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Eisig warm: Immer noch Zweifel am Klimawandel?

22. Januar 2009, 06:15 Uhr

Was wir sicher ahnen und was wir einigermaßen zu wissen glauben íst ja speziell in der Klimaforschung eine ausgesprochen schwierige, reizvolle Unterscheidung - und eine nie versiegende Quelle für produktive Zweifel.

Nehmen wir zwei neue Veröffentlichungen aus „Nature" und eine Umfrage aus „EOS", der interdisziplinären Zeitschrift der American Geophysical Union:

 Die eine „Nature"-Publikation dürfte vielen Klimatologen als ein lange gesuchtes und entsprechendes sehnsüchtig erwartetes „missing link" in ihrer Argumentationskette vorkommen. Es geht um die Erwärmung der Antarktis und damit des größten Eis- und Süßwasserreservoirs auf unserem Planeten. Es geht also um viel.  Immer wieder stand die Behauptung im Raum, gestützt allerdings auch von Messdaten, dass es insbesondere auf dem riesigen Teil der Ostantarktis keineswegs wärmer geworden sei. Auf der Antarktischen Halbinsel am äußersten Zipfel der Westantarktis, gut, da ist die massive Erwärmung im letzten halben Jahrhundert längst unübersehbar. Aber schon was das westantarktische Eisschild angeht, hatte man da so seine Zweifel - wohlgemerkt auch unter IPCC-konformen Polarforschern. Andere freilich ahnten schon, dass die bisher ausgewerteten spärlichen Wetterdaten wenig repräsentativ und die theoretischen Erklärungsmodelle empirisch eher schwach unterfüttert sind.

Eine Gruppe amerikanischer Forscher um Drew Shindell vom Nasa Goddard Institute for Space Studies und Eric Steig  vom National Center for Atmospheric Research in Boulder hat diesse ahnungsvollen Kollegen nun in ihrer Erwärmungstheorie bestärkt. Das Team hat die für die letzten fünfzig Jahre verfügbaren Wetterdaten von rund hundert Stationen - und zwar dank neuer statistischer Modelle mehr als bislang verwendet - mit Satellitendaten kombiniert und rechnerisch Interpolationen über die weiten, unberührten Eiswüsten der Ost- und Westantarktis vornegommen. Eine geschickte Rekonstruktion   mit neuer Software. Das Ergebnis jedenfalls war, dass es über nahezu der gesamten Antarktis eine spürbare Erwärmung gegeben haben muss: um durchschnittlich ein halbes Grad. Die Westantarktis um 0,17° (plusminus 0,06°) pro Dekade, die Antarktische Halbinsel um 0,11° (plusmius 0,04°) und die Ostantarktis um 0,10° (plusminus 0,07). Man sieht die Streuung im Osten des Kontinents ist am größten. Tatsächlich hat man dort im südlichen Herbst zwar einen Abkühlungstrend - zumal über einen Zehnjahres-Zeitraum - gefunden. Aber vor allem die stärkere Erwärmung im Wnter und Frühling überkompensieren das über die gesamte Zeit seit 1957 gesehen. Ein Erklärungsmodell wird auch gleich mitgeliefert: Regionale Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation, die die Meereisbedckung gravierend verändern und damit auch Albedo und Temperatur. Wahrscheinlich bleibt dennoch, dass auch diese Interpolation nicht das letzte Wort zum Erwärmungstrends in der Antarktis sein wird.

Erwärmungstrend seit 1957. Grafik E. Steig

 

Das Schmelzen der südlichen Eiskappe und damit die Ahnungen zum Meeresspiegelanstieg, ja auch die  Horrorszenarien, dürften also wieder stärker Thema werden.

