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Sanchos Esel

Finalmente: Ein Traum wird wahr

11. Juli 2010, 23:00 Uhr

Ich kann jetzt gar nicht viel sagen. Nur, dass der Sieg verdient ist, dass es lange gedauert hat, dass es unterwegs natürlich auch Nörgler gab und man am Ende immer schlauer ist. All das, was sich von selbst versteht. Die Lektüre der spanischen Zeitungen vom Sonntagmorgen war interessant. Je nach politischer Ausrichtung las man die erstaunlichsten Vorhersagen und Interpretationen, was dieser Sieg bei der Weltmeisterschaft in Südafrika bedeuten könnte. Ein friedlicheres Zusammenleben unter den Regionen. Einen neuen Patriotismus. Eine bessere Arbeitsmoral. Eine solidarischere Gesellschaft. Ein schöneres Land. Ich glaube alles davon. Unbesehen. Zumindest ein bisschen. Ob die Zapatero-Regierung dadurch zu retten ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt. 



Eine Anmerkung zum Spiel. Ich habe mich geschämt für die Treterei der Holländer. Man stelle sich vor, Leute wie van Bommel und de Jong wären Weltmeister geworden. Insofern hat der Fußball diesmal nicht nur die bessere, sondern auch die fairere, würdigere Mannschaft belohnt. Später, viel später müssen sich die Spanier allerdings Gedanken darüber machen, warum sie so wenig Tore schießen. Gab es jemals einen Weltmeister mit weniger Treffern als diesen? Gut, dafür bleibt das nächste Montagstraining.



Das Bild oben zeigt Madrid eine Stunde vor dem Finale. Erinnern Sie sich daran, in früheren Zeiten, dass manche gegenüber dem Freudentaumel nach einem großen Fußballtriumph Bedenken äußerten? Das ist glücklicherweise vorbei. Siege im Fußball bringen erst einmal kollektive Freude. Sie verankern eine Gesellschaft und geben ihr - in Abwesenheit großer geschichtlicher Umwälzungen - einen Platz in der Geschichte. Spanien ist also die achte Nation, die Fußballweltmeister wird. Nach Uruguay, Brasilien, Italien, England, Deutschland, Argentinien und Frankreich. Das ist es, was im Augenblick zählt. Die gedankliche Feinarbeit verschieben wir auf später.



                                                     [ Fotos: Alexander Roßbach, Sophie Caesar (2 + 3) ]

Veröffentlicht 11. Juli 2010, 23:00 von Paul Ingendaay
Kommentare

deutschehypo

11. Juli 2010, 23:12

Lieber Sancho,

ja ein Traum ist wahr geworden.

jose.calderon

11. Juli 2010, 23:15

Lieber Sancho,

ein Traum ist wahr geworden. Das gerade Iniesta das Tor gemacht hat, ist einfach super!!!!

Paul Ingendaay

11. Juli 2010, 23:19

Ein spanischer Freund sagte mir gestern: Iniesta wird das Siegtor schießen. Ich hätte wetten sollen.

jose.calderon

11. Juli 2010, 23:22

Hättest Du, hättest Du......

haadee

11. Juli 2010, 23:33

¡Felicitaciones! Viva España ...und Thomas Müller ist Torschützenkönig!

Paul Ingendaay

12. Juli 2010, 00:15

Habe ich heute nachmittag erst gehört, haadee: dass die Torvorlagen ausschlaggebend sind, wenn es mehrere Spieler mit gleicher Torzahl gibt. Schön für ihn.

Dulcinea

12. Juli 2010, 00:27

DE LA MANCHA!

