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Sonntag, 19. Februar 2012
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Sanchos Esel

Wowi, Mompi und die Preisverleihung von Oviedo (1)

25. Oktober 2009, 01:00 Uhr

Wowi hat es nicht schlecht gemacht. Aber wie komme ich dazu, ihn „Wowi" zu nennen?

Nun ja, man hört es eben so. Wie man ja auch „Klinsi" und „Poldi" hört. Wir Deutschen neigen zu solchen Verballhornungen, die falsche Vertraulichkeit vorspiegeln. Jedenfalls hat Klaus Wowereit, Berlins Regierender Bürgermeister, am Freitagabend in Oviedo mit unleugbarer Haltung den Prinz-von-Asturien-Preis für Eintracht entgegengenommen. Die mit fünfzigtausend Euro dotierte Auszeichnung geht an die Stadt Berlin „zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer". Deswegen waren auch Mompi und... Diepi? Diepgi...? Deswegen waren auch seine beiden Amtsvorgänger Walter Momper und Eberhard Diepgen dabei. Die Rede hielt aber Wowi, weshalb ich eingangs sagte, er habe es nicht schlecht gemacht.



Oder sagen wir, Wowi entsprach den Erwartungen, indem er lauter vernünftige, unanfechtbare, unoriginelle Dinge äußerte, wie man es bei solchen Anlässen meistens tut. Seine Rhetorik, na ja. Ich weiß nicht, wer ihm die Reden schreibt. Außerdem hat Wowi eine laute Stimme, von der ich mir nicht sicher bin, ob ich sie dauernd hören will, aber das ist eine andere Frage. Diepi oder Diepgi trug übrigens eine gelbe Krawatte. Und Mompi eine rote. Weil er den legendären roten Schal nicht dabeihatte. Ich glaube, er wird sich schon manchmal gefragt haben, ob das mit dem roten Schal, damals vor zwanzig Jahren, wirklich eine gute Idee war. Es ist ja ein eher banales Kleidungsstück, und die eigene Präsenz in der deutschen Geschichte immer mit diesem roten Schal verbunden zu sehen (Genschers gelber Pullunder war etwas ganz anderes) könnte einem irgendwann auf die Nerven gehen. Man sieht Mompi und fragt sich: Wo hat er denn den roten Schal gelassen? 

Einen kleinen Einwand muss ich vorbringen. Die Stadt Berlin ist als Preisempfängerin meines Erachtens zu groß. Der wesentliche Teil der Bevölkerung hat mit der Wiedervereinigung nur insofern zu tun, als er unwillkürlich Zeuge, Zaungast, oft auch nur Fernsehzuschauer war. Dass sich vor der eigenen Haustür epochale Geschichte abspielt, mag interessant sein, ist aber kein Verdienst, das in Asturien prämiert werden müsste. Andererseits wird mit der Auszeichnung für Berlin der enorme Anteil des Ostens geschmälert. Weder Leipzig noch die Montagsdemonstrationen noch die Bürgerrechtsbewegung kommen in dieser Würdigung vor. Mit allem Respekt vor Mompi, die eigentlichen Taten vollbrachten doch andere. Leider hat die Stiftung so die Chance verpasst, den Spaniern ein etwas komplexeres Bild der deutschen Wiedervereinigung zu vermitteln. Neben der Erosion eines abgewirtschafteten Systems und der friedlichen Revolution wäre es an der Zeit gewesen, auch einmal von dem zu sprechen, was verschwunden ist. Jetzt steht fest, dass dazu auch das Gedenken an die DDR-Opposition gehört.

Die Verleihung der Prinz-von-Asturien-Preise (über deren lange Ehrenliste eine mehrsprachige Webseite informiert) hat mir in den letzten zehn Jahren schon sehr schöne Erlebnisse beschert. Das Ritual hat sich in diesen zehn Jahren nicht verändert, nur verfeinert. Am Vormittag werden wir mit einer Chartermaschine nach Oviedo eingeflogen und kurz vor Mitternacht wieder zurück nach Madrid gebracht. Auch von Barcelona aus startet ein Flugzeug. Die Preisträger sind bereits früher angereist, halten Vorträge, geben Pressekonferenzen und lassen sich bis zur Erschöpfung fotografieren. Man könnte sagen, wer sich der Kultur, dem Königshaus, dem Kronprinzen, den Preisträgern oder sonst jemandem in Oviedo verbunden fühlt, muss an diesem Tag kommen. Wichtige Geschäftsleute, Starmoderatoren und sogenannte Kulturschaffende sind dabei, daneben auch Sanchos Esel, Ihr bescheidener Blogger und Berichterstatter. Die Damen haben Handkoffer dabei, damit sie sich für die Verleihungszeremonie um 18:30 im Teatro Campoamor umziehen können. Ich habe nur meinen Computer. Und mein Telefon, mit dem ich die bekannt mäßigen Fotos mache.



Das Feldlager und Hauptquartier, um es einmal so zu nennen, befindet sich im Hotel Reconquista, der edelsten Herberge am Ort. Ich habe Ihnen ein Foto von der Lobby mitgebracht, in welcher ein müder Mann gegen 15:30 sein Schläfchen hielt. Kein Wunder. Das opulente Mittagsbüffet, zu welchem Kronprinz Felipe mit Doña Letizia erscheint, hat es in sich. Manche nutzen die Gelegenheit, fabada zu essen, den überaus sättigenden asturischen Bohneneintopf. Vielleicht war das der Grund, warum den Herrn im Vordergrund dieses Bildes die Müdigkeit überfiel.