 

In der anderen „Nature"-Publikation, aus der Feder von A.T. Stine und I.Y. Fung von der University of California, wird gezeigt, dass die Verschiebung der Jahreszeiten - statistisch - aufgrund der Erderwärmung deutlich erkennbar wird: Frühlingsbeginn und Herbstende sind um durchschnittlich 1,7 Tage nach vorne verschoben. Außerdem hat sich die Amplitude zwischen kalten Winter- und warmen Sommertemperaturen  verkleinert, mit anderen Worten: Es ist milder geworden. Das ist grundsätzlich nichts Neues, die Erwärmung im Winter (und hier vor allem die erhöhten Nachttemperaturen) auf der Nordhalbkugel ist längst identifiziert, und gefühlt haben wir das allenthalben (auch wenn die sibirischen Ausreißer vor ein paar Tagen da sicher die Überzeugungskraft des Arguments schmälern). Nur waren viele älteren Datenreihen einigen eben entweder  immer noch zu reginal gestreut oder nicht lang genug. Bei allen statistischen Abweichungen - bekannt sind etwa Amplitudenerhöhungen durch die Häufung extrem warmer Sommer im Westen Europas - fügt sich die neue Statistik jedenfalls ein in das Bild, das man sich vom „Global Change" macht.

Keineswegs einfügen lassen sich die Ergebnisse allerdings offenbar in das Bild, das man sich inzwischen so allgemein von Klimamodellen macht. Denn beim Vergleich der Beobachtungsdaten mit den Ergebnissen und Prognosen kaum eines der zwölf (auch vom Weltklimarat IPCC genutzten) Computermodelle hat  offenbar die Phasenverschiebung reproduzieren können. Ein „bestürzendes" Resultat, kommentierte das David Thomson, Mathematiker und Statistiker an der Queen's University in Kingston, Ontario. Man muss allerdings dazu sagen, dass Thomson auch zugibt, mit den gekoppelten numerischen Klimamodellen bisher keinerlei Erfahrungen zu haben.

 

Und damit wären wir schon bei der „EOS"-Umfrage. (leider nur PM hier, ohne Abstract) Denn die will eben genau dieses zeigen: Je mehr die Leute sich mit Klima, Klimodellen und Erderwärmung beschäftigen, desto mehr sind sie auch vom anthropogenen Klimawandel überzeugt. Es ist ja nicht die erste Umfrage zu diesem Komplex, Hans von Storch vom GKSS in Geesthacht hat schon einige ausführliche (und kontrovers diskutierte) Befragungen vorgelegt; seine letzte Großerhebung ist im Okotber 2008 erst abgeschlossen worden.  Aber die EOS-Umfrage von Peter Doran und Maggie Kendall Zimmermann aus Chikago   hat offensichtlich deutlich mehr Rücklauf, was ganz einfach daran liegt, dass sie sich auf neun knappe Fragen beschränkt. Der Frageboden, verschickt Ende vergangenen Jahres an gut zehntausend Fachleuten, die mehr oder weniger mit der Klimaforschung beschäftigten und in der Adressdatei des American Geophysical Institutes gelistet sind. Neunzig Prozent sind demnach Amerikaner, wneiger als vier Prozent Europäer. Aus den 3146 Antworten hat man herauslesen können, was man längst ahnte (s.u. Grafik): 97 Prozent derer, die sich schon länger aktiv und intensiv mit der Klimaforschung beschäftigen,  glauben dran, dass der Mensch in das Klimageschehen eingreift und die globale Erwärmung mit verursacht. Je weniger sich allerdings die Wissenschaftler mit dem eigentlichen Problem des Klimawandels beschäftigen, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer Zustimmung: Unter den Rohstoffgeologen und Meteorologen glauben „nur" 47 beziehungsweise 64 Prozent an den menschlichen Einfluss. Die öffentliche Meinung in Amerika, erhoben vor einem dreiviertel Jahr von Gallup, liegt irgendwo dazwischen: bei gut 58 Prozent.

 

Was wieder zeigt:

Die „Klima-Skeptiker"-Debatten sind zwar nahezu nichtexistent in den innersten Fachzirkeln, wie das die Medienkritiker unter den Klimatologen korrekt behaupten. Aber die Überzeugungskraft ihrer wissenschaftlichen Argumente hat den viel größeren Kreis - und keineswegs nur das Laienpublikum - außerhalb dieses Kerns entweder nicht erreicht oder nicht überzeugt. Geahnt haben wir das schon. Und unsere journalistsichen Schlüsse daraus gezogen. Nur sind halt nicht alle richtig glücklich damit. Sollte aber das Ziel einer Berichterstattung - übrigens ebenso wie das Ziel solcher Umfragen auch - etwa sein, dass der Wissenschaftsbetrieb als zweifelsfreier, gleichgeschalteter Diskussionsraum dargestellt wird? Das wäre glatte Zensur und Unterschlagung von Informationen. Noch unglücklicher wäre das Bild einer quasi ferngesteuerten Konsensmaschine. Das wäre dann doch höchst verdächtig. Und der Wahrheitsfindung höchst abträglich.    