Paul Ingendaay

12. Juli 2010, 00:50

Gerade sehe ich im Fernsehen die Szenen aus der Bar des Vaters von Andrés Iniesta, in einem Dorf in Albacete, an dessen Namen ich mich nicht erinnere. Ja, Dulcinea. Ein Denkmal für La Mancha.

mugabarru

12. Juli 2010, 00:51

Gratuliere, wie auch die dulce Dulcinea, dem grossen SEÑOR Del Bosque, so ruhig, so besonnen und bescheiden, er hat nicht erzählt an wen er in diesen Momenten gedenkt. Doch Morgen bei der grossen Feier in Madrid wird sein behinderter Sohn mit auf dem Triumphbus sitzen, wie es sich für einen liebenden Vater auch gehört. Beeindruckend Casillas Tränen, und die Widmung ausser der ganzen Familie "a su chica que lo ha pasamo muy mal". Kein weiteres Wort, kein Vorwurf. Sergio Ramos, der seine niederländischen Kollegen besucht hat. Ein sportlicher Sieger. Das Bild von Cesc Fabregas und Carles Puyol die, wie zwei gute Kumpels nach getaner Arbeit in Ruhe ein Bierchen trinken...... Ich weiss, Spanien wird morgen weiterhin viele und auch grosse Probleme haben, ich auch. Aber ich fühle mich stolz auf diese Mannschaft. Ich wünschte mir ihr Beispiel, wenigstens das was nach aussen gedrungen ist, dieses Gemeinschaftsgefühl, dieser Zusammenhalt, diese elegante Ruhe, die wünsche ich mir auch für meine Ecke und für Spanien. In Pamplona hat es heute eine Agression gegen den Träger eines roten/spanischen Trikots gegeben: "español de mierda". Aus Bari erhalte ich Kopie eines SMS "nach 400 Jahren war es  höchste Zeit". Der gute Freund meiner amatxu und ich haben viel gelacht. Und nach all dem will ich nur bitten, dass dieser glückliche Abend nicht in Arroganz und Überheblichkeit ausufert. Die Menschen in Madrid schienen mit heute nur glücklich. Das ist doch mehr als genug.

Insleeregesprochen

12. Juli 2010, 00:55

Adios Don Lenin

Mäuseversuche: Mäuse trauen Fremden mehr, als ihren Nachbarn.

Ich tipp mal: deutsche oder kurdische Mäuse! Der Unterschied:

„So lange es Staat gibt, wird es keine Freiheit geben.“ (Lenin)

Nein, Don Lenin: Staat ist Organisationsgröße, Packungseinheit.

Wie viele Steuerzahler benötige ich für eine Botschaft in Finnland, einen Kanzler, einen Präsidenten und einen Steuereintreiber?

Ideal sind 20-40 Mio Bürger. Darunter wird es zu familiär (Oligarchisch), darüber zu lobbyistisch.

Autonomiestatuen: Manchmal ist mehr auch einfach mehr.

pardel

12. Juli 2010, 01:06

Fuentealbilla. Olé! Und La Pobla und Santpedor und Terrassa und Santa Cruz de Tenerife! Und überhaupt! Ich dachte immer, Iniesta ist der Beste, aber spielentscheidend is Xavi. Chelsea hätte mir eines Besseren lehren sollen. Wir sind verdammt verdient Weltmeister. Und so soll es sein. Vielleicht gibt es doch ein Fußballgott. Anstregend war es, aber es war's wert... Danke an alle Unterstützer!

mugabarru

12. Juli 2010, 01:27

Den Kuss von Casillas an seine schöne Sara habe ich verpasst, finde die Szene aber echt und schön. eskup.elpais.com/1278886209-bd5cb4a417266ecc0047130efa858ac4

Paul Ingendaay

12. Juli 2010, 01:58

Ja, mugabarru. Und Saras "Madre mía" erst.

Dulcinea

12. Juli 2010, 18:28

Vaya fraude lo de la camiseta! Ich habe die zweite Auflage des Diario As gekauft (die erste tirada war um elf am Vormittag ausverkauft!), aber dieses T-Shirt können sie behalten. Ich kaufe mir ein Ikershirt. San Iker!