Hier, im Reconquista, haben sich in den Monaten zuvor die Jurys getroffen, um in acht Sparten die Preisträger zu ermitteln. Ich weiß noch, wie lustig es war, in ein und demselben Jahr - 1999 - Günter Grass und Steffi Graf geehrt zu sehen. Die Prinz-von-Asturien-Stiftung hat sich viel darauf zugutegehalten, Grass ihren Preis zugesprochen zu haben, bevor uns wenige Monate darauf die Nachricht vom Nobelpreis erreichte.

So etwas liebt man hier: Große Namen, die durch Akklamation noch größer werden. Der Sinn fürs Ewige, Sinnstiftende und feierlich Überhöhte ist so ausgeprägt, dass auf Bildschirmen im Hotel in Endlosschleife die Preisverleihungen früherer Jahre zu sehen sind. Helmut Kohl, Michail Gorbatschow, Fernando Alonso und immer wieder der Kronprinz, der im Vollzug seiner repräsentativen Pflichten älter geworden ist (dieses Jahr trägt er Bart und unterstreicht durch die Seriosität der ersten Grautöne ums Kinn seinen Anspruch auf den spanischen Thron), bilden Teil einer visuellen Dauerberieselung, mit der die Stiftung ihr jährlich anschwellendes Preisverleihungswerk propagiert und in eine kaum noch vorstellbare Ewigkeit projiziert. Solange es Oviedo gibt, denkt man, wird es diesen festlichen Tag Ende Oktober geben.



Es ist auch der Tag, an dem ich La Nueva España kaufe, eine Zeitung, die sonst nicht zu meinen täglichen Lektüren gehört, sowie La Voz de Asturias, für welche dasselbe gilt. La Nueva España bringt an diesem Tag eine hundertseitige Beilage zur Preisverleihung, die gründliche Lektüre erfordert. Ich studiere sie jedes Jahr. Alle Preisträger werden noch einmal ausführlich vorgestellt. Viele Fotos zeigen den Kronprinzen in seinem Reich. Und praktische Infografiken, wie die spanische Presse sie gern und häufig einsetzt, erklären uns ganz genau, auf welchem Stuhl welcher Preisträger sitzt (die Preisträger sitzen auf der Bühne immer links). Auch wenn Sie die Bildlegende nicht sehen können, Wowi trägt auf der obigen Grafik die Nummer 1.



Das Schönste dieses Tages sind allerdings nicht die Berühmten, sondern die vielen tausend Asturier, die auf den Straßen unterwegs sind, darunter phantastisch zurechtgemachte Trachtengruppen aus dem ganzen Fürstentum, Trommler, gaiteros, sowohl junge wie alte. Den ganzen Tag ist im Stadtzentrum Musik zu hören, eine Musik, die viel älter ist als der Ruhm irgendeines Menschen hier. Wenn die Preisträger ins Hotel gehen, werden sie von den Leuten bejubelt und beklatscht. Für diese Begeisterung, die keines Leistungsnachweises bedarf, kenne ich keine Parallele. Sie ist anrührend und verrät Vertrauen in die gerechte Ordnung der Dinge, die in Oviedo Jahr um Jahr bekräftigt wird: dass würdige Frauen und Männer eine würdige Ehrung verdienen. Seit neunundzwanzig Jahren geht das jetzt so; das Jubiläumsjahr 2010 wird sicherlich groß gefeiert werden.



Manche meiner Fotos legen den Gedanken nahe, durch die Trachten und die Absperrungsgitter werde noch einmal der Unterschied zwischen Würdenträgern (autoridades) und dem einfachen Volk inszeniert. In Wahrheit ist es natürlich eine Simulation, denn die Trachten, die in aufwendiger Handarbeit gefertigt werden, stellen einen viel höheren Wert dar als etwa die blaue Polizeiuniform oder die profane Alltagskluft eines gewöhnlichen Passanten. Sonderbarer ist da schon mein Eindruck, durch die Trachten würden auch die Gesichter in ihnen älter. Ich meine nicht biologisches, sondern geschichtliches Alter. Nicht nur die Frauen, auch die jungen Mädchen kommen mir so vor, als seien sie dem vorvorletzten Jahrhundert oder noch früheren Zeiten entsprungen. Und wenn ich genau darüber nachdenke, ist das einer der Gründe, warum ich so gern zur Verleihung der Prinz-von-Asturien-Preise nach Oviedo komme: So junge Gesichter, die es schon seit Hunderten von Jahren gibt, sieht man nicht oft.

Kommentare

pardel

25. Oktober 2009, 15:11

Schön, Sie wieder zu lesen, Don Paul! Ich hatte schon befürchtet, Ihnen wäre in der Buchmesse der Computer gestohlen worden!

Dulcinea: Ich würde mich auf eine Fortsetzung Ihrer philosophischen Botanik freuen, bin auch gerne bereit, Nüsse abzuzählen und zu essen, aber dass Pinienkerne keine Schale haben, sehe ich anders. Oder heisst das harte Holz drumherum bei Pinienkernen einfach nicht Schale, sondern... ja, wie dann? Botanik birgt viele Überraschungen: Paprikaschoten sind keine Schoten, sondern Beeren, hingegen Himbeeren keine Beeren sind, sondern Mehrkornfrüchte, dafür zählen Holunderbeeren zum Steinobst. Meinten Sie so eine Unterscheidung, als Sie schrieben, Pinienkerne hätten keine Schale?