 ------------------------------------

Postscriptum:

Auf dem Realclimate Blog haben einige an der Antarktis-Studie beteiligte Autoren Klarstellungen vorgenommen und interessante Links zu weiteren Papers eingestellt, die sich jeweils auf das Projekt und andere Antarktis-Veröffentlichungen beziehen. Könnte manchen interessieren, der über die ja letzten Endes doch eingeschränkte Aussagekraft mehr wissen will.

   

Kommentare

Vandale6906

22. Januar 2009, 08:07

http://www.oekoreligion.npage.de

eine Befragung von Klimatologen zum Thema einer menschengemachten Klimaerwaermung ist so sinnvoll wie eine Befragung von Bauingenieuren ob die Golden Gate Bruecke einem Erdbeben der Staerke 8 auf der Richterskala widerstehen kann. In beiden Faellen wird man feststellen das sich ein grosser Teil der Berufsgruppe nicht mit dem Einzelfall beschaeftigt.

Besser ist es die Einflussfaktoren auf das Klima zu identifizieren und zu bewerten. Daraus lassen sich dann Warscheinlichkeiten und Unsicherheiten benennen.

Angebracht waere es dagegen eine Volksabstimmung durchzufuehren, ob die Bevoelkerung bereit ist aufgrund eines moeglichen menschengemachten Klimawandels, der Vor- und Nachteile mit sich bringt, Massnahmen hinzunehmen die mit Sicherheit eine massive Verarmung der Bevoelkerung zur Folge haben. Recherchierte Artikel zum Thema Energie s. obige Homepage... Vandale

weyter

22. Januar 2009, 16:53

Einen Klimaforscher zu fragen, ob es eine menschengemachte Klimakatastrophe geben wird ist vergleichbar mit der Frage nach der Wirksamkeit homöopathischer Mittel an einen Heilpraktiker. Klimaforscher begründen ihre Existenz und Finanzierung mit der kommenden Klimaapokalypse.

maxi04

22. Januar 2009, 18:12

Leider steht es zu vermuten, daß viele Klimaforscher sehr wenig darüber wissen was die realen Einflußfaktoren auf unser Klima sind und wie sich das Klima in Zukunft wirklich verhalten wird. Vielleicht haben wir ja in 50 oder 100 Jahren die wirkliche Rechnerleistung inklusive Algorithmen um annähernd zu berechnen wo es mit dem Klima bei angenommenen Einflußfaktoren hingeht. Zur Zeit sind wir davon weit entfernt.

Fakt ist, die Klimaforscher dramatisieren die Ereignisse um ihren finanziellen Fortbestand zu sichern. Die Panikmache garantiert neue Forschungsbudgets und sichert die Jobs der Wissenschaftler wie auch die der ganzen Verwaltung inkusive der Berichtserstattung und Medien drum herum. Es ist quasi ein neues Geschäftsfeld entstanden, daß es zu sichern und auszuweiten gilt. Leider laßen sich gutgläubige aber ahnunglose Bürger sowie auch Politiker in ihren Entscheidungen von den Weisagungen der Wissenschaftler beinflußen und treffen Zukunftsentscheidungen auf der Basis von Hellsehern. Das Ganze kostet immens viel Geld und noch schlimmer es rettet das Klima nicht.

weyter

22. Januar 2009, 19:17

Bzgl. Rechenleistung: Klima und Wetter sind chaotische Systeme und prinzipiell nicht über längere Zeiträume berechenbar, egal wieviel Rechenleistung und Wissen man einbringt. Da diese Erkenntnis aber dem gesunden Menschenverstand widerspricht, haben es Forderungen nach neuen Mitteln und schnelleren Rechnern so leicht.