Paul Ingendaay

12. Juli 2010, 19:24

Wollen Sie uns etwas genauer erklären, Dulcinea, wie man Sie betrogen hat? Sitzt es nicht gut, dieses Trikot? Hätten Sie sich eine andere Verarbeitung gewünscht?

Dulcinea

12. Juli 2010, 19:55

O! Verzeihung! Ich hatte gerade Naßkontakte. Es ist ja so heiß. Ich hätte mir gewünscht, daß ich nicht erst eine Cartilla anlegen muß, drei Coupons sammeln, alles einsenden und dann noch zehn Euro zahlen. Ich wollte das Shirt HEUTE hinterhergeworfen bekommen, im Taumel der Euphorie, schließlich sind wir Weltmeister! Außerdem gefällt mir nicht, daß hinten darauf "Yo soy español" steht.

Paul Ingendaay

12. Juli 2010, 20:23

Aber das ist der Preis, Dulcinea. Oder haben Sie erwartet, dass dort "Yo soy catalana" steht?

Dulcinea

12. Juli 2010, 20:33

Ja.

Paul Ingendaay

12. Juli 2010, 22:14

Nicht "Yo soy manchega"?

mugabarru

13. Juli 2010, 01:15

Dulce Dulcinea, ich kann ihre Wut gut nachempfinden. Sammeln liegt mir auch nicht. Und das "yo soy....." ist ja immer schwer zu definieren. Aber sie müssen bedenken, die Chinesen brauchen einige Tage um die ganzen Shirts zu nähen umd der Nachfrage nachzukommen.

Aber jetzt brauche ich ihre Unterstützung. Nicht weil heute mein erster Arbeitstag war, aber warum auch nicht. Finden sie Ikers Kuss so grässlich? Die Nachbarprovinz ist entsetzt. Nun ja. Was meinen die Frauen im  Blog? Ich fand es seinem Gemütszustand entsprechen einfach normal und nett. War es wirklich eine Macho-Allüre?

Nun, selbst in meiner Ecke war der Tag heute freundlicher.

Pardel, für dich ganz besonders: Reinas Schow-Einlage heute: www.marca.com/.../1278974476.html

Dulcinea

13. Juli 2010, 01:42

Wo kommt jetzt die zerbeulte Mahou-Dose da oben her? Also gut, mugabarru. Mir liegt Sammeln schon. Es kommt darauf an, was gesammelt wird und in welcher Intensität. Aber glauben Sie wirklich, ich kaufte mir ein San-Iker-Shirt, wenn ich Casillas Kuß grässlich gefunden hätte? Ganz im Gegenteil! Er hat mein Herz erwärmt. Habe aber, das gebe ich gern zu, eine generelle Schwäche für Torhüter (auch Pepe Reina), altes Mädchenschicksal (mußte früher selbst immer im Tor stehen, Macho-Allüren in El Toboso, Sie verstehen).

Paul Ingendaay

13. Juli 2010, 02:57

Die zerbeulte Mahou-Dose lag wohl auf der Straße, Dulcinea. Die Fotografin fand das ein schönes Motiv, so in Rot und Gelb. Ich auch. Übrigens möchte ich mich, obwohl Sanchos Esel keine Frau ist, zu diesem Fernsehkuss äußern. Ich glaube, Iker konnte in diesem Augenblick nicht anders. So wie Zidane vor vier Jahren im Endspiel... Sie wissen schon. Manchmal muss ein Mann einfach tun, was ihm das Herz gebietet. Mugabarru, Sie haben recht. "Normal und nett", so kann man Ikers Geste umschreiben. Natürlich musste sie auch in die Zeitung kommen:

www.faz.net/.../Doc~E77CA40522C9145118D74C7D1471C511C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

pardel

13. Juli 2010, 13:28

Schöner Link, mugabarru. Reina hat offenbar großen Spaß beim herumalbern. Sei's ihm gegönnt, die Rolle des Ersatztorwarts bei einer WM stelle ich mir noch undankbarer vor, als die Rolle des Ersatztorwarts ohnehin schon ist.  