Kohl, Grass, S. Graf, M. Schumacher, die ganze Stadt Berlin, Habermas, Dahrendorf, Enzensberger, R. Mohn, Genscher... diese Jury scheint mir sehr gemanophil zu sein.

Berlins Schulden wachsen zinsbedingt bei einem Schuldenstand von 60 Milliarden Euro um mehr als 183.000 Euro stündlich. Wegen des Preisgeldes in Höhe von 50.000 Euro hätte sich die Reise nicht gelohnt, aber wenn "Wowi", Diepgen (dessen Kosenamen nicht druckreif sind, jedenfalls nicht die mir geläufigen) und "Mompi" uns für einen Tag erspart geblieben sind, ist das auch was. Man hat ihre Abwesenheit hier in der Berliner Provinz nicht gleich gemerkt, auch unsere Haushaltslage ist trotz der Reise- und Übernachtungskosten nicht wesentlich schlechter geworden. Wenn es für eine gute Sache ist, und Wowi die echte, richtig schäumig eingeschenkte asturische sidra entdeckt hat, ist das auch was wert. Vielen Dank an Asturien!

Paul Ingendaay

25. Oktober 2009, 15:17

Ihre Berliner Perspektive, pardel, amüsiert mich. Darauf hatte ich gehofft.

Dulcinea

25. Oktober 2009, 16:17

pardel, Sie sind ein aufmerksamer Leser, das ist schön. Die von Ihnen bevorzugten Pinienkerne, das wollte ich wohl sagen, unterscheiden sich einfach von allen anderen Schließ- und Schalenfrüchten darin, daß sich kein Fruchtgehäuse außen darum herum befindet. Das habe ich wohl nicht so gut ausgedrückt. Die Wacholderbeere ist übrigens ein ebensolcher Nacktsamer. Die Grimms nannten den Wacholder auch gern Machandel. Was wiederum nichts mit Mandel zu tun hat. -- Don Paul, ich hoffe, sie haben der Jury meine Nußtheorie weitergegeben? Zehn Nüsse, nicht weniger, nicht mehr? Diese Leute scheinen recht dringend ein besseres Gedächtnis zu benötigen.

Paul Ingendaay

25. Oktober 2009, 16:33

Nein, Dulcinea, Ihre Nusstheorie habe ich in Oviedo nicht weitergegeben. Das habe ich leider versäumt. Ich weiß auch nicht, wo ich mit meinen Gedanken war. Verzeihen Sie.

Chus

25. Oktober 2009, 16:35

Pardel, immerhin haben "wir" den Berlinern Plácido Domingo geschickt. Lied für Lied wird er vielleicht die Staatsoper renoviert bekommen... Andere spenden für Afrika. Sie dürfen also bitte guter Dinge bleiben.

pardel

25. Oktober 2009, 18:35

Ja, Chus, bei dem Tausch, wenn er denn dauerhaft wäre, würde Berlin viel gewinnen. Ich befürchte nur, wir müssen Plácido Domingo wieder ziehen lassen, und Wowi, Diepgen und Momper kehren zurück. Ach! Anderseits: Wowi, Diepgen und Momper an Afrika zu spenden, wäre doch arg unfair. Solche Probleme sollte man selber lösen, und nicht an arme Länder exportieren, die schon zur Genüge gebeutelt sind. Ihre Herrscher sind noch schlimmer, zugegeben, aber das ist kein Grund, ihnen so etwas anzutun. Abgehalfterte Politiker sollte man nach Princeton abservieren, oder in die Vorstandsetagen eines Konzerns, das schmeichelt ihnen, dann gehen die freiwillig.

mugabarru

26. Oktober 2009, 00:57

Esel + Esel + Asturien = Donkijote.org.

Viel Vergnügen.

Chus

26. Oktober 2009, 07:09

mugaburru, war das Polygenese oder einfach Plagiat? don paul und sein Esel sollten doch patentiert werden... Für alle Fälle.

pardel, es gibt noch eine Möglichkeit, dummer Politiker unsichtbar zu machen… Nach Brüssel schicken! Demnächst erzähle ich Ihnen, ob die Massnahme etwas gebracht hat...

Paul Ingendaay

26. Oktober 2009, 10:51

Chus, ich habe nicht geahnt, welche Empfindungen gegenüber Politikern ich hier auslöse. Da ich so selten in Wowis Stadt bin, nutze ich Ihre und pardels Beschreibungen als Ethnographie.

JorgeValencia

26. Oktober 2009, 18:47

Der wahre Prinz ist... Don Pablo! Er reist ständig und besucht interessante Veranstaltungen, ohne ein Euro zu zahlen.