ErnstJoergS

22. Januar 2009, 20:36

@Vandale: „…eine Befragung von Bauingenieuren ob die Golden Gate Bruecke einem Erdbeben der Staerke 8 auf der Richterskala widerstehen kann.“

Eine Befragung ist so sinnvoll wie die Frage nach der Lieblings-Biersorte. Da hilft nur Modell bauen und im Erdbebenlabor untersuchen. So wurde es von den Kollegen in den USA gemacht, dies ist für jede Brücke in Erdbebengebieten Pflicht. Die Abweichungen zwischen Rechenmodell und Versuchsergebnis ist meist erschreckend groß. Dies ist für die numerische Modellierung sehr unbefriedigend, mehr Komplexität und Rechenleistung hilft da meist auch nicht. So ist unsere schöne Welt eben, sie will auch noch so tollen Rechenmodellen eben einfach nicht gehorchen.

Mit welch wundersamen Methoden lassen die Klima-Modellierer die Diskrepanz zwischen Modellberechnung und Realität verschwinden???

Dabei wird die Zahlengläubigkeit des Großteils der Bevölkerung ausgenutzt. Alle haben in der Schule gelernt 1+1=2, bei komplexen Modellen ist dies aber nicht so. Man kann schon sehr froh sein, wenn 1+1 etwa 1,8 oder 2,3 ergibt. Wie Marx sagte: „Das Kriterium der Wahrheit ist die Praxis.“

Um die These einer Erderwärmung infolge eines steigende CO²-Anteils der Luft beweisen zu können, hilft nur ein reales Modell zu entwickeln und den Anstieg der Gleichgewichtstemperatur durch Messungen nachzuweisen.

Modellberechnungen sind immer subjektiv, da diese die Auffassungen der Verfasser (Programmierer und Modellierer) wiedergeben. So ist das auch bei Erdbebenuntersuchungen an Bauwerken. Warum soll es beim Klima plötzlich anders sein?

Floppingbird

22. Januar 2009, 20:44

"Eine geschickte Rekonstruktion mit neuer Software. " Allein dieser Satz muss doch beim Leser Skepsis hervorrufen. Ich will gar nicht den Klimawandel als solchen anzweifeln, habe ich auch nicht die Qualifikation mir darüber ein Urteil zu erlauben, jedoch halte ich es für fragwürdig, wenn die Messergebnisse als solche auf keine Erwärmung hindeuten, und anschließend durch geschickte rechnerische Interpolationen die Erwärmung dieses Teils der Erde bewiesen sein soll. (Allein der Begriff "geschickt" in einem mehr oder weniger wissenschaftlichen Artikel in Verwendung mit der Auswahl von Quelldaten diskreditiert m.A. all das was sich anschließend auf diese Daten stützt).

Durch diesen Artikel wird ledilich die Skepsis genährt ob nicht weitere der "bewiesenen" Veränderungen unseres Klimas lediglich auf einer "geschickten" Auswahl der Quelldaten basieren.

Denn schlussendlich findet man für jede noch so widersinnige These eine Statisitk die sie belegt.

MfG SF

Domday

22. Januar 2009, 23:43

Und noch ein Witz:

Die weit überwiegende Mehrzahl der antarktische Klimastationen liegt in Küstennähe, unterliegt also dem Meereseinfluß. Diese Daten über das unendlich weite antarktische Festland zu interpolieren, mit Satellitendaten (Fehlerbreite 2-3°) zu mixen und dann zu extrapolieren, um dann Werte zu bekommen, die innerhalb der Fehlerbreite der Meßdaten liegen und dann Veränderungen dieser inter-extrapolierten Meßdatenschwankungen als Erderwärmung auf CO2-Basis zu verkaufen, ist schon dreist. In der Betriebswirtschaft nennt man das "Kreative Buchführung".

Vielleicht sollte sich der Autor auch abgewöhnen, die Klimawissenschaft als demokratische Veranstaltung zu sehen. Hier zählt nur der naturwissenschaftliche Beweis. Konsensus kommt von "fühlen" und nicht von "scire" = "wissen". "Die Erde ist eine Scheibe", "Relativitätstheorie ist Unsinn", "Heliobakter ist eine Einbildung australischer Wichtigtuer": eine kleine Auswahl von Mehrheitsmeinungen der Wissenschaft.

Taleb (Black Swan Event) hat es wieder beschrieben und Sokrates war schon vor Jahrhunderten soweit: "scio nescio". Wissenschaftler, die ihre Zweifel ablegen und predigen, sind nur noch Pastoren. Das kann jeder machen, wie er will, ist aber Privatsache. Ich kann nur diejenigen als Wissenschaftler anerkennen, die immer und immer wieder Zweifel haben, ihre Skepsis nicht abgelegt haben. Alle, die - im Sinne der Überschrift - keine Zweifel mehr haben, gehören nicht dazu: Sie sind Gläubige.