Das T-Shirt hätte ich gerne mit der Aufschrift auf der Brust "yo soy yo". Dann könnte man auf dem Rücken ergänzen: "...y mis circunstancias." Das könnte alles einschliessen, vom Geburtsdorf über die Schiedsrichterleistungen, dem Lieblingsverein/-getränk/-buch/-musik bis hin zum erstaunten Blick des Gegenüber.

Mir geht Iniesta immer noch nicht aus dem Kopf. Welch ein großartiger Fußballer!

Bedauerlich nur, dass der Schiedsrichter dermaßen schlecht war, dass sich die Niederländer bemüßigt fühlen, sich zu beschweren und sich dabei im Recht wähnen. Das sind nicht die Niederländer, die sich über Jahre meine Sympathie erworben hatten.

Paul Ingendaay

13. Juli 2010, 13:52

Nachträglich muss man dem Schiedsrichter dankbar sein. Natürlich hätte er Spanien den Sieg rauben können, obwohl ich glaube, dank Casillas hätten sie auch das Elfmeterschießen gewonnen. Aber jetzt haben sie ihren Sieg gegen elf Holländer (vergessen wir die letzten zehn Minuten ohne den Treter Heitinga) errungen, und niemand in Flandern wird eine schwarze Legende weben können. Ja, pardel, noch einmal müssen wir auf Iniesta trinken! Ein großer Fußballer und das Gegenteil von Cristiano Ronaldo. Am 7. Mai 2009 überschrieb ich hier einen Blogeintrag mit den Worten "Die Beine von Iniesta oder Schönheit besiegt Alter". Die Überschrift gilt immer noch.

Insleeregesprochen

14. Juli 2010, 01:38

Verehrte Wirtstochter Frau Dulcinea.

in der kleinen dummen Stadt am Allersee findet in Bälde ein Frauenfußballtunier statt, da wir aussterbenden Hetros ja auch was sehen wollen.

Küssen? Also ich kenne da den drittgeborenen Wirtssohn, welcher, so er sich rasiert hat, sehr schön küsst ("Ich will nen Cowboy als Mann...).

Abhilfe also durchaus machbar.

mugabarru

14. Juli 2010, 02:20

Apropos "Schwarzer Legende", und nach den Spässen mit den letzten 400 Jahren.. usw....Her Ingendayy, liebe WG,  kennen sie den köstlichen französischen Film "La kermesse héroique" von Jacques Feyder, 1935 gedreht? Nach einem Radurlaub in den Niederlanden, massakriert von den Mücken und zermürbt von den überall vorhandenen 400-jährigen Erinnerungs-Denkmäler an spanische Truppen, die mir amatxu immer netterweise ganz- oder teilweise übersetze, konnte ich nur fragen "amatxu, wissen die Mücken vielleicht dass wir Spanier sind?" Anders konnte ich mir deren agressive Angriffe auf mich nicht erklären. Daraufhin hat sie mir den genannten Film als Trost gezeigt. Wenn ich daran denke kann ich nur schmunzeln. Es ist ein wirklich empfehlenswerer Film, leider viel zu unbekannt.

Pardel, mein T-shirt würde lauten "yo soy yo" auf der Brust und auf dem Rücken ergänzend "... ein Mann ohne Eigenschaften". Dennoch für jeden Spass und zum herumalbern immer bereit.

Und zu aller Übel hat Nekane ihr Wort gebrochen. Diesmal hatte ich ganz entschieden für den spanischen Sieg gewettet, aus historichem Pflichtgefühl heraus (und als Rache gegen den damaligen Mückenangriff). Ihr Einsatz war ein Monat "barra libre". Sie, die Zweiflerin, die kein Vertrauen hatte, hat jetzt  die Wette auf 15 Tage gekürzt wegen meiner Verteidigung des Iker-Kusses. Leider habe ich nichts schriftlich. Nun fühle ich mich eben gezwungen  in der Hälfte der Zeit das doppelt trinken. Aber eine Wette ist eben eine Wette.