Chus

26. Oktober 2009, 19:09

Heidenei! Dann lassen wir alles eben lieber auf der Ethnographieebene... Auch die Príncipes de Asturias (hier werden nicht die Preise gemeint) und sowieso die Monarchie... und... und... und...

mugabarru

26. Oktober 2009, 21:23

Mich befallen grosse Zweifel: jaja sie reden von schönen Erinnerungen und deutschen Politikern und junge, alte Gesichter.... aber erwähnen mit keinem Wort Yelena Isinbayeva noch ihr Kleid. Selbst Frauen reden von den Blicken des Architekten Foster und des Kronprinzen. Warum haben sie uns kein Wort davon erzählt? Ich dachte immer dies sei ein seriöser Blog in dem wirklich wichtige Themen behandelt werden. Schaut niemand youtube? Wollten sie uns dieses Thema vorenthalten oder sind sie auch nach der fabada eingenickt? Ich fordere eine Stellungnahme ihrerseits. Wie kann ich ihnen sonst weiter vertrauen?

pardel

26. Oktober 2009, 22:43

Don Paul, ich habe den Eindruck, Chus hat nicht Berlin gemeint, sondern über den Herrn Öttinger geschrieben. Berliner Politiker haben kein Monopol auf Inkompetenz. Der Spiegel (falls man sowas in diesem Forum zitieren darf) schreibt heute in seiner on-line Ausgabe zu diesem politischen Schwergewicht: "Spröde, unkommunikativ, gehemmt: Viel Gutes fällt EU-Experten nicht ein, wenn sie an den designierten deutschen Kommissar Günther Oettinger denken. Auch Kommissionschef Barroso soll über die Nominierung entsetzt sein. Der CDU-Mann selbst will jetzt erst einmal sein Englisch aufbessern." Tja, wenn sogar Barroso entsetz ist...

Aber Sie schrieben über ein völlig anderes Thema, und wir haben ihren Blog wieder für unsere eigenen Marotten und Politressentiments gekapert. Sorry! Dabei hätte Ihre Beobachtung, die asturischen Menschen in ihren Trachten kämen rüber wie aus einem anderen Zeitalter, eine eingehendere Betrachtung verdient. Ich weiss es nicht, kann es auch nicht wirklich beurteilen, aber Ihre Fotos geben einen Hauch davon wieder. Normalerweise kann ich mit Trachten nichts anfangen, besonders dann nicht, wenn sie lossingen, mit ihrer Musik aus einer anderen, längst vergangenen Zeit, aber so gesehen... hm, interessant. Hübsch sehen die aus, nicht die moderne Schönheit à la Vanity Fair, mir scheint es eher eine derbe Schönheit zu sein, wie gewachsen. Paßt zum Klima in Asturien. Die junge Frau rechts auf dem vorletztem Bild, sie sieht wie die Schwester von Luis Enrique aus (ehemals Barça-Spieler, aus Asturien). Ähnlicher Kinn, gleicher Blick. Ist dort oben wohl ein Typus. Vielleicht keltisch? Darauf komme ich wohl wegen der gaitas. Oder einfach nur: Berge, Meer und rauhes Klima?

Paul Ingendaay

27. Oktober 2009, 00:00

Ja, JorgeValencia, so könnte man das sehen. Ich beklage mich ja auch nicht. Wenn nur das Schreiben nicht wäre.

Paul Ingendaay

27. Oktober 2009, 00:18

mugabarru, Jelena Issinbajewa hatte ich für Teil 2 vorgesehen. Aber das scheint jetzt nicht mehr zu gehen. Also sage ich, dass ihr Rücken sensationell war. Die Blicke der Männer dort vorn konnte ich nicht sehen. Aber ich kann sie mir ungefähr vorstellen. Andererseits, mugabarru... wenn Sie alles schon auf youtube sehen, wofür brauchen Sie dann den Esel?

*

pardel, Sie könnten recht haben. Das Mädchen war sicherlich die kleine Schwester von Luis Enrique. Auch die kräftigen Augenbrauen deuten darauf hin. Ein interessanter Typus.  

mugabarru

27. Oktober 2009, 00:38

Mir ist die Beschreibung des Esels sehr sehr wichtig. Youtube habe ich mir heute nachmittag ganz lange und gern angeschaut, aber es ist eben doch auf Distanz. Mir fehlt Vieles zum Bild. Ich schätze ihre feinen Beobachtungen, die Details die sie uns vermitteln, und, und, und.... bitte erzählen sie mir mehr von Jelena. Ich weiss, sie haben erst kürzlich etwas Ähnliches durchgelitten wegen Brad Pitt, also haben sie Erfahrung. Adoptieren sie mich, und erzählen sie mir bitte das kleinste Detail der Besitzerin des faszinierenden Rückens. In ewiger Dankbarkeit.......

Paul Ingendaay

27. Oktober 2009, 00:55

mugabarru, da tun sich Abgründe auf. Aber ich will mir Mühe geben und den nächsten Blogeintrag mit Jelenas Rücken beginnen. Sehen Sie, bisher schrieb ich nur "Wowi" und "Mompi". Jetzt schreibe ich schon "Jelena". Können Sie sich denn so lange gedulden und vielleicht bis dahin ganz viel youtube gucken? Auch die Bildersuche ergibt schöne Funde, die Sie über die nächsten beiden Tage bringen.