ChristianErmecke

23. Januar 2009, 02:03

Eine unbequeme Wahrheit...

Es gibt bis heute keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis für eine Verursachung von ansteigenden Temperaturen in der Atmosphäre durch CO2 und keinerlei Beweis für einen angeblichen "Treibhauseffekt".

Angebliche katastrophale Folgen der Hypothese vom "menschgemachten Klimawandel" wurden durch ausgewiesene Experten klar widerlegt (Polarkappenschmelze, Meeresspiegelanstieg, Eisbär-Aussterben, Zunahme von Naturkatastrophen durch Erwärmung der Atmosphäre).

Der seit 1998 gemessene deutliche Rückgang der weltweiten Durchschnittstemperatur (bei gleichzeitig angeblich weiter steigendem CO2-Anteil) hat bei "Climatology" Alarm ausgelöst, weil dies ebenfalls gegen die Treibhauslehre spricht. Derweil häufen sich immer schrillere Panikberichte, die Katastrophenbilder werden immer drastischer ausgeschmückt, offenbar wächst die Skepsis in der Bevölkerung.

Warum wurden der Öffentlichkeit gefälschte Meßergebnisse (wie z.B. die "Hockeystick"-Kurve) präsentiert? Warum werden unsere Kinder mit diesem Unfug in der Schule indoktriniert, obwohl selbst im letzten IPCC-Summary vorsorglich nicht mehr gezeigt? Warum werden klimawahnkritischen Wissenschaftlern die Forschungsgelder entzogen, sie gekündigt oder sogar (vereinzelt) bedroht?

Warum werden alle kritischen Arbeiten durch handverlesene "Peer-review"-Zirkel unterdrückt, Kritiker als angeblich "von der Industrie bezahlt" oder als inkompetent diffamiert, warum werden hochkarätige kritische Experten nicht mehr in den Medien zu dieser Ideologie um Stellungnahme gebeten?

Warum wird eine wissenschaftliche Diskussion als "beendet" erklärt, statt sich, wie in der seriösen Wissenschaft üblich, stets kritisch und sachlich mit anderen wie den eigenen Standpunkten kritisch auseinanderzusetzen?

Im obigen Bericht wird das G.I.S.S. als Quelle erwähnt. Steht dahinter nicht James Hansen, Al Gore´s persönlicher "Klimaberater"? Und hat dieser nicht, anhand einer simplen Einmonats-Verschiebung der tatsächlichen Meßdaten, den "weltweit wärmsten Oktober (2008) seit Beginn der..., etc. herbeikonstruiert? Ist das nicht derjenige, welcher mit seiner neuesten Steigerung der Apokalyse, dem "Galoppierenden Treibhauseffekt", selbst bei hartgesottenen Erderwärmungspropheten Reaktionen der "Überraschung", "Zweifel" und "...halte ich eigentlich...für nicht möglich" auslöste?

Eine "Klima"-Katastrophe ist zweifelsohne eingetreten - die "Skeptiker" und "Leugner", die "Inkompetenten"  und "von der Industrie bezahlten" müssen dies zugeben -

Das Abverlangen großer Geldbeträge von Steuerzahler und Industrie

und deren Umverteilung.

Wohin fließen eigentlich diese Gelder.......?

premmert

23. Januar 2009, 09:09

http://www.pr-remmert.de

Die berechnete statistische Größe KLIMA hat grundsätzlich nur zwei Möglichkeiten sich: Der Wert kann größer oder kleiner werden. In Bezug auf die Temperatur kann ich nur hoffen, daß der Wert größer und es damit wärmer wird.

Hat sich jemand schon mal überlegt, wie es wird, falls wir es mit einer Abkühlung zu tun bekommen?

Faustus34

23. Januar 2009, 09:58

http://It is hard to make data where none exist.”