Dulce Dulcinea, deshalb habe ich ja so sehr auf weibliche Unterstützung im Blog gehofft. Danke für die Hilfe. Doch Virtudes, Melibea, Chus, Pastora-Marcela.. alle schweigen. Warum nur?

Virtudes

15. Juli 2010, 23:13

Lieber mugabarru, Sie rühren mich durch Ihr Gedenken. Und Sie haben nicht mit mir gewettet. Wo ich doch komplett daneben lag mit meinem Tipp.....

Ich schweige vor lauter Gkück. Das blanke Entsetzen trieb mich um bei dem Gedanken, dass diese gewalttätigen Gegner obsiegen könnten.... Doch das Schicksal war gnädig. Sweet Iniesta did it. Dankbar bin ich. Und freue mich noch immer.

Am Abend des entscheidenden Spiels war ich in Frankfurt. In einem Restaurant saß eine zauberhafte gepiercte Nase in meiner Blickrichtung.... so denke ich manchmal an Sie.....

mugabarru

16. Juli 2010, 01:10

Virtudes, ich habe ja gestanden, dass ich im Halbfinale nicht gewttet habe. Aus reiner Feigheit. Ausserdem konnte ich dies nicht öffentlich gestehen, weil unser lieber Gastgeber ihren Beitrag zu spät freigeschaltet hat.

So, und nun zur Kussgeschichte: die meisten Frauen die ich kenne, bestehen darauf, dass Ikers Kuss eine reine Macho-Allüre war. Herr Ingendaay, ich und die meisten Männer die ich kenne, glauben das Gegenteil: es ging nicht anders. So, da die Nachbarprovinz in den Staaten weilt, möchte ich die Gelegenheit nutzen alle Männer zu einem Sexstreik aufzurufen. Folgen wir dem Beispeil Lysistrata zehn Tage lang, damit die Frauen endlich verstehen, dass wir auch ein Herzchen haben. Dulcinea und Virtudes und deren Partner sind dieser Pflicht, selbstverständlich, enthoben. Ich hoffe mein Aufruf hat Erfolg.

Dulcinea

16. Juli 2010, 10:47

Virtudes, was haben wir für ein Glück! Ich bin froh. Sonst natürlich viel Erfolg für Ihren Aufruf, mugabarru. Denkt Nekane auch so?

pardel

16. Juli 2010, 14:52

So, so, mugabarru, zehn Tage Lysistrata reloaded, während die Nachbarprovinz zufällig in den Staaten weilt... Ein Schelm, wer böses dabei ahnt! Kennst du die Comic-Fassung von Ralf König? Ganz modern-anachronistische (und sehr lustige) Interpretation des Aristophanes.

pardel

16. Juli 2010, 17:06

Don Paul, erlauben Sie mir bitte eine Frage: Sind Sie sich sicher, dass das "Finalmente:" im Titel dieses Beitrags nicht "¡Por fin!" lauten sollte? Mein Sprachgefühl sagt mir das, aber ich kann es nicht gut begründen. Wie könnte man sich einer solchen Frage nähern, wenn man keine gute sprachtheoretische Grundlage hat? Oder kommt es mir nur so vor, weil ich berufsbedingt versuche, Silben zu sparen?

gaiteiro

16. Juli 2010, 17:21

Sanchos Esel im Radio:

WDR-5 Scala, Bericht ab min 10:34, Sanchos Esel ab min 12:22.

gffstream-4.vo.llnwd.net/.../wdr5_scala_20100715.mp3

Vielen Dank für die versteckte Werbung für das schöne Nordspanien!

Sommerliche Grüsse aus Galicien

Paul Ingendaay

16. Juli 2010, 18:24

gaiteiro, eigentlich wollte ich nichts verstecken. Danke für die Aufmerksamkeit.