Dulcinea

27. Oktober 2009, 01:26

Vielleicht ist mit Jelena Issinbajewa die Ostquote von Oviedo ja bereits erfüllt gewesen? Das frage ich mich. Stellen Sie sich vor, jemand von der Bürgerrechtsbewegung oder der DDR-Opposition wäre tatsächlich zum Erhalt des Preises Concordia (20 Jahre Mauerfall) eingeladen worden. Was hätte der schon sagen können? "Geht, Männer Asturiens?" "Die Bleichgesichter haben sich zu Herren unseres Landes gemacht, und die Zeit der roten Männer ist noch nicht wiedergekommen?" "Ich habe zu lange gelebt, denn ehe die ewige Nacht hereinbrach, mußte ich erleben, daß der letzte aus dem edlen und weisen Stamm der Mohikaner vor mir dahingegangen ist?" Nein. Furchtbar. Ein aguafiestas an diesem schönen, glänzenden Abend! Da bin ich dann auch lieber für Jelena und ihren schönen Rücken. Vielen Dank an Asturien!

Paul Ingendaay

27. Oktober 2009, 01:51

Nein, Dulcinea, da bin ich nicht Ihrer Meinung. Man hätte diesen Menschen natürlich finden müssen. Oder diese Gruppe, die für die DDR-Opposition gestanden hätte. Aber warum hätte man ihn/sie nicht auszeichnen können? Ganz abgesehen davon, dass nicht jeder Presiträger spricht. Jelena hat nur ihren Rücken gezeigt. Die Funktion der Preise besteht wesentlich darin, der Welt kundzutun, was auf verschiedenen Gebieten herausragend, denkwürdig und fortwirkend war. Geschichtspädagogik ist also Teil des Programms. Ich weigere mich anzunehmen, irgendeine historische Leistung sei so komplex und schwer verständlich, dass man sie der Welt nicht erklären könnte.

pardel

27. Oktober 2009, 23:56

Äähhh... Alcorcón?!?!? Ups!

Paul Ingendaay

28. Oktober 2009, 00:19

pardel, in Erinnerung an das vergangene Jahr habe ich mir das Spiel nicht angeschaut. Nicht einmal ins Internet geklickt. Und hätten Sie jetzt geschwiegen, vielleicht wäre es mir gelungen, einfach nichts davon zu erfahren.

Paul Ingendaay

28. Oktober 2009, 00:24

Leider habe ich das Desaster bei Real Madrid kommen sehen - nicht ganz so schnell, aber in der Substanz so ähnlich, wie es sich jetzt abzeichnet. Und weil ich Leiden gewöhnt bin, hier noch der passende Link dazu: www.elmundo.es/.../1256684028.html

pardel

28. Oktober 2009, 00:32

Das ist so heftig, dass ich selbst die Schadenfreude (noch) nicht geniessen kann. Bin mit herunterhängenden Kinnlade sprachlos, das kommt selten vor. Seien Sie sich meiner verwirrten Anteilnahme versichert, unter uns, ganz persönlich. The rest is silence.

Paul Ingendaay

28. Oktober 2009, 00:55

Einverstanden.

mugabarru

28. Oktober 2009, 01:18

Da sie mir den Rücken von Jelena versprochan haben, fühle ich b¡mich zu einer Beichte gezwungen. Wie ich schon erzählt habe interessiert mich Fussbal als Spektakel kein bisschen. Doch traf ich einen Freund er in Marca als Sportredaukteur arbeitet, der Arme versucht seit Jahren, erfolglos, mich für Fussball zu begeistern. Ich spendiere Whiskeys für Insider-Information die ich dann am Montag vor meinen Arbeitskollegen loslassen kann um sie zu beeindrucken. Mein Freund ist merengue aber absoluter Raul-Feind. Er ist sogar bereit eine Niederlage seines Clubs hinzunehmen wenn er endlich Raul aus den Augen verliert. Er meint es wäre wie mit der Nationalmannschaft, kaum ist Raul draussen, kommen unglaubliche Siege. Herr Ingendaay, ich weiss nicht ob ihnen meine Unterstützung etwas hilft, aber bitte vergessen sie Jelenas Rücken nicht. Ich habe versucht ihenen beizustehen. Bitte werten sie dies.

Paul Ingendaay

28. Oktober 2009, 01:23

mugabarru, erinnern Sie sich an die Szene in "Some Like it Hot", in der Jack Lemmon sich immer wieder vorsagt: "Ich bin ein Mädchen, ich bin ein Mädchen, ich bin ein Mädchen..." ? Er empfindet als Mann, soll aber ein Mädchen spielen. So ungefähr habe ich mir in den letzten Minuten vorgesagt: "Jelenas Rücken, Jelenas Rücken, Jelenas Rücken..." Bisher hilft es nicht.

mugabarru

28. Oktober 2009, 01:39

Verstehe kein Wort. Ich dachte Jelenas Rücken inspiriert. Ich erinnere mich dunkel an den Film. Im Endeffekt ging es doch darum, dass alles egal und überwindbar war. Ich sehe schon sie sind im Moment im seelischen Chaos, ich auch. Ruhen wir uns aus und, mañana será otro día. Nehmen sie es nicht so tragisch, das Leben geht weiter.

mugabarru

28. Oktober 2009, 01:45

Mein Gott, cih habe es kapiert. Ich weiss meine männliche und baskische Identität kennzeichnen meine besonder langsamen Begriffsfahifkeiten. Ok. Ich akzeptiere dies. Habe ich irgendwie ihre weibliche Sensibilität verletzt? Habe ich natürlich wieder nicht mitbekommen, ich bin Baske. Tut mir leid und entschuldigen sie meine männliche Unsensibilität. Deshalb gehe ich schlaafen und lasse sie mit ihrem Dilemma allein. Ich bin halt Baske.