Auf dem Block  Wattsupwiththat (Wissenschaftsblog Nr. 1 für das Jahr 2008)

Gibt Watts eine ausgezeichnete Darstellung der Temperaturverhältnisse  in der Antarktis

wattsupwiththat.com/.../antarctica-warming-an-evolution-of-viewpoint

Da kommen einem doch erhebliche Zweifel an der neuen Methode zur Bestimmung von Temperaturen in der Antarktis, zumal einer der Autoren schon einmal einen dicken Flop gelandet hat, als er mit eine neuen Methode versucht hat, das mittelalterliche Klimaoptimum und die Kleine Eiszeit, und dies sogar noch im Bericht III des IPCC als Beweis für die menschengemachte Klimaveränderung, verschwinden zu lassen.

Insbesondere dort, wo es angeblich 0,5 °C wärmer geworden sein soll, befindet sich eine überwiegende Anzahl von Vulkanen.

Um mit einem der führenden Global Warmers, Trenberth zu sprechen.,

Kevin Trenberth, climate analysis chief at the National Center for Atmospheric Research, said in an e-mail. “It is hard to make data where none exist.”

Krintler

23. Januar 2009, 12:21

Da flüchtet sich nun der Schreiber Joachim Müller-Jung in die Frage, mit welchen Mehrheiten, welche Arten von wissenschaftlicher oder nichtwissenschaftlicher Spezies die Klimawandel als anthropogen ansehen und welche nicht. Gerade die Formulierung, ich zitiere: „Die „Klima-Skeptiker"-Debatten sind zwar nahezu nichtexistent in den innersten Fachzirkeln, wie das die Medienkritiker unter den Klimatologen korrekt behaupten.“ zeigt wo das Problem liegt; nämlich dass gerade einem aus Geldern der Steuerzahler finanziertem solchem inneren Zirkel von Brotgelehrten mit ihrer Neigung zur Produktion von wissenschaftlicher Inzuchtergebnissen seitens der „Nichtklimatologen“ und Laien schärfstens auf die Finger zu sehen ist. Die Kontrolle der Wissenschaft ist aber den das Geld der Steuerzahler freigiebig vergebenden Politikern schon längst nicht nur entglitten, sondern es besteht auch nicht mehr der Wille, sie zu kontrollieren. Hinzu kommt die fatale Neigung der den Zeitgeist bestimmenden gesellschaftlichen Kräfte wissenschaftliche Ergebnisse dann als richtig und für alle als gültige Wahrheit anzusehen, wenn sie von einer wie auch immer gearteten „wissenschaftlichen“ Mehrheit als Konsens behauptet wird, und so wie jetzt mit dem anthropogenen Klimawandel alle Menschen den politische uns teuren Entscheidungen aus diesem „Konsensen“ zu unterwerfen, womit gleichzeitig solche Ergebnisse in den Zustand von Dogmen und Tabus erhoben werden.

Aber!!!!! nach welchen Kriterien soll eine immer kontroverse Wissenschaft beurteilt und kontrolliert werden und wer soll befugt sein, die Bewertungen vorzunehmen? Letztlich ist das eine Unmöglichkeit auch deshalb, weil die wissenschaftlichen Wahrheiten von heute die Irrtümer von morgen sind. Die Folgerung kann nur sein: Totaler Rückzug des Staates aus der beamteten Wissenschaft mit der Beendigung aller Wissenschaftssubventionen! Literatur dazu: Paul Feyerabend „Erkenntnis für freie Menschen“ und „Wider den Methodenzwang“. Vorher wäre es vielleicht nicht schlecht, sich mit dem von Karl Popper formulierten, aber schon von Kant vorgedachten, kritischen Rationalismus zu beschäftigen. Danach sind nur diejenigen Ergebnisse von Wissenschaft als wissenschaftlich anzuerkennen, die ihre jederzeitige Falsifizierungen (Verwerfung) ermöglichen. Jede Art von statistische Erhebungen, Berechungsmodelle und Interpretationen erfüllen aber nicht dieses an eine Wissenschaft zu stellende entscheidende Kriterium. Leider ist diese Vorgehensweise inzwischen fast in der gesamtem Wissenschaft gang und gäbe, besonders in dem, was sich Medizinwissenschaft nennt, die schon lange nicht mehr nach den Ursachen von Krankheiten fragt, sondern aus Erhebungen und Statistiken ihre fragwürdigen Wahrheiten verkündet.