*

pardel, Ihr Sprachgefühl trügt Sie nicht. Aber wie hätte ich sonst das Wortspiel mit "final" hinbekommen? Also streckt man es etwas.

mugabarru

17. Juli 2010, 02:24

Pardel, danke für deine Feinfühligkeit. Mein Umwelt hat, unverständlicherweise,  reine Zufälligkeiten in Verbindung gebracht. Selbstverständlich ist das nur boshaftig. Danke für deine Sensibilität. Doch..... Machst du mit?

mugabarru

17. Juli 2010, 02:25

Ralf König ist in Spanien auch ziemlich bekannt. Seine Lysistrata-Alternative entspricht zwar nicht unbedingt meiner Neigung, die Comic-Fassung werde ich trotzdem wieder lesen.

mugabarru

17. Juli 2010, 02:39

Dulce Dulcinea, da Nekane sich als hartherzige Frau ohne jegliche romantische Sensibilität geoutet hat, ich aber ein grosszügiger Mann bin, habe ich ihre Kürzung meiner "barra libre" mit dem doppelten einer "maldición gitana" quittiert. Ihr unfreiwilliges Zölibat wird das doppelte des ursprünglich gewetteten Zeitraums meiner "barra libre" andauern. Und wenn es so weitergeht wie heute, wo sie für meine Gin-Tonics nur nationale Zitrone verwendet hat statt Lima, obwohl ich eher auf Zitrone stehe, was aber nichts zu Sache tut, werde ich sie zu einer einsamen Zeit in geometrischer Folge verdammen. Sie soll sich lieber in Acht nehmen.

Schliesslich soll, der Legende nach, das Königreich Kastiliens ja auch mit der Schuld eines einzigen Weizenkorns und der geometrischen Folge auf einem Schachbrett entstanden sein. Irgendwann war die Schuld des Königs so gross, dass er nicht mehr bezahlen konnte und lieber Kastillien als eigenes Königreich abgab. Mein Rat: akzeptieren sie beim Wetten nie geometrische Folgen, das könnte schlimme Folgen haben.

mugabarru

17. Juli 2010, 02:41

Danke gaiteiro für ihren Link. Es war nett Herr Ingendaays Stimme zu hören. Und natürlich sein Lob auf den Norden Spaniens. Er hat nur vergessen zu erwähnen, dass der Cantábrico natürlich das bessere Klima, das bessere Essen und das bessere Meer hat. Gaiteiro, geniessen sie ihren Urlaub.

mugabarru

17. Juli 2010, 02:44

Eigentlich wollte ich ja noch etwas zu pardels Sprachgefühl sagen.... Der eine kürzt, der andere streckt... alles aus reinem egoistischen Interesse. Ich wollte zwar die Sprache und das Wort verteidigen, sehe aber ein, dass mein Zustand jetzt nicht unbedingt linguistischen Stress verträgt. War aber lustig. Danke beiden.

Paul Ingendaay

17. Juli 2010, 02:49

Mugabarru, müssen wir uns um Sie Sorgen machen? Geht es Ihnen gut?

Dulcinea

17. Juli 2010, 09:47

mugabarru, vergessen Sie nicht, daß Sie von Ihrem Wohnzimmerfenster aus das Meer sehen können. Sie haben es schwer, aber es könnte noch schwerer sein! Vergessen Sie das nicht. pardel lebt in Berlin! Bei dieser Gelegenheit wollte ich sagen, daß das Licht in Madrid gerade wieder umwerfend ist. Früh um neun und abends um neun ganz besonders. Das nebenbei. Sie haben jedenfalls meine uneingeschränkte Solidarität, mugabarru. Seien Sie nicht zu hart mit sich! So ein Streik... vielleicht müssen Sie ihn ja nicht zu Ende bringen? Fügen Sie sich keine Leiden zu! Im August werde ich Ihr schönes Kantabrien besuchen!