Paul Ingendaay

28. Oktober 2009, 01:48

Einverstanden.

mugabarru

28. Oktober 2009, 13:17

Aus reiner Solidarität mit meinem Freund dem Sportredakteur, und nur deshalb, hatte ich gestern etwas zuviel Whisky und etwas schwerfällige Finger. Vom Kopf ganz zu schweigen. Some like it hot ist ja der Film  mit dem grossartigen Finale "Nobody is perfect". Damit soll sich auch der Esel trösten. Perfektionismus mag ja interessant sein, entspannt leben ist aber lustiger und gesünder.

Paul Ingendaay

28. Oktober 2009, 13:20

Ich will es versuchen, mugabarru. Das mit dem Whisky ist keine schlechte Idee.

Chus

28. Oktober 2009, 15:49

Nö. Ich rede nicht über Politiker. Passt nicht zum Thema. Auch nicht über Rücken (männliche oder weibliche). Whisky... pfui! Basken... Wehe! Berlin vielleicht? 1993 war ich dort zum ersten Mal. Ich latschte mit meinem jetzigen Mann (ja, ja, mit DEM) über die unglaublichsten Buden, die einem 23 Galicischen Mädchen  (deren Kinn und Blick leicht vorzustellen sind... Berge, Meer raues Klima !? ) damals wunderbar faszinierend erschienen. Ohne Berlin und dieses Bild von Deutschland zu haben (oder hätten Sie etwa das Bild von Trier oder gar Paderborn vorgezogen?)  wäre ich vielleicht nicht so leichtsinnig hergezogen.

Meinetwegen… Berlin hat sehr wohl eine Auszeichnung gewonnen. Warum denn auch nicht? Für Wowis usw. kann diese wunderbar schrecklich flache aber auch kantige Stadt  nun mal Nichts.

Dulcinea

28. Oktober 2009, 16:18

mugabarru, man merkt, daß Sie dem Fußballsport nicht anhängen. Das sind doch tiefe Wunden, die der Seele da geschlagen werden! Und zum Perfektionismus muß ich noch sagen, daß ich natürlich schon möchte -- gerade heute! -- daß meine Jungs PERFEKT oder doch nahezu PERFEKT spielen und nicht ein entspanntes und lustiges Leben führen! Fußball ist eine ernste Angelegenheit. Es gibt andere Hobbys und Leidenschaften, die auch lustig sein können und sollen. Aber bei Fußball habe ich da meine Zweifel. Es lebe der Perfektionismus!

Dulcinea

28. Oktober 2009, 16:19

Chus, jede Stadt hat die Politiker, die sie verdient. Man kann dieses Phänomen auch gut an Madrid studieren.

Paul Ingendaay

28. Oktober 2009, 16:26

Diesen Aphorismus, Dulcinea, habe ich noch nie verstanden. Mein Eindruck ist eher, dass manche Städte mit ihren Politikern einfach Pech haben.

Dulcinea

28. Oktober 2009, 16:54

Hm, Don Paul. Jetzt weiß ich nicht. Ist das eine Ihrer feineren Ironien? In Madrid gibt es eine Menge reicher, konservativer Leute. Diese reichen, konservativen Leute wählen die PP. Die PP stellt wunderbare Politiker wie Esperanza Aguirre. Dieser Zusammenhang scheint mir relativ klar? Und wir haben noch Glück, denn Gallardón scheint mir sogar ein durchaus annehmbarer Politiker der PP, weswegen er in seiner eigenen Partei ja auch auf Kritik stößt. Und er ist nicht verwickelt in den Caso Gürtel! (Oder ist er?) So macht man sich natürlich keine Freunde.

Chus

28. Oktober 2009, 17:10

Dulcinea. Ja. Ich bin für Ihren Aphorismus. Jedes Volk hat die Politiker, die das gewählt hat. Es sei denn, die gehen nach der Wahl fort und lassen sie sich ersetzen (siehe Barroso oder Öttinger). Erst dann, kann man über Pech oder Glück sprechen. Man kann natürlich das Pech haben in einer Stadt zu wohnen, wo die Mehrheit Idioten gewählt hat. Aber das ist dann wieder etwas anders. Immerhin darf ich meinen deutschen Bürgermeister wählen... Glück oder Pech?

Chus

28. Oktober 2009, 17:15

Auf jeden Fall haben wir den bekannten Rücken hinter uns...

mugabarru

28. Oktober 2009, 19:52

Ich will lieber hoffen dass wir den bekannten Rücken samt Besitzerin in Esels Beschriebung noch vor uns haben, nicht hinter uns. Ich lechze danach, wie an meinen leichten, zarten und fast unauffälligen Andeutungen diesbezüglich zu entnehmen ist.