Karneades

24. Januar 2009, 00:18

Die Gletscher gaben auch früher keine Ruhe

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.01.2008, Nr. 7, S. N1

Bohrproben aus der Antarktis belegen unruhige Zeiten in der Klimageschichte des Südkontinents

Die Klimageschichte der Antarktis war in den vergangenen 15 Millionen Jahren weitaus wechselhafter, als man bisher angenommen hat. Mindestens sechzigmal ist es in dieser Zeit zu erheblichen Vorstößen und Rückzügen des Eises auf dem tiefgefrorenen Südkontinent gekommen. Zu diesem Schluss gelangt jetzt eine internationale Forschergruppe nach der Auswertung von Gesteinsproben, die aus den Meeressedimenten unter dem mit Schelfeis bedeckten Ross-Meer erbohrt worden sind. Bei zwei Bohrungen wurden dabei Sedimentkerne mit einer Länge von insgesamt mehr als zwei Kilometern ans Tageslicht gefördert. ..."

'Antarktis 21.4.08 FAZ: Kälterekord lässt Eisdecke wachsen.

Eine Expedition lässt aufatmen: Die Tiefsee der Antarktis ist nach jahrelanger Erwärmung wieder kälter geworden. Dies teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) am Montag als Ergebnis einer zehnwöchigen Expedition des Forschungsschiffes „Polarstern“ im Südlichen Ozean mit. Gleichzeitig zeigten Satellitenaufnahmen die höchste Ausdehnung der Eisdecke im antarktischen Sommer seit Aufzeichnungsbeginn.

Ob es eine Trendwende oder ein Ausreißer ist, sollen weitere Untersuchungen zeigen. Das 58-köpfige Team der „Polarstern“-Expedition untersuchte gut zehn Wochen lang Meeresströmungen sowie die Temperatur-, Salzgehalts- und Spurenstoffverteilung im Meerwasser der Antarktis. „Seit Ende der 80er Jahre ist bei solchen Untersuchungen festgestellt worden, dass es in der Tiefsee immer wärmer geworden ist“, sagte Expeditionsleiter Eberhard Fahrbach der AP und fügte hinzu. „Jetzt ist der Trend gebrochen.“ '

"Vor zehntausend Jahren nimmt der Frühling seinen Anfang. Die glitzernde Eiskappe, die Skandinavien bedeckt, schmilzt wie Schnee in der Sonne ... Jetzt herrscht Hochsommer. Wir Menschen haben uns zu einer erfolgreichen, allerdings sorgenvollen Art entwickelt. Das Klima ist so gut wie stabil, aber wir fürchten uns trotzdem davor, daß es in hundert Jahren ein Grad wärmer sein wird. Der Meeresspiegel steigt kaum noch, aber wir benehmen uns, als seien wir in Lebensgefahr ... Wir sorgen uns um die Artenvielfalt der Pflanzen und Tiere um uns herum, obwohl die noch nie so groß war wie heute. ..." SAL. KROONENBERG, DER LANGE ZYKLUS, DIE ERDE IN 10000 JAHREN, wb 2008, S. 7-11, KROONENBERG lehrt Geologie an der TU Delft

khaproperty

24. Januar 2009, 19:01

http://khaproperty

Mehr als Meinungen zum menschlichen Einfluß gibt es nicht. Also laßt uns Vorbereitungen treffen, mit den anstehenden Folgen irgendwie fertig zu werden. Leider ist zu diesem praktischen Teil kaum etwas zu vernehmen.

besso

28. Januar 2009, 01:04

Die Durchschnittsemperatur ist in den vergangenen 50 Jahren also angeblich um 0,5 Grad

gestiegen. Sie beträgt damit nicht mehr -55 Grad sondern -54,5 Grad.

Und wenn es so weiter geht (nichts spricht dafür!) wird die Temperatur in weiteren 50 Jahren auf schweißtreibende -54 Grad hochgeschnellt sein...

Der dazu passende O-Ton des Autors: "Das Schmelzen der südlichen Eiskappe und damit die Ahnungen zum Meeresspiegelanstieg, ja auch die  Horrorszenarien, dürften also wieder stärker Thema werden"

Alles klar, Müller-Jung - große Klasse! Echt super!

Muß man eigentlich eine Schule besucht haben um in der FAZ veröffentlichen zu können? Oder reicht es aus dem Hintern des IPCC geschlüpft zu sein?

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Eisig warm « waswirbloggen

22. Januar 2009, 09:48
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