pardel

17. Juli 2010, 11:00

Nein, mugabarru, ich mache nicht mit. Aus "reinem egoistischen Interesse", das hast du sehr richtig eingeschätzt. Ich freue mich dennoch auf linguistischen Stress, sobald dein Zustand es wieder zuläßt. Ich hoffe, dieser hängt mit Nekanes "barra libre in Zeitraffer" zusammen. Trifft sich gut, dass die Nachbarprovinz in den Staaten weilt, ab 3 Promille wird alles sehr anstrengend. Gute Besserung!

mugabarru

18. Juli 2010, 01:39

Mein lieber un egoistscher pardel, warum musst du mich so entblössen? Kannst du dir nicht ein Beispiel nehmen an unserem Gastgeber und der dulcen Dulcinea? Also wirklich!

pardel

19. Juli 2010, 15:54

Mein lieber mugabarru, ich bitte vielmals um Verzeihung. Mir war nicht bewusst, dass ich dich entblößt hatte, ich dachte, das hatte sich von selbst vier bis sieben Beiträge davor ergeben. Ich schrieb ohnehin nur aus eigener Erfahrung. Vielleicht darf ich einen Vorschlag zur gütigen Einigung unterbreiten: Ich mache bei deinem zweiwöchigem Kreuzzug doch mit, aber nur selektiv bei einigen Frauen. Solche, die ich nicht kenne, wie zum Beispiel Nekane. Die freut sich sicher und wird darüber ganz erleichtert sein. Und wenn die Nachbarprovinz zurück ist, diskutieren wir das alles erneut von vorne. Dann werde ich in Cambridge weilen, ich habe vor, mir Sir Isaak Newtons Brücke anzuschauen (die, von der du erzähltest, sie sei erst nach seinem Tod entworfen und gebaut worden; mal sehen, ob ich darin eine Katzenklappe entdecken kann) und, wenn du willst, grüße ich deinen englischen Onkel, wenn er nicht im Urlaub ist. Abgemacht?

mugabarru

20. Juli 2010, 01:04

Dulcinea, ich weiss nicht welchen Abschnitt vom Cantábrico sie besuchen werden. Trotzdem glaube ich dass Leuchttürme wichtig sind. Nun, wenn sie Zeit und Lust haben, würde ich ja zu Leikeitio raten. Dieser Leuchtturm empfängt Besucher, und ist bestimmt interessant so sehr für sie als für ihre Töchter. Trotzdem gibt es noch mehr Leuchttürme........ fareando.blogspot.com/.../los-faros-visitados.html

Ich wünsche ihnen und mir schönes Wetter und viel Vergnügen.

mugabarru

20. Juli 2010, 01:13

Pardel, du kannst dir gar nicht vorstellen wie ich mich gefreut habe über deine Entscheidung an meinem Kreuzzug teil<unehmen. Der Rest der Bedingungen fällt, selbstverstänlich unter die Rubrik "kleingedrucktes", was natürlich nicht so auffällt, weil unser lieber und stiller Gastgeber diese Möglichkeit für sich selbst einnimmt. Aber keine Sorge, cih habe es verstanden und ignoriert. Also freue ich mich nur über deine Unterstützung. Cambridge ist ein nettes Käffchen. Ich war da immer sehr glücklich. Mein Onkel lebt und forscht z.Z. in Spanien, mit englischem Pass, und ist sehr glücklich. Im August wird er, aus beruflichen Gründen, in Cambridge weilen. Wenn also ein Typ beim Punting ins Wasser fällt, kannst du ihn beruhigt retten und als meinen Onkel ansprechen. Ich bin nie ins Wasser gefallen, er fast jedes mal. Punting m.E. einfach, obwohl mein Onkel Schwierigkeiten damit hat. Erzähl mal wie es dir ergeht. Und bitte, aktualisiere meine Liste von schönen Kellnerinnen, denn ich bin seit fünf Jahren nicht mehr da gewesen. Die Brücke ist übrigens eine meiner Lieblingsbrücken.

