven Nutzer in einem Monat schon mal sinkt. Zum Beispiel ist im vergangenen Monat die Zahl der aktiven Facebook-Nutzer in 77 von 213 untersuchten Ländern gesunken. In Kanada hat Facebook rund 640000 Nutzer und in Großbritannien etwa 450000 Nutzer verloren, die in diesem Monat im Vergleich zum Vormonat nicht mehr auf der Seite aktiv waren.
Auch wenn Facebook in einigen Ländern an seine Grenzen stößt, wächst das Netzwerk in aller Welt weiterhin schnell. Zum Beispiel kamen in Indien, Brasilien, den Philippinen und Indonesien im vergangenen Monat mehr als eine Million neue Nutzer hinzu, zeigt eine Nutzerstatistik von Social Bakers. Die Zeiten des rasanten Nutzerwachstums gehen also noch einige Zeit weiter, aber vor allem in den Schwellenländern. Vielleicht sollte Facebook schnell an die Börse gehen, bevor die Wachstumsstory endet.

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