Dulce Dulcinea ich war Augenzeuge und weiss wie tief die Katastrophe von Alcorcón viele Menschen verletzt hat. Mein Beitrag zum grossartigen Spiel sollte darin bestehen, dass ich begeistert "eta golga" (und Tor" auf baskisch) brülle, was meinem Freund unglaublichen Spass macht. Fragen sie mich nicht warum.  Ich will nur Trost spenden. Ich habe zwar nichts für Fussball übrig, mag aber meine Freunde und will sie nicht leiden sehen. Sobald es ihnen wieder besser geht kann ich ja weitermachen mit den Neckereien und Provokationen. Aber nicht solange sie in dieser Verfassung sind. Auch sie Dulcinea haben keine "leña del árbol caído" gemacht. Sie haben einen sehr leichten Ton angeschlagen, obwohl sie auch schon Anderes von ihnen gelesen haben.

Ihr Kommentar Pardel: knapp und grosszügig, hat mich tief berührt, das war sportlich.

Und ob die Städte oder Länder die Politiker haben die sie verdienen, ich hoffe nein. Haben wir Spanier wirklich die Parteidiktaturen von der PP, PSOE, PNV, CiU, PA usw. verdient? Das Wahlrecht muss geändert werden, und ganz besonders müssen endlich offene Listen her.

Und ich hoffe der Rücken kommt in den nächsten Stunden. Ich habe die Stunden gezählt.

pardel

28. Oktober 2009, 20:08

Ich wäre sehr betrübt, wenn sich herausstellen sollte, dass ich Wowi (oder davor Diepgen, oder Momper, oder auf einer "höheren" Ebene Frau Dr. Merkel) verdient haben sollte. Das "Volk" ist mir eine fremde Abstraktion. Ich bin es nicht! Wie soll ich mich gegen meine "Herrscher" wehren? Durch Mord? Das ist verboten, es ist Sünde, und es sind zu viele (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge). Mit einem Kreuz alle vier Jahre? Mit einem Kreuz unterschreiben Analfabeten, damit geben sie ihre Rechte aus der Hand. Ich gebe ja zu, dass ich immer wieder zur Wahl zwei Kreuze gemacht habe. Drei wären sprichwörtlicher gewesen, und vermutlich angemessener.

pardel

28. Oktober 2009, 20:18

Und dennoch, Chus, liebe ich Berlin. Als ich mit 17 herzog, war ich fasziniert, offenbar genauso wie Sie es Jahre später auch waren, und bin es bis heute geblieben. Aber unsere Politiker habe ich nie gemocht. Fremde Politiker äußerst selten. Politiker sind aus einem Holz geschnitzt, müssen es wohl sein, ein Holz, dass... ach! Ich scheibe es lieber nicht, ich möchte unserem geschätzten Gastgeber nicht in die Verlegenheit bringen, mich zensieren zu müssen. Eines ist mir jedenfalls klar: Was eine Stadt schön und lebenswert macht, sind nicht die Monumente, nicht die Wirtschaft (die natürlich nötig ist, man muss ja leben), selbst die Museen und die Kultur nicht, nein, es sind die Mitmenschen, besonders die Freunde darunter.

Paul Ingendaay

28. Oktober 2009, 20:43

Dulcinea, ich wollte die von Ihnen genannten Politiker nicht verteidigen. Ich wollte die Stadt verteidigen. Als Kollektiv. So, wie ich den großen Städten einerseits keine Medaille umhängen möchte (wie etwa Berlin), will ich sie andererseits auch nicht bestraft sehen mit den Worten, sie hätten es "verdient". Ist es nicht viel banaler? Der demokratische Wechsel spült eben sehr verschiedene Menschen nach oben. Wenn Amerika einen George Bush "verdient" hatte, womit "verdiente" es sich dann Obama? Ich sehe darin einfach keine Logik. Nur unvorhersehbaren, oft unerklärlichen Wandel.

Dulcinea

28. Oktober 2009, 22:39

Don Paul, so, wie Sie es beschreiben, wäre Politik dann der reine Zufall? Mal der, mal jener, unverdient gut oder unverdient schlecht? Ich dachte immer, Demokratie hätte den anderen gesellschaftlichen Organisationsformen gerade in Hinsicht der Willkür etwas voraus? Nach acht Jahren W haben sich die Amerikaner doch wahrlich einen Obama verdient. Oder nicht? Und in Berlin, Chus, pardel, in Berlin MUSS irgend jemand für Wowi verantwortlich sein. Irgend jemand! Irgend jemand hat ja auch die Mauer geöffnet. Das Gute, das wollen dann immer alle gewesen sein, sogar Wowi und Mompi -- das Schlechte niemand.

***

mugabarru, ich glaube, Sie sind ver--rückt!

Paul Ingendaay

28. Oktober 2009, 22:50

Nein, Dulcinea, Politik wäre etwas in der Mitte. Doch der Zufall, die Launen spielen dabei eine wichtige Rolle. Nicht alles ist sinnhaft. Und nicht alles ist "verdient".