Dulcinea

20. Juli 2010, 02:08

mugabarru, ich küsse Sie! Vollkommen unverfänglich spanisch, versteht sich, auf die Wange. Darf ich? To the lighthouse! Natürlich! Ich grübelte gerade, was ich als Sommerlektüre lesen darf. Da ich vielerlei Dinge vor- und Töchter habe, darf es nur ein einziges Buch sein. Ich überlegte gerade, ob ich wohl - wegen früher! - zu Huckleberry Finn greifen sollte. De hecho, ich halte es gerade in der Hand. Hielt. Denn jetzt brauche ich die Finger ja zum Tippen. Nun! Jedenfalls! Sie haben mich aller meiner Leiden enthoben, mugabarru. To the Lighthouse! Natürlich. Lekeitio wird zu weit sein, vielleicht der Faro de Punta Silla. Danke.

mugabarru

21. Juli 2010, 00:56

Freut mich Dulcinea, dass ich bei der Auswahl ihrer Urlaubslektüre nützlich war. Virginia Woolf zum Strand... dann höchstens "Flush". Sie wissen ja, ich bin ein eher oberflächlicher Typ. Und Lekeitio ist nicht so weit weg. Bitte besuchen sie auch meine Ecke! Sie wissen ja, meine Tantieme mit der baskischen Oficina de Turismo sind in Gefahr wenn niemand uns besucht. Ich habe so viele kleine aber interessante Objekte angeboten, doch niemand im Blog entscheidet sich..... Also bitte, wir sind einen Besuch wert. Mein Patensohn war ganz begeisert vom Besuch im Leuchtturm von Lekeitio.

mugabarru

21. Juli 2010, 00:58

Pardel, leider steht Nekane nocht nicht auf dem Programm, aber ich bin am verhandeln.....

pardel

21. Juli 2010, 19:05

Du hast neulich über das fehlende Public Viewing in Barcelona geschrieben, mugabarru. Dazu paßt diese Meldung von La Vanguardia (aus Barcelona): www.lavanguardia.es/.../erc-prohibe-ver-la-final-de-la-roja-en-los-albergues-de-la-generalitat-joventut-holanda-sudafrica-gi.html Mir fehlen die Worte, aber gegen 19.00 gab es über 720 Kommentare von anderen Lesern dazu. Einige äußerten sogar Verständnis für diese Maßnahme...

Paul Ingendaay

22. Juli 2010, 02:15

Die Nachricht, pardel, habe ich in einem Artikel von El Mundo gelesen. Letzten Sonntag. Ich war so sprachlos wie Sie.

mugabarru

23. Juli 2010, 02:13

Und ich wundere mjich über ihre Verwunderung. Aber ich bin halt ein "españolista", obwohl ich auch Italien und UK geltend machen kann, und es manchmal auch mache, einfach aus Trotz. Ja in verschiedenen Ecken des Landes gart eine gefährliche und faschistoide Brut. Vor einiger Zeit habe ich mich sehr über die Facebook-Bilder einiger cachorros der ETA geärgert, in denen sie mit dem Trikot der spanischen Nationalmannschaft erscheinen. Heute kann ich nur milde lächeln und hoffen, dass sie in 20 Jahren, vielleicht nur Spass am Spiel haben. Wenn selbst "gudaris" (baskische Kämpfer) sie öffentlich mit diesem Trikot abbilden lassen, sie nicht von anderen gudaris ausgeschlossen oder erschossen werden......... dann gibt es vielleicht noch Hoffnung. Aber vorsichtshalber bitte ich, dass alle Götter und Göttinnen sich anstrengen um uns uns vor unseren Rettern zu retten. Über meiner Wiege hing die Union Jack, als "Rache" meines englischen Vaters gegen die von meiner amatxu durchgesetze spanische Staatsangehörigkeit. Aber, ich will glauben, dass ich von beiden eine ehrliche Distanz zu Fahnen und nationalistischem Schnick-Schnack geerbt habe. Das einzig wahre und wirkliche ist der Mensch, auch wenn er aus der Nachbarprovinz kommt.

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