mugabarru

28. Oktober 2009, 23:58

Dulce Dulcinea, warum bin ich ver-rückt, weil ich offene Listen fordere? Ich komme aus einer Ecke Spaniens die so im Pathos jeder Richtung ersäuft, dass es wirklich schwer ist halbwegs normal davon zu kommen. Ich glaube ich habe es geschafft gerade weil ich viel reise und viele unterschiedliche Freunde und Bekannte niht nur in Spanien sonder auch in anderen Ländern habe, und auch keine - wie gefordert - acht baskische Nachnamen aufweisen kann. Meine acht Nachnamen erzählen nur von den Verlierern des letzten Jahrhunderts: Juden, Emigranten, Asylanten, usw. Mir hängt der Pathos und die Heiligsprechung von Helden und "causas" zm Halse heraus. Mich hat eine Alt-68er alleine grossgezogen, mit einem sehr eigenwilligen Humor den ich - nur - teilweise akzeptiere, obwohl ich Spass daran habe. Iich habe die Nase voll von den "susurros" im Baskenland wenn es um bestimmte Themen geht und dem Gebrüll gegen "Madrid". Vom Stau auf der Strasse, der schlechten Bildung und der mangelden Zivilcourage im Baskenland ganz besonders und in Spanien allgemein. Bei uns kann icht nur "Madrid" schuldig sein für alles und jede Frustration. Ich möchte wirklich niemandem auf den Wecker fallen, aber das Leben hier - zwischen den Fronten - ohne Linientreue, ist nicht einfach. Bitte verstehen sie mich, und wenn sie mich nicht verstehen sollten, fragen sie mal nach. Einfach aus Freundlichtkeit. Wahrscheinlich ist dieser Beitrag einer overreaction, hauptsächlich da meine Reaktion eine Antwort auf Ihre ist Dulcinea, die Vorsichtige la apaciguadora. Spass beiseite, es ist nicht einfach Baske zu sein. Weder im Baskenland noch in Spanien. Und nur aus Rücksicht auf  die Leser die kein Spanisch können, geschweige denn Baskisch (ich unter ihnen) verschone ich sie jetzt mit Gedichten wie andere Blogbetreiber es tun über den baskischen Bauchnabel. Danken sie mir. Und bevor irgendjemand overreacts, es ist nur Spass.

pardel

29. Oktober 2009, 00:02

Ich fürchte, Dulcinea, dass Zufall (nicht nur) in der Politik eine sehr wichtige Rolle spielt. Na ja, wir nennen es Zufall, aber es ist die unübersichtliche Komplexität. Ich gebe Ihnen ein Beispiel, welches wir demnächst erleben werden, mal sehen, ob ich recht behalte: Der noch zu bestimmende Präsident der EU. Ich sage: Es wird nicht Blair, und der Zufall wird bestimmen, wie überrascht wir danach sind. Ich bin gespannt.

Ach ja: 0:2 Eine schöne Jugend wächst da nach. Vielversprechend und ausbaufähig. Perfekt war es nicht, aber ganz anständig.

Dulcinea

29. Oktober 2009, 00:13

Danke, mugabarru. Sie sind sehr rücksichtsvoll. Ich verstehe fast alles, was Sie schreiben. Nein, Sie haben es sicher nicht leicht. Andererseits, morgen früh, da schauen Sie einmal aus Ihrem Wohnzimmerfenster, wollen Sie das tun? Denn dort sehen Sie el Cantábrico. Ich meine nur!

***

Oh! Noch etwas. Ver--rückt? mugabarru! Wegen des Rückens, verstehen Sie? Wegen des Rückens, nach dem Sie so verrückt sind. Entschuldigung!

Paul Ingendaay

29. Oktober 2009, 00:30

mugabarru, ich habe Dulcineas feines Wortspiel auch nicht kapiert. (Verzeihung, Dulcinea! Ich fürchte, Sie überschätzen mich.) Und natürlich dürfen Sie, mugabarru, hier ein wenig... Dampf ablassen. Sie haben ja niemandem wehgetan. Und zu jenem Rücken schreibe ich morgen etwas. Ich werde mich richtig reinhängen. Damit Sie Abstand gewinnen. Um Abstand zu gewinnen, scheint mir nichts so gut geeignet wie ein richtig schöner, großer russischer Rücken.

mugabarru

29. Oktober 2009, 01:06

Vielen Dank dulce Dulcinea für ihre Verständniss und für ihre Aufkärung. Danke auch an sie Herr Ingendaay dafür, dass ich nicht der einzige Esel bin..,

Der Rücken, bitte......... vor 15h morgen. Danke, wenn es klappt. Ansonsten, danke überhapaut dafür dass das Thema fast spontan bei ihnen angekommen ist.

Paul Ingendaay

29. Oktober 2009, 01:10

Ich will mir Mühe geben, mugabarru.

Chus

29. Oktober 2009, 08:48

Hahahaha! mugaburru. Danke, dass Sie mir, rückzug, mehr und mehr Stoff zu meiner Theorie (Sie wissen ja, Basken und Ironie) belegen. Dulcinea. Chapeau!

Dulcinea

29. Oktober 2009, 11:07

Ja, das wird sicher ein schöner, rück--sichts--voller neuer Blogeintrag, vor allem, wenn Sie es doch vor 15 Uhr schaffen sollten, Don Paul, damit mugabarru nicht das tun muß, was er andernfalls zu tun gedenkt. mugabarru, nichts überstürzen! Einen fröhlichen Tag, Ihnen allen! (Und verzeihen Sie den Kalauer.)

Paul Ingendaay

29. Oktober 2009, 12:55

Der Kalauer ist verziehen, Dulcinea.

mugabarru

29. Oktober 2009, 14:25

Die Warterei ist eine wahre Folter. Ich kann nicht mehr. Deslhalb ent-rücke ich lieber gleich.

Paul Ingendaay

29. Oktober 2009, 14:33

mugabarru, halten Sie durch wie ein echter Baske. In zehn Minuten ist die Sache online.

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